{"id":32178,"date":"2025-05-23T15:20:44","date_gmt":"2025-05-23T13:20:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=32178"},"modified":"2025-06-04T12:56:49","modified_gmt":"2025-06-04T10:56:49","slug":"recall-2025-risks-benefits","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/recall-2025-risks-benefits\/32178\/","title":{"rendered":"Microsoft Recall in 2025 \u2013 jetzt benutzen oder lieber vermeiden?"},"content":{"rendered":"<p>Als Microsoft vor rund einem Jahr erstmals sein als Recall bezeichnetes \u201efotografisches Ged\u00e4chtnis\u201c f\u00fcr PCs mit Copilot+ vorstellte, dauerte es nicht lang, bis <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/how-to-disable-copilot-recall-spyware\/31398\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cybersecurity-Experten weltweit Alarm schlugen<\/a>. Die neue Funktion wies damals eine Unmenge an (zum Teil absurd gro\u00dfen) Schwachstellen auf, die ernsthafte Bedrohungen f\u00fcr die Privatsph\u00e4re der Benutzer darstellten. Das daraufhin folgende Negativ-Echo zwang Microsoft letztlich dazu, den Release noch einmal zu verschieben und die Funktion gr\u00fcndlich zu \u00fcberarbeiten. In seiner aktualisierten Form schaffte Recall es zun\u00e4chst im April\u00a02025 in die Versionen der Windows Insider Previews und im folgenden Mai offiziell im gro\u00dfen Stil auf die Ger\u00e4te mit entsprechender Hardware-Unterst\u00fctzung. An der wesentlichen Funktionsweise hat sich bis dato wenig ge\u00e4ndert: Nach wie vor \u201emerkt\u201c sich Recall alle Benutzerinteraktionen, indem es permanent Screenshots des angezeigten Bildschirminhalts anfertigt und deren Inhalte mittels <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Texterkennung\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Texterkennung<\/a> analysiert. In Bezug auf die Sicherheit der durch Recall erhobenen Daten hat Microsoft in der aktuellen Version aber einen erheblichen Schritt nach vorn gemacht. Schauen wir uns also an, wie gro\u00df ist der Unterschied in der Praxis tats\u00e4chlich ist. Zudem steht auch weiterhin die Frage im Raum, ob der durch Recall gebotene Komfort einen potenziellen Verlust pers\u00f6nlicher Daten aufwiegen kann.<\/p>\n<h2>Recall, die Zweite\u00a0\u2013 das sind die Neuerungen<\/h2>\n<p>Seit der ersten Ank\u00fcndigung (<a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/how-to-disable-copilot-recall-spyware\/31398\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wir berichteten<\/a>) hat sich Microsoft einer Reihe gro\u00dfer Kritikpunkte angenommen, die von Cybersecurity-Experten in der Vergangenheit h\u00e4ufig bem\u00e4ngelt wurden.<\/p>\n<p>Erstens ben\u00f6tigt Recall jetzt bei seiner ersten Einrichtung auf dem System die explizite Zustimmung durch den Benutzer. Dabei verzichtet die Benutzeroberfl\u00e4che auf visuelle Tricks, wie prominent markierte \u201eJa\u201c-Schaltfl\u00e4chen, die Benutzer zum Zustimmen manipulieren sollen.<\/p>\n<p>Zweitens werden die von Recall angelegten Datenbanken jetzt verschl\u00fcsselt. Daf\u00fcr wird das Hardware-basierte TPM-Modul (Trusted Platform Modul) verwendet, um den Schl\u00fcssel zu speichern und kryptografische Vorg\u00e4nge auszuf\u00fchren, was deren Extraktion erheblich erschwert.<\/p>\n<p>Drittens <em>versucht<\/em> ein spezieller Filter jetzt, das Aufnehmen von Screenshots zu verhindern, wenn der Bildschirm potenziell vertrauliche Informationen anzeigt\u00a0\u2013 etwa einen <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/incognito-myth-how-private-browsing-works\/31346\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Browser im Inkognito-Modus<\/a>, ein Eingabeformular f\u00fcr Bezahlvorg\u00e4nge oder die Daten eines <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/kaspersky-international-password-day-2024\/31221\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Passwort-Managers<\/a>. Die Betonung liegt allerdings auf \u201eversucht\u201c, denn bereits jetzt wurde von Testern eine Reihe an F\u00e4llen dokumentiert, bei denen der Filter versagte und eigentlich vertrauliche Daten am Ende doch in Textform in der Datenbank auftauchten.