{"id":5375,"date":"2015-05-26T12:42:24","date_gmt":"2015-05-26T12:42:24","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=5375"},"modified":"2019-11-22T12:32:41","modified_gmt":"2019-11-22T10:32:41","slug":"microsoft-hololens-wie-ich-die-zukunft-beruhrte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/microsoft-hololens-wie-ich-die-zukunft-beruhrte\/5375\/","title":{"rendered":"Microsoft HoloLens: Wie ich die Zukunft ber\u00fchrte"},"content":{"rendered":"<p>Neue Welten aufzubauen, ist ein teures Unterfangen, da die Anwendung im Grunde auf Spiele und \u2013 bis zu einem gewissen Grad \u2013 auf Bildungsprogramme beschr\u00e4nkt ist. Zwar sind das gro\u00dfe Branchen, allerdings sind Erwachsene, die sich solche Spielereien leisten k\u00f6nnen, meist nicht so sehr an Spielen interessiert und auch im Bildungsbereich nicht allzu enthusiastisch.<\/p>\n<p>Deshalb hat sich die Branche die so genannten Augmented Reality (AR) angesehen: Dieses Konzept dreht sich um grafische Bilder, die das echte Leben erg\u00e4nzen. In diesem Fall ist das Zugehen auf die Kunden sehr wirkungsvoll, oder anders gesagt, es bringt schlussendlich mehr Geld in die Taschen des AR-Anbieters. Man kann sich sogar eine Handvoll Verwendungszwecke im Firmenbereich vorstellen, vor allem, da Firmen meist gewillter sind, Geld auszugeben.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Mit der heute verf\u00fcgbaren Technologie, ist es unm\u00f6glich einen Akku herzustellen, der solche High-End-Hardware lange mit Strom versorgen kann. Und wenn man weniger gute Komponenten verwendet, ist die sich daraus ergebende \u201eReality\u201c nicht \u201eaugmented\u201c genug.<\/div>\n<p>Allerdings gibt es ein un\u00fcberwindbares Hindernis auf dem Weg dieser sch\u00f6nen Gesch\u00e4ftsidee: Die Gr\u00f6\u00dfe der tragbaren Ger\u00e4te. Bei der Virtual Reality bleibt der Nutzer relativ unbewegt und immer an der gleichen Stelle. Die Augmented Reality will aber virtuelle Objekte in das echte Leben integrieren.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass ein Anwender sein ganz normales Leben f\u00fchrt und seine allt\u00e4glichen Dinge macht, aber mit einem tragbaren Smart Head Display, das interessante und n\u00fctzliche Informationen \u00fcber die Umgebung und sein Blickfeld legt.<\/p>\n<p>Hier kommt eine Herausforderung ins Spiel: Mit der heute verf\u00fcgbaren Technologie, ist es unm\u00f6glich einen Akku herzustellen, der solche High-End-Hardware lange mit Strom versorgen kann. Und wenn man weniger gute Komponenten verwendet, ist die sich daraus ergebende \u201eReality\u201c nicht \u201eaugmented\u201c genug.<\/p>\n<p>Trotz all dem besch\u00e4ftigen sich viele Firmen sehr stark mit AR-Forschung, zumindest mit Blick auf die Zukunft: Eines Tages wird es passende Akkus geben und die Hardware wird mehr Leistung pro Kubikzentimeter bieten. Und dann beginnt die \u00c4ra der AR-Monetarisierung.<\/p>\n<p>Sicher haben Sie schon von so manchen kontroversen Google-Glass-Erfahrungen geh\u00f6rt. Doch nun kommt die \u201easymmetrische Antwort\u201c von Microsoft auf das Konzept der Smart-Brille: Das Augmented-Reality-System HoloLens. Zum ersten Mal vorgestellt wurde sie am 21. Januar bei der Einf\u00fchrung von Windows 10. Dort wurde nur das Ger\u00e4t auf der B\u00fchne gezeigt, zudem sah man ein paar Werbevideos. Ich muss zugeben, es waren sehr dynamische und aufregende Videos.<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class=\"youtube-player\" type=\"text\/html\" width=\"640\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/aAKfdeOX3-o?version=3&amp;rel=1&amp;fs=1&amp;showsearch=0&amp;showinfo=1&amp;iv_load_policy=1&amp;wmode=transparent\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"true\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Bei der Microsoft Build 2015, der Ende April durchgef\u00fchrten Entwicklerveranstaltung des Unternehmens, bekam die HoloLens vom ersten Tag weg viel Aufmerksamkeit, und Hunderte Besucher durften das System ausprobieren. Auch ich geh\u00f6rte zu den Gl\u00fccklichen.