{"id":9928,"date":"2017-03-15T17:06:52","date_gmt":"2017-03-15T17:06:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=9928"},"modified":"2019-11-22T12:22:57","modified_gmt":"2019-11-22T10:22:57","slug":"my-precious-data-report-one","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/my-precious-data-report-one\/9928\/","title":{"rendered":"Meine kostbaren Daten: das digitale Durcheinander und seine Gefahren"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Die wichtigsten Erkenntnisse<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>Der rasche Anstieg bei der Nutzung von Anwendungen hat erheblich zu dem digitalen Durcheinander beigetragen, das auf den Digitalger\u00e4ten von Personen herrscht: So installieren Nutzer zum Beispiel durchschnittlich 12 Android-Apps im Monat, l\u00f6schen aber nur 10, was dazu f\u00fchrt, dass sie monatlich zwei Apps mehr auf ihren Ger\u00e4ten haben.<\/li>\n<li>Daraus ergibt sich, dass einige Apps nicht benutzt werden und auf den Digitalger\u00e4ten herumh\u00e4ngen: So werden zum Beispiel auf Computern mindestens 30% der installierten Anwendungen nie verwendet.<\/li>\n<li>Die Gefahr besteht darin, dass die Apps aktiv bleiben, auch wenn der Nutzer sie nicht verwendet: Ein durchschnittlicher Nutzer hat 66 Apps auf seinem Android-Ger\u00e4t, aber ein Experiment, in dem man eine repr\u00e4sentative Stichprobe von 66 der ber\u00fchmtesten Android-Apps installierte, zeigte, dass 54 von ihnen 22Mb an Datenverkehr pro Tag verbrauchten, ohne dass die Nutzer mit diesen \u00fcberhaupt interagierten.<\/li>\n<li>Die mangelhafte Instandhaltung von Seiten der Nutzer aus bezogen auf den Inhalt der Ger\u00e4te f\u00fchrt ebenfalls zu einem Anstieg des digitalen Durcheinanders: Auch, wenn in 55% der F\u00e4lle Leute regelm\u00e4\u00dfig die Inhalte ihrer Ger\u00e4te \u00fcberpr\u00fcfen und ungenutzte DOCS und Apps l\u00f6schen, tun dies in 32% der F\u00e4lle die Leute nur gelegentlich und in 13% der F\u00e4lle versuchen sie generell nicht, irgendwelche DOCS und Apps zu l\u00f6schen.<\/li>\n<li>Die mangelnde App-Hygiene geht auch auf die App-Verwaltung \u00fcber: Die Umfrage fand heraus, dass 65% der Nutzer die Apps auf ihren Smartphones aktualisieren, sobald diese ver\u00f6ffentlicht werden, aber 24% tun das nur, wenn sie es m\u00fcssen. Au\u00dferdem passen nur 40% mit Absicht die Einstellungen von jeder Anwendung auf dem Smartphone an.<\/li>\n<li>Dies kann ein Problem darstellen, da Apps Zugang zu sensiblen Nutzerinformationen haben: 96 von 100 Android-Apps funktionieren, ohne dass der Nutzer sie gestartet h\u00e4tte und 83 von 100 haben Zugang zu sensiblen Nutzerdaten wie Konten, Kontakte, Nachrichten, Anrufe, gespeicherte Dateien usw.<\/li>\n<li>Einige der gr\u00f6\u00dften Probleme, die sich aus digitalen Daten\u00fcberlastungen ergeben, ist der Anstieg an aufdringlichen und unerw\u00fcnschten Werbeeinblendungen, die oft Schwachstellen nutzen, um auf das Ger\u00e4t zuzugreifen: Dies wurde von den Umfrageteilnehmern als Problem bei Smartphones (61%), Tablets (47%) und Computern (55%) genannt. Andere ber\u00fcchtigte Bedrohungen, auf die man aufmerksam machte, war die Entwicklung von Ger\u00e4tepannen (38% auf Smartphones) oder Malware-Befall (28% auf Computern).