{"id":773,"date":"2013-02-26T14:00:39","date_gmt":"2013-02-26T14:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=773"},"modified":"2017-05-18T16:46:36","modified_gmt":"2017-05-18T16:46:36","slug":"die-mobilen-neuheiten-aus-barcelona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/die-mobilen-neuheiten-aus-barcelona\/773\/","title":{"rendered":"Die mobilen Neuheiten aus Barcelona"},"content":{"rendered":"<p>Momentan findet in Barcelona wieder der Mobile World Congress statt, die weltweit wichtigste Veranstaltung der Telekommunikationsbranche. Hier werden die wichtigsten Neuerungen angek\u00fcndigt \u2013 von aktuellen Smartphones bis zur Standardisierung des mobilen Zahlungsverkehrs. Kaspersky Lab wird am Dienstag, dem zweiten Messetag, ebenfalls eine Pressekonferenz geben. Und w\u00e4hrend wir darauf warten, blicken wir doch einmal auf die Neuigkeiten des ersten Tages \u2013 und was sie f\u00fcr die Sicherheit bedeuten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2013\/02\/06133102\/intro-photo.jpeg\" width=\"1000\" height=\"748\" \/><\/p>\n<p><b>Der Fuchs auf dem Smartphone<\/b><br \/>\nEine der am meisten beachteten Veranstaltungen war die Demonstration von Firefox OS, der &#8222;Live&#8220;-Version des neuen Betriebssystems f\u00fcr Smartphones. Wie der Name schon andeutet, wurde es von Mozilla entwickelt \u2013 der gemeinn\u00fctzigen Community, die f\u00fcr ihren Web-Browser bekannt ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2013\/02\/06133102\/firefox-os.jpeg\" width=\"1000\" height=\"1023\" \/><\/p>\n<p>Das Betriebssytem basiert auf Web-Standards, alle Apps sind in HTML5 und Javascript geschrieben \u2013 die auch die Grundlage f\u00fcr jede Webseite bilden. Nat\u00fcrlich erm\u00f6glichen bestimmte Add-Ons den Zugriff auf Hardware-Funktionen, die es m\u00f6glich machen, alle \u00fcblichen Apps auf dem Telefon zu starten \u2013 zum Telefonieren, aber auch f\u00fcr die Navigation (\u00fcber die Nokia-HERE-Services) bis zu Spielen (gezeigt wurde Cut the Rope).<\/p>\n<p>Alcatel One Touch, LG, Huawei und ZTE haben bereits versprochen, Handys mit dem neuen Betriebssystem zu produzieren, viel wichtiger ist aber, dass sich Firefox OS den Zuspruch vieler Telekom-Anbieter sichern konnte \u2013 17 Netzbetreiber haben bereits angek\u00fcndigt, es zu unterst\u00fctzen, darunter die russischen Unternehmen VimpelCom (Beeline) und MegaFon. Alle Firefox-Smartphones sollen zudem sher g\u00fcnstig sein.<\/p>\n<p>Zwei Funktionen aus dem Web-Erbe von Firefox verdienen besondere Beachtung. Zum einen kann der Anwender Apps laufen lassen, ohne diese auf dem Smartphone zu installieren. Sie m\u00fcssen nur auf dem Desktop &#8222;aufgenommen&#8220; werden, wenn sie st\u00e4ndig verwendet werden. Zum anderen ist das System nicht auf einen App-Store wie bei Apple beschr\u00e4nkt, sondern kann auch Programme von allen Drittanbietern installieren. Hier lauert auch ein ernstes Problem \u2013 eine sch\u00e4dliche Webseite (besser gesagt, eine sch\u00e4dliche App) kann zu einem m\u00e4chtigen Werkzeug werden, mit dem pers\u00f6nliche Informationen manipuliert werden k\u00f6nnen. Das \u00fcbersteigt selbst die k\u00fchnsten Tr\u00e4ume von Hackern, die bisher PCs angegriffen haben \u2013 etwa beim unauthorisierten Download von Adressb\u00fcchern. Die Entwickler haben nat\u00fcrlich Schutzmechanismen gegen unerlaubte Aktionen von Apps eingebaut, doch die Erfahrung zeigt, dass immer wieder Schlupfl\u00f6cher gefunden wereden. Hoffentlich wird in das OS ein Prozess f\u00fcr schnelle und saubere Security-Updates integriert, die von den Anwendern ohne gro\u00dfen Auwand installiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Das Internet der Dinge<\/b><br \/>\nBisher war die Reihe der Internet-f\u00e4higen