{"id":31003,"date":"2024-03-13T11:54:04","date_gmt":"2024-03-13T09:54:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=31003"},"modified":"2024-03-13T11:54:04","modified_gmt":"2024-03-13T09:54:04","slug":"stalkerware-report-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/stalkerware-report-2023\/31003\/","title":{"rendered":"Stalkerware 2023: Deutschland weiter trauriger Spitzenreiter in Europa"},"content":{"rendered":"<p>Laut des neu erschienen Berichts von Kaspersky ist die Zahl der Betroffenen von Stalkerware im vergangenen Jahr weltweit um fast sechs Prozent auf 31.031 Betroffene angestiegen. Zwar ist der Trend in Europa mit 2.645 Betroffenen insgesamt r\u00fcckl\u00e4ufig, jedoch sind es in Deutschland mit 577 weiterhin die meisten im EU-Vergleich \u2013 mit deutlichem Abstand vor Frankreich (332), Gro\u00dfbritannien (271), Spanien (257) und Italien (252). Weltweit belegt Deutschland damit Platz zehn auf der Rangliste der L\u00e4nder mit den meisten Betroffenen dieser Art des Stalkings.<\/p>\n<h3><strong>Jeder Dritte in Deutschland hat Erfahrung mit digitalem Stalking<\/strong><\/h3>\n<p>In den meisten L\u00e4ndern ist Stalkerware-Software an sich aktuell nicht verboten, das Installieren auf dem Smartphone einer anderen Person ohne deren Zustimmung hingegen ist jedoch strafbar. Getarnt als legitime Anti-Diebstahl- oder Kindersicherungs-App kann sie unauff\u00e4llig \u2013 auch per Fernzugriff \u2013 auf Smartphones installiert werden. So kann das Privatleben einer Person, heimlich, ausspioniert werden.<\/p>\n<p>Laut der von Kaspersky im Rahmen des Reports durchgef\u00fchrten Umfrage wurde jeder dritte Befragte in Deutschland (33 Prozent) bereits auf diese Art gestalked oder vermutet dies. Vier von zehn (42 Prozent) Befragte mussten in der aktuellen oder einer fr\u00fcheren Partnerschaft schon Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen machen und 18 Prozent haben Online-Stalking durch einen k\u00fcrzlichen Dating-Partner erfahren.<\/p>\n<p><strong>Emma Pickering<\/strong>, Head of Technology-Facilitated Abuse and Economic Empowerment Team bei der Hilfsorganisation Refuge mit Sitz in London hebt die Tragweite des Stalkerware-Problems hervor: \u201e<em>Die Zahlen sind wirklich besorgniserregend, \u00fcberraschen uns aber leider nicht. Bei Refuge beobachten wir eine alarmierende Zunahme Betroffener mit Stalkerware-Erfahrung. Daher ist es dringend erforderlich, mit einer breiten Tech-Community zusammenzuarbeiten, um den Technologie-Einsatz besser zu verstehen, dessen sch\u00e4dliche Nutzung zu verhindern und gemeinsam einen Safety-by-Design-Ansatz umzusetzen.<\/em>\u201c<\/p>\n<p><strong>Beinahe jeder Zehnte in Deutschland manipuliert Smartphone des Partners<\/strong><\/p>\n<p>Neun Prozent geben offen zu, das Smartphone des Partners durch Stalkerware zu manipulieren. Weitere neun Prozent dr\u00e4ngen ihren Partner zur Installation von \u00dcberwachungs-Apps. Allerdings lehnt eine deutliche Mehrheit, 62 Prozent, die \u00dcberwachung des Partners ohne dessen Wissen grunds\u00e4tzlich ab und 44 Prozent sind auch gegen eine einvernehmliche Kontrolle der Online-Aktivit\u00e4ten des Partners.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>Erschreckend: Beinahe jeder Zehnte in Deutschland manipuliert das Smartphone des Partners. #Stalkerware<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F6y6w&amp;text=Erschreckend%3A+Beinahe+jeder+Zehnte+in+Deutschland+manipuliert+das+Smartphone+des+Partners.+%23Stalkerware\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>Jeder F\u00fcnfte in Deutschland (20 Prozent) bef\u00fcrwortet eine volle Transparenz in der Partnerschaft, welche auch eine einvernehmliche \u00dcberwachung einschlie\u00dft. 16 Prozent halten ein derartiges Monitoring nur dann f\u00fcr akzeptabel, wenn es beiderseitig und im beiderseitigen Einverst\u00e4ndnis erfolgt.<\/p>\n<p>\u201e<em>Der Einsatz von Stalkerware und anderen Tools zur \u00dcberwachung einer anderen Person ohne deren Zustimmung ist eine Verletzung der Privatsph\u00e4re und eine g\u00e4ngige Missbrauchstaktik<\/em>\u201e, betont <strong>Erica Olsen<\/strong>, Senior Director des Safety Net Project beim US-amerikanischen National Network to End Domestic Violence (NNEDV). \u201e<em>Die Studie zeigt das breite Spektrum an \u00dcberwachungstaktiken, die missbr\u00e4uchlich handelnde Personen einsetzen. Darunter fallen neben Stalkerware auch andere Anwendungen, die die Weitergabe pers\u00f6nlicher Informationen erleichtern. Es ist wichtig, eine einvernehmliche Weitergabe und eine nicht einvernehmliche \u00dcberwachung klar voneinander zu unterscheiden. Einverst\u00e4ndnis ist immer eine Vereinbarung ohne Zwang und ohne N\u00f6tigung.<\/em>\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>.@emm_david: Jeder Einzelne sollte die potenziellen Risiken kennen, die selbst beim Austausch scheinbar harmloser Informationen entstehen.<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F6y6w&amp;text=.