{"id":3186,"date":"2014-05-06T07:28:43","date_gmt":"2014-05-06T07:28:43","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=3186"},"modified":"2019-11-22T12:42:30","modified_gmt":"2019-11-22T10:42:30","slug":"melden-online-betrug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/melden-online-betrug\/3186\/","title":{"rendered":"Richtig reagieren im Fall eines Online-Betrugs"},"content":{"rendered":"<p>Wir erkl\u00e4ren immer wieder die Arten von Bedrohungen, die es im Internet gibt, und geben Tipps, wie man sich vor Online-Betrug sch\u00fctzen kann. Doch heute m\u00f6chten wir kurz die besten M\u00f6glichkeiten vorstellen, auf solche Bedrohungen zu reagieren, wenn Sie ihnen auffallen. Vor allem, da es einige Organisationen gibt, die entsprechende Dienste bieten, um das Internet zu einem sichereren Ort zu machen. Und manchmal brauchen diese nur eines: Ein paar Informationen von Ihnen.<\/p>\n<p><b>Phishing<\/b><\/p>\n<p>Phishing ist eine Art Social-Engineering-Betrug, bei dem der Angreifer versucht, das Opfer dazu zu bringen, wertvolle Informationen preiszugeben. Eine der dabei am h\u00e4ufigsten verwendeten Methoden ist das Phishing per E-Mail. Dabei erstellt der Angreifer eine Mail, die so aussieht als w\u00fcrde sie aus einer Quelle stammen, der das Opfer vertraut. Die Mail gibt vielleicht vor, von einer bekannten Bank zu kommen, warnt vor einem potenziellen Sicherheitsproblem und pr\u00e4sentiert einen Link, auf dessen Seite der Anwender einen Passwort-Reset durchf\u00fchren kann.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Egal, ob Opfer oder Zeuge eines Online-Betrugs, es gibt M\u00f6glichkeiten, ihn zu melden, um das Internet sicherer zu machen.<\/div>\n<p>Dieser Link f\u00fchrt zu einer Seite, die genau so aussieht, wie die Seite der entsprechenden Bank. Auf der Seite wird der Anwender dazu gebracht seinen Nutzernamen und sein Passwort einzugeben, um ein neues Passwort f\u00fcr sein Konto zu erstellen. In Wirklichkeit erh\u00e4lt aber der Angreifer diese Informationen und kann dann auf das Online-Banking des Opfers zugreifen (deshalb warnen Banken auch davor, solchen Links in nicht-angeforderten Mails zu folgen und empfehlen, die Adressen von Bank-Webseiten direkt im Browser einzugeben, bevor man sich einloggt).<\/p>\n<p>Wenn Sie also \u00fcber eine Phishing-Attacke stolpern \u2013 egal, ob es sich dabei um Phishing f\u00fcr eine Zahlungsseite, das Online-Banking, Soziale Netzwerke oder etwas anderes handelt \u2013, gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten. Generell sollten Sie auf jeden Fall die folgenden f\u00fcnf Schritte befolgen:<\/p>\n<ol>\n<li>KLICKEN SIE AUF KEINE VERD\u00c4CHTIGEN LINKS<\/li>\n<li>Leiten Sie die Phishing-Mail an die entsprechende Firma weiter, die darin imitiert wird<\/li>\n<li>In manchen F\u00e4llen sollten Sie vielleicht auch die Polizei informieren<\/li>\n<li>Gut ist auch, die Verbraucherschutzzentrale oder entsprechende Firmen zu informieren<\/li>\n<li>Und nat\u00fcrlich sollten Sie anschlie\u00dfend die entsprechende Mail l\u00f6schen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ein Beispiel: Sie erhalten eine PayPal-Phishing-Mail. In diesem Fall k\u00f6nnen Sie das Betrugsteam von PayPal informieren. Die Kontaktdaten finden Sie, indem Sie in einer Suchmaschine nach \u201ePayPal Phishing melden\u201c oder \u201ePayPal Betrug\u201c suchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Paypal betrug\" alt=\"Paypal betrug\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2014\/05\/06133456\/Reporting-Fraud-to-PayPal.png\" width=\"680\" height=\"391\"><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend sollten Sie die Anweisungen des Betrugsteams befolgen. Wenn es sich wirklich um eine Phishing-Mail handelt, k\u00f6nnen Sie diese an PayPal weiterleiten und dann l\u00f6schen. Das Unternehmen empfiehlt, nach so einem Fall, die get\u00e4tigten Transaktionen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Ganz \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen sollten in \u00e4hnlichen Umst\u00e4nden eingeleitet werden. Gmail bietet zum Beispiel eine Phishing-Berichts-Funktion direkt auf der Benutzeroberfl\u00e4che, und die meisten Banken bieten ebenfalls solche M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Je nach Ernst der Situation sollten Sie eventuell auch die Polizei informieren, doch dazu kommen wir im n\u00e4chsten Abschnitt \u201eZahlungsprobleme\u201c. Neben Beh\u00f6rden, haben aber auch Technologiefirmen wie <a href=\"http:\/\/www.google.com\/safebrowsing\/report_phish\/?rd=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Google<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.microsoft.com\/security\/online-privacy\/phishing-scams.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Microsoft<\/a> Seiten mit Informationen zu Phishing und Betrug, auf denen Anwender auch Links zu Phishing-Seiten melden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Zahlungsprobleme<\/b><\/p>\n<p>Immer, wenn ich eine Online-Zahlung durchf\u00fchre, frage ich mich, was passiert, wenn ich die Ware niemals erhalte. Oder was ich tun kann, wenn zuviel abgebucht wird. In solchen F\u00e4llen ist die Reaktion je nachdem, wer der Verk\u00e4ufer der Ware ist und welche Zahlungsmethode Sie genutzt haben, unterschiedlich. Generell gibt es aber drei Schritte, mit denen Sie beginnen sollten, wenn Sie auf fragw\u00fcrdige oder betr\u00fcgerische Transaktionen sto\u00dfen:<\/p>\n<ol>\n<li>Konaktieren Sie die Firma, an die die Zahlung gegangen ist<\/li>\n<li>Wenn das Problem damit nicht gel\u00f6st werden kann, ist Ihre Bank der n\u00e4chste Ansprechpartner<\/li>\n<li>In schweren F\u00e4llen sollten Sie vielleicht die Polizei informieren<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn Ihnen f\u00fcr gekaufte Waren zu viel Geld abgebucht wird, oder Ihnen Geld f\u00fcr Waren und Dienstleistungen abgebucht wird, die Sie nicht bestellt oder nicht erhalten haben, sollten Sie zun\u00e4chst den entsprechenden H\u00e4ndler kontaktieren. Wenn es sich um einen Betrugsfall handelt, bei dem kein echter H\u00e4ndler involviert ist, den Sie kontaktieren k\u00f6nnten, sollten Sie Ihre Bank oder Ihre Kreditkartenfirma \u00fcber die fragliche Transaktion informieren.<\/p>\n<p>Wenn es sich bei der Firma, die die fragliche Abbuchung get\u00e4tigt hat, um ein etabliertes Unternehmen \u2013 etwa Ebay oder Amazon \u2013 handelt, hat dieses normalerweise eine entsprechende Seite auf der Homepage, auf der Sie den Vorfall melden k\u00f6nnen. Jeder vertrauensw\u00fcrdige Online-H\u00e4ndler sollte den Kunden eine M\u00f6glichkeit bieten, fehlerhafte Lieferungen oder Abbuchungen zu melden, wobei Sie in manchen F\u00e4llen vielleicht etwas danach suchen oder die Firma anrufen m\u00fcssen. Wenn Ihre Forderung korrekt und Sie etwas geduldig sind, sollte es kein Problem sein, den Streitfall zu l\u00f6sen. Falls dies nicht m\u00f6glich ist, sollten Sie anschlie\u00dfend Ihre Bank oder Ihre Kreditkartenfirma informieren.<\/p>\n<p>Wenn klar ist, dass Sie die bestellte Ware wohl nie erhalten werden, oder es sich ganz klar um einen Betrug handelt, sollten Sie auf jeden Fall direkt Ihre Bank informieren. Egal, um welche Bank oder Kreditkartenfirma es sich handelt, sie wird sicher eine M\u00f6glichkeit haben, betr\u00fcgerische Abbuchungen zu melden. Suchen Sie einfach im Internet oder auf der Webseite Ihrer Bank\/Kreditkartenfirma danach oder rufen Sie den entsprechenden Kundenservice an.<\/p>\n<p>Auf Seiten wie eBay oder Amazon k\u00f6nnen aber auch Dinge von Einzelpersonen verkauft werden, die nicht bei dem entsprechenden Seitenbetreiber angestellt sind. Wenn in so einem Fall ein Betrugsfall vorliegt, sollten Sie die entsprechenden Anweisungen der Seite f\u00fcr so einen Fall durchlesen, die es sowohl bei Amazon als auch bei eBay gibt.