<\/p>\n<p>Die HoloLens sieht auf der B\u00fchne atemberaubend aus. Nun, wahrscheinlich dr\u00fccke ich mich nicht richtig aus, denn Tatsache ist, dass auf der B\u00fchne eigentlich nichts passiert, abgesehen von einer Gruppe Menschen, die Helme aufhaben und ihre K\u00f6pfe hin und her bewegen. Aber auf den Bildschirmen, auf denen die Videos der Helme zu sehen sind, ist es echt magisch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2015\/05\/06141221\/glass_3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5378\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2015\/05\/06141221\/glass_3-1024x768.png\" alt=\"glass_3\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/a>Ein Mensch, der den Helm auf hat, \u201egeht\u201c in einen virtuellen Raum, dessen virtuelle W\u00e4nde mit Bildschirmen bedeckt sind, die Filme zeigen; es gibt 3D-Objekte auf Nachttischen (im Grunde nicht zu unterscheiden von echten!) und langweilige physische Objekte werden in Echtzeit mit faszinierenden Add-Ons ausgestattet.<\/p>\n<p>Das M\u00e4dchen auf der B\u00fchne zeigt, wie der menschliche K\u00f6rper untersucht werden kann, indem man (virtuell) jede Ader, jeden Muskel und jedes neuronale System \u201eherauszieht\u201c. Ich habe gesehen, wie man an medizinischen Schulen Anatomie lehrt, und ich muss zugeben, dass die M\u00f6glichkeit mit der HoloLens f\u00fcr mich viel ansprechender wirkt.<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class=\"youtube-player\" type=\"text\/html\" width=\"640\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/QDE7EmP_DUM?version=3&amp;rel=1&amp;fs=1&amp;showsearch=0&amp;showinfo=1&amp;iv_load_policy=1&amp;start=97&amp;wmode=transparent\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"true\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Microsoft gibt bisher keine Informationen zum Inneren des Helms. Wir wissen bisher nur, dass eine extra angefertigte HPU (Holographical Processing Unit) f\u00fcr die Berechnung der Effekte verwendet wird und ein voll ausgestattetes Windows 10 das ganze verwaltet. Lassen Sie mich daher ein paar Vermutungen anstellen.<\/p>\n<p>Zum ersten k\u00f6nnte man die HoloLens ganz ernsthaft als HolyLens bezeichnen, denn es ist bekannt, dass die israelische Abteilung von Microsoft daran beteiligt war, der wir auch f\u00fcr die Entwicklung der Kinect zu danken haben (nun, ich wei\u00df, dass Microsoft damals einen israelischen Entwickler gekauft hat, aber der hat sich nicht stark ver\u00e4ndert). Viele Kinect-Ideen sind auch in mehreren HoloLens-Funktionen und -F\u00e4higkeiten zu finden, und die ersten Ger\u00fcchte \u00fcber die AR-Entwicklungen bei Microsoft kamen ebenfalls aus dem Heiligen Land.<\/p>\n<p>Zum zweiten ist es wahrscheinlich, dass ein Intel Core M die HoloLens steuert, da dieser im Grunde ein kompletter Computer ist. Der Chip von Intel ist der einzige Prozessor, der beachtliche Leistung ohne aktive K\u00fchlung bringen kann, denn die HoloLens enth\u00e4lt keine L\u00fcfter. Nat\u00fcrlich wird es auch andere Hardware geben, die die angeblich bald kommende kommerzielle Version der HoloLens betreiben k\u00f6nnte (falls so eine Version \u00fcberhaupt kommt), aber bei heutigem Stand, gibt es keine andere M\u00f6glichkeit.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>#Microsoft #HoloLens: Kaspersky-Autor @vilianov ber\u00fchrt die Zukunft<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2Fs8Gd&amp;text=%23Microsoft+%23HoloLens%3A+Kaspersky-Autor+%40vilianov+ber%C3%BChrt+die+Zukunft\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>Insgesamt wirkt das System sehr cool. Aber was ist, wenn man es selbst ausprobiert?