<\/p>\n<p>Die Website Ars\u00a0Technica <a href=\"https:\/\/arstechnica.com\/gadgets\/2025\/04\/in-depth-with-windows-11-recall-and-what-microsoft-has-and-hasnt-fixed\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">betont<\/a> dazu noch eine ganze Reihe weiterer positiver Ver\u00e4nderungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Auf einem PC wird Recall f\u00fcr jeden Benutzer individuell aktiviert\u00a0\u2013 und nicht f\u00fcr alle auf einmal.<\/li>\n<li>Recall kann vollst\u00e4ndig deinstalliert werden.<\/li>\n<li>Es ist kein Microsoft-Konto erforderlich.<\/li>\n<li>Es ist keine Internetverbindung erforderlich\u00a0\u2013 alle Daten werden lokal verarbeitet.<\/li>\n<li>Um Recall das erste Mal zu starten, m\u00fcssen sowohl die BitLocker-Verschl\u00fcsselung als auch die biometrische Authentifizierung von Windows\u00a0Hello (Gesicht oder Fingerabdruck) aktiviert sein.<\/li>\n<li>Auch f\u00fcr jede weitere Verwendung der Recall-Suche ist eine Authentifizierung via Windows\u00a0Hello erforderlich.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Warum Recall immer noch Risiken birgt<\/h2>\n<p>Microsoft hat sich also m\u00e4chtig ins Zeug gelegt, um auf die Kritik zu reagieren. Und dennoch ist auch die aktuelle Version von Recall nicht ganz frei von Problemen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst mal ist die biometrische Authentifizierung nur f\u00fcr die erste Einrichtung von Recall erforderlich. F\u00fcr alle sp\u00e4teren Aufrufe erfordert der KI-Assistent zwar nach wie vor eine Identit\u00e4tsbest\u00e4tigung, aber daf\u00fcr ist ein Abgleich per Fingerabdruck oder Gesicht nicht mehr notwendig. Stattdessen reicht die Eingabe der Windows-PIN aus, die sowohl zu Hause als auch im B\u00fcro relativ leicht erraten oder ausgesp\u00e4ht werden kann. So <a href=\"https:\/\/doublepulsar.com\/microsoft-recall-on-copilot-pc-testing-the-security-and-privacy-implications-ddb296093b6c\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">bat ein Tester seine Freundin<\/a> zum Auffinden eines bestimmten Screenshots, auf dem ein Ausschnitt aus einem Signal-Chat zu sehen war. Die Freundin wiederum ben\u00f6tigte nur f\u00fcnf\u00a0Minuten, um das Passwort zu erraten und den entsprechenden Screenshot zu finden.<\/p>\n<p>Zweitens kann ein deaktiviertes Recall auch ohne biometrische Authentifizierung erneut aktiviert werden. Wenn etwa ein Benutzer die Recall-Funktion nach einem anf\u00e4nglichen Ausprobieren wieder deaktiviert hat, kann sie von jedem, der die Windows-PIN des Benutzers kennt, erneut aktiviert und f\u00fcr heimliche Bildschirmaufnahmen verwendet werden. Alles, was ein Angreifer in solch einem Szenario jetzt noch tun m\u00fcsste, w\u00e4re sich nach etwas Wartezeit erneut anzumelden, und die von Recall gesammelten Daten zu durchsuchen.<\/p>\n<p>Drittens arbeitet der bereits erw\u00e4hnte Filter f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdige Daten nicht zuverl\u00e4ssig. In der Theorie sollte Recall in einer ganzen Reihe von Situationen, die ein hohes Risiko f\u00fcr sensible Daten darstellen, keine Screenshots aufnehmen: etwa bei ge\u00f6ffnetem Inkognito-Fenster des Browsers, bei aktiven Remote-Verbindungen mit anderen Desktops, bei der Eingabe von Zahlungsdaten oder Kennw\u00f6rtern und auf zus\u00e4tzlichen inaktiven Bildschirmen und Desktops. In der Praxis werden diese Situationen jedoch nicht immer richtig erkannt. So hat der Filter Probleme beim Ausblenden von Inkognito-Fenstern weniger verbreiteter Browser (z.\u00a0B. Vivaldi) oder beim Herausfiltern von Remote-Desktops. Letzteres sogar bei der Verwendung vergleichsweise popul\u00e4rer Desktop-Sharing-Tools wie AnyDesk.