{"id":4316,"date":"2014-10-24T16:55:11","date_gmt":"2014-10-24T16:55:11","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=4316"},"modified":"2020-02-26T18:37:00","modified_gmt":"2020-02-26T16:37:00","slug":"twitter_digits_neue_authentifizierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/twitter_digits_neue_authentifizierung\/4316\/","title":{"rendered":"Twitters Vorsto\u00df in die Authentifizierung: SMS soll Passw\u00f6rter ersetzen"},"content":{"rendered":"<p>Der Microblogging-Dienst Twitter ist der neueste Kandidat im Bestreben, Passw\u00f6rter zu ersetzen: Mit einem neuen System, das sich \u201eDigits\u201c nennt.<\/p>\n<p>Der Name klingt modern und die Idee hinter Digits scheint vielversprechend zu sein, verglichen mit anderen Authentifizierungssystemen, \u00fcber die wir schon berichtet haben. Die Digits-Authentifizierung basiert komplett auf mobilem Zugriff. Ihr Nutzername ist Ihre Handynummer und ein in Echtzeit generierter SMS-Code \u2013 \u00e1 la <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/what_is_two_factor_authentication\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Zwei-Faktoren-Authentifizierung<\/a> \u2013 ist Ihr Passwort. Und das System steht nicht nur f\u00fcr Twitter zur Verf\u00fcgung, sondern ist f\u00fcr alle Entwickler erh\u00e4ltlich, die die Digits-Authentifizierung in ihre Apps einbauen wollen.<\/p>\n<p>\u201eTelefonnummern sind die Hauptidentit\u00e4t der am schnellsten wachsenden mobilen Demografien, auch in neuen M\u00e4rkten, die \u00fcber 70 Prozent der weltweiten Handynutzer ausmachen\u201c, so Twitter. \u201eMit Digits k\u00f6nnen Sie f\u00fcr diese M\u00e4rkte ein angepasstes Onboarding und ein entsprechendes Login erstellen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eOnboarding\u201c scheint moderner Entwickler-Jargon daf\u00fcr zu sein, Menschen dazu zu bringen, sich f\u00fcr eine bestimmte App anzumelden. Also in etwa: Nutzer an Bord bringen.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>#Twitter will Nutzernamen mit Handynummern &amp; #Passw\u00f6rter mit einmaligen SMS-Codes ersetzen.<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2FuKW6&amp;text=%23Twitter+will+Nutzernamen+mit+Handynummern+%26amp%3B+%23Passw%C3%B6rter+mit+einmaligen+SMS-Codes+ersetzen.\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>Der Dienst scheint vor allem in Teilen der Welt praktisch zu sein, in denen die fast \u00fcberall zu findenden Technologiegiganten nicht so verbreitet sind. So bieten in den USA zahllose Apps an, sich mit seiner Facebook-, Twitter- oder Gmail-Identit\u00e4t als Nutzername und einem spezifischen Passwort anzumelden und einzuloggen. E-Mail-Konten sind dabei aber die beliebteste Variation. Denken Sie einmal dar\u00fcber nach, wie viele Online-Konten mit Ihrer E-Mail-Adresse verkn\u00fcpft sind\u2026<\/p>\n<p>Digits soll das Authentifierungsparadigma von E-Mail auf Handynummern verschieben. Wichtiger ist aber vielleicht, dass Digits einen nahtlosen Ersatz f\u00fcr statische Passw\u00f6rter bietet. Es k\u00f6nnte auch dabei helfen, das Problem vergessener Passw\u00f6rter zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>\u201eWenn Anwender vergessen, mit welchem Dienst sie sich f\u00fcr eine App angemeldet haben \u2013 E-Mail-Adresse, Nutzername oder Passwort \u2013 verliert man Kunden\u201c, so Twitter in seinem Werbematerial. \u201eDurch die SMS-Verifizierung statt Passw\u00f6rtern, minimiert man sowohl Support-Kosten als auch Anmeldefehler \u2013 die Anwender sind gl\u00fccklich und die App w\u00e4chst.\u201c<\/p>\n<div class=\"pullquote\">\u201eWenn Anwender vergessen, mit welchem Dienst sie sich f\u00fcr eine App angemeldet haben \u2013 E-Mail-Adresse, Nutzername oder Passwort \u2013 verliert man Kunden. Durch die SMS-Verifizierung statt Passw\u00f6rtern, minimiert man sowohl Support-Kosten als auch Anmeldefehler.\u201c<\/div>\n<p>Der Service k\u00f6nnte auch die Notwendigkeit nerviger Captcha-Formulare eliminieren, aber das muss man abwarten. F\u00fcr Entwickler scheint der Einbau des f\u00fcr Digits ben\u00f6tigten Codes in eigene Apps wahnsinnig einfach zu sein:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2014\/10\/06142031\/twitter-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4318 size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2014\/10\/06142031\/twitter-2.jpg\" alt=\"twitter 2\" width=\"555\" height=\"418\"><\/a><\/p>\n<p>Bei neuen Ideen f\u00fcr das Ersetzen von Passw\u00f6rtern sind wir generell etwas skeptisch, doch Digits scheint eine einfache L\u00f6sung f\u00fcr <a href=\"https:\/\/threatpost.com\/white-house-internet-not-borderless-but-lacking-interior\/108333\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">ein schwieriges Problem<\/a> zu sein und wir fragen uns, warum noch niemand darauf gekommen ist. Ich habe schon \u00fcber <a