Download von Avengers: Endgame – Betrüger machen Nutzern falsche Hoffnungen

2 Mai 2019

Nachdem ein Film auf der Kinoleinwand erscheint, muss im Normalfall eine gewisse Zeit vergehen, bis dieser auch auf bestimmten Streaming-Diensten zur Verfügung steht. Bis zu einer solchen digitalen Veröffentlichung kann es Monate dauern – und je besser der Film in den Kinos läuft, desto länger zieht sich diese in die Länge, da Filme in Kinosälen selbstverständlich mehr Geld einspielen als im heimischen Wohnzimmer.

Trotzdem beginnen viele Leute online nach neuen Blockbustern zu suchen, sobald die Filme ins Kino kommen – manchmal sogar bereits vorher. Legitime Videodienste können Nutzern nicht mit brandneuen Kassenschlagern dienen; aber Betrüger können es. Oder besser gesagt, sie können versuchen, Sie davon zu überzeugen, dass sie Ihnen diese Filme zur Verfügung stellen können. Bei dem jüngsten Beispiel handelt es sich um ein Betrugsschema, das sich auf den kürzlich veröffentlichten und enorm beliebten Film Avengers: Endgame bezieht.

Den ganzen Film Avengers: Endgame downloaden? Fallen Sie nicht auf diese Betrugsmasche herein!

Das Ganze beginnt mit einer einfachen Suche. Unter den Suchergebnissen erscheint eine Website, auf der dem Benutzer entweder der Download oder der Online-Stream des kompletten Avengers: Endgame versprochen wird.

Beim Starten des Streams passiert zunächst rein gar nichts. Doch bereits nach den ersten Sekunden erscheint eine Nachricht, die den Nutzer dazu auffordert, ein Konto zu erstellen.

Die Registrierung für einen solchen Account ist kostenlos – der Nutzer muss lediglich eine E-Mail-Adresse angeben und ein Passwort kreieren.

Doch mit dem Klick auf die Schaltfläche „Weiter“, merkt der Nutzer schnell, dass diese Angaben nicht ausreichen. Das Konto muss zudem verifiziert werden. Dazu sind die Zahlungsinformationen und Kreditkartendetails (inklusive CVC-Code) des Nutzers erforderlich.

Die Website verspricht, dass die Informationen nur verwendet werden, um sicherzustellen, dass der Benutzer aus einem Land stammt, in dem die Website „lizenziert ist, den angefragten Inhalt zu verbreiten“. Das Konto des Nutzers wird dabei nicht belastet, heißt es.

Selbstverständlich existiert der angepriesene Film nicht und die wenigen Filmminuten zu Beginn des Streams stammen aus dem Original-Trailer. Die Nutzerinformationen landen dabei in den Händen der Betrüger.

Deshalb sollten Sie auf derartigen Websites kein Konto anlegen

Die meisten Besucher würden die Website einfach verlassen, nachdem sie nach ihren Kreditkartendaten gefragt werden. Die Betrüger haben jedoch bereits gewonnen, wenn sie eine E-Mail-Adresse und ein Passwort von Ihnen erhalten.

Warum? Ganz einfach: In der Regel verwendet ein Großteil aller Nutzer für viele Konten ein und dasselbe Passwort. Daher ist es den Betrügern so gut wie garantiert, dass mindestens einige der von den Betrügern auf dieser Website gesammelten E-Mail- und Passwort-Kombinationen mit den Anmeldeinformationen anderer Websites übereinstimmen – Onlineshops, Gaming- oder Streaming-Dienste, E-Mail- und Social-Media-Konten usw.

Und diese Konten sind für Online-Betrüger besonders wertvoll, da sie zum Diebstahl von Geld oder digitalen Wertgegenständen, zur Geldwäsche oder zumindest zum Spamming verwendet werden können.

So schützen Sie sich vor dieser Art des Online-Betrugs

  • Hinterfragen Sie jegliche Inhalte, die Sie online finden können. Zwar leisten Suchmaschinen bei der Contentfilterung in den meisten Fällen gute Arbeit, aber nunmal nicht immer.
  • Geben Sie keine Informationen – insbesondere keine Kreditkartendetails – auf Webseiten ein, denen Sie nicht vertrauen.
  • Verwenden Sie individuelle und einzigartige Passwörter. Ein Passwort-Manager kann Ihnen bei dieser Aufgabe helfen.
  • Verwenden Sie eine zuverlässige AV-Software, die vor Online-Betrug und Phishing schützt.