<\/p>\n<p>Normalerweise werden \u201egeheime\u201c Vorf\u00fchrungen in \u201egeheimen\u201c R\u00e4umen durchgef\u00fchrt. Doch Microsoft wollte sich nicht mit kleinen Besprechungszimmern zufrieden geben, und so wurde die HoloLens-Vorf\u00fchrung auf mehreren Stockwerken in einem Hotel in San Francisco organisiert. Man kam nur auf Einladung rein und wurde die ganze Zeit von einem Microsoft-Mitarbeiter begleitet.<\/p>\n<p>Bevor die G\u00e4ste das magische Ger\u00e4t anfassen durften, wurde uns gezeigt, wie wir den Helm aufsetzen sollten (gleichzeitig mit beiden H\u00e4nden haltend!), dann wurde unsere Pupillendistanz gemessen, anschlie\u00dfend gab es eine kurze Pr\u00e4sentation, die zwei junge M\u00e4nner zeigte, die per Skype am 3D-Modell eines Geb\u00e4udes arbeiten.<\/p>\n<p>Und noch etwas: Kurz vor der Vorf\u00fchrung wurde uns gesagt, alle elektronischen Ger\u00e4te drau\u00dfen zu lassen, inklusive Smart Watches \u2013 die einzigen Beweise, die ich also f\u00fcr meine eigene Erfahrung mit der HoloLens habe, sind die Fotos eines Helm-Prototypen im Glaskasten und ein T-Shirt mit einem aufgedruckten Helm.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2015\/05\/06141219\/Glass_1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5380\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2015\/05\/06141219\/Glass_1-1024x768.png\" alt=\"Glass_1\" width=\"1024\" height=\"768\"><\/a>Sobald wir mit <span style=\"text-decoration: line-through\">dem Vorspiel<\/span> den Vorbereitungen fertig waren, f\u00fchrten uns die Microsoft-Leute in den 27. Stock des Hotels, wo in allen Zimmern einzelne HoloLens-Demobereiche aufgebaut waren. Man muss noch dazusagen, dass das System vor dem Start einen langen und hochpr\u00e4zisen Kalibrierungsprozess ben\u00f6tigt, um die Eigenheiten jedes Zimmers in das System aufzunehmen. Wird das nicht gemacht, funktioniert das Ganze nicht. Daher sind nicht alle Zimmer f\u00fcr die Demonstration geeignet \u2013 zumindest derzeit noch nicht.<\/p>\n<p>Ich setze also vorsichtig mit zwei H\u00e4nden den begehrten Helm auf, der sich ziemlich schwer anf\u00fchlt. Das Plastik war warm, was daf\u00fcr sprach, dass die Hardware darin l\u00e4uft. Der Helm wird \u00fcber eine extra angefertigte Schraube, die direkt auf das Kleinhirn dr\u00fcckt, an der korrekten Position festgehalten. Das ist nicht so toll, denn auch wenn ich normalerweise nicht mit Kopfschmerzen zu k\u00e4mpfen habe, habe ich in diesem Fall sofort welche bekommen.<\/p>\n<p>Die zehnmin\u00fctige Vorf\u00fchrung habe ich ganz einfach geschafft, aber ich gehe davon aus, dass selbst eine halbe Stunde mit dem Helm eine Qual w\u00e4re. Die ganze Konstruktion ist recht schwer und wiegt gut und gerne ein paar Pfund. Ohne die feste Fixierung des Helms geht es nicht, denn sobald sich die Augen vom Zentrum des Displays weg bewegen, ist es mit der Magie vorbei. Der Helm ist mit den meisten Brillen kompatibel, au\u00dfer man ist ein gro\u00dfer Fan von breitrandigen Modellen.<\/p>\n<p>Bei Vorf\u00fchrungen sieht es meist so aus, als w\u00e4re AR nahtlos in die echte Welt integriert. In Wirklichkeit ist das aber bisher nicht der Fall. Hat man den Helm einmal auf, sieht man die Umgebung wie durch ein Kameraobjektiv, mit einer Brennweite von etwa 50 mm.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Bei Vorf\u00fchrungen sieht es meist so aus, als w\u00e4re AR nahtlos in die echte Welt integriert. In Wirklichkeit ist das aber bisher nicht der Fall.<\/div>\n<p>Lassen Sie mich das kurz f\u00fcr Nicht-Fotografen erkl\u00e4ren: Das 50-mm-Objektiv ist f\u00fcr Stillleben und Portraits perfekt, aber nicht gerade toll f\u00fcr Panoramaansichten. Die Blickwinkel sind dann etwas beschr\u00e4nkt. AR kommt wie durch ein Fenster \u2013 um also das ganze Bild sehen zu k\u00f6nnen, muss man laufend seinen Kopf drehen.<\/p>\n<p>Als Teil der Vorf\u00fchrung konnte ich ein Kartonmodell des Geb\u00e4udes auf einem leeren Platz betrachten. Man musste keine zus\u00e4tzlichen Geb\u00e4ude auf dem Platz aufbauen und dennoch konnte ich die Modelle des geplanten Geb\u00e4udes sehen. Das virtuelle Geb\u00e4ude war wirklich nicht schlechter als die Kartonmodelle.