<\/li>\n<li>Dieses digitale Durcheinander und das unvorsichtige Nutzerverhalten sorgt daf\u00fcr, dass die Ger\u00e4te und die sensiblen Informationen, die diese enthalten, f\u00fcr Sicherheitsbedrohungen anf\u00e4llig sind: Unsere Umfrage zeigt, dass \u00fcber die H\u00e4lfte (56%) aller Nutzer Daten auf ihrem Smartphone, \u00fcber ein Drittel (39%) auf Tablets und 51% auf Computern verloren haben.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Einleitung<\/strong><\/h3>\n<p>Die Digital\u00e4ra hat einen Haufen von digitalem Durcheinander geschaffen und die Explosion der App-Nutzungen bedeutet, dass eine wachsende Menge an Informationen auf Smartphones, Tablets und privaten Computern gespeichert wird.<\/p>\n<p>Wo Nutzer fr\u00fcher schnell die Speicherkapazit\u00e4ten von ihrem Telefon erreichten und Platz f\u00fcr neue Daten schaffen mussten, ist die Kapazit\u00e4t heute kein Problem mehr. Daher machen Menschen heute eher f\u00fcnf Fotos anstatt eins, um \u201esicherzugehen\u201c. Mehr Speicherplatz und Leistungsf\u00e4higkeit f\u00fchrt zu mehr Daten und Apps.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nliche und sensible Informationen wie die Kontakte im Adressbuch, Textnachrichten, Video und Fotos befinden sich nun im Durcheinander unserer digitalen Welt, aber, wenn wir daran scheitern, diese Information zu sch\u00fctzen, setzen wir sie aufs Spiel. So wie in der echten Welt m\u00fcssen Nutzer die Reinigung ihres digitalen \u201eZuhauses\u201c erster nehmen. So wie ein sauberer, aufger\u00e4umter Raum frische Energie in Ihr Zuhause und Leben bringt, sorgt ein aufger\u00e4umter Computer oder Smartphone f\u00fcr eine viel bessere und produktivere Erfahrung.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>Meine kostbaren Daten: das digitale Durcheinander und seine Gefahren<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F7yah&amp;text=Meine+kostbaren+Daten%3A+das+digitale+Durcheinander+und+seine+Gefahren+\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>Das digitale Durcheinander ist ein Ph\u00e4nomen, das einer mangelnden Instandhaltung des Nutzerger\u00e4tes zugrunde liegt. Vielleicht eben, weil Nutzer sich keine Gedanken mehr \u00fcber Speicherplatzbeschr\u00e4nkungen machen m\u00fcssen, sind sie viel lethargischer bezogen auf die \u00dcberpr\u00fcfung und den Schutz ihrer Ger\u00e4te und die Aktualisierung der Apps geworden. Das hei\u00dft, dass unser digitaler M\u00fcll immer h\u00e4ufiger dauerhaft auf unseren Ger\u00e4ten oder in der Cloud bleibt.<\/p>\n<p>Das Problem ist, dass umso mehr man digital ansammelt, umso mehr die eigenen Ger\u00e4te f\u00fcr Sicherheitsbedrohungen anf\u00e4llig werden, die sensible Daten wie Pass- und Kreditkarteninformationen, die in die falschen H\u00e4nde geraten, gef\u00e4hrden. Daher sollten sich Nutzer die Zeit nehmen, ungenutzte Apps zu aktualisieren und zu l\u00f6schen, um dadurch ihre Ger\u00e4te zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Das Ziel diese Studie ist es, das Ausma\u00df herauszufinden, zu dem Nutzer dem digitalen Durcheinander verfallen sind. Es geht uns darum zu zeigen, welche Probleme dadurch f\u00fcr Nutzer entstehen k\u00f6nnen, und wir bieten n\u00fctzliche Ratschl\u00e4ge dar\u00fcber, wie man die Sicherheit sensibler Informationen verbessern kann.