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Mit dem Wort „Hacker“ wird jemand in Verbindung gebracht, der Schäden für Einzelpersonen, Webseiten und die Informationssysteme von Unternehmen anzurichten versucht. Die weit verbreitete Annahme ist, dass sie nach Wegen suchen, Daten von Unternehmen zu sammeln und Informationen von Kunden zu löschen oder zu ändern. Diese Art Hacker gibt es zweifellos – in der Cybersicherheitsbranche werden sie Black-Hat-Hacker genannt – doch in Wirklichkeit sind dies nicht die einzigen Hacker, die sich im Cyberspace herumtreiben.

Die hilfreichen Hacker

Dies sind die White-Hat-Hacker, die ihre Fähigkeiten dazu einsetzen, Unternehmen zu schaden – jedoch nur hypothetisch. Stattdessen sollen dadurch Sicherheitslücken im System aufgedeckt werden, sodass sich ein Unternehmen besser vor den wahrhaft schädlichen Hackern schützen kann.

Unternehmen stellen White-Hat-Hacker ein, um ihre Informationssysteme zu testen. Die Hacker führen umfassende Scans von Netzwerken nach Malware durch, versuchen Informationssysteme mithilfe von Methoden zu hacken, die auch Black-Hat-Hacker verwenden würden und versuchen sogar, Mitarbeiter dazu zu bringen, auf Links zu klicken, die zu einem Malware-Befall führen würden.

White-Hat-Hacker sind einer der Gründe dafür, dass große Unternehmen üblicherweise weniger Ausfallzeiten und Probleme mit Ihren Webseiten haben. Die meisten Hacker wissen, dass es schwerer ist, sich in Systeme größerer Unternehmen zu hacken als in Systeme kleinerer Unternehmen, die wahrscheinlich nicht über die Mittel verfügen, jede mögliche Sicherheitslücke zu überprüfen.

Aus diesem Grund ist es überaus wichtig für jedes Online-Unternehmen, umfassende Präventivmaßnahmen zu treffen, indem sie hochwertigen Malware-Schutz, Spyware-Entfernungstools und eine Firewall zum Schutz von Software installieren. Kunden müssen sich sicher sein können, dass Online-Dienstanbieter ihre Daten schützen. Wenn das nicht der Fall ist, werden sie zu einem anderen Anbieter wechseln.

Die fragwürdigen Hacker

Irgendwo zwischen den White-Hat- und den Black-Hat-Hackern liegen die sogenannten Gray-Hat-Hacker. Manche Gray-Hat-Hacker sind davon überzeugt, dass sie Unternehmen helfen, indem sie ihre Webseiten hacken und sich ohne Erlaubnis Zugang zu ihren Netzwerken verschaffen. Unternehmensinhaber begrüßen unberechtigte Zugriffe auf die Informationsinfrastruktur ihres Unternehmens jedoch nur selten.

In den meisten Fällen wollen Gray-Hat-Hacker nur ihr Können unter Beweis stellen und ihren Bekanntheitsgrad erhöhen oder sogar Anerkennung dafür gewinnen, was sie als Beitrag für die Cybersicherheitsbranche ansehen.

Gray-Hat-Hacker sagen oft, dass hinter ihren Einbrüchen keine böse Absicht steckt. Manchmal fragen sie sich ganz einfach, wie es ist, ein ausgefeiltes System zu hacken, ohne sich dabei um Datenschutz und andere Gesetze zu kümmern.

Gray-Hat-Hacker behaupten, dass das Internet für Geschäfte nicht sicher sei und sie sehen es als ihre Aufgabe an, das Internet für Einzelpersonen und Unternehmen sicherer zu machen. Sie hacken Webseiten und Netzwerke und richten dabei Chaos an, um zu beweisen, dass sie Recht haben.

In den meisten Fällen liefern Gray-Hat-Hacker Unternehmen wertvolle Informationen. Die Community der White-Hat-Hacker sowie große Teile der Cyberwelt sehen diese Methoden jedoch als unmoralisch an.

Je mehr sich die Dinge ändern ...

Bis vor ein paar Jahrzehnten mussten die Menschen in den USA ihre Haustüren noch nicht abschließen. Heute werden Haustüren nur selten nicht abgeschlossen, und in den meisten Wohnungen gibt es zum Schutz des Eigentums Sicherheitsalarme. Wohnungseigentümer sind heutzutage der Meinung, dass jemand in den Schatten darauf wartet, dass sie nachlässig werden.

Unternehmen mit Webseiten und Informationssystemen befinden sich in derselben Situation wie Wohnungseigentümer. Sie sind sich darüber im Klaren, dass jemand ein Auge auf die Online-Umgebung des Unternehmens hat und nur auf den richtigen Zeitpunkt wartet, um einzudringen und Kundeninformationen zu stehlen.

Hinzu kommt, dass Black-Hat-Hacker möglicherweise Malware einsetzen möchten, welche die Aktivitäten von Mitarbeitern und Kunden ausspioniert.

White-Hat-Hacker agieren als mietbare Hacker und testen ständig die Informationsinfrastruktur von Unternehmen, um sicherzustellen, dass keine Sicherheitslücken vorhanden sind. Es ist dennoch essentiell, dass Unternehmen die richtigen Präventivmaßnahmen treffen. Dazu gehören die Installation von Antiviren-Software, Spyware-Entfernungstools und eine starke Firewall.

Nicht nur Betriebsabläufe sind in Gefahr. Informationen von Kunden und deren Vertrauen in die Integrität eines Unternehmens stehen auf dem Spiel.

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White-Hat-Hacker: gut, böse oder beides?

Nicht alle Hacker sind darauf aus, Schäden anzurichten. Viele Unternehmen stellen White-Hat-Hacker ein, um ihre Informationssysteme zu testen und dabei Sicherheitslücken aufzudecken, die behoben werden müssen.
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