{"id":7882,"date":"2016-06-01T16:19:34","date_gmt":"2016-06-01T16:19:34","guid":{"rendered":"https:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=7882"},"modified":"2022-05-23T18:06:21","modified_gmt":"2022-05-23T16:06:21","slug":"navigation-at-sea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/navigation-at-sea\/7882\/","title":{"rendered":"Navigation auf See: Wie man fr\u00fcher den Weg fand und wie man es heute tut"},"content":{"rendered":"<p>Lange Zeit bevor die Computer erfunden wurden, erkundeten die ersten Seefahrer \u2014 Wikinger und Polynesier \u2014 die Welt und machten viele Entdeckungen. Wie fanden sie ihren Weg \u00fcber die Ozeane?<\/p>\n<p>Die genaue Standortbestimmung auf offener See ist keine einfache Sache und ohne moderne Ausr\u00fcstung eine echte Herausforderung. Computersysteme f\u00fcr die Seefahrt k\u00f6nnen bekanntlich durch Viren f\u00fcr mehrere Tage au\u00dfer Gefecht gesetzt werden. In manchen F\u00e4llen kam es schon so weit, dass <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/schifffahrt-ist-ein-leichtes-opfer-fur-cyberkriminelle\/5334\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schiffe wochenlang ziellos umhertrieben<\/a>, da sich keine IT-Sicherheitsexperten an Bord befanden, die das Problem l\u00f6sen konnten.<\/p>\n<h3><strong>Wie die Seefahrer in alten Zeiten \u00fcber die Meere segelten<\/strong><\/h3>\n<p>Die Polynesier waren gro\u00dfartige Seeleute. Hunderte Jahre bevor Kolumbus seine Reise \u00fcber den Atlantik antrat, \u00fcberquerten die Polynesier in ihren h\u00f6lzernen Kanus den Pazifik und legten \u00a0zwischen den Inseln des polynesischen Dreiecks Entfernungen von mehreren tausend Kilometern zur\u00fcck. Sie benutzten Sonne, Mond, Sterne, Wind und Meeresstr\u00f6mungen, um sich zu orientieren. Zudem fertigten sie <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Marshall_Islands_stick_chart\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">spezielle Karten<\/a> aus H\u00f6lzchen und Muscheln an.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">This is a rebbelib stick chart by the Marshallese to navigate the Pacific Ocean by canoe. <a href=\"https:\/\/t.co\/6sQVUbYjBi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">https:\/\/t.co\/6sQVUbYjBi<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/JSrWn0LIV8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">pic.twitter.com\/JSrWn0LIV8<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Future Mapping Co. (@Futuremaps) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Futuremaps\/status\/733651284335726593?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">May 20, 2016<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Die Wikinger legten ebenfalls mehrere tausend Kilometer zwischen Nordeuropa, den britischen Inseln, Island, Gr\u00f6nland und sogar Nordamerika zur\u00fcck. Berechnungen und genaue Beobachtung halfen ihnen: sie lie\u00dfen sich von der Str\u00f6mung treiben, folgten den Walen und hielten Raben an Bord \u2014 die V\u00f6gel waren darauf dressiert, nach dem n\u00e4chstgelegenen Land zu suchen.<\/p>\n<p>Verschiedenen Berichten zufolge bestimmten die Wikinger ihre Position auf hoher See mithilfe von Sonnenschattenbrettern, z\u00e4hlten die auf See zur\u00fcckgelegten Tage, berechneten die ungef\u00e4hre Geschwindigkeit ihres Schiffe und orientierten sich anhand der Sonne und der Sterne. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sonnenstein_(Wikinger)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Einige Experten meinen<\/a>, dass sie zudem Sonnensteine verwendeten, die Licht polarisierten, um bei schlechtem Wetter das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Azimut\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Azimut<\/a> der Sonne zu bestimmen, wenn Sonne und Sterne nicht zu sehen waren.<\/p>\n<p>Oftmals kamen die Wikinger mit mit ihrer eher intuitiven Vorgehensweise zu nicht ganz exakten Schlussfolgerungen. Ihre Geschichten erz\u00e4hlen von Reisen, in denen sie von Nebel und schlechtem Wetter umgeben waren. Unter solchen Umst\u00e4nden verloren die Seeleute von damals vollst\u00e4ndig die Orientierung.<\/p>\n<h3><strong>Die Schlacht um die L\u00e4ngengrade<\/strong><\/h3>\n<p>Soweit man wei\u00df, <a href=\"http:\/\/www.open.edu\/openlearn\/history-the-arts\/history\/history-science-technology-and-medicine\/history-science\/latitude-and-longitude\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">kam<\/a> das Konzept der Koordinaten zum ersten Mal im alten Griechenland auf, ungef\u00e4hr 200 vor Christus. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Claudius_Ptolem%C3%A4us\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Claudius Ptolem\u00e4us<\/a> war der Erste, der ein System von <a href=\"http:\/\/www.timeanddate.com\/geography\/longitude-latitude.