<\/p>\n<h3><strong>Vorgehensweise<\/strong><\/h3>\n<p>Diese Studie basiert auf den Einblicken, die uns eine einzigartige Kombination aus Online-Forschung und technischer Analyse von Sicherheitsbedrohungen und App-Leistungen verschafft hat:<\/p>\n<ul>\n<li>Statistiken vom <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/about\/data-protection\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kaspersky Security Network<\/a>, ein cloudbasiertes System zur automatischen Verarbeitung anonymisierter statistischer Cyberbedrohungsdaten, die Kaspersky-Kunden von Millionen von Windows- und Android-Ger\u00e4ten weltweit freiwillig bereitstellen.<\/li>\n<li>Im Januar 2017 f\u00fchrten die internen Tester des Kaspersky Labs ein reales Experiment auf Android-Ger\u00e4ten durch, dass die Leistung von Anwendungen analysierte.<\/li>\n<li>Eine Online-Umfrage vom Forschungsunternehmens Toluna und vom Kaspersky Lab im Januar 2017 bewertete die Einstellung von 16.250 Nutzern \u00fcber 16 Jahre aus 17 L\u00e4ndern. Die Daten wurden gewichtet, um weltweit repr\u00e4sentativ und einheitlich zu sein, wobei man sie zu gleichen Teilen auf M\u00e4nner und Frauen verteilte.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2017\/03\/06134346\/my-precious-data-report-1-en.png\" width=\"1280\" height=\"712\"><\/p>\n<p>Nicht alle Ergebnisse von jeder Studie wurden in den Bericht mit aufgenommen. Um weitere Daten zu erhalten, wenden Sie sich bitte an das Kaspersky Lab unter\u00a0<a href=\"mailto:prhq@kaspersky.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">prhq@kaspersky.com<\/a>.<\/p>\n<h3><strong>Informations\u00fcberlastung <\/strong><\/h3>\n<p>Heutzutage verwenden wir unsere Ger\u00e4te als Speicherplatz f\u00fcr alle Aspekte unseres digitalen Lebens. Nutzer tendieren dazu, alles zu speichern, sogar solche Dinge, von denen sie (tief im Inneren) wissen, dass sie sie nie brauchen oder zu finden f\u00e4hig sein werden. Sie speichern heruntergeladenen Dateien, Apps, archivierte E-Mails, geschossene Fotos und sogar diese lustigen Katzenvideos!<\/p>\n<p>Diese Art von Daten tragen vermehrt zu dem unn\u00f6tigen Durcheinander auf unseren Ger\u00e4ten bei. Aber anders als das Durcheinander in der Realit\u00e4t, wo Papierstapel, B\u00fccher, Klamotten und anderer unsortierter Krimskrams sichtbar sind, gibt es keine \u00e4u\u00dferen Anzeichen hierf\u00fcr, die auf ein Problem hinweisen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Unsere weltweite Online-Umfrage zeigt, dass die deutliche Mehrheit aller Menschen eine breite Auswahl an Informationen auf ihren Ger\u00e4ten speichern. Generell sind die am h\u00e4ufigsten gespeicherten Dinge auf unseren Digitalger\u00e4ten allgemeine Fotos und Videos bei neun von zehn (90%) Teilnehmern. Knapp danach kommen pers\u00f6nliche E-Mails (89%) und Fotos und Videos von Reisen (89%), Adressbuchinformationen (84%) und pers\u00f6nliche Texte oder Nachrichten (79%).<\/p>\n<h3><strong>Auf Ger\u00e4ten gespeicherte Daten<\/strong><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2017\/03\/06134345\/my-precious-data-report-2-en.png\" width=\"1280\" height=\"960\">Wir haben herausgefunden, dass bei fast Zweidritteln (62%) der F\u00e4lle Nutzer ihre Passw\u00f6rter, einschlie\u00dflich der automatischen Anmeldung auf Webseiten und Apps, auf dem Ger\u00e4t gespeichert haben. \u00dcber die H\u00e4lfte speichert ebenfalls finanzielle- und Zahlungsinformationen (62%) oder ein Scan von ihrem Pass, F\u00fchrerschein, Versicherungszertifikat und andere sensible Unterlagen (57%).