{"id":29428,"date":"2022-10-27T13:55:59","date_gmt":"2022-10-27T11:55:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=29428"},"modified":"2022-10-27T14:24:39","modified_gmt":"2022-10-27T12:24:39","slug":"life-and-death-of-adobe-flash","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/29428\/","title":{"rendered":"Der Anfang &amp; das Ende der Adobe Flash-\u00c4ra"},"content":{"rendered":"<p>Wir schreiben das Jahr 2008: Sie haben sich gerade einen neuen Computer mit Windows XP gekauft, eine Verbindung zum Internet hergestellt, Ihren Browser gestartet und Ihre Lieblingswebsite aufgerufen\u2026 und stellen fest, dass die H\u00e4lfte der Seite nicht angezeigt wird. \u201eVersuch\u2018 es mal mit der Installation von Adobe Flash\u201c, r\u00e4t Ihnen ein computererfahrener Freund am Telefon.<\/p>\n<p>Die Urspr\u00fcnge von Flash reichen bis in die fr\u00fchen 1990er Jahre zur\u00fcck, als es lediglich ein Tool zur Erstellung einfacher Vektoranimationen war, die, selbst bei einer langsamen Internetverbindung, kompakt genug waren, um \u00fcber ein Modem heruntergeladen zu werden.<\/p>\n<p>Ab den sp\u00e4ten 2000er Jahren war Adobe Flash Player \u2013 im Herzen noch immer ein Animations-Tool \u2013 so gut wie unverzichtbar. Ohne ihn konnte buchst\u00e4blich die H\u00e4lfte aller Websites nicht ordnungsgem\u00e4\u00df funktionieren. Gleichzeitig begannen Cyberkriminelle, Dutzende von Sicherheitsl\u00fccken in diesem Player auszunutzen. Vor allem deshalb geriet Flash ab 2010 stark in die Kritik, und selbst Adobe erkannte, dass sich das Internet in eine andere Richtung entwickeln musste. Die \u201eBestattung\u201c von Flash zog sich \u00fcber ein ganzes Jahrzehnt, richtig abgeschlossen wurde mit dem Player aber bis heute nicht. All das ist eine der interessantesten Episoden in der Geschichte der Online-Informationssicherheit. Schauen wir uns die Details der Geschichte genauer an\u2026<\/p>\n<h2>Vom Computer zum Tablet<\/h2>\n<p>Die Geschichte von Flash beginnt in den Jahren 1992-93, als mehrere Unternehmen gleichzeitig Tablet-Computer auf den Markt brachten. Ja, wie das iPad, nur 13 Jahre fr\u00fcher. Das IBM ThinkPad 700T zum Beispiel war eine solche Rarit\u00e4t.<\/p>\n<div id=\"attachment_29432\" style=\"width: 1578px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-29432\" class=\"size-full wp-image-29432\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/10\/27134852\/life-and-death-of-adobe-flash-thinkpad.jpg\" alt=\"\" width=\"1568\" height=\"1565\"><p id=\"caption-attachment-29432\" class=\"wp-caption-text\">Der Tablet-Computer ThinkPad 700T.<\/p><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Diese Ger\u00e4te verwendeten das von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/GO_Corp.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">GO Corporation<\/a> entwickelte Betriebssystem PenPoint. Dieser erste Versuch, ein tragbares Tablet-Ger\u00e4t zu entwickeln, erwies sich jedoch als erfolglos. Bereits 1994 wurde die Go Corporation an die AT&amp;T Corporation verkauft, die daraufhin die Produktion einstellte. Es wurden jedoch mehrere unabh\u00e4ngige Anwendungen f\u00fcr das PenPoint-Betriebssystem geschrieben. Eine davon war SmartSketch, ein Grafikeditor, der von FutureWave Software entwickelt wurde.<\/p>\n<p>Leider \u00fcberlappte die Ver\u00f6ffentlichung von SmartSketch mit dem Ende von PenPoint OS. FutureWave machte den Editor zun\u00e4chst mit Microsoft Windows und Mac OS kompatibel und f\u00fcgte dann die M\u00f6glichkeit hinzu, animierte Grafiken zu erstellen \u2013 das Endprodukt wurde dann FutureSplash getauft. 