{"id":7440,"date":"2016-04-05T16:09:18","date_gmt":"2016-04-05T16:09:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=7440"},"modified":"2020-02-26T18:42:40","modified_gmt":"2020-02-26T16:42:40","slug":"ominous-targeted-hacks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/ominous-targeted-hacks\/7440\/","title":{"rendered":"Drei reale Vorf\u00e4lle: Wie man hackt, stiehlt und jemandem \u00fcber das Internet das Leben zur H\u00f6lle macht"},"content":{"rendered":"<p>Die Erfahrung zeigt, dass selbst Internetveteranen daran scheitern, sich vor gezielten Hackerangriffen zu sch\u00fctzen. Da unser t\u00e4gliches Leben immer mehr mit dem Internet und anderen Netzwerken verbunden ist, ist Onlinesicherheit zu einer dringlichen Notwendigkeit geworden.<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p>Nahezu jeder besitzt eine E-Mail-Adresse und nutzt Social-Media-Accounts und Onlinebanking. Man bestellt Waren online, benutzt mobiles Internet zur pers\u00f6nlichen Identifikation (zum Beispiel f\u00fcr Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren) und f\u00fcr viele andere wichtige Dinge. Leider ist keines dieser Systeme vollkommen sicher.<\/p>\n<p>Je mehr wir online interagieren, umso mehr werden wir zum Ziel f\u00fcr clevere Hacker. Sicherheitsexperten nennen dies \u201eAngriffsfl\u00e4che\u201c. Je gr\u00f6\u00dfer sie ist, desto leichter kann man angegriffen werden. Wenn Sie einen Blick auf diese drei Vorf\u00e4lle der vergangenen drei Jahre werfen, werden Sie verstehen wie das funktioniert.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>Drei reale Vorf\u00e4lle: Wie man hackt, stiehlt und jemandem \u00fcber das Internet das Leben zur H\u00f6lle macht<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F5RBL&amp;text=Drei+reale+Vorf%C3%A4lle%3A+Wie+man+hackt%2C+stiehlt+und+jemandem+%C3%BCber+das+Internet+das+Leben+zur+H%C3%B6lle+macht\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<h3><strong>Wie man einen Account stiehlt: per Hackerangriff oder \u00fcber einen Telefonanruf?<\/strong><\/h3>\n<p>Eines der st\u00e4rksten Tools, dass von Hackern benutzt wird, ist das \u201eHuman Hacking\u201c oder Social Engineering. Am 26. Februar 2016 <a href=\"http:\/\/www.businessinsider.com\/hacker-social-engineer-2016-2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">entschied<\/a> Kevin Roose, Nachrichtendirektor der Fusion, zu \u00fcberpr\u00fcfen ob Human Hacking <em>wirklich<\/em> so m\u00e4chtig ist. Die auf Social Engineering spezialisierte Hackerin Jessica Clark und der Sicherheitsexperte Dan Tentler <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Viss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">nahmen seine Herausforderung an<\/a>.<\/p>\n<p>Jessica Clark wettete die E-Mail-Adresse von Kevin Roose per Telefonanruf hacken zu k\u00f6nnen, was ihr auch gelang. Zuerst erstellte ihr Team ein dreizehnseitiges Profil von Roose, aus dem hervorgeht, was er mag und was nicht und so weiter. All diese Daten wurden aus \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Quellen zusammengestellt.<\/p>\n<p>Nachdem alles vorbereitet worden war, manipulierte Jessica Clark die Handynummer von Kevin Roose und rief seinen Mobilfunkanbieter an. Um den Druck noch zu erh\u00f6hen, lie\u00df sie im Hintergrund ein Video mit Babygeschrei mitlaufen.<\/p>\n<p>Jessica Clark gab sich als Ehefrau von Kevin Roose aus. Ihrer Geschichte zufolge, wollten sie und ihr \u201eEhemann\u201c einen Kredit beantragen, jedoch hatte die junge und ersch\u00f6pfte Mutter die gemeinsame E-Mail-Adresse vergessen. Mithilfe des Babygeschreis im Hintergrund gelang es Clark schnell den Kundenservice zu \u00fcberzeugen, das Passwort der E-Mail-Adresse zur\u00fcckzusetzen und erhielt vollen Zugriff auf die E-Mail ihrer Zielperson.