Beim Gebrauchtkauf von iPhones nicht auf Betrüger hereinfallen

4 Feb 2015

Der Gebrauchtmarkt zwischen Privatkunden ist ein weites Feld für Betrüger. Viele Menschen kaufen heute Smartphones und andere Geräte über Online-Auktionen und Shopping-Plattformen wie eBay.

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Tausende Geräte werden verkauft und gekauft, und das gilt auch für die beliebten Apple-Geräte. Und leider gibt es viele Möglichkeiten, Opfer dazu zu bringen, ein Handy von einem Dritten zu kaufen oder an einen Dritten zu verkaufen. Deshalb wollen wir heute die meist genutzten Betrugsmaschen vorstellen und Ihnen zeigen, wie Sie sich schützen können.

1. Zu niedriger Preis und Vorauszahlung

Passen Sie auf, wenn Ihnen Waren zu einem extrem niedrigen Preis und ausschließlich mit Vorauszahlung angeboten werden. Verkäufer können eine Menge überzeugender Argumente erfinden (das Geld wird so schnell wie möglich benötigt, zwei gleiche Geräte wurden als Geschenk gegeben, usw.). Wenn Sie sparen wollen, kann es passieren, dass Sie statt mit einem brandneuen Gerät mit einem gebrauchten oder gar keinem Gerät dastehen. Deshalb ist Vorauszahlung in den meisten Fällen nicht empfohlen. Die einzige Ausnahme ist, wenn Sie das Gerät von einem vertrauenswürdigen Verkäufer erwerben – das eBay-Konto sollte zumindest gute Bewertungen von einigen Hundert Anwendern haben.

2. Kaputte Geräte und Handys aus Wachs und Papier

Sogar lokale Geschäfte und Online-Shops können Sie täuschen. Viele Betrüger, die kaputte Geräte verkaufen, halten die Kunden davon ab, wenn sie diese genauer untersuchen möchten. Ein Schwindler sagt dann zum Beispiel, dass die Batterie leer sei und Sie diese erst laden müssten, bevor Sie das Gerät einschalten. Diese Menschen haben viel Erfahrung darin, andere hereinzulegen, und wissen genau, wie sie jemanden überzeugen können.

Wenn die Opfer dann nach Hause kommen und die Schachtel öffnen, stehen sie vor einer unschönen Überraschung. Ähnlich erging es einem Mann, der ein iPad Mini und ein iPhone 4S kaufte, die in einer Craigslist-Anzeige angeboten wurden. Der Kurierdienst lieferte die Geräte, nahm das Geld mit und lief weg, bevor ihn irgendjemand stoppen konnte. Und statt Apple-Geräten enthielt der Karton nur einen Klumpen Wachs und ein Notizbuch.

3. iPhone mit chinesischen Wurzeln und Android

Viele Menschen kaufen gefälschte iPhones chinesischer Hersteller, da diese so günstig sind. Das ist natürlich ihr gutes Recht. Doch manchmal werden diese Fälschungen als angebliche Originale verkauft. Im folgenden Video sehen Sie zum Beispiel ein gefälschtes iPhone, das unter dem Markennamen Goophone verkauft wird. Könnten Sie feststellen, dass es sich dabei um eine Fälschung handelt?

Glücklicherweise gibt es einen einfachen Trick, Fälschungen zu entlarven. Da gefälschte iPhones mit dem Betriebssystem Android laufen, müssen Sie es nur einschalten und nachprüfen, welchen Store es aufruft: Google Play (im Falle der iPhone-Fälschung) oder App Store (auf einem echten iPhone).

4. Gestohlene Geräte

Wenn Sie ein gebrauchtes iPhone kaufen, kann es vorkommen, dass Ihnen der Verkäufer ein gestohlenes Gerät anbietet. Es gibt keine Möglichkeit, mit Sicherheit festzustellen, ob alles ok ist. Aber Sie können das Angebot nach indirekten Zeichen bewerten: Prüfen Sie das Profil des Verkäufers und lesen sie die Bewertungen anderer Kunden. Sehen Sie sich die anderen Angebote des Verkäufers an. Wenn Sie das Gerät selbst prüfen können, vergleichen Sie den Code, die Seriennummer und die IMEI-Nummer der Box mit den Informationen, die in den Geräteeinstellungen stehen.

5. Instandgesetzte Geräte

Ein instandgesetztes iPhone zu kaufen, kann viel Geld sparen, wenn es vom Originalhersteller genau inspiziert wurde und alle Probleme bereinigt wurden. Die Qualität der Gerätereparatur durch Dritte kann allerdings schlechter ausfallen.

6. Remote-Sperrung und Erpressung

Seien Sie auf der Hut vor Erpressern! Es gab bereits Fälle, in denen jemand ein gebrauchtes Gerät kaufte und dann feststellte, dass es mit den Find-iPhone-Einstellungen gesperrt worden war (nur bei iOS 6 und späteren Versionen). Dadurch konnten die Betrüger den Käufer erpressen, zum Beispiel indem sie dem Käufer sagten, er hätte das Telefon gestohlen, und damit drohten zur Polizei zu gehen. Um so ein Gerät dennoch zum Laufen zu bringen, können Sie die Einstellungen vor dem Kauf auf die Grundeinstellungen zurücksetzen.

Und wenn Sie Ihr eigenes, gebrauchtes iPhone verkaufen, sollten Sie es auf jeden Fall komplett löschen. Anderenfalls müssen Sie sich auf unschöne Konsequenzen einstellen, wenn der Käufer zum Beispiel wichtige oder vertrauliche Informationen auf der Speicherkarte findet. In diesem Fall sollten Sie versuchen, das Handy zumindest noch aus der Ferne zu sperren.

7. Gefälschte Shops und unfaire Verkäufer/Käufer

Manchmal erstellen Hacker sogar kurzlebige Online-Shops, um Kreditkartendaten und andere vertrauliche Informationen zu sammeln. Es kann aber auch anders herum laufen und der Verkäufer eines iPhones wird zum Opfer, wenn zum Beispiel ein „Kunde“ das Geld nicht überweist oder detaillierte Bankinformationen wissen will, um angeblich das Geld zu überweisen. Im letzteren Fall werden die Daten dann missbraucht, um Geld von Ihrem Konto oder Ihrer Kreditkarte zu stehlen.