{"id":6902,"date":"2016-02-02T12:31:19","date_gmt":"2016-02-02T12:31:19","guid":{"rendered":"https:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=6902"},"modified":"2022-05-25T19:43:35","modified_gmt":"2022-05-25T17:43:35","slug":"bionic-man-diary-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/bionic-man-diary-6\/6902\/","title":{"rendered":"#BionicManDiary, Eintrag 006: Evgeny Chereshnev spricht auf der Campusparty Brazil \u00fcber das &#8222;Internet of Us&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Seit Anbeginn der Zeiten lockt uns Menschen der Reiz des Neuen. Schon zu Urzeiten haben wir in Ritualen dem Unbekannten nachgesp\u00fcrt, \u00fcber die Jahrhunderte haben wir uns in der Alchemie versucht und schlie\u00dflich Forschung und Technik f\u00fcr uns entdeckt.\u00a0Heute k\u00f6nnen wir Dinge tun, die vor weniger als einem Jahrzehnt unm\u00f6glich schienen. Und wir stehen erst am Anfang. Wie w\u00fcrdest du es finden, wenn wir mit einem Handwink Rechnungen bezahlen, T\u00fcren \u00f6ffnen und Informationen austauschen k\u00f6nnten?<\/p>\n<p>Dieser neue Wirklichkeitsentwurf ist bislang nur einer kleinen Gruppe Enthusiasten vorbehalten. Mit der Weiterentwicklung des Internet der Dinge k\u00f6nnte in Zukunft jeder mit dem Internet verbundene Mensch die Welt wie ein Jedi oder ein Zauberer erleben.\u00a0Wir von Kaspersky Lab haben diesbez\u00fcglich <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/bionicmandiary\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Informationen aus erster Hand<\/a> \u2013 im BionicManDiary berichten wir von den Erlebnissen von Evgeny \u201eChe\u201c Chereshnev, unserem hauseigenen bionischen Mann oder \u201eCyborg\u201c.<\/p>\n<p>Seit fast einem Jahr <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/bionicmandiary-eintrag-001-wie-ein-chip-in-meinen-korper-gepflanzt-wurde-2\/4908\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">tr\u00e4gt Chereshnev einen Biochip in seiner Hand<\/a>. Er m\u00f6chte damit einen Beitrag leisten zur Verbesserung der globalen Sicherheit. Che analysiert sein Cyborg-Dasein unter verschiedenen Gesichtspunkten; das schlie\u00dft auch das Thema Cybersicherheit ein, beschr\u00e4nkt sich jedoch nicht darauf. Vor etwa einer Woche berichtete er brasilianischen Studenten auf der Campusparty Brazil 9 (einem Technologie-Festival) von seinen Erfahrungen mit dem Biochip-Implantat.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal scheint ein Biochip-Implantat viele Vorteile zu haben: Du kannst ohne Schl\u00fcssel T\u00fcren \u00f6ffnen, Passw\u00f6rter speichern und andere relevante Informationen wie zum Beispiel medizinische Daten sichern.<\/p>\n<p>Wenn du mit einem Biochip ausgestattet bist, bist du Teil des Internet der Dinge und das Internet der Dinge ist im Gegenzug, ein Teil von dir.<\/p>\n<p>Mit einem Biochip in deinem K\u00f6rper bekommt die Qualit\u00e4t von Apps und Services auf einmal einen ganz anderen Stellenwert: Fehlerhafter Code und Bugs werfen dich aus der Bahn und machen dir zu schwer schaffen. Schlie\u00dflich ist es so, dass diese St\u00f6rungen nicht mehr nur ein beliebiges technisches Ger\u00e4t betreffen, das du besitzt \u2013 sie beeintr\u00e4chtigen dich selbst unmittelbar, denn du <em>bist<\/em> der Chip. Wenn mehr Menschen an eigener Haut erfahren w\u00fcrden wie sich das anf\u00fchlt, w\u00e4re die Bereitschaft seitens der Hersteller, mehr Zeit in eine gute Programmierung zu investieren, wom\u00f6glich\u00a0h\u00f6her.<\/p>\n<p>Falls du mit dem Gedanken spielst, dich einem \u00e4hnlichen Selbstexperiment zu unterziehen, hast du verschiedene Optionen. Einerseits besteht die M\u00f6glichkeit, sich an einen Arzt zu wenden. Dieser Weg kann sich jedoch als umst\u00e4ndlich und langwierig herausstellen, da \u00c4rzte rechtliche und versicherungstechnische Aspekte abw\u00e4gen, eine solche Operation unter Umst\u00e4nden noch nie vorgenommen haben oder moralische Bedenken haben, was die Installation eines Hardwarebausteins in einem menschlichen K\u00f6rper betrifft. Eine andere M\u00f6glichkeit ist, ein professionelles Tattoo- oder Piercingstudio aufzusuchen. Che hat sich f\u00fcr letzteren Weg entschieden: F\u00fcr nur 50 Dollar hat ihm ein T\u00e4towierer den Biochip in die Hand implantiert und Che so in wenigen Minuten zu einem Cyborg gemacht.<\/p>\n<p>Der Chip, der implantiert wurde, war ein <a href=\"http:\/\/www.nxp.com\/documents\/data_sheet\/NTAG213_215_216.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">NTAG216 RFID<\/a>-Chipsatz. Che r\u00e4t allerdings davon ab, sich f\u00fcr einen der aktuell verf\u00fcgbaren Chips\u00e4tze zu entscheiden, da in K\u00fcrze eine neue Generation Biochips auf den Markt kommen wird. Selbst wenn du wild entschlossen sein solltest auch ein \u201eCyborg\u201c zu werden, ist es daher empfehlenswert die Markteinf\u00fchrung der neuen Generation abzuwarten. Schlie\u00dflich ist ein Upgrade im Falle der Biochips nicht so einfach wie die Bestellung eines neuen iPhones, sondern mit einem chirurgischen Eingriff verbunden, bei der der alte Chip entfernt und ein neuer Chip eingesetzt wird.