<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class=\"youtube-player\" type=\"text\/html\" width=\"640\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/bjYhmX_OUQQ?version=3&amp;rel=1&amp;fs=1&amp;showsearch=0&amp;showinfo=1&amp;iv_load_policy=1&amp;wmode=transparent\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"true\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Dan Tentler bew\u00e4ltigte seine Aufgabe mithilfe des guten alten <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/schutz-vor-phishing\/4100\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Phishings<\/a>. Zuerst bemerkte er, dass Kevin Roose einen Blog auf Squarespace besa\u00df und sandte ihm eine gef\u00e4lschte offizielle E-Mail der Bloggingplattform. In der E-Mail von Squarespace wurde der Nutzer von offizieller Seite aufgefordert, aus \u201eSicherheitsgr\u00fcnden\u201c sein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Transport_Layer_Security\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">SSL-Zertifikat<\/a> zu aktualisieren. Anstatt den PC von Kevin Roose zu sch\u00fctzen gew\u00e4hrte das Update Dan Tentler Zugriff. Tentler erstellte mehrere falsche Pop-ups, die Roose nach den spezifischen Zugangsdaten fragten \u2014 und damit war alles getan.<\/p>\n<p>Tentler bekam Zugriff auf Rooses Bankdaten, E-Mail- und Onlineshop-Zugangsdaten, sowie zu Kreditkartendaten und Sozialversicherungsnummer. Dar\u00fcber hinaus erhielt Tentler Fotos von Roose und dessen Bildschirm, die \u00fcber einen Zeitraum von 48 Stunden automatisch alle zwei Minuten aufgenommen wurden.<\/p>\n<h3><strong>Wie man einen Softwareentwickler in einer Nacht ausraubt<\/strong><\/h3>\n<p>Im Fr\u00fchling 2015 verlor Softwareentwickler Partap Davis 2.650 EUR. In nur wenigen Stunden verschaffte sich ein unbekannter Hacker Zugriff zu seinen zwei E-Mail-Konten, seiner Telefonnummer und seinem Twitter-Account. Der T\u00e4ter umging geschickt das Zwei-Faktor-Authentifizierungs-System und entleerte Davis\u2018 Bitcoin-Depot. Wie Sie sich bestimmt vorstellen k\u00f6nnen, hatte Partap Davis einen sehr unangenehmen Start in den Tag.<\/p>\n<p>Es half nicht, dass Davis ein sehr erfahrener Internetnutzer ist: er w\u00e4hlt immer verl\u00e4ssliche Passw\u00f6rter aus und klickt niemals auf b\u00f6sartige Links. Sein E-Mail-Konto ist mit dem Zwei-Faktor-Authentifizierungs-System von Google gesch\u00fctzt, das ihn nach einem sechsstelligen Code fragt, der an sein Handy geschickt wird, sobald er sich von einem neuen Computer einloggt.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Anatomy of a hack: a step-by-step account of an overnight digital heist <a href=\"http:\/\/t.co\/6M0OpMIQ7G\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">http:\/\/t.co\/6M0OpMIQ7G<\/a> <a href=\"http:\/\/t.co\/GpDdirnbZo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">pic.twitter.com\/GpDdirnbZo<\/a><\/p>\n<p>\u2014 The Verge (@verge) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/verge\/status\/573136379837857793?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">March 4, 2015<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Partap Davis hatte seine Ersparnisse in drei verschiedenen Bitcoin-Wallets deponiert, die wiederum mit einem weiteren Zwei-Faktor-Authentifizierungs-System gesch\u00fctzt sind, das von der mobilen App Authy zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Obwohl Davis all diese wirkungsvollen Sicherheitsma\u00dfnahmen nutzte, sch\u00fctzten ihn diese nicht vor dem gezielten Hackerangriff.<\/p>\n<p>Nach dem Angriff war Davis sehr ver\u00e4rgert und suchte einige Wochen nach dem Kriminellen. Er kontaktierte <a href=\"http:\/\/www.theverge.com\/a\/anatomy-of-a-hack\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">The Verge<\/a> und gewann die Hilfe der Redakteure. Gemeinsam konnten sie herausfinden, wie der Hackerangriff vonstattenging.<\/p>\n<p>Als Haupt-E-Mail-Adresse nutzte Davis \u201ePatrap@mail.com\u201c. Alle E-Mails wurden an eine Gmail-Adresse, die weniger einpr\u00e4gsam war, weitergeleitet (da \u201ePatrap@gmail.com\u201c bereits vergeben war).<\/p>\n<p>F\u00fcr einige Monate konnte jeder der wollte auf Hackforum ein spezielles Skript erwerben, das dem K\u00e4ufer erm\u00f6glichte, eine Schwachstelle in der Passwort-vergessen-Seite von Mail.com auszunutzen. Offensichtlich wurde dieses Skript dazu benutzt, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen und Davis\u2018 Passwort zu \u00e4ndern.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Unfortunately two-factor authentication can't save you from <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/banking?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#banking<\/a> Trojans <a href=\"https:\/\/t.co\/dEKfOWPaXo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">https:\/\/t.co\/dEKfOWPaXo<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/mobile?