So schützen Sie Ihre Smarthome-Geräte gegen Hacker

Smarthome-Technologien sind für Cyberkriminelle leichte Angriffsziele. So können Sie Ihren intelligenten Staubsauger, die smarte Klimaanlage und andere internetfähige Geräte schützen.

Smarte Lautsprecher, selbstständige Staubsauger und allerlei andere Smarthome-Geräte werden immer erschwinglicher und inzwischen können Duzende dieser netzwerkfähigen Endgeräte mit dem Heimnetzwerk verbunden werden. Einerseits ist das bequem und fortschrittlich. Anderseits bedeuten die internetfähigen Geräte auch ein größeres Risiko. Durch das Hacken eines anfälligen Gerätes, wie beispielsweise ein Staubsauger oder sogar ein Aquarium, kann ein Angreifer vertrauliche Daten von einem Computer oder Smartphone stehlen, bzw. von jedem Gerät, das mit dem betroffenen Netzwerk verbunden ist.

Bedenken und Risiken

In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl an Cyberbedrohungen in Bezug auf das Internet der Dinge (engl. Internet of Things, IoT) um einen Faktor von 70 erhöht und steigt stetig an! Das ist eigentlich nicht überraschend, wenn man in Betracht zieht, dass Smarthome-Geräte leichte Angriffsziele für Cyberkriminelle sind. Laut eines vor Kurzem veröffentlichten Berichts von Zscaler, kommunizieren 76 % der IoT-Geräte über unverschlüsselte Kanäle und das israelische Cybersicherheitsunternehmen JSOF entdeckte 19 Zero-Day-Schwachstellen, darunter auch einige kritische, in einem TCP/IP-Stack, der von Millionen von netzwerkfähigen Endgeräten zur Kommunikation mit dem Internet verwendet wird.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass in der jungen und wachstumsstarken Branche der internetfähigen Geräte nicht alle Hersteller sonderlich um die Aktualisierungen ihrer Firmware bemüht sind. Selbst verantwortungsbewusstere Hersteller bieten recht schnell keine weiteren Updates für ihre Produkte, wodurch die Gadgets anfällig für Hackerangriffe werden, wie beispielsweise im Fall der NAS-Laufwerke My Book Live von Western Digital.

Eine Kaspersky-Studie zeigte, dass 89 % aller Benutzer von IoT-Geräten Bedenken bezüglich der Sicherheit haben. Zu den meistverbreiteten Befürchtungen zählen:

  • Infizierung des kompletten Heimnetzwerkes durch ein gehacktes Gerät.
  • Ein Cyberverbrecher könnte ein vernetztes Gerät sperren und Lösegeld fordern.
  • Überwachung und Lauschangriffe über Kameras und Mikrofone.
  • Bricking: Endnutzergeräte werden unbrauchbar, weil die Anbieterfirma entweder vom Markt verschwindet oder bestimmte Dienstleistungen und Updates nicht mehr verfügbar sind und das Gadget sozusagen zum nutzlosen Ziegelstein (Brick) wird.

Leider sind diese Ängste durchaus begründet. Wenn Sie glauben, dass Sie für Cyberverbrecher uninteressant sind, überdenken Sie das noch einmal: Cyberverbrecher führen oft Massenangriffe durch, bei denen willkürlich Millionen von Geräten gehackt werden.

So schützen Sie Ihre Smarthome-Geräte

Am besten können Sie Hacker den Zugriff auf Ihre IoT-Geräte verwehren, indem Sie einen zuverlässigen Schutz auf dem Router Ihres Heimnetzwerkes installieren, d. h. einen Schutz zwischen dem Internet und den verbundenen Geräten herstellen. Mit Schutz auf Router-Ebene können Sie Gefahren abwehren, bevor sie in das Heimnetzwerk eindringen. Genau nach diesem Prinzip funktioniert Kaspersky Smart Home Security, unsere neue Lösung für Smarthomes. Die Sicherheitslösung läuft auf dem Router und die Benutzer können sie über eine mobile App verwalten. In groben Zügen bietet die Lösung Folgendes:

Entdeckt anfällige Netzwerk-Ports

Viele Entwickler von IoT-Geräten lassen die Netzwerk-Ports offen, damit Verbindungen mühelos hergestellt werden können. Cyberverbrecher machen sich das oft zunutze, um die Kontrolle über bestimmte Geräte zu übernehmen. Wenn Kaspersky Smart Home Security einen offenen Port entdeckt, wird der Benutzer sofort darüber benachrichtigt und die Sicherheitslösung blockiert alle unautorisierten Verbindungsversuche.