<\/p>\n<p>Wir sehen Unterschiede zwischen den verschiedenen L\u00e4ndern. So sind zum Beispiel Scans sensibler Unterlagen vor allem typisch f\u00fcr Nutzer der VAE (87%) im Vergleich zu Japan (32%). Ebenso ist das Speichern von privaten und sensiblen Fotos nicht so beliebt in Europa (48%) wie in Russland (67%).<\/p>\n<p>Im Angesicht dieses st\u00e4ndig wachsenden Datenbergs machten wir uns daran, zu verstehen, wie oft Nutzer normalerweise Daten und Apps von ihren Ger\u00e4ten l\u00f6schen. Allgemein fand die Umfrage heraus, dass nur 55% der Nutzer angaben, dass sie regelm\u00e4\u00dfig die Inhalte ihrer Ger\u00e4te \u00fcberpr\u00fcfen und alles l\u00f6schen, was sie lange nicht verwendet haben. Ein Drittel (32%) der Nutzer sagte, dass sie dies von Zeit zu Zeit tun, zum Beispiel, wenn sie keinen Speicherplatz mehr haben. Es ist jedoch beunruhigend, dass in einem von zehn (13%) F\u00e4llen die Befragten angaben, nie irgendetwas zu l\u00f6schen.<\/p>\n<h3><strong>Einstellungen bezogen auf App-Daten<\/strong><\/h3>\n<p>Vor ein paar Jahren w\u00e4re es kompliziert gewesen, das schnelle Wachstum der App-Industrie vorherzusehen, aber bisher gibt es keine Anzeichen daf\u00fcr, dass dieses abnimmt. Es gibt f\u00fcr alle Bereiche des digitalen Lebens Apps, von Fitness-Nachverfolgung bis zu Produktivit\u00e4ts-Tools und von Reiseplanern bis zu sozialen Netzwerken. Die Apps und die Daten, die diese ansammeln, f\u00fchren zu einem digitalen Durcheinander, das Telefonen die Leistungsf\u00e4higkeit rauben, die Verf\u00fcgbarkeit von Speicherplatz verringern und Nutzer den Risiken von Sicherheitsbedrohungen aussetzen kann.<\/p>\n<p>Verschiedene Forschungen des Kaspersky Labs zeigten, dass die genutzten Apps und Programme je nach Ger\u00e4t unterschiedlich sind. Allgemein, und vielleicht wie nicht anders erwartet, kann man feststellen, dass PCs vor allem f\u00fcr die Arbeit, Tablets f\u00fcr die Unterhaltung und Smartphones f\u00fcr die Kommunikation verwendet werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sehen wir in unserer Umfrage, dass der Anstieg des digitalen Durcheinanders auf den Ger\u00e4ten am schlimmsten ist, die wir den ganzen Tag mit uns herumschleppen\u2014 dem Smartphone. Smartphones sind Ger\u00e4te, die normalerweise viele Apps haben, die die sensibelsten Nutzerdaten wie kontaktlose Zahlungsinformationen oder private Fotos und pers\u00f6nliche Nachrichten beinhalten.<\/p>\n<h3><strong>Auf Nutzerger\u00e4ten installierte Anwendungen<\/strong><\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2017\/03\/06134344\/my-precious-data-report-3-en.png\">Aber wir k\u00f6nnen best\u00e4tigen, dass eine Menge an Nutzern daran scheitern, die Grundverfahren durchzuf\u00fchren, um ihre Ger\u00e4te von dem Durcheinander zu befreien und somit weniger angreifbar f\u00fcr Sicherheitsbedrohungen zu sein. Forschungen, die auf dem Kaspersky Security Network (KSN) basieren, zeigen, dass Nutzer durchschnittlich 66 Apps auf ihren Android-Ger\u00e4ten installiert haben. In der Umfrage gaben Nutzer jedoch an, dass sie nur 15 h\u00e4tten, was vielleicht ein Zeichen daf\u00fcr ist, dass sich Nutzer nicht dar\u00fcber bewusst sind, wie viele Apps und infolgedessen wie viele Daten sie mit sich herumtragen. Wir stellten fest, dass normalerweise Nutzer im Durchschnitt 12 Apps im Monat auf ihren Android-Ger\u00e4ten installieren, aber nur 10 l\u00f6schen. Daher f\u00fcgen sie ihrem Ger\u00e4t zwei Apps im Monat hinzu.