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">L\u00e4ngen- und Breitengraden<\/a> entwickelte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2016\/06\/06134044\/navigation-astrolaby.jpg\" width=\"1280\" height=\"840\"><\/p>\n<p>Die Seefahrer st\u00fctzten sich auf Land- und Himmelskarten in Kombination mit einem Koordinatennetz, um ihre Position zu bestimmen. Jedoch war es nicht einfach, die notwendigen Koordinaten zu finden. Zwar konnten die Sonne, der Mond und die Sterne dabei helfen den Breitengrad zu bestimmen, jedoch war es weitaus schwieriger, den L\u00e4ngengrad festzustellen.<\/p>\n<p>Der L\u00e4ngengrad kann berechnet werden, indem man im selben Moment die Differenz zwischen der \u00f6rtlichen Zeit und der Ortszeit eines bestimmten Bezugspunktes misst. Exaktheit ist entscheidend: am \u00c4quator entspricht eine Abweichung von nur einem Durchbiegungsgrad 109 Kilometern. Die Zeit an Bord konnte durch Sonne und Sterne bestimmt werden, jedoch waren zu diesen Zeiten die Uhren nicht exakt genug, so dass die Seeleute nicht die Zeit des Heimathafens, oder die Zeit am Nullmeridian in Greenwich bestimmen konnten.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>Navigation auf See: Wie man fr\u00fcher den Weg fand und wie man es heute tut<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F5r9J&amp;text=Navigation+auf+See%3A+Wie+man+fr%C3%BCher+den+Weg+fand+und+wie+man+es+heute+tut+\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>Viele Jahre lang war es die oberste Priorit\u00e4t, herauszufinden wie sich die L\u00e4ngengrade bestimmen lassen. Ludwig XVI. <a href=\"http:\/\/www.bbc.co.uk\/history\/interactive\/animations\/navigation\/index_embed.shtml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">verk\u00fcndete<\/a>, dass er durch seine Astronomen mehr Land verloren h\u00e4tte, als durch seine Armeen.<\/p>\n<p>Zwischen dem sechzehnten und dem achtzehnten Jahrhundert boten Spanien, Holland, Portugal, Venedig und England \u2014 alle wichtigen Seem\u00e4chte \u2014 <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Longitude_rewards\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hohe Belohnungen<\/a> f\u00fcr denjenigen, der eine einfache und praktische Methode zur pr\u00e4zisen Bestimmung des Standortes eines Schiffes auf hoher See erfand. Die britische Regierung bot ein kleines Verm\u00f6gen \u2014 20.000 Pfund, was heutzutage, bzw. im Jahr 2015, ca. 2,60 Millionen Pfund, also 3,45 Millionen Euro entspr\u00e4che. John Harrison gewann einen Gro\u00dfteil dieser Belohnung f\u00fcr seine Erfindung der L\u00e4ngenuhr. Dieses Instrument fand ab dem Jahr 1760 Eingang in den allgemeinen Gebrauch.<\/p>\n<p>Vor dieser Erfindung war im Jahr 1757 der Sextant erfunden worden (verschiedene Wissenschaftler, einschlie\u00dflich Isaac Newton, John Hadley und Thomas Godfrey hatten gleichzeitig daran gearbeitet). Dank dieser beiden Hilfsmittel konnte man schlie\u00dflich das R\u00e4tsel um den L\u00e4ngengrad l\u00f6sen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2016\/06\/06134041\/navigation-sextant.jpg\" width=\"1280\" height=\"840\"><\/p>\n<p>Wie funktionierten sie? Am Mittag ma\u00df ein Seemann mithilfe des Sextanten den Winkel zwischen Horizont und Sonne und verglich ihn mit der Greenwich Mean Time, die von einer L\u00e4ngenuhr angezeigt wurde. Die Schiffe konnten so den L\u00e4ngengrad bestimmen \u2014 wie weit sich ein Schiff im Osten oder im Westen des Nullmeridians befand.<\/p>\n<h3><strong>Was wird heute benutzt?<\/strong><\/h3>\n<p>Heutzutage verf\u00fcgen die meisten Schiffe \u00fcber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Electronic_Chart_Display_and_Information_System\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">ECDIS<\/a> (Electronic Chart Display and Information System) und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Global_Positioning_System\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">GPS<\/a> (Global Positioning System).<\/p>\n<p>GPS benutzt ein Netzwerk, das aus mehr als 30 Satelliten besteht, um unseren pr\u00e4zisen Standort zu bestimmen. Zun\u00e4chst wurde dieses System f\u00fcr Milit\u00e4rzwecke entwickelt, aber heutzutage kann es jeder ohne Schwierigkeiten verwenden \u2014 von Touristen bis hin zu Seeleuten und Flugzeugpiloten.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu GPS setzen Schiffe nun auf elektronische Karten \u2014 eine Ver\u00e4nderung, die es Seeleuten erm\u00f6glicht, so wichtige T\u00e4tigkeiten wie Kursbestimmung und -korrektur anstatt in Stunden in nur wenigen Minuten zu erledigen. Daraus resultierend haben Schiffsoffiziere heute mehr Zeit zu Verf\u00fcgung, um ihre Umgebung zu beobachten und zu analysieren: Wetter, Geschwindigkeit des Schiffes und andere wichtige Faktoren. Der Seeverkehr ist insgesamt sicherer geworden, ein wichtiger Punkt f\u00fcr Schiffseigner, Kunden, die die Schiffe mit ihrer Fracht beladen und f\u00fcr Versicherungsunternehmen, die Versicherungspr\u00e4mien festlegen.