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt\u00a0\u2013 und das bietet Stoff f\u00fcr ein eigenes Thema\u00a0\u2013 werden durch Recall auch die Interaktionen des Computerbesitzers mit (eventuell unwissenden) dritten Personen akribisch protokolliert. Dieses Verhalten stellt eine potenzielle Verletzung der Pers\u00f6nlichkeitsrechte dieser Personen sowie der Datenschutzgedanken unterschiedlichster Messenger und Collaboration-Tools dar. Wenn sich ein Computerbesitzer beispielsweise in einem Zoom- oder Teams-Meeting mit automatischer Generierung von Untertiteln befindet, speichert Recall eine vollst\u00e4ndige Aufzeichnung des Anrufs ab, inklusive aller Informationen, wer was gesagt hat. Sollte auf dem Bildschirm ein <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/whatsapp-privacy-security\/31349\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">selbstl\u00f6schender WhatsApp-<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/messengers-101-safety-and-privacy-advice\/32076\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Signal-Chat<\/a> angezeigt werden, speichert Recall dem Datenschutzgedanken dieser Chats zum Trotz s\u00e4mtliche Inhalte dauerhaft ab. Dadurch werden auch Fotos und Videos, die nur zum einmaligen Betrachten gedacht sind, dauerhaft gespeichert, sobald auch nur ein Teilnehmer des Chats die Recall-Funktion nebenbei laufen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Alle genannten Punkte k\u00f6nnen in den Situationen zur Gefahr werden, in denen ein Angreifer Zugriff (physisch oder remote) auf ein Ger\u00e4t mit aktiviertem Recall besitzt: Entweder, wenn jemand im Besitz der Windows-PIN ist und physischen Zugang zum Computer hat, oder wenn sich ein Hacker durch <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/mysterysnail-cve-2021-40449\/27564\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausnutzen von Windows-Schwachstellen<\/a> Remote-Zugriff auf den PC verschafft. Denn trotz erh\u00f6hter Sicherheitsma\u00dfnahmen <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/march-2025-patch-tuesday\/53162\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">finden Hacker Jahr f\u00fcr Jahr neue Wege<\/a>, um Berechtigungen auf kompromittierten Computern zu erh\u00f6hen, Informationen zu stehlen und Daten zu entschl\u00fcsseln.<\/p>\n<h2>Auswirkungen auf Leistung und Akkulaufzeit<\/h2>\n<p>Recall war urspr\u00fcnglich f\u00fcr den Einsatz auf eher leistungsstarken PCs mit eigens verbauten Chips zur AI-Beschleunigung (NPUs) gedacht. Computer, welche die Anforderungen an Recall erf\u00fcllen, sind auch tats\u00e4chlich erst im Laufe der letzten 12\u00a0Monate vom Band gelaufen. Und dennoch kann sich auf solch leistungsstarken Rechnern das Erstellen und Auswerten der Screenshots negativ auf das Benutzererlebnis auswirken. Das macht sich vor allem beim Spielen bemerkbar, da Recall auch hier eifrig Screenshots und Dialoge aus Spielen speichert und analysiert. Der Vorgang verbraucht erhebliche Speicher- und Rechenressourcen, weshalb die Auslastung des NPUs bis zu 80% ansteigen kann. Auch wenn ein Ger\u00e4t nicht am Stromnetz h\u00e4ngt und mit fast vollem Akku l\u00e4uft, setzt Recall seine Arbeit fort und sorgt f\u00fcr eine erheblich beschleunigte Entladung des Akkus.<\/p>\n<h2>Wer sollte Recall deaktivieren oder entfernen?<\/h2>\n<p>Microsoft stellt seine Benutzer jetzt vor eine faire Wahl: Recall aktivieren, ignorieren oder komplett vom Computer entfernen. Man muss eingestehen, dass dieser Ansatz um L\u00e4ngen besser ist, als die vorherigen aufdringlichen Versuche, die Benutzerschaft zur Verwendung von Edge, Cortana oder Windows\u00a0Media\u00a0Player zu bewegen. Wer einen Bildschirm siehst, von dem er aufgefordert wirst, seine Pr\u00e4ferenz zur Recall-Nutzung anzugeben, sollte \u00fcberlegen, ob eine der folgenden Kategorien auf ihn zutrifft:<\/p>\n<ul>\n<li>Man hat beruflichen Umgang mit Gesch\u00e4ftsgeheimnissen, vertraulichen Daten Dritter oder personenbezogenen Daten im Allgemeinen (z.