<\/p>\n<p>Wenn Nutzer also monatlich ihrem Ger\u00e4t mehr Apps und mehr Daten hinzuf\u00fcgen, sind die Einstellungen \u00fcber App-Reinigung besonders wichtig, um das Problem des digitalen Durcheinanders zu bek\u00e4mpfen. Die Umfrage zeigte, dass, auch wenn Dreiviertel der Nutzer (77%) innerhalb eines Zeitraums von weniger als einem Monat eine Smartphone-App gel\u00f6scht haben, 12% sich nicht mehr daran erinnern, wann sie die letzte App gel\u00f6scht haben. Das Smartphone ist das Ger\u00e4t, das am h\u00e4ufigsten gereinigt wird: So k\u00f6nnen sich zum Beispiel 26% der Nutzer nicht mehr daran erinnern, wann sie zum letzten Mal eine App von ihren Computern gel\u00f6scht haben. Leute reinigen wahrscheinlich ihre Smartphones \u00f6fter, weil diese \u00fcber weniger Speicherplatz verf\u00fcgen: 35% l\u00f6schten eine App von ihrem Smartphone, weil sie keinen Speicherplatz mehr hatten. Bei dem Computer waren es jedoch nur 13%.<\/p>\n<p>Dieser Aspekt wird auch von der KSN-Forschung unterst\u00fctzt, die zeigte, dass die Computeranwendungen oft auf den Maschinen \u00fcberfl\u00fcssig sind. Wir fanden heraus, dass Menschen in einem Zeitraum von sechs Monaten nicht einmal ein Drittel (30%) der Anwendungen verwenden, die sie auf ihrem Computer installiert haben (davon ausgeschlossen sind Driver, Runtime-Software und andere Programme, mit denen Nutzer nicht direkt arbeiten).<\/p>\n<p>Eine gute Praxis f\u00fcr die allgemeine Instandhaltung von auf Ger\u00e4ten installierten Anwendungen setzt voraus, dass Leute Nutzungsvereinbarungen verstehen und die Einstellungen der Apps anpassen. Wir fanden jedoch heraus, dass nur ein Drittel (32%) der Umfrageteilnehmer die Vereinbarungen sorgf\u00e4ltig lesen und f\u00e4hig sind, die Installation einer App abzulehnen, wenn sie mit diesen nicht einverstanden sind. Das ist wichtig, da Apps Zugang zu vielen sensiblen Informationen auf den Ger\u00e4ten haben.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem fand die Umfrage heraus, dass weniger als die H\u00e4lfte (40%) bewusst die Einstellungen von jeder Anwendung auf ihren Smartphones anpasst. Dies ist vor allem der Fall in den USA (48%), den VAE (46%) und im asiatisch-pazifischen Raum (44%). In Israel (26%), Japan (33%) und Russland (36%) dagegen weniger.<\/p>\n<p>App-Einstellungen erm\u00f6glichen es dem Nutzer zu bestimmen, wie die App mit dem Ger\u00e4t interagiert. So kann eine App zum Beispiel Zugang zu sensiblen Nutzerinformationen haben, Nutzer orten und Nutzerdaten mit Servern von Dritten teilen. Wenn es einem nicht gelingt, diese Einstellungen richtig festzulegen, kann dies darin enden, dass ungenutzte Apps Zugang zu Informationen auf dem Ger\u00e4t erhalten, ohne dass sich der Nutzer dar\u00fcber bewusst ist.<\/p>\n<h3><strong>Apps und Ger\u00e4te<\/strong><\/h3>\n<p>Das Thema der App-Reinigung und -Instandhaltung ist wichtig, da, vor allem f\u00fcr das Smartphone, dieses die wichtigsten sensiblen Daten enth\u00e4lt und wir sie dauernd bei uns tragen. Falsch verwaltete Smartphone-Apps stellen auch eine Sicherheitsbedrohung dar, da sie oft Daten \u00fcbertragen, sogar, wenn sie nicht benutzt werden.