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Ships black boxes are vulnerable to hackers \u2013 <a href=\"https:\/\/t.co\/H5gXrF4zO7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">https:\/\/t.co\/H5gXrF4zO7<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/security?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#security<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/nautical?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#nautical<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/6nVHPhNv9R\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">pic.twitter.com\/6nVHPhNv9R<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Kaspersky (@kaspersky) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kaspersky\/status\/686933942780465152?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">January 12, 2016<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>So wie in der <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/hacking-aircraft-is-it-real\/6011\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Luftfahrt<\/a>, m\u00fcssen an Bord eines Schiffes ebenfalls zwei ECDIS-Systeme verwendet werden. Wenn man vermeiden m\u00f6chte, auf einem Schiff herk\u00f6mmliche Land- und Seekarten aus Papier zu verwenden, dann ben\u00f6tigt man zwei ECDIS-Ger\u00e4te mit separaten Bildschirmen und Datenbanken.<\/p>\n<h3><strong>Im Fall des Falles<\/strong><\/h3>\n<p>Es kann durchaus passieren, dass beide ECDIS-Systeme aufgrund von Fehlprogrammierung oder gezielten Hackerangriffen ausfallen. Computersysteme stoppen mitunter auch, um Patches und Aktualisierungen zu installieren. Obendrein <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/us-cybersecurity-shipping-idUSBREA3M20820140424\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">finden<\/a> Sicherheitsforscher regelm\u00e4\u00dfig Schwachstellen bei Schl\u00fcsseltechnologien wie ECDIS, GPS und dem Automatischen Identifikationssystem (AIS) f\u00fcr die Seefahrt. Die Fehler werden behoben, aber es tauchen immer wieder neue auf.<\/p>\n<p>Fehler des Navigationssystems sind nicht weiter gef\u00e4hrlich, wenn man sich in K\u00fcstenn\u00e4he befindet: Hilfe ist nah, Orientierungspunkte sind in Sichtweite und das Internet sowie Mobilverbindungen funktionieren normalerweise. Wenn Seeleuten an einem ungewissen Ort Probleme auffallen, k\u00f6nnen sie mit den daf\u00fcr vorgesehenen Personen an Land Kontakt aufnehmen und Seekarten in PDF-Format anfordern, auf denen Untiefen, Str\u00f6mungen und gef\u00e4hrliche Stellen verzeichnet sind.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Maritime industry is easy meat for cyber criminals \u2013 <a href=\"http:\/\/t.co\/arylkFBOTc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">http:\/\/t.co\/arylkFBOTc<\/a> <a href=\"http:\/\/t.co\/v6QKzcjJXM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">pic.twitter.com\/v6QKzcjJXM<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Kaspersky (@kaspersky) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kaspersky\/status\/601876502058262528?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">May 22, 2015<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist auch GPS keinewegs vollkommen. Die elektromagnetische Strahlung der Sonne kann <a href=\"http:\/\/lws-set.gsfc.nasa.gov\/space_radiation.html#satellites\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">ernsthafte Auswirkungen<\/a> auf die Funktionst\u00fcchtigkeit von Satelliten haben. Abgesehen davon k\u00f6nnen Kriminelle (wie Piraten oder Terroristen) das Signal blockieren, indem sie einen simplen, preisg\u00fcnstigen und leicht erh\u00e4ltlichen <a href=\"http:\/\/www.professionalmariner.com\/June-July-2014\/GPS-jammers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">GPS-St\u00f6rsender<\/a> einsetzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ccicada.org\/2015\/03\/10\/cyber-attacks-on-ports-and-ships-could-be-catastrophic-symposium-speakers-say\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Ein kompromittiertes GPS-System kann ein Schiff vom Kurs abbringen<\/a> und es dabei so aussehen lassen, als w\u00fcrde es auf dem richtigen Kurs navigieren. Im besten Fall kann diese Situation eine Versp\u00e4tung zur Folge haben \u2014 schlimmstenfalls kann es zu schrecklichen Zusammenst\u00f6\u00dfen oder dem Auflaufen des Schiffes kommen. Um solche Situationen zu vermeiden, bringt die <a href=\"http:\/\/mentalfloss.com\/article\/75874\/us-navy-returns-teaching-officers-how-navigate-stars\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">US-amerikanische Marine ihren Offizieren unter anderem auch bei, wie man sich bei der Navigation an Sonne und Gestirnen orientiert<\/a>.