<\/p>\n<p>Ich konnte auch die Ma\u00dfe des Geb\u00e4udes \u00e4ndern \u2013 zwar nicht mit Gesten (diese besonders magische Funktion ist derzeit den AR-Profis auf der B\u00fchne vorbehalten), aber zumindest mit einer guten alten PC-Maus. Ich lie\u00df das Geb\u00e4ude ein paar Stockwerke gr\u00f6\u00dfer werden und um die oberen Stockwerke sehen zu k\u00f6nnen, musste ich wirklich nach oben blicken.<\/p>\n<p>Dann wurde mir vorgeschlagen, einen virtuellen Rundgang durch das neu geschaffene Geb\u00e4ude zu machen. Dadurch sah ich den Fehler im Design: Die St\u00fctzpfeiler endeten mitten in einem Fenster! Richard, der Ingenieur, tauchte irgendwo im Zimmer auf und half mir weiter. Er sah aus wie eine wei\u00dfe Kopie eines Menschen ohne Texturen (ich gehe davon aus, Texturen ben\u00f6tigen viel Rechenleistung, so dass sie momentan keine obere Priorit\u00e4t haben). Er bewegte das Fenster nach rechts und schon war das Problem gel\u00f6st. Im echten Leben w\u00e4re ein Architekt, dem so etwas passiert, gefeuert worden.<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class=\"youtube-player\" type=\"text\/html\" width=\"640\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/kXVW4sUsh3A?version=3&amp;rel=1&amp;fs=1&amp;showsearch=0&amp;showinfo=1&amp;iv_load_policy=1&amp;start=90&amp;wmode=transparent\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"true\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Ich sah all diese Manipulationen; ich sah die Fenster, die Stahlpfeiler und alles, was \u201edrau\u00dfen\u201c vor sich ging. Die Aufl\u00f6sung des Bilds au\u00dferhalb des Fensters war nicht so hoch, aber insgesamt war es schon sehr beeindruckend.<\/p>\n<p>Dann wurde in der Wand vor mir ein fehlerhaftes Rohr entdeckt, ebenfalls recht realistisch. Richard konnte das aber mit einem Fingerschnippen reparieren. Mir scheint, als w\u00e4re er, auch wenn er einen englischen Namen hat, eher ein Russe aus Kemerovo, wo die Leute ALLES reparieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Damit endete die Vorf\u00fchrung. Wenn ich richtig verstehe, sind alle Reporter gleich, aber manche sind eben doch gleicher als die anderen, so dass meine amerikanischen Kollegen ein bisschen mehr sehen konnten. Aber der erste Eindruck reichte, um zu verstehen, auf welcher Stufe der Evolution die HoloLens momentan steht.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Werden wir in absehbarer Zukunft kommerzielle Versionen sehen? Ich denke nicht, und daf\u00fcr gibt es einige Gr\u00fcnde.<\/div>\n<p>Werden wir in absehbarer Zukunft kommerzielle Versionen sehen? Ich denke nicht, und daf\u00fcr gibt es einige Gr\u00fcnde. Der erste ist die Hardware: Um ein \u00fcberzeugendes, tragbares Ger\u00e4t f\u00fcr den t\u00e4glichen, stundenlangen Gebrauch zu sein, muss die HoloLens viel leichter und kompakter werden, und der Akku muss den ganzen Tag lang durchhalten. Mit der zur Zeit verf\u00fcgbaren Hardware und vor allem den aktuellen Akkus ist das nicht machbar. Nicht zu vergessen die Blickwinkel, die viel gr\u00f6\u00dfer sein sollten.<\/p>\n<p>Der zweite Grund ist die Software. Die Basis-HoloLens-Software funktioniert ganz gut. Aber um den Kauf eines solchen Produkts f\u00fcr den Kunden zu rechtfertigen, m\u00fcssen noch viele zus\u00e4tzliche Inhalte geschaffen werden. Diese k\u00f6nnen ganz unterschiedlich ausfallen \u2013 von luxuri\u00f6sen Innenausstattungsmodellen zu virtuellen Gespr\u00e4chspartnern des anderen Geschlechts, von digitalen Menschenimitationen zur Modellierung per 3D-Gesten. Die Entwicklung solcher Apps von Grund auf wird viel Geld, Arbeitskraft und Zeit ben\u00f6tigen, da so etwas noch nie in diesem Umfang gemacht wurde.