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#mobile<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/hRP7WnTNmS\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">pic.twitter.com\/hRP7WnTNmS<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Kaspersky (@kaspersky) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kaspersky\/status\/708316552937000961?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">March 11, 2016<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend forderte der Hacker ein neues Passwort bei Davis\u2018 AT&amp;T-Account an und beantragte beim Kundenservice, dass die eingehenden Anrufe an eine Telefonnummer aus Long Beach umgeleitet wurden. Der Kundendienst erhielt eine Best\u00e4tigungs-E-Mail und stimmt daraufhin zu, dem T\u00e4ter die Kontrolle \u00fcber die Anrufe zu geben. Mit diesem m\u00e4chtigen Tool war es nicht mehr schwer, die Zwei-Faktor-Authentifizierung von Google zu umgehen und Zugriff auf Davis\u2018 Gmail-Account zu bekommen.<\/p>\n<p>Da Textnachrichten nach wie vor an Davis\u2018 alte Telefonnummer gesendet wurden, nutzte der Hacker die barrierefreie Version von Google f\u00fcr Personen mit schlechtem Sehverm\u00f6gen. Diese bietet die M\u00f6glichkeit, den Best\u00e4tigungscode \u00fcber das Telefon laut vorgelesen zu bekommen. Nun war auch Gmail gehackt und es stand nur noch die Authy-App zwischen dem Hacker und seiner Entlohnung.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">What is two-factor authentication and where should you enable it? <a href=\"http:\/\/t.co\/WSvDc9oSvb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">http:\/\/t.co\/WSvDc9oSvb<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/passwords?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#passwords<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/privacy?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#privacy<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/security?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#security<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Kaspersky (@kaspersky) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/kaspersky\/status\/476019700636614656?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">June 9, 2014<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Um dieses Hindernis zu \u00fcberwinden, setzte der Kriminelle einfach die App auf seinem Telefon zur\u00fcck, indem er eine Mail.com-Adresse und einen neuen Best\u00e4tigungscode benutzte, der ebenfalls durch einen Sprachanruf gesendet wurde. Als er alle Sicherheitsma\u00dfnahmen in der Hand hatte, \u00e4nderte der Hacker die Passw\u00f6rter eines Bitcoin-Wallets von Partap Davis, indem er die Authy-App und die Mail.com-Adresse benutzte und transferierte so das gesamte Geld.<\/p>\n<p>Das Geld der beiden anderen Konten blieb unangetastet. Einer der Services erlaubt keine Finanz\u00fcberweisungen innerhalb der ersten 48 Stunden, nachdem das Passwort ge\u00e4ndert wurde. Der andere Service verlangte den eingescannten F\u00fchrerschein von Davis, den der Hacker nicht vorweisen konnte.<\/p>\n<h3><strong>Hackerangriffe wirken sich auf das echte Leben aus<\/strong><\/h3>\n<p>Im Oktober 2015 <a href=\"http:\/\/fusion.net\/story\/212802\/haunted-by-hackers-a-suburban-familys-digital-ghost-story\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">berichtete<\/a> das Magazin Fusion \u00fcber die Familie Strater und wie deren Leben durch Pizza ruiniert wurde. Vor einigen Jahren \u00fcberfluteten lokale Caf\u00e9s und Restaurants ihren Garten unaufgefordert mit Pizzas, Kuchen und anderen Gerichten aller Art. Paul und Amy Strater mussten sich entschuldigen und die Bestellungen zur\u00fcckweisen.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter folgten Blumenstr\u00e4u\u00dfe, zusammen mit gro\u00dfen Sand- und Kiesmengen, Abschleppwagen und andere ungewollte Waren und Dienstleistungen. Dies stellte sich nur als die Spitze des Eisberges heraus, denn die n\u00e4chsten drei Jahre waren ein wirklicher Albtraum.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">How the Strater family endured 3 years of online harassment, hacked accounts, and swatting <a href=\"https:\/\/t.co\/cL32Fn4bh2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">https:\/\/t.co\/cL32Fn4bh2<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/WFKMxN5bHt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">https:\/\/t.co\/WFKMxN5bHt<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Techmeme (@Techmeme) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Techmeme\/status\/658336231734902784?