1996 wurde FutureWave Software von Macromedia \u00fcbernommen und das Produkt in Macromedia Flash umbenannt. Es bestand aus zwei Komponenten: einem Programm zur Erstellung von Animationen und dem Macromedia Flash Player, einem kompakten Dienstprogramm zur Wiedergabe von Animationen auf dem Computer des Benutzers. Es ist wichtig zu wissen, dass sowohl SmartSketch als auch das fr\u00fche Macromedia Flash sogenannte Vektorgrafiken verwendeten.<\/p>\n<p>Die JPEG-Fotos und -Bilder, die wir heutzutage kennen, verwenden Rastergrafiken, bei denen jedes einzelne Pixel einen Farbwert hat \u2013 und davon kann es Tausende oder sogar Millionen geben. Vektorgrafiken speichern keine Pixelinformationen; sie sind ein Rezept zur Wiederherstellung eines Bildes aus primitiven oder geometrischen Formen: Linien, Quadrate, Kreise usw. Vektordateien sind in der Regel kompakter als Rasterdateien: Anstatt beispielsweise jedes Pixel eines Kreises auf wei\u00dfem Hintergrund zu beschreiben, wird lediglich eine einzige Anweisung gespeichert: \u201eZeichne einen Kreis mit einem Radius von X Pixeln auf wei\u00dfem Hintergrund\u201c.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>Wie ein Vektorgrafik-Editor dazu beitrug, eine der wichtigsten Internet-Technologien zu schaffen, und warum er zu gro\u00dfen Sicherheitsrisiken f\u00fchrte.<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2Fa4uy&amp;text=Wie+ein+Vektorgrafik-Editor+dazu+beitrug%2C+eine+der+wichtigsten+Internet-Technologien+zu+schaffen%2C+und+warum+er+zu+gro%C3%9Fen+Sicherheitsrisiken+f%C3%BChrte.\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>In den 1990er Jahren war es \u00fcblich, eine Verbindung zum Internet per Modem herzustellen. Solche Verbindungen waren m\u00fchsam, mit Daten\u00fcbertragungsraten von bestenfalls 5-6 Kilobytes pro Sekunde. Das Laden von Rasterbildern selbst in etwas besserer Qualit\u00e4t dauerte mindestens ein paar Sekunden (oder sogar Minuten). Viele Nutzer deaktivierten daher die Bilder in ihren Browsereinstellungen einfach. Mit Macromedia Flash war es durch den Einsatz von Vektorgrafiken jedoch m\u00f6glich, bunte animierte Bilder in einem Bruchteil der Zeit zu laden.<\/p>\n<p>Bevor wir fortfahren, noch eine wichtige Anmerkung: Wenn wir von Flash sprechen, meinen wir im Wesentlichen den Code, der jedes Mal auf einen Computer heruntergeladen wird, wenn ein Benutzer eine Website mit Flash-Inhalten \u00f6ffnet. Dabei handelt es sich nicht um eine normale ausf\u00fchrbare Datei, sondern um eine Reihe von Anweisungen, die vom Macromedia Flash Player auf dem PC ausgef\u00fchrt werden. Das Prinzip ist jedoch das gleiche (obwohl theoretisch eine ausf\u00fchrbare Datei erstellt werden kann, die sowohl den Inhalt als auch den Player enth\u00e4lt).<\/p>\n<p>Es dauerte nicht lange, bis Flash zus\u00e4tzliche Funktionen aufgriff: Neben Grafiken kamen Sound und Spezialeffekte hinzu, sp\u00e4ter sogar die \u00dcbertragung von Videos.<\/p>\n<h2>Ausbau der Online-Welt<\/h2>\n<p>Der Autor dieses Artikels begegnete Macromedia Flash zum ersten Mal im Jahr 2001, als er <em>Massjanja<\/em>, Russlands Antwort auf Beavis and Butt-Head, sah. In diesem Herbst lud er sich jeden Montagmorgen eine neue Folge der ein- oder zweimin\u00fctigen Online-Animation herunter und sah sie sich an. Oleg Kuvaev, der Sch\u00f6pfer von <em>Massjanja<\/em>, verwendete Macromedia Flash, um ein animiertes Video zu erstellen, das er dann als ausf\u00fchrbare Datei mit eingebetteter Animation und Flash Player auf seiner Website hochlud. Mit diesem Ansatz war er YouTube einen weiten Schritt voraus, und <em>Massjanja<\/em> demonstriert perfekt die Kompaktheit des Formats. Die sechste Episode der Serie (\u201eModem\u201c) ist nur 600 Kilobyte gro\u00df, inklusive Wiedergabesoftware! Die gleiche Episode, abgespielt im einfachsten Videoformat, wiegt dreimal so viel, und das ohne integrierten Player.