{"id":3583,"date":"2014-07-14T11:48:14","date_gmt":"2014-07-14T11:48:14","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=3583"},"modified":"2020-02-26T18:34:10","modified_gmt":"2020-02-26T16:34:10","slug":"die-menschliche-seite-des-brasilianischen-kreditkartenbetrugs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/die-menschliche-seite-des-brasilianischen-kreditkartenbetrugs\/3583\/","title":{"rendered":"Die menschliche Seite des brasilianischen Kreditkartenbetrugs"},"content":{"rendered":"<p>Wir m\u00fcssen zugeben, dass nicht alle Spielfelder eben sind, vor allem nicht, wenn es um Betr\u00fcger und Kriminelle geht. Als sich so viele Menschen in Brasilien f\u00fcr die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft eingefunden haben, zeigte sich das Land nicht nur von seiner sch\u00f6nen Seite, sondern auch als Brutst\u00e4tte f\u00fcr Kreditkartenbetrug. Denn abgesehen von einer Vielzahl von <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/the-big-four-banking-trojans\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Bank-Trojanern<\/a> und typisch brasilianischen Bedrohungen wie dem <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/boleto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Boleto-Betrug<\/a>, z\u00e4hlen Kreditkarten zu den abosluten Favoriten brasilianischer Cyberkrimineller.<\/p>\n<p>Die technische Seite dieser Gefahr durch so genannte Carder wurde <a href=\"https:\/\/securelist.com\/blog\/research\/63823\/world-cup-brazil-2014-atms-and-credit-cards\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">k\u00fcrzlich vom Kaspersky-Experten Fabio Assolini aufgezeigt<\/a>. Heute m\u00f6chte ich mich daher einigen Geschichten von Bekannten widmen, die k\u00fcrzlich zu Opfern brasilianischer Carder wurden. Dabei sind meine Bekannten erfahrene Reisende, die auf ihre Kreditkarten aufpassen \u2013 dennoch wurden sie zu Opfern der Kriminellen und mussten in einem ansonsten reichen und sch\u00f6nen Land mit den Konsequenzen umgehen.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich wurde mir von einem vorsichtigen Freund die angsteinfl\u00f6sende Geschichte eines Kreditkartenbetrugs erz\u00e4hlt, der eine eigentlich erfolgreiche Gesch\u00e4ftsreise ruinierte. Bei der Reise nach Sao Paulo passte mein Freund genau auf, seine Kreditkarte nur f\u00fcr die Bezahlung im Hotel zu benutzen, und er vertraute dem international t\u00e4tigen und bekannten Unternehmen. Leider brachte das Vertrauen nichts, da Schadsoftware auf den Computern, auf denen die Zahlungen verwaltet werden, zu finden war.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Sogar die Zahlung in einem vertrauensw\u00fcrdigen Laden oder Hotel kann zu Kreditkartendiebstahl f\u00fchren.<\/div>\n<p>Seine Kreditkarte wurde kopiert und dann zum Kauf von Flugtickets, f\u00fcr Hotelreservierungen und sogar f\u00fcr den Kauf eines Online-Horoskops missbraucht! Insgesamt entstand etwas weniger als 2.000 Dollar Schaden, doch da die Karte von einer lateinamerikanischen Bank ausgestellt wurde, deren Richtlinien meist wenig zum Schutz der Kunden beitragen, wird mein Freund das Geld wohl nicht zur\u00fcckbekommen, auch wenn er es als unerlaubte Transaktion meldet.<\/p>\n<p>In einem fremden Land stehen wir vor ganz anderen Problemen als zu Hause, und merken oft nicht, dass sogar in etablierten Gesch\u00e4ften Bedrohungen lauern \u2013 sogar in internationalen Hotels, Banken und Restaurants. Zum Gl\u00fcck f\u00fcr meinen Freund war der Schaden nicht so enorm hoch wie bei anderen Kreditkartenbetr\u00fcgereien.<\/p>\n<p>Ein anderer Bekannter passte bei seinem Aufenthalt in Brasilien ebenfalls sehr gut auf seine Kreditkarte auf. Bei seiner Abreise beschloss er aber, auf dem Flughafen ein brasilianisches Fu\u00dfball-Trikot zu kaufen. Die Zahlung dauerte allerdings etwas, da der Verk\u00e4ufer immer wieder sagte, dass die Zahlung abgelehnt worden sei, so dass ein anderes Leseger\u00e4t im Hinterzimmer verwendet werden musste. Das war aber nur eine Finte, um die Zeit haben, die Karte zu kopieren, ohne, dass der Besitzer das mitbekommt. Er kaufte schlie\u00dflich sein Kaka-Trikot, doch die Kriminellen erbeuteten seine Daten und kauften damit das gesamte Material, um ein Haus bauen und ein Auto reparieren zu k\u00f6nnen \u2013 insgesamt 30.000 Dollar. Doch er hatte Gl\u00fcck: Denn die Karte war von einer amerikanischen Bank und er zahlt eine j\u00e4hrliche Versicherungsgeb\u00fchr zum Schutz vor Betrug, die den Schaden linderte.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>Dieses T-Shirt aus Brasilien kostete 30.000 Dollar<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F3nxF&amp;text=Dieses+T-Shirt+aus+Brasilien+kostete+30.000+Dollar\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>Ich bin sicher, dass in den kommenden Monaten viele \u00e4hnliche Geschichten von den vielen Fu\u00dfballfans, die Brasilien besuchten, zu h\u00f6ren sein werden. Statt darauf zu warten, dass sich das Problem von alleine l\u00f6st, sollte jeder, der nach Brasilien reist, sich proaktiv vor der Reise Gedanken zur Sicherheit machen. Kontaktieren Sie Ihre Bank, um Magnetstreifenkarten auf neue Chip-und-PIN-Karten umzustellen. Wenn m\u00f6glich, sollten Sie eine tempor\u00e4re Reisekreditkarte beantragen, die Sie auf der Reise nutzen und anschlie\u00dfend wegwerfen k\u00f6nnen. Und auch wenn Bargeld Sie zu einem eventuellen Ziel f\u00fcr Taschendiebe macht, birgt es zumindest nicht das Risiko eines Betrugs wie in den oben genannten F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Und allen, die Ihre Kreditkarte in letzter Zeit in Brasilien verwendet haben, empfehle ich, die Kreditkartenabrechnungen der n\u00e4chsten Monate genau zu pr\u00fcfen, nicht dass Sie auf einmal einen zweiten Urlaub oder ein Haus gekauft haben<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werden Sie nicht zum Opfer von Kreditkartenbetr\u00fcgern, so wie es einigen unserer Freunde passiert ist.<\/p>\n","protected":false},"author":404,"featured_media":3584,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711,6],"tags":[722,142,917,1076,92],"class_list":{"0":"post-3583","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"category-news","9":"tag-bank","10":"tag-betrug","11":"tag-brasilien","12":"tag-great","13":"tag-kreditkarte"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/die-menschliche-seite-des-brasilianischen-kreditkartenbetrugs\/3583\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/bank\/","name":"Bank"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/404"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3583"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3583\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22795,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3583\/revisions\/22795"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}