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">October 25, 2015<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Paul Strater, leitender Rundfunktechniker eines lokalen Fernsehsenders, und seine Frau Amy Strater, ehemalige Verwaltungsangestellte eines Krankenhauses, fielen einem unbekannten Hacker oder einer Hackergruppe zum Opfer, die nicht gut auf ihren Sohn Blair zu sprechen war. Beh\u00f6rden erhielten Bombendrohungen im Namen der Straters. Die Hacker ver\u00f6ffentlichen im Namen von Amy den Plan eines Anschlags auf eine Grundschule. Das Begleitschreiben trug den Titel: \u201eIch werde Ihre Schule niedermetzeln\u201c. Die Polizei stattete h\u00e4ufig Besuche bei ihnen Zuhause ab, was das Verh\u00e4ltnis zu den Nachbarn nicht gerade verbesserte, da diese sich wunderten, was es mit damit auf sich hatte.<\/p>\n<p>Kriminelle schafften es sogar den offiziellen Account von Tesla Motors zu hacken und ver\u00f6ffentlichten eine Nachricht, die Fans dazu aufforderte, die Straters anzurufen und dadurch ein Gratisauto von Tesla zu bekommen. Dieses Wochenende verbrachten die Straters am Telefon, da Amy und Blair pro Minute bis zu f\u00fcnf Telefonanrufe von Tesla-Bewunderern bekamen, die ein \u201eGratisauto\u201c ergattern wollten. Ein Mann stattete den Straters sogar einen Besuch ab und verlangte einen Blick in deren Garage zu werfen, da er vermutete, dass dort sein Gratis-Tesla-Auto versteckt war.<\/p>\n<p>https:\/\/twitter.com\/rootworx\/status\/592098596864040960<\/p>\n<p>Paul Strater versuchte die Belagerung zu beenden, indem er die Passw\u00f6rter aller seiner Konten \u00e4nderte und den \u00f6rtlichen Restaurantleitern Anweisungen gab, keinerlei Essen an seine Adresse zu liefern, sofern dieses vorher nicht komplett bezahlt worden war. Er kontaktierte auch die Polizeistation von Oswego und bat diese, sich durch einen Telefonanruf zu vergewissern ob es sich um einen echten Notfall handelte, bevor sie ihre Einsatzkr\u00e4fte schickten. Im Zuge all dieser Schwierigkeiten zerbrach die Ehe von Paul und Amy Strater.<\/p>\n<p>Die Attacken h\u00f6rten aber damit nicht auf. Die Social-Media-Accounts von Amy Strater wurden gehackt, um dort eine Reihe von rassistischen Parolen zu ver\u00f6ffentlichen. Kurze Zeit sp\u00e4ter verlor sie ihren Arbeitsplatz. Sie wurde entlassen, obwohl sie bereits im Vorfeld ihren Chefs mitgeteilt hatte, dass jemand fortlaufend ihr und ihrer Familie das Leben zur H\u00f6lle macht.<\/p>\n<p>Gerade noch rechtzeitig konnte Amy die Kontrolle \u00fcber ihr LinkedIn-Konto zur\u00fcckerlangen und ihren Twitter-Account l\u00f6schen. Vor diesem Hintergrund konnte sie jedoch f\u00fcr einige Zeit keine neue Arbeitsstelle in ihrem Berufszweig finden. Sie sah sich gezwungen, bei Uber zu arbeiten, um \u00fcber die Runden zu kommen, aber das Geld reichte nicht aus und sie stand kurz davor, ihr Haus zu verlieren.<\/p>\n<p>\u201eWenn Sie fr\u00fcher ihren Namen in Google suchten, fanden Sie all ihre wissenschaftlichen Artikel und die guten Dinge, die sie getan hat\u201c, sagte ihr Sohn Blair gegen\u00fcber dem Fusion-Magazin. \u201eJetzt finden Sie nur noch Hacker, Hacker, Hacker.\u201c<\/p>\n<p>Viele gaben Blair Strater die Schuld, da sich dieser in <a href=\"http:\/\/fusion.net\/story\/212802\/haunted-by-hackers-a-suburban-familys-digital-ghost-story\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">verschiedenen Kreisen von Cyberkriminellen<\/a> aufhielt und sich in keinem dieser Kreise Freunde machte. Allerdings mussten im Falle der Familie Strater die Eltern f\u00fcr die S\u00fcnden ihres Sohnes b\u00fc\u00dfen, obwohl sie selbst nichts mit den Hackern zu tun hatten.<\/p>\n<h3><strong>Ist es \u00fcberhaupt m\u00f6glich sich zu sch\u00fctzen?<\/strong><\/h3>\n<p>Diese F\u00e4lle zeigen, dass es praktisch unm\u00f6glich ist, sich vor gezielten Hackerangriffen zu sch\u00fctzen. Wenn Sie also etwas verbergen wollen, speichern Sie es nicht online. Gl\u00fccklicherweise sind hochqualifizierte Hacker an der Mehrheit der Internetnutzer nicht interessiert. Sch\u00fctzen m\u00fcssen wir uns dagegen alle vor Cyberkriminellen, die auf die gro\u00dfe Masse abzielen. Es gibt viele dieser \u201eSpezialisten\u201c im Internet und gl\u00fccklicherweise nutzen sie einfachere Methoden.