<\/p>\n<p>Damals hat die Macromedia-Flash-Technologie die Funktionalit\u00e4t von Internet-Browsern stark erweitert, die bis dato nur Text oder Bilder anzeigen konnten. Daher war es nur logisch, ein Plug-in zu entwickeln, das Flash-Inhalte direkt im Browser abspielen konnte, ohne dass sie separat heruntergeladen und ausgef\u00fchrt werden mussten. Bei allen Flash-Objekten handelte es sich noch immer um auf dem Computer ausgef\u00fchrten Code; mit dem einzigen Unterschied, dass diese Programme nach der Installation des Plug-ins beim Laden des Webinhalts ausgef\u00fchrt wurden, ohne dass der Benutzer etwas tun musste.<\/p>\n<p>Und auch die Tools der Sch\u00f6pfer entwickelten sich weiter: So ging es Ende der 1990er Jahre nicht mehr nur um einfache Animationen. Flash erm\u00f6glichte nun die Implementierung von benutzerinteraktiven Men\u00fcelementen und unterst\u00fctzte eine Skriptsprache, mit der man immer komplexere Konstruktionen innerhalb eines Flash-Objekts erstellen konnte. Um dies zu veranschaulichen, folgt im Anschluss die Funktionsentwicklung von Websites in Bildern.<\/p>\n<p>Hier die allererste Website aus dem Jahr 1990:<\/p>\n<div id=\"attachment_29431\" style=\"width: 1291px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-29431\" class=\"size-full wp-image-29431\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/10\/27134845\/life-and-death-of-adobe-flash-first-page.jpg\" alt=\"\" width=\"1281\" height=\"1405\"><p id=\"caption-attachment-29431\" class=\"wp-caption-text\">Die allererste Website besteht lediglich aus Text und Hyperlinks.<\/p><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Eine typische Website aus dem Jahr 1996:<\/p>\n<div id=\"attachment_29430\" style=\"width: 1249px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-29430\" class=\"size-full wp-image-29430\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/10\/27134840\/life-and-death-of-adobe-flash-yahoo-1996.jpg\" alt=\"\" width=\"1239\" height=\"1345\"><p id=\"caption-attachment-29430\" class=\"wp-caption-text\">Yahoo! Im Herbst 1996. Immer noch Text, Links und einige wenige Grafikelemente.<\/p><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Hier eine Website mit Flash-Elementen aus dem Jahr 2000:<\/p>\n<div id=\"attachment_29429\" style=\"width: 840px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-29429\" class=\"size-full wp-image-29429\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/10\/27134835\/life-and-death-of-adobe-flash-playstation.jpg\" alt=\"\" width=\"830\" height=\"790\"><p id=\"caption-attachment-29429\" class=\"wp-caption-text\">Die Sony PlayStation-Website im Jahr 2000. Ein kunterbunter Mix aus Farben, aber die meisten Elemente sind in einfachem HTML ausgef\u00fchrt. Das zentrale, animierte Element enth\u00e4lt Fotos, Animationen und Videos.<\/p><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Damals setzten Webdesigner unterschiedliche Priorit\u00e4ten: Einige strebten nach maximaler Kompatibilit\u00e4t, w\u00e4hrend andere die Kompatibilit\u00e4t der Grafik zuliebe opferten. Im ersten Fall konnten Websites aus dem Jahr 1996 ohne Flash genutzt werden, auch wenn sie Flash-Elemente enthielten. Im zweiten Fall gab es Websites, die ohne Flash nicht funktionieren konnten. Zum Beispiel diese Nike Air Mini-Site.