<\/p>\n<p>Kaspersky Lab startete ein Experiment, um zu testen, wie die weltweit gr\u00f6\u00dften Android-Apps, die durch die KNS-Statistik als solche festgelegt wurden, sich in verschiedenen Umst\u00e4nden verhalten. Wir haben 66 Apps heruntergeladen (die durchschnittliche Anzahl installierter Apps auf einem Android-Ger\u00e4t), die nach Bekanntheitsgrad ausgew\u00e4hlt wurden. Diese 66 Top-Apps nahmen insgesamt ungef\u00e4hr 5GB an Speicherplatz ein. Die Ger\u00e4te wurden formatiert, mit Sim-Karten best\u00fcckt und neu gestartet, mit dem mobilen Internet und mit W-LAN-Set-up verbunden.<\/p>\n<p>Keine der Drittpartei-Anwendungen wurde von den Testern gestartet und wir zeichneten Zahlen bezogen auf die Datennutzung von jeder Anwendung auf. Von den Top 66, verbrauchten nur 12 Anwendungen keinerlei Datenverkehr. Aber interessanterweise verbrauchten die restlichen 54 ohne das Einverst\u00e4ndnis des Nutzers durchschnittlich 22Mb an Datenverkehr pro Tag, ohne dass der Nutzer mit diesen Apps \u00fcberhaupt interagierte. Die daraus f\u00fcr die Ger\u00e4te entstehenden Folgen haben viel mit Problemen wie Leistungsf\u00e4higkeit und Batterielebensdauer zu tun.<\/p>\n<p>Dies wird auch von den technischen Erkenntnissen der KSN-Forschung unterst\u00fctzt. Analysen zeigen, dass von 100 Android-Apps, die Nutzer durch Installation, L\u00f6schung oder Updates verwalten k\u00f6nnen, 96 funktionieren, ohne dass der Nutzer sie tats\u00e4chlich manuell gestartet h\u00e4tte. Au\u00dferdem haben 83 von 100 Zugang zu sensiblen Nutzerdaten wie Kontakte, Dateien und Nachrichten und k\u00f6nnen sogar anrufen oder SMS senden. Dies ist eine verlockende Perspektive f\u00fcr Cyber-Kriminelle, die nach einer M\u00f6glichkeit suchen, sensible Daten auszunutzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2017\/03\/06134343\/my-precious-data-report-4-en.png\" width=\"1280\" height=\"2001\">Diese Erkenntnisse unterstreichen die Wichtigkeit, ungenutzte Apps zu verwalten und zu l\u00f6schen, da sie oft im Hintergrund aktiv sind, auch wenn sich der Nutzer dar\u00fcber nicht bewusst ist.<\/p>\n<h3><strong>Apps aktualisieren <\/strong><\/h3>\n<p>Es ist f\u00fcr Nutzer wichtig, Apps dann zu aktualisieren, wenn neue Versionen auf den Markt kommen, da sie Sicherheitspatches enthalten k\u00f6nnten, die vor Schwachstellen in der App sch\u00fctzen oder diese verringern k\u00f6nnten. Wir fanden heraus, dass 65% der Nutzer Apps auf ihrem Smartphone aktualisieren, sobald diese Aktualisierungen zur Verf\u00fcgung stehen, w\u00e4hrend ein Viertel (24%) dies nur dann macht, wenn sie dazu gezwungen werden. Der Trend, Apps zu aktualisieren sobald es Updates gibt, war besonders stark in den VAE (78%) und in Lateinamerika (68%) im Vergleich zu Russland (55%).<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu, aktualisieren Computernutzer ihre Apps nicht besonders gerne. 48% der Nutzer aktualisieren Apps so schnell wie m\u00f6glich, 30% tun dies, wenn notwendig und 12% versuchen den Aktualisierungen auf ihren PCs zu entgehen. Nach Statistiken von KSN installieren nicht mehr als die H\u00e4lfte aller Nutzer die am meisten von Viren befallene Software (wie PDF-Leseprogramme, Browser usw.) auf ihren Computern eine Woche nach der Ver\u00f6ffentlichung der Updates.