Ist WLAN im Flugzeug sicher?

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit und die U.S. Federal Aviation Administration haben schon vor längerer Zeit die Nutzung von Computern und mobilen Geräten während des Flugs – zwischen Start und Landung – gestattet. Wobei die Fluggäste nach wie vor während dem Start und der Landung kein WLAN nutzen, keine SMS-Nachrichten senden und empfangen, keine Anrufe tätigen und keine E-Mails empfangen und senden dürfen.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit und die U.S. Federal Aviation Administration haben schon vor längerer Zeit die Nutzung von Computern und mobilen Geräten während des Flugs – zwischen Start und Landung – gestattet. Wobei die Fluggäste nach wie vor während dem Start und der Landung kein WLAN nutzen, keine SMS-Nachrichten senden und empfangen, keine Anrufe tätigen und keine E-Mails empfangen und senden dürfen.

Doch einmal in der Luft, dürfen die Reisenden sich mit dem WLAN-Netz des Flugzeugs verbinden. Diese Lockerung der Regeln wird dazu führen, dass sich immer mehr Menschen im Flieger mit dem WLAN-Netzwerk verbinden, als das bisher der Fall ist. Das bringt uns zu der Frage, wie sicher das Flugzeug-WLAN eigentlich ist.

Eine der ersten Lektionen der Internet-Sicherheit, an die ich mich erinnere, ist, dass man sich an Flughäfen niemals mit dem öffentlichen WLAN-Netz verbinden sollte. Ich denke, dass alle einigermaßen sicherheitsbewussten Internet-Nutzer mittlerweile die Gefahren von Flughafen-WLAN-Netzen kennen. Wenn also das Flughafen-WLAN so gefährlich ist, warum sollte das Flugzeug-WLAN weniger gefährlich sein?

Sich in der Luft mit einem WLAN-Netz verbinden, kann Ihre Kommunikation für böswillige Passagiere öffnen, die in Ihrer Nähe sitzen.

Wir haben den Kaspersky-Experten Kurt Baumgartner befragt, wie er das Risiko eines öffentlichen WLAN-Netzes im Flugzeug einschätzt:

WLAN an sich wirft einen Vielzahl von Sicherheitsproblemen auf. Es gibt zahlreiche aktuelle Angriffsarten für WLAN-Zugangspunkte und dadurch für alle damit verbundenen Geräte. Wenn Sie sich also in der Luft mit einem WLAN-Netz verbinden, kann das Ihre Kommunikation für böswillige Passagiere öffnen, die in Ihrer Nähe sitzen.

Wenn man bedenkt, dass nicht alle dafür nötigen Geräte von den Fluglinien sofort aktualisiert werden können, wenn Sicherheitslücken entdeckt werden, muss man über einen längeren Zeitraum mit angreifbarer Software und angreifbaren Geräten in Flugzeugen rechnen. Für die Fluglinien ist es nicht immer einfach, Software und Hardware in Flugzeugen zwischen den Flügen schnell zu aktualisieren.

Und genau wie auch die USB-Anschlüsse bei manchen Fliegern, sind manche dieser Netzwerke wahrscheinlich nicht mit der nötigen Trennung der Ressourcen aufgebaut worden, was Störungen des Entertainment-Systems und der Durchsagen der Flugbegleiter ermöglicht.

Ich denke, dass wir uns einig sind, dass die Elektronik-Verbote im Flugzeug zumindest ein bisschen lächerlich, ärgerlich und unpraktisch sind. Generell aber kann man sagen, dass WLAN- und Bluetooth-basierte Angriffe leichter durchzuführen sind, wenn der Angreifer nahe beim Opfer ist.

Besorgniserregender ist wahrscheinlich, dass es viele schlaue Menschen gibt. Ich spreche hier von Forschern, über die wir hier regelmäßig berichten. Forscher, die an der Black Hat und anderen bekannten Sicherheitskonferenzen teilnehmen. Diese Jungs können Autos hacken. Sie hacken medizinische Implantate. Ich habe mindestens einen Artikel zum Hacking von Flugzeugen geschrieben.

All diese Attacken sind Remote-Angriffe, aber aus geringer Distanz, etwa aus der Ersten Klasse ins Cockpit (als wäre Fliegen an sich nicht schon angsteinflößend genug!). Aber im Ernst: Fluggäste dürfen schon seit Jahren das Flugzeug-eigene WLAN nutzen. Wahrscheinlich ist es das Schlaueste, wenn Sie sich darum kümmern, Schadprogramminfektionen und andere Angriffe abzuwehren, denn damit werden Sie am ehesten zu kämpfen haben, wenn die Fluglinien Elektronik-freundlicher werden.

Tipps

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Aktualisieren Sie RouterOS des MikroTik-Routers und überprüfen Sie die Einstellungen, um sich vor dem Botnet Mēris zu schützen und ggf. Malware von einem bereits infizierten Router zu entfernen.