<\/p>\n<div id=\"attachment_29435\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-29435\" class=\"wp-image-29435 size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/10\/27134905\/life-and-death-of-adobe-flash-nike.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"700\"><p id=\"caption-attachment-29435\" class=\"wp-caption-text\">Die gesamte Oberfl\u00e4che der Nike Air-Website 2006 wurde mit Flash erstellt und lie\u00df sich ohne das richtige Plug-in nicht \u00f6ffnen.<\/p><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Macromedia Flash erweiterte die Grenzen des M\u00f6glichen im Bereich Web-Design erheblich. So wurde es Entwicklern erm\u00f6glicht, Animationen zu platzieren, Audio und Video zu verwenden und auff\u00e4llige Effekte bei Seiten\u00fcberg\u00e4ngen zu erzeugen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2006 wurde Macromedia von der Adobe Corporation \u00fcbernommen. Schon bald wurden ganze Spiele, die direkt im Browser liefen, in Flash erstellt, was Mitte der 2000er Jahre bis dato v\u00f6llig undenkbar gewesen war. In der Zwischenzeit entwickelten sich auch Mobilger\u00e4te rasant weiter. Auch f\u00fcr sie wurden Alternativen zum Flash Player entwickelt, die es erm\u00f6glichten, Inhalte auf einer Vielzahl von Plattformen bereitzustellen. Im Jahr 2005 kam YouTube auf den Markt. Auch hier wurde der Flash Player f\u00fcr die Bereitstellung von Videos eingesetzt.<\/p>\n<p>Die Kehrseite der Medaille war, dass sich Werbetreibende zu sehr auf die Erstellung einpr\u00e4gsamer, Macromedia\/Adobe Flash-basierter Banner versteiften. Da diese Programme noch immer auf dem Computer des Benutzers ausgef\u00fchrt wurden, belasteten sie das System stark und konnten andere Programme erheblich verlangsamen. Einige Browser und Plug-ins hatten die Option, Flash standardm\u00e4\u00dfig zu deaktivieren. Es wurde jedoch bald klar, dass Banner in einer von Flash beherrschten Computerwelt das vermutlich geringste aller Probleme waren.<\/p>\n<h2>Gigantische Sicherheitsl\u00fccke<\/h2>\n<p>Die Chronologie der Erkennung von Sicherheitsl\u00fccken in Adobe Flash Player l\u00e4sst sich nur schwer rekonstruieren, da sie bis in die Anf\u00e4nge des modernen Webs zur\u00fcckreicht: In den fr\u00fchen 2000er Jahren war es noch nicht \u00fcblich, Anwender und Kunden \u00fcber Sicherheitsl\u00fccken zu informieren. Die erste Erw\u00e4hnung einer Sicherheitsl\u00fccke im Flash Player im <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20100406041941\/http:\/www.adobe.com\/support\/security\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Archiv<\/a> der Adobe Sicherheitsbulletins und -hinweise, das auch Daten aus der Macromedia-\u00c4ra enth\u00e4lt, stammt aus dem Jahr 2002. In der MITRE CVE-Datenbank <a href=\"https:\/\/cve.mitre.org\/cgi-bin\/cvekey.cgi?keyword=macromedia+flash\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">sind zudem \u00fcber 1100 Sicherheitsl\u00fccken<\/a> im Zusammenhang mit Adobe Flash Player aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die erste in dieser Datenbank aufgef\u00fchrte ACE-Schwachstelle (Arbitrary Code Execution) stammt ebenfalls aus dem Jahr <a href=\"https:\/\/cve.mitre.org\/cgi-bin\/cvename.cgi?name=CVE-2002-0477\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">2002<\/a>. Ein Angreifer konnte eine Adobe Flash-Datei