<\/p>\n<p>Deswegen empfehlen wir Ihnen Folgendes:<\/p>\n<ul>\n<li>Lernen Sie <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/schutz-vor-phishing\/4100\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie Phishing funktioniert<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/phishing-ten-tips\/6422\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie Sie<\/a> sich davor sch\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Verwenden Sie <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/privacy-ten-tips\/6458\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sichere und einzigartige Passw\u00f6rter<\/a> f\u00fcr alle Ihre Accounts.<\/li>\n<li>Informieren Sie sich <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/bad-tricks\/7004\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie man das Internet sicher verwendet<\/a>.<\/li>\n<li>Nutzen Sie <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/public-wifi-eight-tips\/6557\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00f6ffentliches Wi-Fi<\/a> nicht, um wichtige Aktionen zu t\u00e4tigen und lernen Sie <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/secure-online-finance-eight-tips\/6591\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">welches Onlineverhalten in Bezug auf Ihre Geldangelegenheiten empfehlenswert<\/a> ist<\/li>\n<li>Installieren Sie eine geeignete Sicherheitsl\u00f6sung auf all Ihren Ger\u00e4ten. Ja, Ihr Smartphone und Ihr Tablet m\u00fcssen ebenfalls gesch\u00fctzt werden. Nat\u00fcrlich empfehlen wir Ihnen unsere preisgekr\u00f6nte Sicherheitsl\u00f6sung \u2014 <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/de\/multi-device-security?redef=1&amp;reseller=gl_KDpost_pro_ona_smm__onl_b2c_kasperskydaily_lnk____kismd___&amp;_ga=1.60188516.838268831.1450706896\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Kaspersky Internet Security \u2014 Multi Device<u>.<\/u><\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es mag sich wie ein Krimi anh\u00f6ren, aber diese Vorf\u00e4lle sind wirklich passiert. Ja, es ist fast unm\u00f6glich gezielte Hackerangriffe zu vermeiden \u2014 wir erkl\u00e4ren Ihnen warum. <\/p>\n","protected":false},"author":522,"featured_media":7442,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711],"tags":[761,62,63,1989,273,60,1990],"class_list":{"0":"post-7440","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"tag-bitcoins","9":"tag-e-mail","10":"tag-hacker","11":"tag-hackerangriff","12":"tag-social-engineering","13":"tag-soziale-netzwerke","14":"tag-zwei-faktor-authentifizierung"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/ominous-targeted-hacks\/7440\/"},{"hreflang":"en-ae","url":"https:\/\/me-en.kaspersky.com\/blog\/ominous-targeted-hacks\/5405\/"},{"hreflang":"ar","url":"https:\/\/me.kaspersky.com\/blog\/ominous-targeted-hacks\/3799\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/ominous-targeted-hacks\/6974\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/ominous-targeted-hacks\/6997\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/ominous-targeted-hacks\/6947\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/ominous-targeted-hacks\/8084\/"},{"hreflang":"it","url":"https:\/\/www.kaspersky.it\/blog\/ominous-targeted-hacks\/7877\/"},{"hreflang":"ru","url":"https:\/\/www.kaspersky.ru\/blog\/ominous-targeted-hacks\/11513\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/ominous-targeted-hacks\/11771\/"},{"hreflang":"fr","url":"https:\/\/www.kaspersky.fr\/blog\/ominous-targeted-hacks\/5509\/"},{"hreflang":"pt-br","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.br\/blog\/ominous-targeted-hacks\/6167\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/ominous-targeted-hacks\/10932\/"},{"hreflang":"ru-kz","url":"https:\/\/blog.kaspersky.kz\/ominous-targeted-hacks\/11513\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/ominous-targeted-hacks\/11771\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/ominous-targeted-hacks\/11771\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/bitcoins\/","name":"Bitcoins"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/522"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7440"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23046,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7440\/revisions\/23046"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7442"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}