<\/p>\n<p>Signalunterbrechungen oder GPS-Blockaden auf offener See sind die wahrscheinlichsten Bedrohungen, denen sich ein moderner Offizier an Bord stellen muss, und sie k\u00f6nnen durchaus dazu f\u00fchren, dass er seine Kenntnisse der astronomischen Navigation auffrischen muss. Nat\u00fcrlich haben Seeleute auch inoffizielle Methoden, um den eigenen Standort festzustellen: zum Beispiel k\u00f6nnen sie in einer Gefahrensituation GPS-Koordinaten auf ihr Smartphone herunterladen. Tats\u00e4chlich verfahren sie so, wenn sie den Standort des Schiffes bestimmen, aber nicht ihre Kabine verlassen wollen. Ein modernes Schiff mit einem Motor und einem elektrischen Generator, die gut in Stand gehalten werden, kann auf hoher See kaum verloren gehen.<\/p>\n<p>Aber ohne elektronische Ausr\u00fcstung ist Navigieren immer noch ziemlich schwer. Ein Vorfall, der vor zwei Jahren geschah, zeigt anschaulich, wie viel Fortschritt wir in den letzten Jahrhunderten im Bereich der Seefahrt und Navigation tats\u00e4chlich gemacht haben. 2014 versuchte ein <a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2016\/04\/25\/us\/bubble-man-rescue\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Ultramarathonl\u00e4ufer, die Strecke von Florida bis zu den Bermudainseln<\/a> in einem \u201eHydropod\u201c (einem aufblasbaren Wasserfahrzeug, das an ein Hamsterrad erinnert und sich solange fortbewegt, wie die Person im Inneren l\u00e4uft) zur\u00fcckzulegen. Der Sportler war in guter k\u00f6rperlicher Verfassung, sein Fortbewegungsmittel konnte nicht sinken, aber er dachte nicht an die Navigation. Reza Baluchi hatte sich noch gar nicht weit von der K\u00fcste entfernt, als er sich verirrte. Schlie\u00dflich hielt er ein vorbeifahrendes Schiff an, um nach dem Weg zu den Bermudainseln zu fragen.<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class=\"youtube-player\" type=\"text\/html\" width=\"640\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Uk6m-zu1WcU?version=3&amp;rel=1&amp;fs=1&amp;showsearch=0&amp;showinfo=1&amp;iv_load_policy=1&amp;wmode=transparent\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"true\"><\/iframe><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen wir heutzutage unseren Standort auf hoher See genau bestimmen und wie war dies den Seefahrern in alten Zeiten vor und w\u00e4hrend der \u00c4ra der Kolonialisierung m\u00f6glich?<\/p>\n","protected":false},"author":522,"featured_media":7884,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[703,2106,704,1473,2104,2105],"class_list":{"0":"post-7882","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-news","8":"tag-gps","9":"tag-hohe-see","10":"tag-navigation","11":"tag-schifffahrt","12":"tag-schiffsindustrie","13":"tag-werftindustrie"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/navigation-at-sea\/7882\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/navigation-at-sea\/7216\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/navigation-at-sea\/7266\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/navigation-at-sea\/7225\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/navigation-at-sea\/8442\/"},{"hreflang":"it","url":"https:\/\/www.kaspersky.it\/blog\/navigation-at-sea\/8302\/"},{"hreflang":"ru","url":"https:\/\/www.kaspersky.ru\/blog\/navigation-at-sea\/12097\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/navigation-at-sea\/12255\/"},{"hreflang":"pl","url":"https:\/\/plblog.kaspersky.com\/navigation-at-sea\/5701\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/navigation-at-sea\/11640\/"},{"hreflang":"ru-kz","url":"https:\/\/blog.kaspersky.kz\/navigation-at-sea\/12097\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/navigation-at-sea\/12255\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/navigation-at-sea\/12255\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/gps\/","name":"GPS"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7882","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/522"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7882"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7882\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28622,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7882\/revisions\/28622"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7884"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7882"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7882"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7882"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}