an ein Opfer senden und sie dazu bringen, w\u00e4hrend der Wiedergabe Schadcode auszuf\u00fchren. Einige dieser Schwachstellen wurden auf der CVSS-Skala mit er maximalen H\u00f6chstwertung von 10,0 bewertet (Quellen zufolge gab es mehr als 800 ACE-Schwachstellen in allen Versionen von Flash Player). Solche Schwachstellen lassen sich leicht ausnutzen und erfordern oft nur wenige oder gar keine Aktionen des Benutzers. Es gen\u00fcgte, das Opfer auf die Website zu locken, in die die Adobe Flash-Malware eingebettet war. Bei einigen Angriffen wurde das System f\u00fcr die Anzeigenschaltung manipuliert, so dass pl\u00f6tzlich b\u00f6sartige Inhalte auf Websites erschienen, die von Millionen von Nutzern besucht wurden.<\/p>\n<p>Nicht umsonst haben wir zuvor darauf hingewiesen, dass Flash-Objekte im Wesentlichen Programme sind, die an den Rechner des Benutzers geliefert und dort ausgef\u00fchrt werden. Eine Folge der weitreichenden M\u00f6glichkeiten der Technologie war das Entstehen unz\u00e4hliger Schlupfl\u00f6cher, durch die Angreifer die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber einen Computer erlangen konnten. Bereits 2005 war Flash die beliebteste Technologie zur Ausf\u00fchrung von Webanwendungen.<\/p>\n<p>Kein Problem, fl\u00fcstert uns unser Ich aus dem Jahr 2022 jetzt vermutlich ins Ohr. Man stellt ganz einfach ein Update f\u00fcr alle Nutzer bereit und das Problem ist gel\u00f6st. Automatische Flash Player-Updates wurden jedoch erst gegen Lebensende der Technologie eingef\u00fchrt \u2013 in den 2000er Jahren gab es so etwas wie automatische Updates schlichtweg nicht. Damals musste man auf die Adobe-Website gehen, die neue Version herunterladen und sie manuell installieren. Einige Benutzer wussten nicht einmal, dass sie eine Version von Flash Player hatten, die aktualisiert werden musste. Die Sicherheitsl\u00fccke aus dem Jahr 2006 wurde (zusammen mit drei anderen) auch in einem Microsoft-<a href=\"https:\/\/learn.microsoft.com\/de-de\/security-updates\/securitybulletins\/2006\/ms06-069\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Bulletin<\/a> gemeldet, da der Adobe-Code mit Windows XP verteilt werden konnte. Microsoft selbst k\u00fcmmerte sich um die Updates, und sein Verfahren f\u00fcr die Bereitstellung und Installation von Patches war ebenfalls nicht ideal.<\/p>\n<p>Ein Kaspersky-Bericht aus dem Jahr 2012 zeigt, wie schlecht es um die Bereitstellung von Updates tats\u00e4chlich bestellt war. In jenem Jahr war Adobe Flash Player bereits Spitzenreiter was die Anzahl der Sicherheitsl\u00fccken, die auf den Computern der Nutzer gefunden wurden, betraf. Damals gab es bereits ein System, das die Benutzer \u00fcber Flash Player-Updates informierte und verfolgte, wie schnell diese installiert wurden. Jedes Mal, wenn eine Sicherheitsl\u00fccke entdeckt wurde, stieg der Prozentsatz der Nutzer, die von der Sicherheitsl\u00fccke betroffen waren, an (mit einem Rekordhoch von 60 % im Jahr 2012!) und sank dann mit jedem neuen Patch wieder ab. Die Bereitstellung von Updates dauerte, zumindest f\u00fcr viele Nutzer, zwischen drei Wochen und zwei Monaten, was f\u00fcr heutige Verh\u00e4ltnisse eine Ewigkeit ist. Die schlimmsten \u00dcbelt\u00e4ter waren Nutzer mit sehr alten Versionen, die nicht einmal Update-Benachrichtigungen erhielten; ihr Anteil lag 2012 bei etwa 10 %.