Ger\u00e4te vor allem auf Computer und Smartphones beschr\u00e4nkt, doch es gibt eine neue Generation von Ger\u00e4ten mit Internet-M\u00f6glichkeit, etwa Fernseher, Autos und Haushaltsger\u00e4te. Technologien, die es solchen Ger\u00e4ten erlauben, sich mit dem Internet zu verbinden, gibt es schon lange, doch mittlerweile sind sie in fertigen Chips verf\u00fcgbar, die von den Ger\u00e4teherstellern ohne gro\u00dfen Aufwand eingebaut werden k\u00f6nnen. Zudem war es nie leichter, die Ger\u00e4te zu konfigurieren \u2013 sie k\u00f6nnen von einem Tablet oder Smartphone gesteuert werden, und sie k\u00f6nnen ganz einfach in die Managementkonsole des Heimnetzwerks eingebunden werden, indem man die Kamera des Smartphones auf das neu installierte Ger\u00e4t h\u00e4lt, zum Beispiel auf eine Kaffeemaschine.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2013\/02\/06133101\/smart-home.jpeg\" width=\"666\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sollte auch die Sicherheit dabei eine wichtige Rolle spielen. Wenn Ihr Smartphone, ihr Computer und ihre Kaffeemaschine \u00fcber eine unverschl\u00fcsselte WLAN-Verbindung kommunizieren, ist das geradezu eine Einladung f\u00fcr Ihren Nachbarn, sich sch\u00f6ne hei\u00dfe Cappuccinos von Ihrer Kaffeemaschine zu bestellen.<\/p>\n<p><b>NFC<\/b><br \/>\nNFC (Near Field Communication \u2013 Nahfeldkommunikation) wurde recht imposant und in beeindruckenem Ausma\u00df vorgef\u00fchrt. Sie funktionierte nicht nur auf dem Messegel\u00e4nde, sondern in ganz Barcelona. NFC-Technologien sind nicht neu \u2013 sie wurde bereits vor sieben Jahren zum ersten Mal implementiert \u2013 doch Smartphones mit NFC sind erst im letzten Jahr zahlenm\u00e4\u00dfig gewachsen, und werden erst langsam allgegenw\u00e4rtig. Der Gedanke hinter NFC ist einfach: Bring dein Smartphone in die N\u00e4he eines Leseger\u00e4ts (oder ein anderes Smartphone) und schon kann es losgehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2013\/02\/06133101\/lumia720nfc.jpeg\" width=\"480\" height=\"309\" \/><\/p>\n<p>NFC kann benutzt werden, um mit der U-Bahn zu fahren, eine Kreditkartenzahlung durchzuf\u00fchren, sich im Fitnessstudio zu registrieren, virtuelle Visitenkarten auszutauschen, Bilder an Freund zu senden, Musik vom Smartphone auf externen Lautsprechern wiederzugeben, eine Webseite zu \u00f6ffnen, ein Programm zu starten \u2013 es gibt keine Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Einsatz. Der Mobile World Congress zeigte das in einem aufw\u00e4ndigen Ausma\u00df: Viele Caf\u00e9s und L\u00e4den in Barcelona akzeptieren NFC-Zahlungen; Smartphones konnten von den Besuchern als Eintrittskarten verwendet werden; interaktive St\u00e4nde mit NFC-Funktionen waren auf dem ganzen Messegel\u00e4nde verteilt.<\/p>\n<p>Lautsprecherhersteller bieten bereits die ersten NFC-basierten Ger\u00e4te an \u2013 Jabra und JBL haben sich zum Bewerben der Technologie zusammengetan. Aber es ist nicht nur ein Segen f\u00fcr die Anwender; Cyberkriminelle sind von der Vielfalt der M\u00f6glichkeiten ohne Zweifel auch begeistert, vor allem jene Cyberkriminelle, die mit Banking oder dem Herunterladen von Apps zu tun haben. Das bedeutet, dass durch die wachsende Popularit\u00e4t von NFC auch sch\u00e4dliche Apps immer h\u00e4ufiger auftauchen werden, die genau diese praktische Technologie angreifen. Das ist ein Punkt, den wir morgen diskutieren werden \u2013 mit Denis Maslennikov, Senior Malware Analyst bei Kaspersky Lab, dessen Spezialgebiet in der Analyse mobiler Gefahren liegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Momentan findet in Barcelona wieder der Mobile World Congress statt, die weltweit wichtigste Veranstaltung der Telekommunikationsbranche. 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