\u00a0B. Anw\u00e4lte, \u00c4rzte und anderes Fachpersonal).<\/li>\n<li>Man ist ein aktiver Nutzer von Videokonferenzen, Diensten f\u00fcr Remote-IT-Support oder anderen Technologien, die den Umgang mit Informationen Dritter beinhalten.<\/li>\n<li>Man f\u00fchrt h\u00e4ufig private Konversationen, insbesondere \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/what-makes-a-messenger-secure\/30372\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sichere Messenger<\/a> mit selbstl\u00f6schenden Chats und Nachrichten.<\/li>\n<li>Man hat es im direkten famili\u00e4ren oder beruflichen Umfeld mit neugierigen oder wissbegierigeren Personen zu tun.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sollte etwas davon zutreffend sein, empfehlen wir, Recall zu vermeiden, oder noch es besser, es gleich vollst\u00e4ndig zu entfernen.<\/p>\n<h2>Recall deaktivieren oder vollst\u00e4ndig entfernen<\/h2>\n<h4>Um Recall zu deaktivieren:<\/h4>\n<ol>\n<li>Rufe in Windows unter <strong>Start<\/strong> die <strong>Einstellungen<\/strong> auf und w\u00e4hle die Option <strong>Datenschutz\u00a0&amp;\u00a0Sicherheit<\/strong>.<\/li>\n<li>Suche innerhalb von<strong> Datenschutz\u00a0&amp;\u00a0Sicherheit <\/strong>den Unterabschnitt<strong> Recall\u00a0&amp;\u00a0Momentaufnahmen<\/strong>.<\/li>\n<li>Deaktiviere in diesem Unterabschnitt die Option <strong>Momentaufnahmen\u00a0speichern<\/strong> und klicke zus\u00e4tzlich auf <strong>Momentaufnahmen\u00a0l\u00f6schen<\/strong>, um alle Daten zu l\u00f6schen, die bereits gesammelt wurden.<\/li>\n<\/ol>\n<div id=\"attachment_32179\" style=\"width: 1137px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2025\/05\/21133530\/recall-2025-risks-benefits-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-32179\" class=\"wp-image-32179 size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2025\/05\/21133530\/recall-2025-risks-benefits-01.jpg\" alt=\"Deaktivieren von Microsoft Copilot+\u00a0Recall\" width=\"1127\" height=\"843\"><\/a><p id=\"caption-attachment-32179\" class=\"wp-caption-text\">Deaktivieren von Microsoft Copilot+\u00a0Recall und l\u00f6schen s\u00e4mtlicher Daten. Quelle<\/p><\/div>\n<h4>Um Recall vollst\u00e4ndig zu entfernen:<\/h4>\n<ol>\n<li>Gib in Windows unter <strong>Start<\/strong> in der Suchleiste den Begriff <strong>Windows-Features aktivieren oder deaktivieren<\/strong> ein.<\/li>\n<li>Suche jetzt in dem klassischen Windows-Fenster nach dem Eintrag <strong>Recall<\/strong>.<\/li>\n<li>Deaktiviere das Kontrollk\u00e4stchen neben dem Eintrag und klicke auf <strong>OK<\/strong>.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Anschlie\u00dfend wird Recall vom PC entfernt und ist auch nicht l\u00e4nger unter <strong>Datenschutz\u00a0&amp;\u00a0Sicherheit<\/strong> verf\u00fcgbar.<\/p>\n<div id=\"attachment_32180\" style=\"width: 772px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2025\/05\/21133610\/recall-2025-risks-benefits-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-32180\" class=\"wp-image-32180 size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2025\/05\/21133610\/recall-2025-risks-benefits-02.jpg\" alt=\"Vollst\u00e4ndiges Entfernen von Microsoft Copilot+ Recall\" width=\"762\" height=\"736\"><\/a><p id=\"caption-attachment-32180\" class=\"wp-caption-text\">Vollst\u00e4ndiges Entfernen von Microsoft Copilot+ Recall vom Computer. Quelle<\/p><\/div>\n<h2>Tipps zur sicheren Verwendung von Recall<\/h2>\n<p>Auf wen keine der oben genannten Kategorien zutrifft und wer unbedingt wichtige Daten wie den verlegten \u201eSchnappschuss mit Pommes-Schranke vom letzten Dorffest\u201c wiederfinden m\u00f6chte, sollte vorher ein paar Vorkehrungen treffen und seine Sicherheitseinstellungen anpassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es sollten die weniger sicheren Anmelde-Methoden in Windows deaktiviert werden. Dazu z\u00e4hlen auch die Anmeldungen via Muster oder PIN. Stattdessen versteht sich die ausschlie\u00dfliche Nutzung sicherer Kennw\u00f6rter und der biometrischen Authentifizierung von selbst.