<\/p>\n<p>Wenn klar werden sollte, dass betr\u00fcgerische Abbuchungn ohne jegliches Zutun Ihrerseits durchgef\u00fchrt werden (wenn zum Beispiel jemand Ihre Kreditkartennummer oder Ihre Login-Daten f\u00fcr Amazon oder eBay gestohlen hat), sollten Sie direkt die Polizei informieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"US Reporting Consumer Fraud \" alt=\"US Reporting Consumer Fraud \" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2014\/05\/06133456\/Report-Consumer-Fraud.png\" width=\"680\" height=\"417\"><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>Infizierung mit Schadprogrammen<\/b><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst der wichtigste Tipp: Sie sollten immer eine Sicherheits-Software auf Ihrem Computer laufen haben. Denn damit wird es f\u00fcr Angreifer \u00e4u\u00dferst schwer, Ihren Computer zu infizieren.<\/p>\n<p>Doch wenn Ihr Computer mit einem Schadprogramm infiziert werden sollte, das zum Beispiel vertrauliche Informationen stiehlt, gibt es einige Grundregeln:<\/p>\n<ol>\n<li>Entfernen Sie zun\u00e4chst die Infizierung<\/li>\n<li>Pr\u00fcfen Sie, wieviele Daten preisgegeben worden sind<\/li>\n<li>\u00c4ndern Sie Ihre Passw\u00f6rter und beantragen Sie neue Kredit- und Geldkarten<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn Sie bisher keine Antiviren-Software installiert hatten, sollten Sie eine gute L\u00f6sung kaufen, installieren, sie aktualisieren und einen kompletten Scan des Computers durchf\u00fchren. Eine gute Sicherheitsl\u00f6sung wird den Sch\u00e4dling finden und entfernen \u2013 selbst, wenn er den Computer schon infiziert hatte, bevor das Antiviren-Programm installiert wurde.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wird es komplizierter: Sie sollten feststellen, wann genau Ihr Computer infiziert wurde. Hilfreich ist zudem, die Infizierungsquelle zu finden \u2013 denn wenn es sich dabei um eine Webseite handelt, k\u00f6nnen Sie diese an Google, Microsoft, die Polizei oder andere Stellen melden.<\/p>\n<p>Dann sollten Sie herausfinden, welche Informationen eventuell durch den Sch\u00e4dling weitergegeben worden sind. Waren Sie in Ihr E-Mail-Konto oder ander Online-Konten eingeloggt, w\u00e4hrend der Computer bereits infiziert war? Wenn ja, sollten Sie jedes dieser Konten als kompromittiert betrachten und das Passwort daf\u00fcr \u00e4ndern. Zudem sollten Sie diese Konten f\u00fcr einige Zeit genau beobachten. Je nachem, welche Informationen auf Ihrer Online-Banking-Seite verf\u00fcgar sind, sollten Sie auch Ihre Bank informieren, um weitere Schritte einleiten zu k\u00f6nnen. Bei E-Mail- und anderen Online-Konten m\u00fcssen Sie eventuell auf die Einstellungen zugreifen, um sicherzustellen, dass keine kritischen Einstellungen \u2013 etwa die E-Mail-Adresse zur Wiederherstellung des Kontos oder Weiterleitungen \u2013 hinzugef\u00fcgt oder manipuliert worden sind.<\/p>\n<p>\u2013<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind dies nur drei Beispiele f\u00fcr Online-Bedrohungen, doch die genannten Schritte k\u00f6nnen auch in anderen F\u00e4llen angewendet werden. Teilen Sie uns in den Kommentaren mit, welche anderen Szenarien wir n\u00e4her beleuchten sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Egal, ob Sie selbst das Opfer oder nur Zeuge eines Online-Betrugs sind, es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten, diesen zu melden, um das Internet zu einem sichereren Ort zu machen.<\/p>\n","protected":false},"author":42,"featured_media":3187,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[1022,1020,53,1021,209,1654],"class_list":{"0":"post-3186","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-tips","8":"tag-melden","9":"tag-online-betrug","10":"tag-phishing","11":"tag-reaktion","12":"tag-schadprogramme","13":"tag-tips"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/melden-online-betrug\/3186\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/melden\/","name":"Melden"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/42"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3186"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21406,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3186\/revisions\/21406"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}