<\/p>\n<p>Die ber\u00fchmtesten Apps im App-Store stellen oft w\u00f6chentlich Aktualisierungen zur Verf\u00fcgung, die relevante Fehlerbeseitigungen beinhalten, wobei andere nur monatlich Updates ver\u00f6ffentlichen.\u00a0Tats\u00e4chlich zeigte die Studie des Kaspersky Labs \u00fcber App-Verwendung, dass durchschnittlich die bekanntesten 300 Android-Apps alle 45 Tage aktualisiert werden. Aber wir zeigen auch, dass 88 Apps von dieser Liste nie aktualisiert werden, was dazu folgt, dass sie und ihre Nutzer einem Exploit-Risiko durch Cyberkriminelle ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Das ist so gef\u00e4hrlich, weil nicht aktualisierte Apps T\u00fcren f\u00fcr Viren \u00f6ffnen, die Schwachstellen in den Apps und dem OS ausnutzen k\u00f6nnten, um auf das Ger\u00e4t zuzugreifen. In 2016 wurden vier Millionen Exploits entdeckt, was 16% mehr als in 2015 sind. Durchschnittlich bek\u00e4mpften die L\u00f6sungen vom Kaspersky Lab \u00a0758.044.650 Attacken auf Internetnutzer auf der ganzen Welt und viele solcher Attacken nutzen Schwachstellen von Software oder OS aus.<\/p>\n<h3><strong>Probleme mit Daten-\u201e\u00dcbergewicht\u201c \u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2017\/03\/06134343\/my-precious-data-report-5-en-352x1024.png\" width=\"352\" height=\"1024\"><\/p>\n<p>Das Wort Daten-\u00dcbergewicht wurde in den letzten Jahren verwendet, um die Art zu beschreiben, wie Nutzer Digitalger\u00e4te mit einem \u00dcberma\u00df an Information \u00fcberladen. Diese Analogie deutet darauf hin, dass Sie dauernd neue Informationen zu fressen kriegen, die Ihrem Leben wenig nutzen, und dann f\u00fcr eine Reihe an Problemen sorgen, indem diese n\u00e4hrstoffarme Information auf Ihrem Ger\u00e4t gespeichert wird.<\/p>\n<p>Nutzer zeigen ein sorgloses Verhalten bezogen auf die Hygiene ihrer Ger\u00e4te auf, obwohl die Angst vor dem Verlust pers\u00f6nlicher Daten bezogen auf alle Ger\u00e4te sehr wohl begr\u00fcndet ist. Unsere Studie zeigte, dass 56% der Nutzer Daten auf ihren Smartphones, 39% auf Tablets und 51% auf Computern verloren haben. In den meisten F\u00e4llen wurden Daten wegen einem besch\u00e4digten Ger\u00e4t oder deshalb gel\u00f6scht, weil ein Nutzer sie aus Versehen l\u00f6schte. Der dritth\u00e4ufigste Grund war eine Vireninfektion.<\/p>\n<p>Wir stellten jedoch gro\u00dfe Unterschiede zwischen den Nutzer verschiedener L\u00e4nder fest. Im Fall von Smartphones fanden wir zum Beispiel heraus, dass 73% der Menschen aus dem asiatisch-pazifischen Raum Daten verloren haben, wobei das in Europa nur bei 44% der Fall war.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Auswahl an weiteren Problemen, die mit der digitalen Daten\u00fcberlastung in Verbindung stehen, werden ebenfalls in der Studie aufgef\u00fchrt. So war zum Beispiel das Hauptproblem von den Ger\u00e4ten, das die Teilnehmer nannten, die aufdringlichen und unerw\u00fcnschten Werbeeinblendungen bei Smartphones (61%), Tablets (47%) und Computern (55%). Diese Werbungen nutzen oft Schwachstellen, um auf das Ger\u00e4t zuzugreifen und <a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2017\/03\/06132847\/Kaspersky_Security_Bulletin_2016_Review_ENG.pdf\">in 