Schützt vor Brute-Force-Angriffen

IoT-Geräte werden häufig zur Zielscheibe von Brute-Force-Angriffen. Mithilfe spezialisierter Suchmaschinen wählen Cyberkriminelle Geräte mit Protokollen aus, die eine Verbindung ermöglichen und versuchen dann durch wahlloses Ausprobieren von Zeichenkombinationen häufig verwendete Benutzernamen und Passwörter herauszufinden. Bei einer sorgfältigen Suche ist immer ein Babyfon oder eine Kamera zu finden, dessen Zugangsdaten leicht zu knacken sind.

Kaspersky Smart Home Security überwacht erfolglose Verbindungsversuche und wenn jemand versucht sich in kurzer Zeit mehrmals mit einem Gerät zu verbinden, dann blockiert die Sicherheitslösung vorübergehend alle weiteren Versuche.

Blockierung von gefährlichen Links und Downloads

Kaspersky Smart Home Security blockiert das Herunterladen von Malware auf den Router des Heimnetzwerkes und benachrichtigt den Benutzer sofort über jeglichen Download-Versuch dieser Art.

Sollte ein gehacktes Gerät versuchen sich mit einer schädlichen Website zu verbinden, vereitelt Kaspersky Smart Home Security das Vorhaben. (So können Sie sich vollkommen sicher sein, dass weder Ihr Smart-Toaster für DDoS-Angriffe verwendet noch Ihr Lautsprecher mit Sprachsteuerung als Überwachungstool missbraucht werden.)

Überprüfung von Passwortstärke

Die Passwortsicherheit hängt im Wesentlichen davon ab, ob das Kennwort lang und komplex genug und außerdem einmalig ist. Bei IoT-Geräten unterschätzen die Hersteller oft die Gefahr und erstellen kurze, schwache Passwörter.

Das hat sich längst bei Cyberkriminellen herumgesprochen und oft werden nach Passwort-Leaks kompromittierte Anmeldedaten verwendet, um IoT-Geräte zu hacken.

Kaspersky Smart Home Security warnt den Benutzer, sobald unsichere Passwörter entdeckt werden und lässt die Verwendung von geleakten Passwörtern nicht zu.

Beschränkung der Internetnutzung

Jugendschutzeinstellungen werden vereinfacht: Die Benutzer können jetzt einen Zeitplan aufstellen, um die Zeiten festzulegen, zu denen die Kinder über ihre Tablets, den Fernseher oder andere Smart-Geräte Zugang zum Internet haben. Darüber hinaus kann auch der Zugang zu unerwünschten Ressourcen eingeschränkt werden.

Die Vorteile von Kaspersky Smart Home Security genießen

Eine Sicherheitslösung (oder jegliche andere Software) auf einem Router zu installieren stellt eine technische Herausforderung dar. Aus diesem Grund, und weil die meisten Benutzer ihre Router bei ihrem Internetanbieter kaufen oder leasen, haben wir uns dazu entschlossen Kaspersky Smart Home Security direkt über die Anbieter bereitzustellen. Wenn Sie an der Lösung interessiert sind, informieren Sie sich bei Ihrem Internetanbieter, ob Kaspersky Smart Home Security verfügbar ist.

Sollten Sie selbst ein Internetanbieter sein, würden wir uns über eine Zusammenarbeit mit Ihnen freuen, um gemeinsam die Smarthomes von heute und morgen sicherer zu machen. Bei Fragen schreiben Sie uns bitte an vas@kaspersky.com.

Tipps

Router-Schutz für MikroTik-Benutzer

Aktualisieren Sie RouterOS des MikroTik-Routers und überprüfen Sie die Einstellungen, um sich vor dem Botnet Mēris zu schützen und ggf. Malware von einem bereits infizierten Router zu entfernen.