<\/p>\n<p>Werfen wir einen Blick auf einen weiteren Kaspersky-<a href=\"https:\/\/securelist.com\/kaspersky-security-bulletin-2015-overall-statistics-for-2015\/73038\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht<\/a> aus dem Jahr 2015. Hier wurden 13 neue Schwachstellen im Flash Player gefunden, die bekannterma\u00dfen in so genannten Exploit-Packs verwendet wurden \u2013 hierbei handelt es sich um Kits, die mehrere Exploits enthalten, mit denen Software-Schwachstellen auf dem Computer eines Benutzers nacheinander angegriffen werden, um einen erfolgreichen Hack zu erzielen. Nach Angaben der Kaspersky-Experten wurden die meisten der tats\u00e4chlichen Angriffe auf die Benutzer \u00fcber Browser durchgef\u00fchrt (62 %), wobei Flash-Schwachstellen die h\u00e4ufigste Ursache waren. Flash wurde schlie\u00dflich von einer anderen beliebten Plug-in-Technologie, Java, als Hauptbedrohungsquelle abgel\u00f6st, die z. B. in fr\u00fchen Online-Banking-Systemen eingesetzt wurde.<\/p>\n<h2>10-j\u00e4hrige Bestattung<\/h2>\n<p>Mitte der 2010er Jahre galt Adobe Flash bereits als veraltet; die vielleicht erste \u00f6ffentlichkeitswirksame Stellungnahme gegen Flash war der offene Brief von Apple-Gr\u00fcnder und CEO Steve Jobs mit dem Titel \u201e<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20100630153444\/https:\/www.apple.com\/hotnews\/thoughts-on-flash\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Thoughts on Flash<\/a>\u201e. Nach der allgemeinen Krise der 1990er Jahre, schaffte Apple 2010 die Wende und brachte 2007 das erste iPhone und 2010 das erste iPad auf den Markt, das im Gegensatz zum Tablet-Ger\u00e4t von 1993 ein voller Erfolg war. Dem iPhone fehlten anfangs viele Funktionen, die andere Smartphones bereits hatten. Insbesondere unterst\u00fctzte es kein Flash und konnte somit auch keine Flash-basierten Websites anzeigen; in den sp\u00e4ten 2000er Jahren war dies ein ernstzunehmendes Argument f\u00fcr die Symbian-Smartphones von Nokia und die fr\u00fchen Android-Ger\u00e4te, die Flash sehr wohl unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Steve Jobs nannte die Sicherheit als einen der Hauptgr\u00fcnde, warum die mobilen Ger\u00e4te von Apple niemals mit Flash laufen w\u00fcrden. Au\u00dferdem konnte Apple die Tatsache nicht akzeptieren, dass es keine Kontrolle \u00fcber die Funktionsweise von Flash auf seinen Ger\u00e4ten hatte. Im Gegensatz zu offenen Standards wie HTML5 und Javascript war Flash von Anfang an propriet\u00e4r (mit Ausnahme einiger Elemente). H\u00e4tte Apple die Flash-Unterst\u00fctzung erlaubt und Adobe sie implementiert, w\u00e4ren Spiele, Videos und Web-Elemente auf Smartphones entweder langsamer geworden oder direkt abgest\u00fcrzt. Und es w\u00e4re die Schuld der Handyhersteller gewesen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gab es auch noch andere Argumente. Im Gegensatz zu Desktop-Computern muss der Code auf Smartphones so kompakt wie m\u00f6glich sein, um die Batterie so wenig wie m\u00f6glich zu belasten. Es war fast unm\u00f6glich, die Gr\u00f6\u00dfe von Flash zu reduzieren, da damals noch nicht einmal die GPU-Beschleunigung unterst\u00fctzt wurde. Selbst wenn Adobe einen besseren Flash-Player entwickelt h\u00e4tte, hing die Leistung von Flash-Anwendungen noch immer von den einzelnen Entwicklern ab, und davon gab es Tausende. Ein absolutes No-Go f\u00fcr den Kontrollfreak Apple.