Der britische Cyber Security Sektor, und warum wir uns darüber freuen sollten.

In dieser Woche startete die Infosec 2013 in London. Chloe Smith, Minister for Political and Constitutional Reform, hielt die Eröffnungsrede, die die britische Cyber-Security-Strategie zum Thema hatte. Smith bot einen

In dieser Woche startete die Infosec 2013 in London. Chloe Smith, Minister for Political and Constitutional Reform, hielt die Eröffnungsrede, die die britische Cyber-Security-Strategie zum Thema hatte. Smith bot einen fesselnden Überblick über die aktuelle Security-Lage in Großbritannien: Obwohl sich die Risiken und Bedrohungen für Unternehmen und Heimanwender immer schneller weiterentwickeln, halten die Technologien und Methoden zur Bekämpfung dieser Gefahren Schritt. Der Bereich Cyber-Security floriert sogar sehr gut: Chloe Smith beschrieb ihn als einen „innovativen, wichtigen und erfolgreichen Bereich der IT-Branche“, der trotz des aktuellen Sparklimas weiter wächst. Und die britische Regierung tut viel dafür, Großbritannien in diesem Bereich als führendes Land zu etablieren.

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Es ist dabei nicht überraschend, dass die englische Wirtschaft jährlich mehrere Milliarden Pfund für den Schutz und die Reparatur nach Angriffen durch Cyberkriminelle ausgibt. Und täglich kommen neue potenzielle Angriffsziele hinzu (alleine die britische Regierung blockiert monatlich mehr als 33.000 schädliche E-Mails).

Doch wie Smith darlegte, bemüht sich die Regierung sehr, in der Industrie und Wirtschaft das Wissen um die Bedrohungen durch Cyberkriminelle zu fördern, die in den letzten Jahren zu einem immer größeren Risiko für Unternehmen geworden sind. Gleichzeitig werden auch Möglichkeiten für die Aufklärung entwickelt, so dass sich Firmen selbst schützen können. Aus diesem Grunde wurde im November 2011 die britische Cyber Security Strategy erstellt, die Großbritannien als eines der sichersten Länder für Firmen positionieren soll.

In dieser Woche führte die Regierung neue Richtlinien für kleine und mittlere Unternehmen ein, die dabei helfen sollen, die Cyber-Sicherheit zu einem wichtigeren Bereich zu machen, so dass sich die Firmen besser vor Cyber-Bedrohungen schützen können. Diese Richtlinien fördern zudem neue Aufklärungsinitiativen, die junge Menschen für den Bereich der Cyber-Sicherheit interessieren sollen. Davon abgesehen sollen auch Partnerschaften zwischen der Regierung und der Wirtschaft gefördert werden (etwa das Cyber Growth Partnership), um das Sicherheitsbewusstsein sowie die Zusammenarbeit zu verbessern, und „Klarheit bei den Standards“ zu schaffen, so Smith weiter. Die Regierung möchte damit sicherstellen, dass die britischen Unternehmen den richtigen Anreiz haben, sich vor Cybercrime zu schützen. Gleichzeitig soll das Sicherheitsbewusstsein in allen Bereichen (öffentlich und privat) gefördert werden, so dass die Vermögenswerte der britischen Wirtschaft geschützt sind.

Die Atmosphäre auf der Infosec war elektrisierend – die Aussteller präsentierten die neuesten Produkte, die Besuchermassen saugten alles gierig auf. Es ist ganz eindeutig: Auch wenn die Cyberkriminellen hierbleiben und immer besser werden, so bleiben auch die Guten hier – und wir sind bereit für alles, was noch auf uns zukommt.

Susannah Woolmer

 

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