{"id":29730,"date":"2023-02-07T11:17:30","date_gmt":"2023-02-07T09:17:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=29730"},"modified":"2023-02-07T11:17:30","modified_gmt":"2023-02-07T09:17:30","slug":"you-du-wirst-mich-lieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/you-du-wirst-mich-lieben\/29730\/","title":{"rendered":"Netflix-Serie &#8222;You&#8220; &#8211; vorsicht vor Romantisierung der Serie und digitalem Stalking"},"content":{"rendered":"<p>Am 9. Februar startet der erste Teil der vierten Staffel der Netflix-Serie <a href=\"https:\/\/www.netflix.com\/de\/title\/80211991\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eYou \u2013 Du wirst mich lieben\u201c<\/a>. Bisher drehte sich die Serie um Joe Goldberg und seine exzessive Besessenheit gegen\u00fcber einer Protagonistin, die er seit langem stalkt.<\/p>\n<p>Obwohl Joe seit der ersten Staffel die Herzen der Zuschauerinnen h\u00f6herschlagen l\u00e4sst und diese sein Verhalten romantisieren, handelt es sich bei Stalking \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob dies online oder offline geschieht \u2013 um Gewalt und damit um ein ernstzunehmendes, inakzeptables Problem unserer Gesellschaft. Online findet Stalking unter anderem mittels sogenannter Stalkerware statt, einer kommerziell erh\u00e4ltlichen Software, die normalerweise heimlich, also ohne deren Wissen, auf dem Smartphone einer nahestehenden Person oder eines Ex-Partners installiert wird. Sie erlaubt dem unbefugten Dritten unerlaubt Zugriff auf das Privatleben der Person und schafft eine M\u00f6glichkeit der digitalen \u00dcberwachung.<\/p>\n<h3>Aktuelle Stalkerware-Zahlen 2022<\/h3>\n<p>Im vergangenen Jahr waren weltweit 29.312 Personen von Stalkerware betroffen, davon 736 in Deutschland, 71 in \u00d6sterreich und 123 in der Schweiz. Deutschland ist das einzige europ\u00e4ische Land in der Top-10-Liste der am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4nder. Sch\u00e4tzungen der <a href=\"https:\/\/stopstalkerware.org\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Koalition gegen Stalkerware<\/a> zufolge k\u00f6nnte die Nutzung dieser Technologie jedoch weltweit bei fast einer Million F\u00e4llen j\u00e4hrlich liegen.<\/p>\n<p>Christina Jankowski, Senior External Relations Manager bei Kaspersky, kommentiert:<\/p>\n<p><em>\u201eWir d\u00fcrfen ein Verhalten, wie es in You zu sehen ist, nicht romantisieren, sondern m\u00fcssen es als das brandmarken, was es ist: Stalking und Stalkerware sind Formen von (Cyber-) Gewalt. Man sollte sich bewusst sein, dass hinter den Zahlen der Betroffenen reale Lebensgeschichten stehen. Deshalb ist es wichtig, aktiv dagegen vorzugehen. Um ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Stalkerware zu bekommen, teilt Kaspersky seine Erkenntnisse schon seit Jahren mit der globalen Cyber-Community sowie Hilfsorganisationen und macht sich f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Stalkerware stark. Alle relevanten Daten und Informationen dieses Thema betreffend m\u00fcssen zum Wohle derer, die von Cybergewalt betroffen sind, geteilt werden, um den Grad der Erkennung und des Schutzes weiter zu verbessern.\u201c<\/em><\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>Im vergangenen Jahr waren weltweit 29.312 Personen von #Stalkerware betroffen, davon 736 in Deutschland, 71 in \u00d6sterreich und 123 in der Schweiz. Deutschland ist das einzige europ\u00e4ische Land in der Top-10-Liste der am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4nder.