{"id":3352,"date":"2014-06-06T11:49:02","date_gmt":"2014-06-06T11:49:02","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=3352"},"modified":"2019-11-22T12:42:03","modified_gmt":"2019-11-22T10:42:03","slug":"verhaftet-mai-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/verhaftet-mai-2014\/3352\/","title":{"rendered":"Verhaftet! Die wichtigsten F\u00e4lle im Mai"},"content":{"rendered":"<p>In letzter Zeit gab es viele interessante Nachrichten \u00fcber Hacker und andere Cyberkriminelle \u2013 mal sehen, wer im Mai verhaftet wurde und was den Gaunern f\u00fcr ihre Taten bl\u00fcht.<\/p>\n<p><strong>LulzSec-Anf\u00fchrer zu sieben Monaten verurteilt<\/strong><\/p>\n<p>Der LulzSec-Hacker mit dem Pseudonym Sabu, der k\u00fcrzlich zum Informanten wurde, hat einen l\u00e4ngeren Gef\u00e4ngnisaufenthalt vermieden und wurde vergangenen Dienstag f\u00fcr seine f\u00fchrende Rolle in mehreren Angriffen auf hochrangige Ziele verurteilt. Hector Monsegur, so der richtige Name des Hackers, verlie\u00df das New Yorker Gericht als freier Mann \u2013 dank seiner Zusammenarbeit mit dem FBI, durch die viele andere Mitglieder der Gruppe identifiziert und aufgesp\u00fcrt, und weitere Attacken verhindert werden konnten. Monsegur war eines der bekanntesten Mitglieder der Hacktivisten von LulzSec, und die Beh\u00f6rden warfen ihm vor, an einer ganzen Reihe von Operationen der Gruppe beteiligt gewesen zu sein, inklusive der Angriffe auf PayPal und andere Firmen. Nach seiner Festnahme durch das FBI im Jahr 2011, kooperierte der Hacker mit den Beh\u00f6rden und lieferte Informationen \u00fcber die Aktivit\u00e4ten anderer Anonymous-Mitglieder. Die Ankl\u00e4ger baten den Richter daher um ein mildes Urteil f\u00fcr Monsegur, gaben aber keine Empfehlung f\u00fcr die Dauer einer m\u00f6glichen Gef\u00e4ngnisstrafe. Monsegur wird nun nicht weiter im Gef\u00e4ngnis sitzen, aber f\u00fcr ein weiteres Jahr eine Bew\u00e4hrungsstrafe verb\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>97 Hacker f\u00fcr die Nutzung des Blackshades-Trojaners verhaftet, der Autor muss mit 20 Jahren Gef\u00e4ngnis rechnen #Sicherheit #Verhaftung<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F8DES&amp;text=97+Hacker+f%C3%BCr+die+Nutzung+des+Blackshades-Trojaners+verhaftet%2C+der+Autor+muss+mit+20+Jahren+Gef%C3%A4ngnis+rechnen+%23Sicherheit+%23Verhaftung\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p><strong>Fast hundert Hacker auf einmal<\/strong><\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Verurteilungen des vergangenen Monats ist der Fall von 97 Hackern, denen vorgeworfen wird, den Blackshades-Trojaner verwendet zu haben. Der Sch\u00e4dling, ein so genannter Remote-Access-Trojaner war auf kriminellen Foren f\u00fcr nur 40 Dollar erh\u00e4ltlich. Cyberkriminelle konnten damit die infizierten Computer aus der Ferne in \u00dcberwachungsger\u00e4te verwandeln. Laut FBI wurde der Trojaner tausendfach verkauft, an Tausende Computer in \u00fcber 100 Firmen verteilt und ist f\u00fcr mehr als 500.000 Infizierungen verantwortlich. Er konnte sich zudem selbst auf weitere Computer verbreiten, indem er sch\u00e4dliche Links an Kontakte in Sozialen Netzwerken oder \u00fcber Instant Messaging verteilte. F\u00fcr die Ergreifung der Hacker arbeiteten Strafverfolgungsbeh\u00f6rden aus 19 L\u00e4ndern zusammen und betrieben \u00fcber 300 Fahndungen und Durchsuchungen. Noch steht nicht fest, welche Urteile \u00fcber die Hacker gesprochen werden, doch die Entwickler des Blackshades-Trojaners (f\u00fcr die momentan der Schwede Alex Yucel (24) und der Amerikaner Michael Hogue (23) gehalten werden) m\u00fcssen mit bis zu 20 Jahren hinter Gittern rechnen.<\/p>\n<p><strong>20 Jahre f\u00fcr den Verkauf gef\u00e4lschter Karten<\/strong><\/p>\n<p>David Ray Camez (22), auch bekannt als \u201eBad Man\u201c oder \u201edoctorsex\u201c, wurde Mitte Mai von einem US-Richter verurteilt. Ihm wurde Ende 2013 nachgewiesen, Mitglied einer betr\u00fcgerischen, korrupten Organisation zu sein und. Der junge Mann kam vor sechs Jahren zur Carder.su-Gruppe und kaufte und verkaufte \u00fcber zwei Jahre gef\u00e4lschte Ausweise und Kreditkarten. Camez ist einer von 39 Angeklagten, die im Januar 2012 angezeigt worden waren. Sieben weitere haben sich schuldig bekannt, zwei erwarten ihre Gerichtsverhandlung im Juni, der Rest ist auf der Flucht. Sechzehn weitere Angeklagte wurden in drei separaten Anzeigen des gleichen Vergehens angeklagt, dabei haben sich bisher 14 schuldig bekannt. Neben einer Gef\u00e4ngnisstrafe von 20 Jahren, wurde Camez zu zus\u00e4tzlichen drei Jahren auf Bew\u00e4hrung sowie der Zahlung von 20 Millionen Dollar Entsch\u00e4digung verurteilt.