CHECK THIS OUT NOW: Hilfreiche Tipps zur Prüfung von Fakten

Steht auf Sozialen Netzwerken wirklich die Wahrheit oder handelt es sich nur um einen Haufen Lügen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Unterschied erkennen. Von armen Hunden in Tierheimen, die

Steht auf Sozialen Netzwerken wirklich die Wahrheit oder handelt es sich nur um einen Haufen Lügen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Unterschied erkennen.

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Von armen Hunden in Tierheimen, die geschlossen werden sollen, bis zur Freiheitsstatue mitten in einem Tsunami – diese oder ähnliche Nachrichten auf Sozialen Netzwerken haben Sie sicher schon gesehen und waren davon schockiert oder beeindruckt. Vielleicht haben Sie sogar auf „Gefällt mir“ geklickt, die Nachricht geteilt oder per Tweet weiterverbreitet. Solche viralen Nachrichten haben gemeinsam, dass sie die Menschen so stark beeindrucken, dass sie oft ohne weiteres Nachdenken geteilt werden. Das ist allerdings schade, denn in den meisten Fällen handelt es sich um veraltete Nachrichten (das Tierheim wurde schon vor Jahren geschlossen) oder um unwahre Begebenheiten (die Freiheitsstatue steht immer noch). Überzeugende Texte und mit Photoshop bearbeitete Bilder können es schwer machen, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden; heute braucht man dazu eine journalistische Fähigkeit – nämlich das Überprüfen von Fakten.

Verlässliche Nachrichtenquellen

Ein moderner Journalist muss so schnell arbeiten, dass ein paar Ungenauigkeiten unvermeidlich sind. Deshalb veröffentlichen sogar große Nachrichtenportale wie BBC oder CNN hin und wieder falsche Informationen. Doch sie berichtigen diese Fehler, sobald sie neue Informationen erhalten. Das ist der Hauptunterschied zu kleineren Seiten und persönlichen Blogs, denn Autoren solcher Blogs publizieren meist keine Richtigstellungen. Die grundlegende Regel lautet also: Große und angesehene Nachrichtenagenturen sind vertrauenswürdiger, kleinere und spezialisierte Webseiten verdienen nicht ganz so viel Vertrauen, und Blogs sowie Sozialen Netzwerken sollte man recht skeptisch gegenüberstehen. Allerdings wird gerade Blogs und Sozialen Netzwerken kaum misstraut, da wir dazu tendieren, Freunden zu glauben.

Wenn Sie eine Nachricht lesen, in der die Fakten sehr emotional präsentiert werden, vielleicht mit etwas Übertreibung und ohne Quellenangaben oder Beweisen, sollten Sie alle präsentierten Fakten genau überprüfen. Die Information könnte veraltet (vor allem, wenn es sich um einen Hilfe- oder Spendenaufruf usw. handelt) oder komplett unwahr sein. Es dauert nur ein paar Minuten, die Fakten selbst zu überprüfen.

Zudem sollte man wissen, dass Cyberkriminelle solche Falschnachrichten sehr aktiv nutzen, um nichtsahnende Opfer auf schädliche Webseiten zu locken. Dafür verwenden Sie normalerweise wichtige aktuelle Nachrichten. Bevor Sie also einen Link anklicken, um mehr über eine Nachricht zu erfahren, prüfen Sie, woher die Nachricht kommt und sichern Sie Ihren Computer.

Doch wie prüfen wir eine verdächtige Nachricht oder einen Blog-Eintrag?

Verwenden Sie Google

Das ist zwar noch nicht die verlässlichste Methode, bringt aber schnelle Ergebnisse. Sie öffnen einfach Google (oder Bing oder eine andere Suchmaschine), geben die wichtigsten Details der verdächtigen Nachricht ein und sehen sich die Ergebnisse an. Der mühsamere und zuverlässigere Weg ist es, die Texte dieser Suchergebnisse noch zu analysieren – prüfen Sie, wer sie geschrieben hat und vergleichen Sie die Inhalte. Dafür haben die meisten Menschen aber keine Zeit. Daher können Sie auch einfach nachprüfen, auf welchen Seiten die Nachricht erscheint, statt zu prüfen, was dort wirklich geschrieben wird. Wenn unter den ersten Suchergebnissen keine seriöse, verlässliche Seite (große Nachrichtenseiten, die nicht der Regenbogenpresse angehören, offizielle Regierungsseiten, offizielle Firmenseiten, usw.) auftaucht, und Sie nur Diskussionen auf Sozialen Netzwerken sehen können, ist das Ganze ein Falschmeldung.