<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F8xum&amp;text=Im+vergangenen+Jahr+waren+weltweit+29.312+Personen+von+%23Stalkerware+betroffen%2C+davon+736+in+Deutschland%2C+71+in+%C3%96sterreich+und+123+in+der+Schweiz.+Deutschland+ist+das+einzige+europ%C3%A4ische+Land+in+der+Top-10-Liste+der+am+st%C3%A4rksten+betroffenen+L%C3%A4nder.+\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<h3>Konkrete Hilfe: Koalition gegen Stalkerware und Anti-Stalkerware-Tool TinyCheck<\/h3>\n<p>Bereits im Jahr 2019 gr\u00fcndete Kaspersky \u2013 zusammen mit neun anderen Unternehmen und Organisationen \u2013 die <a href=\"https:\/\/stopstalkerware.org\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Koalition gegen Stalkerware<\/a>, die \u00fcber 40 Mitglieder weltweit umfasst. Das Ziel ist es, die Erkennung von Stalkerware zu verbessern, h\u00e4usliche Gewalt zu bek\u00e4mpfen, den Wissensaustausch von Non-Profit-Organisationen und Unternehmen zu f\u00f6rdern und die \u00d6ffentlichkeit zu sensibilisieren.<\/p>\n<p>Kasperskys <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/premium?icid=de_bb2022-kdplacehd_acq_ona_smm__onl_b2c_kdaily_lnk_sm-team___kprem___\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sicherheitsl\u00f6sungen<\/a> f\u00fcr Verbraucher sch\u00fctzen alle gegen Stalkerware, indem das entsprechende Ger\u00e4t regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft wird und bei einer Entdeckung eine entsprechend klare Warnung inklusive einer Handlungsempfehlung angezeigt wird.<\/p>\n<p>Des Weiteren hat Kaspersky das kostenlose <a href=\"https:\/\/github.com\/KasperskyLab\/TinyCheck\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Open-Source-Tool TinyCheck<\/a> entwickelt, das die Erkennung von Stalkerware auf einfache, schnelle und nicht-invasive Weise auf dem Ger\u00e4t einer betroffenen Person erm\u00f6glicht, ohne dass der T\u00e4ter alarmiert wird. TinyCheck ist sicher in seiner Anwendung durch Hilfsorganisationen, liest nicht den Inhalt der Kommunikation einer Person (etwa SMS oder E-Mails), sondern interagiert nur mit den Online-Servern\/IPs, mit denen das Smartphone kommuniziert. TinyCheck wei\u00df also nicht, mit wem oder wor\u00fcber eine Person spricht. Die Netzwerkaufzeichnung des analysierten Ger\u00e4ts wird nicht weitergegeben \u2013 weder Kaspersky noch Dritte erhalten diese Daten. Die gesamte Analyse wird lokal durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><em>\u201eAuch wenn Cyberstalking online stattfindet, hat es konkrete Auswirkungen auf das reale Leben der Betroffenen. Wir beobachten t\u00e4glich in unseren Anti-Gewalt-Zentren mittel- bis langfristige psychologische, physische und soziale Folgen\u201c, erkl\u00e4rt Elena Gajotto, Vizepr\u00e4sidentin der italienischen Hilfsorganisation f\u00fcr Betroffene Una Casa Per L\u2019Uomo. \u201eGerade deshalb ist es wichtig, auf die Gefahren von Cyberstalking hinzuweisen und jeden aufzufordern, st\u00e4rker auf die eigene digitale Sicherheit zu achten. Wir freuen uns, mit Kaspersky und allen Partnern der Koalition gegen Stalkerware zusammenzuarbeiten, um Betroffene zu unterst\u00fctzen und Experten, die auf dem Gebiet der Bek\u00e4mpfung h\u00e4uslicher Gewalt arbeiten, noch besser zu schulen.\u201c<\/em><\/p>\n<h3>Kaspersky-Tipps f\u00fcr Betroffene von Stalkerware<\/h3>\n<ul>\n<li>Die Webseiten <a href=\"http:\/\/www.polizei-beratung.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.polizei-beratung.de<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.StopStalkerware.org\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.StopStalkerware.org\/de<\/a> der Koalition gegen Stalkerware bieten erste Hilfestellung und Kontakte zu Anlaufstellen, wie etwa den WEISSEN RING wenden, um schnell und individuell professionelle Unterst\u00fctzung zu erhalten.