%40emm_david%3A+Jeder+Einzelne+sollte+die+potenziellen+Risiken+kennen%2C+die+selbst+beim+Austausch+scheinbar+harmloser+Informationen+entstehen.+\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>\u201e<em>Die Ergebnisse unseres Berichts spiegeln das empfindliche Gleichgewicht zwischen Intimit\u00e4t und dem Schutz pers\u00f6nlicher Daten wider<\/em>\u201e, so <strong>David Emm<\/strong>, Security and Data Privacy Expert bei Kaspersky. \u201e<em>Jeder Einzelne sollte die potenziellen Risiken kennen, die selbst beim Austausch scheinbar harmloser Informationen entstehen. Die Studienergebnisse unterstreichen die Bedeutung offener Kommunikation, klarer Grenzen und gest\u00e4rkter digitaler Kompetenzen in Partnerschaften. F\u00fcr Sicherheitsexperten bekr\u00e4ftigen sie die Notwendigkeit, weiter \u00fcber Best-Practices in der Cybersicherheit aufzukl\u00e4ren und Individuen zu bef\u00e4higen, fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Weitergabe ihrer pers\u00f6nlichen Daten innerhalb von Beziehungen zu treffen.<\/em>\u201c<\/p>\n<h3>Gemeinsame Anstrengungen zum Schutz vor Stalkerware<\/h3>\n<p>Stalkerware ist nicht nur ein technologisches Problem, sondern erfordert Aktionen breiter Teile der Gesellschaft. Kaspersky pflegt daher auf mehreren Ebenen einen weltweiten Dialog mit gemeinn\u00fctzigen Organisationen, Unternehmen sowie Forschungs- und \u00f6ffentlichen Einrichtungen. 2019 hat Kaspersky als erstes Unternehmen der Cybersicherheitsbranche eine Benachrichtigung in <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/premium?icid=de_bb2022-kdplacehd_acq_ona_smm__onl_b2c_kdaily_lnk_sm-team___kprem___\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">seine L\u00f6sungen<\/a> integriert, die Nutzer deutlich vor installierter Stalkerware auf ihren Ger\u00e4ten warnt. Zudem arbeitet Kaspersky mit relevanten Experten und Organisationen im Bereich h\u00e4uslicher Gewalt zusammen, um dort Wissen zu teilen und Fachleute wie Betroffene zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>2019 hat Kaspersky als erstes Unternehmen der Cybersicherheitsbranche eine Benachrichtigung in seine L\u00f6sungen integriert, die Nutzer deutlich vor installierter Stalkerware auf ihren Ger\u00e4ten warnt.<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F6y6w&amp;text=2019+hat+Kaspersky+als+erstes+Unternehmen+der+Cybersicherheitsbranche+eine+Benachrichtigung+in+seine+L%C3%B6sungen+integriert%2C+die+Nutzer+deutlich+vor+installierter+Stalkerware+auf+ihren+Ger%C3%A4ten+warnt.\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>Ebenfalls im Jahr 2019 hat Kaspersky die <a href=\"https:\/\/stopstalkerware.org\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Koalition gegen Stalkerware<\/a> mitgegr\u00fcndet. Es handelt sich dabei um eine internationale Arbeitsgruppe gegen Stalkerware und h\u00e4usliche Gewalt, die IT-Unternehmen der Privatwirtschaft mit NGOs, Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbeh\u00f6rden zusammenbringt. Die Koalition will Cyberstalking bek\u00e4mpfen und die Betroffenen von Online-Missbrauch unterst\u00fctzen. Der Zusammenschluss umfasst mehr als 40 Organisationen und betreut eine Webseite in sieben Sprachen, die bei einem Stalkerware-Verdacht weiterhilft: <a href=\"https:\/\/stopstalkerware.org\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">https:\/\/stopstalkerware.org\/de\/<\/a>.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Kaspersky-Studie <strong>\u201eStalkerware im Jahr 2023\u201c<\/strong> ist verf\u00fcgbar unter <a href=\"https:\/\/kas.pr\/stalkerware2023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kas.pr\/stalkerware2023<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<input type=\"hidden\" class=\"category_for_banner\" value=\"premium-generic\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut einer Kaspersky-Analyse beklagt Deutschland im europ\u00e4ischen Vergleich die meisten Betroffenen von digitalem Stalking \u00fcber mobile Ger\u00e4te im Jahr 2023. <\/p>\n","protected":false},"author":19,"featured_media":31005,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711,6,2286,10],"tags":[221,3269,3402],"class_list":{"0":"post-31003","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"category-news","9":"category-privacy","10":"category-tips","11":"tag-smartphone","12":"tag-stalkerware","13":"tag-stalking"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/stalkerware-report-2023\/31003\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/stalkerware\/","name":"Stalkerware"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31003","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/19"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31003"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31003\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31008,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31003\/revisions\/31008"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31003"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31003"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}