Ein aktuelles Beispiel mit einer zwielichtigen Geschichte tauchte vor kurzem auf der Seite „Vatican Crimes“ auf. Das Ganze war haarsträubend genug, um aufmerksame Leser zu warnen:

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Wenn man die Schlagzeile kopiert und in Google danach sucht, findet man als erstes den fraglichen Artikel. Die weiteren Suchergebnisse sind ausschließlich Forumsdiskussionen schockierter Leser. Um ganz sicherzugehen, klickt man auf den Menüpunkt „News“, um zu sehen, welche dieser Seiten von Google als Nachrichten eingestuft werden. Das Ergebnis ist eindeutig: keine einzige Übereinstimmung. Damit können wir also aufatmen – eine Sünde der Amtskirche weniger.

Suchen Sie nach der Quelle

Journalisten verwenden auch eine kompliziertere Methode, die Fakten zu prüfen: Sie suchen nach der ursprünglichen Quelle der Information. Offizielle Regierungsseiten sind die erste Anlaufstelle, wenn es sich um rechtliche oder staatliche Neuigkeiten handelt.

Wenn es in der Nachricht um ein Produkt oder eine Dienstleistung geht, sollte man auf der offiziellen Seite des entsprechenden Unternehmens nachsehen (dazu können Sie bei Ihrer Google-Suche den Zusatz „offizielle Seite“ hinzufügen). Falls hier nichts dazu zu finden ist, würde ein professioneller Journalist die Pressestelle des Unternehmens anrufen und eine Bestätigung einholen. Normale Anwender können wieder die News-Suche von Google verwenden und einfach nach dem Produktnamen suchen – vielleicht hat sich ein Journalist schon genau erkundigt. TruthTeller ist eine praktische Seite, die von der renommierten Washington Post betrieben wird – Journalisten prüfen hier die interessantesten und populärsten angeblichen Zitate von Politikern, aber auch Informationen anderer Quellen.

Praktisch bei der Suche mit Google News ist auch, die Suchergebnisse nach Datum zu sortieren. Damit sehen Sie die aktuellsten Quellen für die entsprechende Nachricht und können entscheiden, wie vertrauenswürdig diese Quelle ist.

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Gefälschte Zitate

Ein meist relativ harmloses, aber weitverbreitetes Online-Phänomen sind gefälschte Zitate, die berühmten Menschen zugeschrieben werden.

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Nach dem Zitat direkt zu suchen bringt leider nichts, da man nur unzählige Kopien des gefälschten Zitats findet, aber keine Informationen darüber, wer der eigentliche Autor ist. Stattdessen sollten Sie nach Zitaten der entsprechenden Person suchen.

Gefälschte Bilder

Es ist ungleich schwerer, die Echtheit von Bildern zu bestätigen, als die Echtheit von Texten. Sie können sich natürlich einfach nicht um das Bild kümmern und nur den dazu gehörigen Text überprüfen, oder Sie führen eine Bildersuche durch. Die beliebtesten Bildersuchdienste sind Google Images und TinEye.

Wenn Sie ein Bild hochladen, das Sie von einem Sozialen Netzwerk gespeichert haben, sehen Sie, auf welchen anderen Seiten es ebenfalls zu sehen ist. So führen sowohl Google als auch TinEye das populäre Bild der „weltgrößten Schildkröte“ auf den japanischen Film „Gamera the Brave“ zurück.

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Bei Bildern aktueller Ereignisse (wie es etwa bei den Bildern des Hurrikans Sandy passiert ist), kann es aber sein, dass diese Methode versagt, und eine detaillierte Analyse des Bildes nötig ist. Die Suche nach Bildfälschungen ist im Grunde eine neue forensische Wissenschaft, die bereits in ihrer Grundlage sehr kompliziert ist – tiefere Informationen dazu finden Sie beim Scientific American. Es braucht etwas Übung, Unregelmäßigkeiten bei der Beleuchtung von Objekten auf Bildern zu finden, oder leichte Unterschiede in der Färbung und Beschaffenheit eines Körpers. Dabei muss man sehr auf Reflexionen in den Augen achten, oder auf potenzielle Überlagerungslinien an den Kanten eines Objekts. Die Webseite PSkiller kann bei der Analyse von Bildern einiges automatisieren und die sicheren Anzeichen dafür erkennen, dass ein Bild mit Photoshop bearbeitet worden ist.

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Was ist Tor?

Alle, die sich sehr um ihre Privatsphäre oder um Internet-Zensur sorgen, kennen Tor wahrscheinlich bereits. Tor ist die Abkürzung für „The Onion Router“, einem kostenlosen Programm, mit dem man anonym

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