<\/li>\n<li>Unter <a href=\"http:\/\/www.stopstalkerware.org\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.stopstalkerware.org\/de<\/a> steht ein Erkl\u00e4rvideo der Koalition gegen Stalkerware zur Verf\u00fcgung. Dieses bietet hilfreiche Informationen f\u00fcr Betroffene, damit diese die Warnzeichen von Stalkerware besser erkennen k\u00f6nnen und empfiehlt weitere Schritte und Verhaltensweisen, die unternommen oder vermieden werden sollten.<\/li>\n<li>Die Stalkerware auf keinen Fall l\u00f6schen oder Einstellungen des Smartphones \u00e4ndern, da dies den potenziellen T\u00e4ter alarmieren und zu einer Eskalation der Situation f\u00fchren k\u00f6nnte. Zudem k\u00f6nnten wichtige Daten und Beweise gel\u00f6scht werden, die f\u00fcr eine Strafverfolgung wichtig sind.<\/li>\n<li>Auf die Warnzeichen achten: eine gesunkene Akkuleistung aufgrund unbekannter oder verd\u00e4chtiger Anwendungen, die viel Arbeitsspeicher, CPU- und Akkuleistung ben\u00f6tigen; unbekannte, neu installierte Anwendungen mit verd\u00e4chtigem Zugriff auf Standort- bzw. Geolokalisierungsdaten oder mit anderweitig nicht logisch erkl\u00e4rbaren Funktionen; unerkl\u00e4rliches Detailwissen Dritter; wenn die Einstellung \u201eUnbekannte Quellen\u201c aktiviert, kann dies ein Zeichen daf\u00fcr sein, dass unerw\u00fcnschte Software von einer Drittquelle heimlich installiert wurde. Diese Anzeichen k\u00f6nnen ein Hinweis darauf sein, dass eine Stalkerware installiert wurde; sie sind jedoch noch kein Beweis daf\u00fcr.<\/li>\n<li>Ein bew\u00e4hrter Cybersicherheitsl\u00f6sung wie beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/standard?icid=de_bb2022-kdplacehd_acq_ona_smm__onl_b2c_kdaily_lnk_sm-team___kstand___\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kaspersky Standard<\/a>. Besteht der Verdacht, dass eine Stalkerware bereits auf dem Smartphone l\u00e4uft, sollte dies jedoch erst nach einer Risikobewertung der betroffenen Person \u2013 am Besten zusammen mit einer Hilfsorganisation \u2013 erfolgen, da der T\u00e4ter sonst die neu eingesetzte Cybersicherheitsl\u00f6sung bemerken k\u00f6nnte.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Kaspersky-Tipps zum Schutz vor Stalkerware auf mobilen Ger\u00e4ten<\/h3>\n<ul>\n<li>Das Smartphone mit einem sicheren Passwort sch\u00fctzen, das mit keinem \u2013 auch nicht Partnern, Freunden, Familie oder Kollegen \u2013 geteilt wird.<\/li>\n<li>Kontinuierlich die Berechtigungen installierter Apps \u00fcberpr\u00fcfen: Stalkerware-Anwendungen k\u00f6nnen unter einem gef\u00e4lschten App-Namen getarnt sein.<\/li>\n<li>Selten oder nie verwendete Apps l\u00f6schen.<\/li>\n<li>Pers\u00f6nlichen Browserverlauf \u00fcberpr\u00fcfen: Um Stalkerware herunterzuladen, muss der T\u00e4ter Webseiten besuchen, die der betroffene Nutzer wahrscheinlich nicht kennt. Alternativ k\u00f6nnte auch gar kein Verlauf mehr vorhanden sein, wenn der T\u00e4ter ihn gel\u00f6scht hat.<\/li>\n<li>Eine bew\u00e4hrte Cybersicherheitsl\u00f6sung einsetzen, die vor allen Arten mobiler Bedrohungen sch\u00fctzt und das Ger\u00e4t regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<input type=\"hidden\" class=\"category_for_banner\" value=\"premium-generic\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In K\u00fcrze startet die vierte Staffel der Netflix-Serie &#8222;You&#8220;, in der es um Stalking geht. 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