{"id":4778,"date":"2015-02-02T17:54:42","date_gmt":"2015-02-02T17:54:42","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=4778"},"modified":"2022-07-18T18:17:30","modified_gmt":"2022-07-18T16:17:30","slug":"wie-wird-das-buro-der-zukunft-aussehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wie-wird-das-buro-der-zukunft-aussehen\/4778\/","title":{"rendered":"Wie wird das B\u00fcro der Zukunft aussehen?"},"content":{"rendered":"<p>Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie B\u00fcros in zehn Jahren aussehen werden?<\/p>\n<p>Das erste, das einem bei dieser Frage einf\u00e4llt, ist wahrscheinlich Pseudo-HiTech-Zeug, das auf billiger Science Fiction basiert. Retina-Scanner am Eingang, ein intelligenter Robocop als Assistent, ein 3D-Avatar des Chefs in einem Luxus- Besprechungsraum, usw. \u2013 all diese Fantasien versuchen, die heutige Realit\u00e4t zu kopieren und mit digitalen Spielereien zu verbessern.<\/p>\n<p>Die Wirklichkeit wird wahrscheinlich bodenst\u00e4ndiger und weniger vollgepackt mit solchen Dingen sein, aber in manchen Belangen sogar schockierender. Heute stellen wir eine Reihe kontroverser Trends vor, die das B\u00fcro in den n\u00e4chsten Jahren ver\u00e4ndern sollen.<\/p>\n<h2>Trautes heim, \u00fcberall<\/h2>\n<p>Wenn man nach manchen Anzeigen und B\u00fcchern geht, werden wir in K\u00fcrze als Remote-Worker von zu Hause aus arbeiten. Diese Meinung wird zum Teil von aktuellen Statistiken gest\u00fctzt: Die Zahl von Home-Offices steigt.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Die Zahl der dauerhaft von zu Hause aus Arbeitenden liegt in den USA unter f\u00fcnf Prozent. Doch gelegentliches Remote-Working wird von der H\u00e4lfte der Amerikaner praktiziert.<\/div>\n<p>Der Home-Office-Boom geht zur\u00fcck auf das letzte Jahrzehnt, als sich das Internet am st\u00e4rksten ausbreitete. \u00dcber die Jahre, hat sich das Internet-Wachstum etwas <a href=\"http:\/\/globalworkplaceanalytics.com\/telecommuting-statistics\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">stabilisiert<\/a>. Die Zahl der dauerhaft von zu Hause aus Arbeitenden (inklusive Selbst\u00e4ndiger) liegt in den USA unter f\u00fcnf Prozent \u2013 keine besonders hohe Zahl.<\/p>\n<p>Doch gleichzeitig ist gelegentliches Remote-Working recht weit verbreitet und wird immer mehr zum Normalfall. Heute sitzen Sie im B\u00fcro, morgen bereiten Sie im Flieger eine Powerpoint-Pr\u00e4sentation vor und dann beantworten Sie E-Mails, w\u00e4hrend Sie in einer anderen Stadt im Caf\u00e9 sitzen, usw. Die Statistik sieht hier daher auch besser aus: <a href=\"http:\/\/www.forbes.com\/sites\/rawnshah\/2014\/09\/09\/the-workplace-of-the-future-is-still-the-office\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Etwa die H\u00e4lfte<\/a> der Amerikaner arbeitet bereits so.<\/p>\n<h2>Office Forever!<\/h2>\n<p>Jeder, der von zu Hause aus (oder von wo auch immer) arbeitet, beginnt, den Charme von B\u00fcrobesuchen zu verstehen, zumindest w\u00e4hrend der ersten Stunde.<\/p>\n<p>Zahlreiche Studien zeigen, dass die r\u00e4umliche N\u00e4he zu den Kollegen stark zu einer h\u00f6heren Produktivit\u00e4t beitr\u00e4gt. Wenn man bedenkt, dass die h\u00f6chste B\u00fcroausnutzung laut der Consultingfirma StrategyPlus durchschnittlich 42 Prozent betr\u00e4gt, bieten flexible, frei konfigurierbare und offene B\u00fcros endlose Chancen, dass Mitarbeiter sich n\u00e4her sind.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">What does your workspace look like? @sbeloussov <a href=\"https:\/\/twitter.com\/richardbranson?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">@richardbranson<\/a> Let\u2019s share! Here\u2019s mine: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/WS_Challenge?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#WS_Challenge<\/a> <a href=\"http:\/\/t.co\/jVcZmEYlHR\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">pic.twitter.com\/jVcZmEYlHR<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Eugene Kaspersky (@e_kaspersky) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/e_kaspersky\/status\/532904603185340418?