href=\"https:\/\/threatpost.com\/watch-like-heartbeat-monitor-seeks-to-replace-passwords\/102192\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">herzschlagbasierte<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/fingerprint-scanner-iphone-5s\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">fingerabdruckbasierte<\/a>, <a href=\"https:\/\/threatpost.com\/samsung-eyeing-iris-recognition-for-new-phones\/106222\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">irisbasierte<\/a>, geruchsbasierte, ohrl\u00e4ppchenbasierte, <a href=\"https:\/\/threatpost.com\/former-darpa-head-proposes-pills-and-tattoos-to-replace-passwords\/100840\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">elektromagnetische tattoo- und tablettenbasierte<\/a>, geolocationbasierte und viele andere Arten biometrischer und tragbarer Authentifizierungsmethoden geschrieben. Sie sind alle interessant, scheinen aber furchtbar kompliziert zu sein.<\/p>\n<p>Digits ist einfach und es sieht so aus, als w\u00e4re es wirklich von Bedeutung. Teile Afrikas, vor allem in der s\u00fcdlich der Sahara, wo einige der aggressivsten kommenden M\u00e4rkte zu finden sind, funktionieren teilweise bargeldlos. Zahlungen in Kenia werden von den Mobilfunkunternehmen dominiert. Und die Menschen zahlen dort nicht mit Apps auf ihren Smartphones, sondern verlassen sich auf relativ einfache Dienste wie M-Pesa, die auf \u00e4lteren Handys funktionieren. So k\u00f6nnen Anwender mit M-Pesa Geld \u00fcberweisen, Zahlungen durchf\u00fchren und sogar Abbuchungen durch \u00f6rtliche H\u00e4ndler ausf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Grafik unten ist aus dem <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/articles\/banks-vie-for-a-piece-of-africas-mobile-banking-market-1408122166\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Wall Street Journal<\/a> und basiert auf Statistiken der Weltbank:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2014\/10\/06142029\/twitter-3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4319\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2014\/10\/06142029\/twitter-3.png\" alt=\"twitter 3\" width=\"680\" height=\"346\"><\/a><\/p>\n<p>Dies zeigt, dass einfache, handybasierte Dienste in Entwicklungsl\u00e4ndern stetig wachsen. Es ist schwer zu sagen, ob die Twitter-Entwicklung teilweise auf der M-Pesa-Wirtschaft in L\u00e4ndern wie Kenia, Tansania, Indien und S\u00fcdafrika basiert, doch ich denke, dass der Umstand, dass Handynutzung in aufstrebenden M\u00e4rkten relativ g\u00fcnstig und \u00fcberall zu haben ist, f\u00fcr einen Dienst wie Digits spricht.<\/p>\n<p>Doch nat\u00fcrlich gibt es auch eine kleine Schattenseite. Digits bringt nichts in Gebieten ohne Handyempfang. Irgendwo in der Wildnis ist das nicht schlimm, denn dort hat man wahrscheinlich auch keine Online-Verbindung, doch in dichter bev\u00f6lkerten Gebieten k\u00f6nnte das \u00e4rgelich geben.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" lang=\"es\"><p>10 tips on how to stop your <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/iPhone?src=hash\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">#iPhone<\/a> from revealing your secrets <a href=\"https:\/\/t.co\/N9gzmq2deP\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">https:\/\/t.co\/N9gzmq2deP<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Eugene Kaspersky (@e_kaspersky) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/e_kaspersky\/status\/517353299863797760\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">octubre 1, 2014<\/a><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Twitter stellt einen gro\u00dfen, aber dennoch einfachen Plan vor, mit dem Passw\u00f6rter durch Telefonnummern und einem SMS-generierten Code ersetzt werden sollen.<\/p>\n","protected":false},"author":42,"featured_media":4317,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[230,1167,125,1653,20,54],"class_list":{"0":"post-4316","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-news","8":"tag-authentifizierung","9":"tag-mobil","10":"tag-passworter","11":"tag-security","12":"tag-sms","13":"tag-twitter"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/twitter_digits_neue_authentifizierung\/4316\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/authentifizierung\/","name":"Authentifizierung"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4316","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/42"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4316"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4316\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22884,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4316\/revisions\/22884"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4316"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4316"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4316"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}