{"id":3176,"date":"2014-05-05T08:13:58","date_gmt":"2014-05-05T08:13:58","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=3176"},"modified":"2019-11-22T12:42:30","modified_gmt":"2019-11-22T10:42:30","slug":"verhaftungen-april-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/verhaftungen-april-2014\/3176\/","title":{"rendered":"Geschnappt! Die wichtigsten Verhaftungen und Verurteilungen Cyberkrimineller im April"},"content":{"rendered":"<p>Es ist mal wieder Zeit, die Fortschritte der Strafvefolgungsbeh\u00f6rden und Sicherheitsfirmen im Kampf gegen die Cyberkriminalit\u00e4t zu beleuchten. Hier die interessantesten und wichtigsten Verhaftungen und Verurteilungen des letzten Monats:<\/p>\n<p><b style=\"line-height: 1.5em\">Russischer Hacker muss mit Auslieferung an die USA rechnen<\/b><\/p>\n<p>Der russische Hacker Wladimir Drinkman, der zu einer Gruppe Cyberkrimineller geh\u00f6rt, die vor fast zwei Jahren in den Niederlanden verhaftet wurde, muss mit einer Auslieferung von Russland an die USA rechnen, ein entsprechender Antrag der amerikanischen Beh\u00f6rden liegt bereits vor. Das russische Justizministerium wird in K\u00fcrze dar\u00fcber entscheiden, in welches Land der Hacker ausgeliefert werden wird, wobei Drinkman noch in Berufung gehen kann. Es scheint aber, dass der Hacker auf jeden Fall mit einer Gef\u00e4ngnisstrafe von mindestens sieben Jahren rechnen muss. Drinkman <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2014-04-17\/moscow-hacker-faces-extradition-requests-by-u-s-and-russia.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">wird vorgeworfen<\/a>, \u00fcber ein Dutzend H\u00e4ndler, Zahlungsdienste und Finanzfirmen angegriffen und dadurch Informationen zu mehr als 160 Millionen Kredit- und Geldkarten gestohlen zu haben. Der Fall wird als der bisher gr\u00f6\u00dfte finanzielle Hacker-Angriff der USA bezeichnet. Laut den Beh\u00f6rden hat die Hackergruppe bereits seit 2007 Straftaten begangen und damit bei einigen der angegriffenen Firmen einen Schaden von \u00fcber 300 Millionen Dollar verursacht. Neben Drinkman werden vier weitere Hacker beschuldigt: drei Russen und ein Ukrainer.<\/p>\n<p><b style=\"line-height: 1.5em\">Acht Jahre f\u00fcr die Nuztung eines Trojaners<\/b><\/p>\n<p>Ein moskauer Gericht hat zwei junge M\u00e4nner schuldig gesprochen, den Carberp-Trojaner f\u00fcr Bank-Diebst\u00e4hle genutzt zu haben. Die beiden M\u00e4nner waren aktiv an der Verbreitung und dem Diebstahl von Online-Banking-Zug\u00e4ngen von den Opfer-Computern beteiligt. Wenn sie die Kontrolle \u00fcber einen PC \u00fcbernommen hatten, transferierten die Cyberkriminellen Geld vom Konto des Anwenders auf ein eigenes Konto und hoben das Geld dann an normalen Geldautomaten ab. Innerhalb eines halben Jahres haben die Betr\u00fcger \u00fcber 90 solcher Transaktionen durchgef\u00fchrt und etwa 3,6 Millionen Dollar von den Opfern gestohlen. Das Geld k\u00f6nnen Sie allerdings nicht mehr ausgeben, denn einer der beiden Br\u00fcder wurde zu f\u00fcnf Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt, der andere zu acht Jahren. Interessant an dem Fall ist, dass der j\u00fcngere der beiden bereits als kriminell bekannt war und auf ihn sogar ein internationaler Haftbefehl wegen Immobilienbetrugs ausgestellt war. Die Ermittlungen wurden durch eine der gr\u00f6\u00dften russischen Banken eingeleitet und von der russsichen Cyber-Polizei durchgef\u00fchrt, geholfen haben dabei Experten aus den Niederlanden und Kanada.<\/p>\n<p><b style=\"line-height: 1.5em\">Carder.su-Betreiber vor Gericht<\/b><\/p>\n<p>Carder.su, eines der ber\u00fcchtigsten kriminellen Gesch\u00e4fte, dessen Hinterm\u00e4nner schon seit Jahren gesucht werden, hat nun einen seiner Betreiber verloren. Anfang April hat sich Cameron Harrison aus Georgia (auch bekannt als \u201eKilobit\u201c) vor Gericht <a href=\"http:\/\/arstechnica.com\/tech-policy\/2014\/04\/man-behind-carder-su-racketeering-other-cybercrime-pleading-guilty\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">schuldig bekannt<\/a>. Laut Staatsanwaltschaft ist Harrison vor etwa sechs Jahren zu Carder.su gesto\u00dfen und spielte seitdem