<\/p>\n<p>Che selbst steht der Biochip-Technologie kritisch gegen\u00fcber. Seine Bedenken sind, dass ein Mensch, der mit einem Biochip ausgestattet ist, nicht nur dem Internet der Dinge zugeordnet wird, sondern im w\u00f6rtlichen Sinne zu einem \u201eDing\u201c wird \u2013 einem weiteren Smart Device im Internet der Dinge.<\/p>\n<p><em>Das f\u00fchrt uns zu einem anderen brisanten Thema \u2026<\/em><\/p>\n<p>Jede hergestellte Verbindung generiert Daten: Unser Onlineverhalten spricht B\u00e4nde \u00fcber uns und jeden Schritt, den wir machen, solange wir mit dem Internet verbunden sind.<\/p>\n<p>Um der fortw\u00e4hrenden Datenerfassung Einhalt zu gebieten, k\u00f6nnen wir unsere PCs ausschalten und Smartphones und andere internetf\u00e4hige Ger\u00e4te loswerden, aber mit einem Biochip ist das nicht so leicht zu bewerkstelligen. Wenn ein Teil deines K\u00f6rpers mit dem Internet verbunden ist, wird die Frage, wer deine Daten besitzt, umso relevanter. Und die Antwort auf diese Frage ist paradox: alle au\u00dfer dir.<\/p>\n<p>Regierungen, Executive-Search-Unternehmen, Social-Media-Firmen, Hacker, Marketingexperten, Big-Data-Analysts \u2013 sie alle besitzen die Daten, nur nicht diejenigen, die sie generieren. Es ist fast wie im Mittelalter: Auf der einen Seite sind die digitalen Herrscher \u2013 die Datensammler und -besitzer \u2013 und auf der anderen Seite das einfache Volk (die Internetnutzer), dem kaum Rechte zugestanden werden. Die digitalen Herrscher entscheiden frei, welche Daten sie sammeln und wie sie diese nutzen m\u00f6chten. Alles, was es hierf\u00fcr seitens der Internetnutzer braucht, ist ein Klick in das entsprechende K\u00e4stchen um die Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen zu akzeptieren.<\/p>\n<p>Mit einem implantierten Biochip in der Hand wird das Thema noch heikler, denn die Daten, die der Chip speichern und \u00fcbertragen kann, sind unter Umst\u00e4nden h\u00f6chst sensibel und sollten auf keinen Fall in die H\u00e4nde von Drittanbietern geraten. Ganz zu schweigen davon, wie es w\u00e4re, wenn Onlinekriminelle auf diese Daten zugreifen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Das ist ein Gedanke, der Che und ein knappes Dutzend anderer Kaspersky-Lab-Mitarbeiter fortw\u00e4hrend begleitet. Sie entwickeln unentwegt neue Anwendungsbereiche f\u00fcr Biochips und er\u00f6rtern die Vor- und Nachteile von Biochip-Implantaten. Ihre Diskussionen stellen den Ausgangspunkt f\u00fcr unsere <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/bionicmandiary\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blogeintr\u00e4ge im BionicManDiary<\/a> dar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser bionischer Mann Evgeny Chereshnev spricht \u00fcber den Biochip in seiner Hand und dar\u00fcber wie der Chip ihn zu einem Teil des Internet der Dinge macht<\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":6907,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711,6,2712],"tags":[1353,1354,1855,314,1190,1530],"class_list":{"0":"post-6902","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"category-news","9":"category-special-projects","10":"tag-biochip","11":"tag-bionicmandiary","12":"tag-campus-party","13":"tag-nfc","14":"tag-persoenliche-daten","15":"tag-rfid"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/bionic-man-diary-6\/6902\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/bionic-man-diary-6\/6627\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/bionic-man-diary-6\/6714\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/bionic-man-diary-6\/6598\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/bionic-man-diary-6\/7625\/"},{"hreflang":"it","url":"https:\/\/www.kaspersky.it\/blog\/bionic-man-diary-6\/7386\/"},{"hreflang":"ru","url":"https:\/\/www.kaspersky.ru\/blog\/bionic-man-diary-6\/10707\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/bionic-man-diary-6\/11192\/"},{"hreflang":"pt-br","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.br\/blog\/bionic-man-diary-6\/5953\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/bionic-man-diary-6\/10262\/"},{"hreflang":"ru-kz","url":"https:\/\/blog.kaspersky.kz\/bionic-man-diary-6\/10707\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/bionic-man-diary-6\/11192\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/bionic-man-diary-6\/11192\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/biochip\/","name":"Biochip"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6902","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6902"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6902\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28668,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6902\/revisions\/28668"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6902"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6902"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6902"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}