<\/p>\n<p><strong>Mitgr\u00fcnder von Pirate Bay verhaftet<\/strong><\/p>\n<p>Am letzten Tag des Monats wurde Peter Sunde, einer der Gr\u00fcnder und ehemaliger Sprecher der Torrent-Seite The Pirate Bay von Interpol in Schweden verhaftet. Die Beh\u00f6rden waren \u00fcber zwei Jahre hinter Sunde her, nachdem seine Verurteilung im Jahr 2012 durch das oberste schwedische Gericht best\u00e4tigt und die Berufung nicht zugelassen wurde. Nach der ersten Verurteilung brachte Sunde seinen Fall vor den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte und den obersten schwedischen Gerichtshof, doch an beiden Gerichten wurde er abgewiesen. Nun muss Sunde eine achtmonatige Strafe absitzen. Zwei weitere T\u00e4ter haben das Gef\u00e4ngnis bereits verlassen, ein weiterer ist derzeit in Asien auf der Flucht.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Die Beteiligung an einer betr\u00fcgerischen, korrupten Organisation kann Sie 20 Jahre Ihres Lebens kosten<\/div>\n<p><strong>Der gr\u00f6\u00dfte Schlag gegen gef\u00e4lschte Medikamente<\/strong><\/p>\n<p>Etwa 200 Strafverfolgungsbeh\u00f6rden aus \u00fcber 100 L\u00e4ndern arbeiteten bei der \u201eOperation Pangea 7\u201c zusammen, die auf die kriminellen Netzwerke hinter dem Verkauf gef\u00e4lschter Medikamente \u00fcber illegale Online-Apotheken abzielte. W\u00e4hrend der Operation wurden 1.235 Untersuchungen gestartet, fast 20.000 Anzeigen f\u00fcr illegale Medikamente von Sozialen Netzwerken entfernt, mehr als 10.000 Webseiten geschlossen und 9,4 Millionen gef\u00e4lschte und illegale Medikamente sichergestellt. Diese internationale Kooperation wurde von Interpol koordiniert und von mehreren Organisationen unterst\u00fctzt, etwa der World Customs Organization, dem Center for Safe Internet Pharmacies und einigen Firmen wie Microsoft, PayPal, MasterCard und Visa.<\/p>\n<p><strong>Hohe Strafe f\u00fcr SMS-Spammer<\/strong><\/p>\n<p>Phil Flora, auch bekannt als \u201ePhil P.\u201c, der eine SMS-Spamming-Operation leitete, wurde zu einer Strafe von \u00fcber 148.000 Dollar verurteilt. Flora verschickte \u00fcber 29 Millionen SMS-Nachrichten, die \u201ekostenlose\u201c Geschenkgutscheine versprachen. Die Masche dahinter war ganz einfach: Wenn ein Opfer auf den Link klickte, \u00f6ffnete sich ein Formular, das ausgef\u00fcllt werden musste, um einen 1.000-Dollar-Gutschein von Walmart zu erhalten. Doch sobald der Anwender das getan hatte, wurde er gebeten mehreren Links zu folgen. Die vom Opfer eingegebenen Informationen wurden dann f\u00fcr den Versand von Spam-Nachrichten missbraucht. F\u00fcr manche H\u00e4ndler wurde der Betrug zu einem Problem: Laut einer Erkl\u00e4rung, die bei der amerikanischen Federal Trade Comission eingereicht wurde, erhielt alleine die Supermarktkette Walmart mindestens 14.000 Beschwerden. Der Betrug kostete die Firma \u00fcber 100.000 Dollar in Arbeitszeit, um die Spams nachzuverfolgen und emp\u00f6rte Kunden zu bes\u00e4nftigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In letzter Zeit gab es viele interessante Nachrichten \u00fcber Hacker und andere Cyberkriminelle \u2013 mal sehen, welche im Mai verhaftet und verurteilt wurden.<\/p>\n","protected":false},"author":214,"featured_media":3353,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711,6],"tags":[61,63,130,1653,59,871,929],"class_list":{"0":"post-3352","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"category-news","9":"tag-cyberkriminelle","10":"tag-hacker","11":"tag-privatsphare","12":"tag-security","13":"tag-spam","14":"tag-verhaftung","15":"tag-verurteilung"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/verhaftet-mai-2014\/3352\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/cyberkriminelle\/","name":"Cyberkriminelle"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/214"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3352"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3352\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21385,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3352\/revisions\/21385"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}