<\/p>\n<p>Auch andere Technologieunternehmen wollten sich nicht auf die propriet\u00e4re Software der Konkurrenz verlassen. Der \u00fcbliche Weg der Interaktion zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern ist die Zusammenarbeit an offenen Standards. Aber dazu muss(te) jeder diesen Standard akzeptieren! Und das war nicht einfach: Einige versuchten, den Erfolg von Flash zu kopieren und ihre eigenen Formate zu entwickeln. Insbesondere Microsoft beschloss 2007, sein eigenes Framework namens <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Microsoft_Silverlight\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Silverlight<\/a> zu entwickeln, das sich gl\u00fccklicherweise nicht durchsetzen konnte.<\/p>\n<p>Im Jahr 2015 ver\u00f6ffentlichte das Magazin Wired einen <a href=\"https:\/\/www.wired.com\/2015\/07\/adobe-flash-player-die\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Artikel<\/a> mit dem vielsagenden Titel \u201eFlash.Must.Die\u201c. Darin wurden die Versuche der Industrieunternehmen beschrieben, \u201eeine schwerwiegende Sicherheitsl\u00fccke\u201c namens Adobe Flash Player zu schlie\u00dfen. Im selben Jahr deaktivierten die Entwickler des Firefox-Browsers standardm\u00e4\u00dfig das Plug-in zur Wiedergabe von Flash-Inhalten; Chrome k\u00fcndigte an, dass es nicht kritische Flash-Inhalte auf Websites (z. B. Videobanner, die das System stark belasteten) deaktivieren w\u00fcrde. Alex Stamos, der damalige Sicherheitsdirektor von Facebook, schlug vor, ein klares Datum festzulegen, an dem die Unterst\u00fctzung f\u00fcr diese veraltete Technologie eingestellt werden sollte; Facebook selbst spielte damals noch Videos in Flash ab. Der offene Standard HTML5 hatte durchaus das Potenzial, Flash als vielseitiges Tool f\u00fcr die Erstellung interaktiver, inhaltsintensiver Websites abzul\u00f6sen. Es war jedoch unm\u00f6glich, eine solch gro\u00dfe Altlast \u00fcber Nacht loszuwerden. Werbenetzwerke waren auf Flash angewiesen. Das Gleiche galt f\u00fcr Nutzer alter Computer mit alten Browsern und Website-Entwickler mit gro\u00dfen Inhaltsbibliotheken.<\/p>\n<p>Erst im Juli 2017 k\u00fcndigte Adobe an, die Entwicklung und Unterst\u00fctzung von Flash einzustellen, allerdings mit einer gro\u00dfz\u00fcgigen dreij\u00e4hrigen \u00dcbergangsfrist. Danach begannen die wichtigsten Browser damit, Flash-Inhalte nur noch auf Anfrage der Benutzer auszuf\u00fchren. Am 12. Januar 2021, 25 Jahre nach der Ver\u00f6ffentlichung von Macromedia Flash Player 1.0 und 13 Jahre nach der Entdeckung der ersten \u00e4u\u00dferst kritischen Schwachstelle in der Software, wurde der Support f\u00fcr Flash dann ganz eingestellt. Heutzutage k\u00f6nnen moderne Browser keine Flash-Inhalte abspielen, selbst wenn Nutzer den Flash Player installiert haben. Die neuesten Versionen blockieren sogar das Ausf\u00fchren von Flash.<\/p>\n<div id=\"attachment_29434\" style=\"width: 837px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-29434\" class=\"size-full wp-image-29434\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/10\/27134901\/life-and-death-of-adobe-flash-finish.jpg\" alt=\"\" width=\"827\" height=\"452\"><p id=\"caption-attachment-29434\" class=\"wp-caption-text\">Eine \u00c4ra geht zu Ende: Pop-up-Benachrichtigung von Adobe Ende 2020.<\/p><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Doch noch ist die Flash-\u00c4ra nicht vollst\u00e4ndig vorbei. Vierzig Tage nach der Abschaffung von Flash haben wir einen <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/adobe-flash-40th-day-after\/26240\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bericht \u00fcber die damalige Situation<\/a> in Bezug auf diese Technologie ver\u00f6ffentlicht. Hierbei stellte sich heraus, dass viele Unternehmensanwendungen noch immer an die Technologie gebunden waren und somit keine Updates mehr erhielten. Vor