Wurde Ihr Netflix-Konto auf dem Schwarzmarkt verkauft?

10 Dez 2015

Haben Sie in Ihrem Netflix-Konto seltsame Dinge bemerkt? Haben Sie einen neuen Anwender unter Ihrem Konto gesehen und wissen gar nicht, wie der dorthin gekommen ist? Dann kann es sein, dass ihnen ein Familienmitglied einen Streich spielt oder Ihr Konto gehackt und auf dem Schwarzmarkt des Dark Web verkauft wurde.

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 In der letzten Woche wurde berichtet, dass Hacker die Netflix-Funktion ausgenutzt haben, über die die Anwender ihre Login-Daten mit Familienmitgliedern und Freunden teilen können. Die Funktion an sich ist zwar praktisch, doch Betrüger können sie missbrauchen, um schnelles Geld zu machen, während die Anwender gar nicht bemerken, dass etwas nicht stimmt.

Auf der einen Seite mag das nach einem Verbrechen ohne Opfer aussehen, da Netflix die Anwender ja dazu einlädt, ihr Konto mit anderen zu teilen. Und Netflix-CEO Reed Hastings sagte selbst, dass er es nicht als Problem sehe, wenn das Passwort geteilt wird. Doch die Hacker verkaufen die Konten auf dem Schwarzmarkt für 50 Cent, was bedeuten kann, dass jemand illegal Geld mit etwas macht, für das Sie bezahlt haben.

Was nun?

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Ihr Konto kompromittiert worden ist, können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen: Am einfachsten ist es, die Seite haveibeenpwned.com aufzurufen, auf der Sie prüfen können, ob Ihre E-Mail-Adresse oder Ihr Nutzername zu den kompromittierten Daten gehört. Oder sie prüfen in Ihrem Konto die Liste der kürzlich angesehenen Filme. Wenn Sie dort Einträge sehen, die nicht von Ihnen stammen, oder wenn plötzlich ein neuer Nutzer angelegt wurde, ist Ihr Konto gehackt worden.

Wenn Sie zu den Betroffenen gehören, ist es nicht schwer, das Problem zu lösen. Loggen Sie sich einfach in Ihr Netflix-Konto ein, wählen Sie den Punkt „Auf allen Geräten ausloggen“ und ändern Sie anschließend Ihr Passwort.

Eines sollten Sie noch bedenken: Wenn Sie zu den gehackten Netflix-Nutzern gehören und das Passwort Ihres Netflix-Kontos auch für andere Dienste verwenden, sollten Sie es dort ebenfalls ändern. Denn die Täter könnten sonst auch dort Zugriff auf Ihre Daten bekommen, vielleicht sogar zu vertraulicheren Informationen wie Ihrem primären E-Mail-Konto, dem Online-Banking, Ihrem Facebook-Profil usw.

Wenn Sie befürchten, sich komplexe Passwörter nicht merken zu können, hat der Kaspersky-Experte David Jacoby einige Tipps für Sie. Oder Sie verwenden einen Passwort-Manager wie den Kaspersky Password Manager, der starke Passwörter erstellt und diese sicher verwaltet.