eine wichtige Rolle in der Bande: Er hat Kreditkartennummern gestohlen und dabei geholfen, diese Daten an andere Kriminelle zu verkaufen. Weltweit f\u00fchrten diese Aktivit\u00e4ten zu einem Schaden von 50 Millionen Dollar, doch im Jahr 2012 haben die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden die Carder.su-Gruppe ausgehoben und 55 Mitglieder des Herstellens gef\u00e4lschter Kreditkarten und des illegalen Handels mit gestohlenen Karten angeklagt. Harrison muss nun mit 20 Jahren Gef\u00e4ngnis rechnen. Zudem wird er wohl Entsch\u00e4digungszahlungen and die Kunden verschiedener Zahlungssysteme wie Visa und MasterCard leisten m\u00fcssen.<\/p>\n<p><b>Wer ZeuS nutzt, verliert<\/b><\/p>\n<p>Neun mutma\u00dfliche Mitglieder einer Hackergruppe, die tausende Firmencomputer mit der Schadsoftware ZeuS infizierte, wurden nun in Lincoln, im US-Bundesstaat Nebraska, <a href=\"http:\/\/www.justice.gov\/opa\/pr\/2014\/April\/14-crm-375.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">angeklagt<\/a>. Zwei davon, die Ukrainer Yuriy Konovalenko, 31, und Yevhen Kulibaba, 36, wird die Verschw\u00f6rung zum Computerbetrug und Identit\u00e4tsdiebstahl, versch\u00e4rfter Identit\u00e4tsdiebstahl sowie vielfacher Bankbetrug vorgeworfen. Die beiden wurden k\u00fcrzlich von Gro\u00dfbritannien an die USA ausgeliefert. Die Ermittlungen wurden von Strafverfolgungsbeh\u00f6rden aus den USA, Gro\u00dfbritannien, den Niederlanden und der Ukraine durchgef\u00fchrt. Die beiden M\u00e4nner sollen so genannte \u201eMoney Mules\u201c koordiniert haben, die von den Cyberkriminellen als Strohm\u00e4nner f\u00fcr den Transfer gestohlener Gelder genutzt werden. Konovalenko und Kulibaba m\u00fcssen nun mit bis zu 40 Jahren Gef\u00e4ngnis rechnen. Die anderen sieben Mitglieder der Gruppe sind noch auf freiem Fu\u00df, k\u00f6nnten aber ebenfalls bald geschnappt werden.<\/p>\n<p><b style=\"line-height: 1.5em\">Acht Jahre f\u00fcr das Verwenden eines KVM-Switch<\/b><\/p>\n<p>Neun Mitglieder einer Hackergruppe, die mit einem speziellen KVM-Switch 2,1 Millionen Dollar von Barclays gestohlen haben, wurden zu Gef\u00e4ngnisstrafen verurteilt. Solche KVM-Ger\u00e4te (Keyboard \u2013 Video \u2013 Mouse) werden normalerweise genutzt, um mit einer Tastatur, einer Maus und einem Monitor auf mehrere PCs zugreifen zu k\u00f6nnen. Laut der Anklage wurden von einem der Betr\u00fcger, der als externer Techniker bei der Bank arbeitete, so ein KVM-Switch sowie ein Modem im Computersystem der Bank installiert. Damit hatte die Bande nicht nur Zugriff auf die Computer, die in der Bank verwendet werden, sondern auch zum internationalen Netzwerk der Bank und allen darin gespeicherten Daten. Die illegalen Transaktionen wurden von einem nahegelegenen Hotel aus durchgef\u00fchrt. Das Geld wurde von den Cyberkriminellen direkt f\u00fcr Schmuck, Rolex-Uhren und andere Luxusg\u00fcter ausgegeben. Doch nun m\u00fcssen Sie daf\u00fcr ins Gef\u00e4ngnis: Die neun Hacker werden zwischen sechs Monaten und acht Jahren hinter Gittern verbringen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch im April hatten die Sicherheitskr\u00e4fte im Cyberspace viel zu tun und konnten Verhaftungen und Verurteilungen von Cyberkriminellen vermelden. Hier die interessantesten F\u00e4lle des letzten Monats.<\/p>\n","protected":false},"author":214,"featured_media":3177,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711,6],"tags":[61,1651,158,322,410],"class_list":{"0":"post-3176","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"category-news","9":"tag-cyberkriminelle","10":"tag-news","11":"tag-strafverfolgung","12":"tag-verhaftungen","13":"tag-verurteilungen"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/verhaftungen-april-2014\/3176\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/cyberkriminelle\/","name":"Cyberkriminelle"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/214"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3176"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21408,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3176\/revisions\/21408"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}