So richten Sie das Modul für den Sicheren Zahlungsverkehr ein

22 Sep 2014

Vorbei die Zeiten, in denen Hacker ihre Viren nur zum Spaß geschrieben haben. Moderne Cyberkriminelle haben ganz andere Motive – sie wollen mit Betrug und Erpressung Geld verdienen. Das Lieblingsziel der Gauner sind Kreditkarteninformationen und Login-Daten zum Online-Banking. Um diese Daten stehlen zu können, müssen sie noch nicht einmal den Computer des Opfers mit irgendeinem Virus infizieren. Deshalb haben wir ein Auge auf Online-Betrüger und schützen unsere Anwender mit einem speziellen Modul.

Safe-Money

Das Modul für den Sicheren Zahlungsverkehr wurde im Jahr 2012 erstmals veröffentlicht – als spezialisierter Nachfolger des Safe-Run-Moduls für Webseiten. Wir haben das Modul bereits genauer vorgestellt. Heute soll es daher nicht um die Komponenten des Moduls gehen, sondern darum, wie Sie das Modul nutzen können, auch wenn es nicht automatisch mit Ihrer Bank oder Zahlungsseite zusammenarbeitet.

Wahrscheinlich haben Sie mindestens ein Online-Konto, über das Sie Zahlungen oder Finanztransaktionen durchführen können, etwa ein Online-Banking-Konto. Wenn Sie eine Kaspersky-Lösung nutzen, öffnet sich diese Seite automatisch in einem geschützten Modus, denn die Mehrheit der bekannten Banken, Zahlungssysteme und Online-Shops sind in unserer Datenbank registriert. Wenn Sie sich dort einloggen und Meldungen des Moduls für den Sicheren Zahlungsverkehr sehen oder ein grüner Rand rund um das Browserfenster erscheint, bedeutet das, dass Sie vor Betrügern geschützt sind. Ist das nicht der Fall, sollten Sie die Seite zunächst wieder schließen, bevor Sie dort Passwörter und andere vertrauliche Daten eingeben. Tun Sie das erst, nachdem Sie die Adresse der entsprechenden Seite zur Datenbank des Sicheren Zahlungsverkehrs hinzugefügt haben. Eine genaue Anleitung dazu finden Sie in unserer Wissensdatenbank. Übrigens bedeutet das Fehlen der Seite in der Datenbank nicht, dass die Seite gefährlich ist, sondern nur, dass genau diese Zahlungsseite oder Bank noch nicht von uns erfasst worden ist.

Erscheint kein grüner Rand rund um den Browser, heißt das nicht, dass die Webseite gefährlich ist, sondern nur, dass sie noch nicht in unserer Datenbank erfasst wurde.

Doch was, wenn sich die Seite auch nach dem Eintrag in die Datenbank immer noch im normalen Browser öffnet? In den meisten Fällen, wurde die Domain der Bank (zum Beispiel https://ihrebank.de) zwar eingetragen, doch Ihr persönliches Konto dort hat eine andere Adresse (zum Beispiel https://ihrprofil.ihrebank.de). Das Modul für den Sicheren Zahlungsverkehr für all diese Möglichkeiten zu konfigurieren ist allerdings viel zu aufwändig, daher gibt es eine einfachere Möglichkeit: Fügen Sie statt der vollständigen Adresse eine Maske hinzu. Verwenden Sie dafür einen Stern (*), der (so wie in vielen Programmiersprachen) als Platzhalter für eine Reihe von Zeichen stehen kann:

Fügen Sie Ihre Bank auf diese Art zum Modul für den Sicheren Zahlungsverkehr hinzu und schon wird sich Ihre eigene Kontoseite immer im geschützten Browserfenster öffnen, unabhängig von der genauen Adresse. Um Zeit zu sparen, können Sie die Seite auch ganz schnell mit einem Klick im Fenster des Sicheren Zahlungsverkehrs öffnen, ohne vorher den Browser öffnen und die Adresse eintippen zu müssen. Unten in dem Fenster sehen Sie eine Nachricht, in der vorgeschlagen wird, Webseiten auf diese Art zu öffnen:

Noch ein Tipp: Wenn sich die Seite nicht sofort öffnet, brauchen Sie nicht erneut den Link anzuklicken, denn es kann manchmal zu Verzögerungen kommen, da das Modul verschiedene Sicherheitsprüfungen durchführt. Geben Sie dem Modul etwas Zeit, den optimalen Schutz für Ihre Zahlungen und Überweisungen zu bieten. Ansonsten erscheinen mehrere gleiche Seiten oder Fehlermeldungen auf Ihrem Bildschirm, da Sie ja mehrfach geklickt haben.

Noch etwas zur Adresse der Webseite: Die Datenbank benötigt die Adresse, nicht den Namen der Bank oder des Zahlungssystems, denn das Eingabefeld ist nur ein normales Textfeld, ohne Suchfunktion.

Das Modul für den Sicheren Zahlungsverkehr ist über Plugins in den Browser integriert. Wenn Sie eine ganz aktuelle Browserversion nutzen, die noch nicht durch unsere Erweiterungen unterstützt wird, kann es vorkommen, dass das Modul nicht funktioniert. Daher würde ich empfehlen, für Überweisungen und zum Online-Shopping den Internet Explorer zu verwenden, da dieser verglichen mit anderen Browsern weniger häufig aktualisiert wird und die Erweiterungen daher auf jeden Fall funktionieren. Wenn Sie Google Chrome verwenden, brauchen Sie sich aber keine Sorgen machen, denn hier ist das Modul für den Sicheren Zahlungsverkehr zusammen mit anderen Erweiterungen in einem einzigen Kaspersky Protection Plugin zu finden, das wir in unserem Blog bereits beschrieben haben.

Die Mehrheit der bekannten Banken, Zahlungssysteme und Online-Shops sind in unserer Datenbank registriert.

Bitte beachten Sie aber, dass dieses Plugin aktiviert werden muss. Das Programm bittet Sie darum, wenn Sie den Browser zum ersten Mal öffnen, nachdem die Kaspersky-Lösung installiert worden ist. In der Standardeinstellung ist das Plugin aber nicht aktiviert und viele Anwender schalten es versehentlich nicht ein.

Wenn es Ihnen auch so geht und das Plugin nicht aktiviert worden ist, können Sie dies jederzeit in den Browser-Einstellungen nachholen. Genaue Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel.

Betrüger verwenden oft mehrere Tricks gleichzeitig: Links auf gefälschte Online-Banking-Seiten sind sehr häufig in Phishing-Mails zu finden. Um diese Betrugsversuche zu erkennen und sich zu schützen, finden Sie hier im Blog einige Tipps, zudem gibt es dazu einen Artikel auf Securelist. Denken Sie daran, dass die Antiviruslösung nur ein Teil des Schutzes ist, die anderen sind Ihr Wissen und Ihre Vorsicht, die beide enorm wichtig sind. Schützen Sie Ihre Daten beim Surfen im Internet!