<\/li>\n<li>Der Ausnahmeliste von Recall sollten s\u00e4mtliche Messenger manuell hinzugef\u00fcgt werden, die zur vertraulichen Kommunikation verwendet werden. Gleiches gilt f\u00fcr Passwort-Manager, Websites und Apps von Finanzdienstleistern. Kurzum: s\u00e4mtliche Apps oder Websites, die pers\u00f6nliche Informationen enthalten k\u00f6nnten, geh\u00f6ren auf die Ausnahmeliste. Aus ethischen Gr\u00fcnden ist es au\u00dferdem ratsam, Apps f\u00fcr Videokonferenzen zur Liste hinzuf\u00fcgen. Wer gerne spielt, sollte aus Leistungsgr\u00fcnden zudem s\u00e4mtliche Spiele ausschlie\u00dfen.<\/li>\n<li>Die Speicherdauer der Screenshots sollte so festgelegt werden, dass sie dem pers\u00f6nlichen Bedarf entspricht und dabei auf ein Minimum reduziert ist. Das ausw\u00e4hlbare Zeitfenster betr\u00e4gt derzeit zwischen 30\u00a0und 180\u00a0Tagen.<\/li>\n<li>Es sollte regelm\u00e4\u00dfig\u00a0\u2013 am besten mehrmals pro Woche\u00a0\u2013 \u00fcberpr\u00fcft werden, welche Apps und Seiten von Recall in der letzten Zeit aufgenommen wurden. Auf diese Weise k\u00f6nnen vertrauliche Informationen gefunden, gel\u00f6scht und herausgefiltert werden, die vorher vielleicht \u00fcbersehen wurden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Allerdings bestehen, ganz unabh\u00e4ngig davon, wie Recall auf einem Ger\u00e4t konfiguriert ist, oder ob es \u00fcberhaupt installiert ist, die zwei h\u00e4ufigsten Szenarien f\u00fcr Datenlecks auch weiterhin fort: direkter Diebstahl durch Infostealer-Malware oder das Eingeben von Anmeldedaten auf Phishing-Seiten. Um sich vor diesen Gefahren zu sch\u00fctzen, sollte man auf eine L\u00f6sung f\u00fcr umfassende Cybersicherheit wie <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/premium?icid=de_bb2022-kdplacehd_acq_ona_smm__onl_b2c_kdaily_lnk_sm-team___kprem___\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kaspersky Premium<\/a> zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<blockquote><p>Verschiedenste Organisationen, die einem selbst wahrscheinlich v\u00f6llig unbekannt sind, sammeln unter dem Vorwand von Benutzerfreundlichkeit (falls sie \u00fcberhaupt einen Vorwand angeben) Informationen \u00fcber einen selbst. Wie sie das anstellen? Hier kann man es nachlesen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/visited-links-privacy-protection\/32159\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Violette Links bedrohen deine Privatsph\u00e4re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/protecting-from-tracking-via-findmy-airtag\/32048\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eWo ist?\u201c\u00a0\u2013 eine Apple-App, die alle finden kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/disable-mobile-app-ad-tracking\/31984\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Smartphone-Daten liefern dein Benutzerprofil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/geolocation-data-broker-leak\/32083\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Standortdatenbroker: Was sie tun, und was bei Datenlecks passieren kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/airtag-and-stalkerware-protection-on-android\/52652\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">So sch\u00fctzt du dich vor Bluetooth-Stalking und mehr<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<input type=\"hidden\" class=\"category_for_banner\" value=\"b2b\"><input type=\"hidden\" class=\"placeholder_for_banner\" data-cat_id=\"b2b\" value=\"29201\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach der katastrophalen Ank\u00fcndigung f\u00fchrt Microsoft seine KI-gest\u00fctzte Recall-Funktion auf PCs mit Copilot+ ein. 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