<\/p>\n<p>Es sieht so aus, als m\u00fcsste Microsoft seinen Helm zun\u00e4chst einmal verfeinern, ihn leichter und praktischer machen, dann die kommerzielle Produktion einrichten (die aktuellen Helme sind handgefertigt), den Kalibrierungsprozess nahtlos und nutzerfreundlich machen, dann eine Menge solcher Helme an Entwickler geben, so dass diese Apps daf\u00fcr entwickeln k\u00f6nnen, bei der Entwicklung interessanter Produkte zu helfen\u2026 Und erst dann k\u00f6nnte das Unternehmen dar\u00fcber nachdenken, diesen Vielversprechenden Markt zu erobern. Das wird wahrscheinlich Jahre dauern, wenn nicht sogar ein ganzes Jahrzehnt. Und w\u00e4hrend des ganzen Prozesses werden wahrscheinlich eine Menge, bisher ungeahnter Hindernisse auftauchen.<\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnte Augmented Reality auch viele Gefahren mit sich bringen. Hacker k\u00f6nnen Kinderspiele kompromittieren, so dass statt s\u00fc\u00dfen K\u00e4tzchen auf einmal furchterregende, z\u00e4hnefletschende Ratten auf Kinder zuspringen. Sie k\u00f6nnten sich auch ganz gut an das Tragen des Helms gew\u00f6hnen und bei der Eingabe des PIN-Codes am Geldautomaten pl\u00f6tzlich einem Trojaner im Helmsystem ihre Kontodaten preisgeben. Das Schadprogramm kennt dann alle Sicherheitsfaktoren, die es f\u00fcr den Zugriff auf Ihr Konto ben\u00f6tigt: Kartennummer, PIN und CVV-Code.<\/p>\n<p>Die Gelegenheit, all diese Informationen \u00fcber so einen Helm zu sammeln, ist perfekt, denn hier handelt es sich nicht um eine einfache Webcam, die nur in eine Richtung blickt. Die Kameras im Helm sehen alles, das Sie auch sehen, wenn sie ihn tragen.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">How direct neural interfaces work and how it refers to data security <a href=\"http:\/\/t.co\/UZ9H7CmZQX\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">http:\/\/t.co\/UZ9H7CmZQX<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Eugene Kaspersky (@e_kaspersky) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/e_kaspersky\/status\/594214205894463489?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">May 1, 2015<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Und ich will gar nicht auf das Problem der \u201eZusammenarbeit\u201c zwischen AR und echter Realit\u00e4t eingehen. Stellen Sie sich einfach nur vor, Sie sind gerade mitten in einem interessanten Film, der auf Ihrem Kopfdisplay l\u00e4uft und laufen in ein Hindernis in Ihrer Wohnung (einen Stuhl oder eine Mauer). Und nun stellen Sie sich das ganze zum Beispiel in der U-Bahn vor.<\/p>\n<p>Nun, zusammen mit vielen potenziellen Gefahren kommen nat\u00fcrlich auch viele potenzielle Vorteile. Eine Liste der Nutzungsm\u00f6glichkeiten in den verschiedensten Branchen w\u00fcrde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Lassen Sie einfach Ihre Fantasie spielen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Sight\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/46304267?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"500\" height=\"281\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write\"><\/iframe><\/p>\n<p>Microsoft ist nat\u00fcrlich bei weitem nicht die einzige Firma, die die M\u00f6glichkeiten von Augmented Reality erforscht. Der Geruch von Geld h\u00e4ngt in der Luft, und Dutzende Startups, deren Zahl j\u00e4hrlich steigt, folgen in den Fu\u00dfspuren des Branchengiganten. Und auch wenn noch nicht klar ist, wann ein kommerzielles Produkte f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Anwender erh\u00e4ltlich sein wird, bin ich mir sicher, dass wir eines Morgens aufwachen und unsere AR-Ger\u00e4t aufsetzen werden, genau so selbstverst\u00e4ndlich, wie wir bereits heute als erstes nach unserem Smartphone greifen.<\/p>\n<p>Oder zumindest unsere Kinder werden das tun, und ich habe nichts dagegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicher haben Sie schon von so manchen kontroversen Google-Glass-Erfahrungen geh\u00f6rt. 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