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">November 13, 2014<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Das bedeutet nicht unbedingt, dass wir arbeiten m\u00fcssen, wenn wir uns diesem Trend anpassen. Die Vorstellung pers\u00f6nlicher Arbeitspl\u00e4tze aufzugeben, erlaubt uns, nicht genutzten B\u00fcroraum zu verringern und die Produktivit\u00e4t zu erh\u00f6hen. Das gilt zumindest f\u00fcr die norwegische Firma Telenor, die schon seit 2003 nach diesem System arbeitet. Und auch Google und IBM geh\u00f6ren zu den Vorreitern gemeinsam genutzter Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<h2>Triff mich bei der Kaffeemaschine<\/h2>\n<p>Jeder wei\u00df, dass die wichtigsten Dinge in einer Firma nicht im Besprechungsraum, sondern im Raucherzimmer, bei der Kaffeemaschine oder am Getr\u00e4nkeautomaten besprochen werden. B\u00fcroarchitekten nehmen diese Erkenntnis heute sehr ernst und denken wissenschaftlich dar\u00fcber nach. Die modernsten B\u00fcros sind so aufgebaut, dass sie solche kleinen \u201eungeplanten\u201c Besprechungen zwischen den Mitarbeitern unterschiedlicher Abteilungen an solchen \u201eMachtzentren\u201c sogar f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Wie geht das? Nun, es werden zum Beispiel alle Kaffeemaschinen und Wasserspender aus den Abteilungen genommen und an \u201eSammelpunkten\u201c aufgestellt, wo die Mitarbeiter gar nicht anders k\u00f6nnen, als mit Kollegen zu sprechen. Diese Methode wird von den Entwicklungsabteilungen bei Google und Samsung <a href=\"https:\/\/hbr.org\/2014\/10\/workspaces-that-move-people\/ar\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">genutzt<\/a>.<\/p>\n<h2>Liegen und denken<\/h2>\n<p>Es ist gut m\u00f6glich, dass die Standardarbeitspl\u00e4tze mit Stuhl und Schreibtisch in manchen B\u00fcros aussterben werden. Das w\u00fcrde nicht zum Raumsparen gemacht werden, sondern, um die Gesundheit des Mitarbeiters zu schonen.<\/p>\n<p>Es ist allgemein bekannt, dass Sitzen nicht gerade gesund ist. So zeigt eine <a href=\"http:\/\/www.medicaldaily.com\/sitting-more-11-hours-day-raises-premature-death-risk-40-240006\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Studie<\/a>, dass ein 45 Jahre alter Mensch, der mindestens 11 Stunden am Tag auf einem Stuhl sitzt, ein 40 Prozent h\u00f6heres Risiko hat, in den kommenden drei Jahren zu sterben.<\/p>\n<p>Das holl\u00e4ndische Kunstprojekt RAAAF will dieses Problem mit einem <a href=\"http:\/\/www.raaaf.nl\/en\/projects\/927_the_end_of_sitting\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">experimentellen Studio<\/a> namens \u201eDas Ende des Sitzens\u201c l\u00f6sen, das eher einem modernistischen Spielplatz \u00e4hnelt, als einem B\u00fcro. Man kann dort einfach nicht normal auf einem chaotischen Haufen von Plastikkl\u00f6tzen sitzen. Aber man kann sich hinlegen, stehen, es sich in einer engen L\u00fccke zwischen den Konstruktionen bequem machen, sich wie einen Ball zusammenrollen und noch viel mehr. Diese erzwungene Bewegung basiert auf dem v\u00f6lligen Fehlen von Arbeitspl\u00e4tzen, an denen man f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit bequem sitzen kann.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Treadmill desks aren't just healthier, they'll also boost your work performance <a href=\"http:\/\/t.co\/432ZSzhLK8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">http:\/\/t.co\/432ZSzhLK8<\/a> <a href=\"http:\/\/t.co\/1t7YahDWKN\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">pic.twitter.com\/1t7YahDWKN<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Fast Co. Impact (@FastCoImpact) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FastCoImpact\/status\/560446791221792768?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">January 28, 2015<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Um dieses Experiment so realistisch wie m\u00f6glich zu machen, wurde eine Gruppe junger Arbeitnehmer drei Wochen lang in diesem B\u00fcro untergebracht und schaffte es w\u00e4hrend der ganzen Zeit, dort erfolgreich zu arbeiten. In ihrer Bewertung sprachen die Teilnehmer zwar von \u201em\u00fcden F\u00fc\u00dfen\u201c, best\u00e4tigten aber auch, dass sie sich \u201elebendiger\u201c f\u00fchlten als in traditionellen B\u00fcros. Um das Experiment wirklich zu best\u00e4tigen, w\u00e4re aber wohl sinnvoll, dass \u201e\u00e4ltere\u201c Mitarbeiter das ungew\u00f6hnliche B\u00fcro ebenfalls testen und bewerten, doch das haben die Betreiber bisher leider nicht gemacht.