2016 waren die ber\u00fchmtesten und gef\u00e4hrlichsten Mobil-Trojaner Werbe-Trojaner<\/a>, die besondere Nutzerrechte auf dem Ger\u00e4t erhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nutzer machten auf Probleme mit der Batterielebensdauer, fehlenden Speicherplatz und unerw\u00fcnschte Werbung auf Smartphones \u00f6fter als auf Tablets und Computern aufmerksam. Dies liegt an der mangelnden Ger\u00e4tinstandhaltung und passiert, wenn Nutzer Apps nicht l\u00f6schen oder aktualisieren, was das Ger\u00e4t f\u00fcr Sicherheitsbedrohungen \u00f6ffnet. Gleichzeitig haben Computer mehr Probleme durch St\u00f6rungen oder Malware als Smartphones und Tablets.<\/p>\n<h3><strong>Schlussfolgerung<\/strong><\/h3>\n<p>Dieser Bericht zeigt das Ausma\u00df des Problems mit den Daten, dass alle Ger\u00e4te einschlie\u00dft, die uns dabei helfen, unser digitales Leben zu f\u00fchren. Das digitale Durcheinander w\u00e4chst st\u00e4ndig und so tun es auch die Nutzerprobleme, die damit zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten Leute installieren allgemein viel mehr Anwendungen, als sie nutzen, aktualisieren sie kaum und passen normalerweise nie die Sicherheits-\/Privatsph\u00e4re-Einstellungen richtig an.  <\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":9930,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711,2286,2712],"tags":[699,29,2447,1246,2446,130,1653,213],"class_list":{"0":"post-9928","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"category-privacy","9":"category-special-projects","10":"tag-app","11":"tag-apps","12":"tag-benutzerdaten","13":"tag-forschung","14":"tag-meine-kostbaren-daten","15":"tag-privatsphare","16":"tag-security","17":"tag-umfrage"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/my-precious-data-report-one\/9928\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/my-precious-data-report-one\/9017\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/my-precious-data-report-one\/10213\/"},{"hreflang":"it","url":"https:\/\/www.kaspersky.it\/blog\/my-precious-data-report-one\/9948\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/my-precious-data-report-one\/14093\/"},{"hreflang":"fr","url":"https:\/\/www.kaspersky.fr\/blog\/my-precious-data-report-one\/6818\/"},{"hreflang":"pl","url":"https:\/\/plblog.kaspersky.com\/my-precious-data-report-one\/6376\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/my-precious-data-report-one\/15016\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/my-precious-data-report-one\/14093\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/my-precious-data-report-one\/14093\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/app\/","name":"App"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9928","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9928"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9928\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21054,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9928\/revisions\/21054"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9930"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9928"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9928"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9928"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}