<\/p>\n<h2>Halt, wer ist da?<\/h2>\n<p>Mensch, diese Fingerabdruck- und Retina-Scanner sehen toll und futuristisch aus! Doch die praktikabelste Zugangskontrolle f\u00fcr normale B\u00fcros wird wohl eher ein programmierbares Elektronikschloss sein, das zum Beispiel per Smartphone ge\u00f6ffnet werden kann.<\/p>\n<p>Der Vorteil dieser L\u00f6sung liegt vor allem in den niedrigen Kosten \u2013 solche Schl\u00f6sser gibt es bereits auf dem Massenmarkt in Smart-H\u00e4usern. Jeder Mitarbeiter w\u00fcrde ein flexibel konfiguriertes Sicherheitsprofil bekommen und bei jedem Zutritt zum B\u00fcro ein tempor\u00e4res, digitales Zertifikat verwenden. Einfach und elegant \u2013 in ein paar Jahren wird man kaum mehr Menschen ohne Smartphone sehen.<\/p>\n<h2>Co-Working h\u00f6rt sich gut an<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend die meisten Co-Working-M\u00f6glichkeiten heute vor allem bei noch nicht voll finanzierten Startup-Firmen zu finden sind, k\u00f6nnten solche B\u00fcros in der Zukunft <a href=\"https:\/\/hbr.org\/2014\/10\/workspaces-that-move-people\/ar\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">auch bei gro\u00dfen Firmen beliebt<\/a> werden.<\/p>\n<p>Der Grund ist einfach erkl\u00e4rt: Co-Working bietet die M\u00f6glichkeit, durch Flexibilit\u00e4t bei der Ressourcennutzung zu sparen (denken Sie an die 42 Prozent maximaler B\u00fcroauslastung) und den \u201eKaffeemaschineneffekt\u201c durch die Vielfalt der Umgebung auszunutzen, was wiederum die Produktivit\u00e4t steigert.<\/p>\n<p>Der Anstieg ausgelagerter Services macht es m\u00f6glich, die Firmeninfrastruktur kosteneffizient zu planen (IT, Konnektivit\u00e4t, Sicherheit, Wartung) und eine st\u00e4rkere Stabilit\u00e4t der Infrastruktur zu erhalten.<\/p>\n<h2>***<\/h2>\n<p>Nun, der Blick in die Glaskugel ist nie ganz zuverl\u00e4ssig. Die oben genannten Ideen sehen im Moment recht sinnvoll aus, doch es kann gut sein, dass unsere Nachkommen sie mit einem absch\u00e4tzigen L\u00e4cheln quittieren werden, genau wie wir die Zeichnungen der <a href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Category:France_in_XXI_Century_(fiction)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">franz\u00f6sischen K\u00fcnstler<\/a> ansehen, die sich vor hundert Jahren das Leben im Jahr 2000 vorstellten. Manchmal ver\u00e4ndert sich die Realit\u00e4t so schnell, dass es unm\u00f6glich ist, genaue Voraussagen zu treffen. Die Zeit wird es zeigen.<\/p>\n<input type=\"hidden\" class=\"category_for_banner\" value=\"earth-2050\">\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie B\u00fcros in zehn Jahren aussehen werden? Es gibt da unterschiedliche Meinungen, also sehen wir uns doch einmal die interessantesten B\u00fcrokonzepte an.<\/p>\n","protected":false},"author":521,"featured_media":4779,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[909,655,1315,775,1314,1316,1653,936],"class_list":{"0":"post-4778","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-news","8":"tag-biometrie","9":"tag-buro","10":"tag-co-working","11":"tag-home-office","12":"tag-mobile-apps","13":"tag-remote-job","14":"tag-security","15":"tag-zukunft"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wie-wird-das-buro-der-zukunft-aussehen\/4778\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/biometrie\/","name":"Biometrie"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/521"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4778"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4778\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29007,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4778\/revisions\/29007"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4779"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4778"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}