allem in China ist die Technologie noch immer weit verbreitet. Einige Unternehmen, die sich nicht von Flash trennen wollen oder k\u00f6nnen, sind sogar bereit, eigene Browser zu entwickeln, die diese Technologie unterst\u00fctzen. Denn Sie wissen nicht, was sie tun\u2026 Zumindest sollte man solche Browser nicht auf Computern ohne eine <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/small-to-medium-business-security?icid=de_kdailyplacehold_acq_ona_smm__onl_b2b_kasperskydaily_wpplaceholder_______\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hochwertige Sicherheitsl\u00f6sung<\/a> verwenden.<\/p>\n<p>Flash ist auch f\u00fcr Web-Archivare von Interesse: Mit dem Aussterben dieser Technologie ist ein Gro\u00dfteil der kreativen Arbeit von Zehntausenden von Menschen unzug\u00e4nglich geworden.<\/p>\n<h2>Gibt es einen Schuldigen?<\/h2>\n<p>Es ist verst\u00e4ndlich, dass Adobe so lange gebraucht hat, um das Ende von Adobe Flash anzuk\u00fcndigen. Das Tool zur Entwicklung von Inhalten, das die meisten Verbraucher-PCs unterst\u00fctzt, verkaufte sich gut, und ab 2013 konnte das Unternehmen diesen Teil seines Gesch\u00e4fts an die moderne Zeit anpassen. Adobe AIR ist bis heute aktiv und erm\u00f6glicht die Entwicklung von Anwendungen f\u00fcr Windows, Mac OS, Android und iOS. Es ist der direkte Nachfolger von Adobe Flash und unterst\u00fctzt sowohl die firmeneigenen als auch Open-Source-Technologien wie HTML5.<\/p>\n<p>Das soll nicht hei\u00dfen, dass Adobe Flash besonders schlecht entwickelt hat. Die Technologie war durch ihre eigene Popularit\u00e4t und auch durch die Entwicklungsprinzipien der 1990er Jahre verflucht. Der Adobe Flash Player hatte vollen Zugriff auf die Ressourcen des Computers, und jeder gr\u00f6\u00dfere Programmierfehler hatte ebenso gro\u00dfe Folgen. Ein typisches Beispiel daf\u00fcr war ein <a href=\"http:\/\/www.h-online.com\/security\/news\/item\/Adobe-remedies-webcam-spy-hole-in-Flash-1364631.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Bug<\/a> im Player, der es jeder Website erm\u00f6glichte, auf die Webcam der Benutzer zuzugreifen. Der Umgang mit einer solchen Altlast, d. h. mit altem und offensichtlich unsicherem Code, ist keine leichte Aufgabe. Der Grund daf\u00fcr ist, dass Optimierungs- und Sicherheitspraktiken die Kompatibilit\u00e4t mit Millionen von Flash-Anwendungen auf Tausenden von Websites beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Das soll nicht hei\u00dfen, dass Adobe sich nicht bem\u00fcht hat \u2013 seit der Entdeckung der ersten Sicherheitsl\u00fccke in Version 10.0 im Jahr 2008 schloss das Unternehmen bis 2011 jedes Jahr Dutzende kritischer Sicherheitsl\u00fccken in Flash Player. Die Anpassung von Flash an die sich entwickelnden Sicherheitskonzepte schien jedoch eine zu gro\u00dfe Herausforderung gewesen zu sein. Moderne Browser ben\u00f6tigen keine Plug-ins mehr, um fast alle Online-Inhalte anzuzeigen. Das bedeutet, dass allein der Browser-Entwickler und niemand sonst daf\u00fcr verantwortlich ist, dass der Benutzer sicher im Internet surfen kann.<\/p>\n<p>Alles, was aus dem Internet heruntergeladen werden kann, gilt heute per Definition als unsicher. Deshalb haben Browserhersteller gro\u00dfe Anstrengungen unternommen, Websites voneinander und von anderer Software auf Ger\u00e4ten wie Computern, Smartphones und Tablets zu isolieren. Leider verbessern auch Cyberkriminelle ihre Tools stetig: Allein in diesem Jahr wurden in Google Chrome bereits sechs Zero-Day-Schwachstellen entdeckt, die bereits aktiv f\u00fcr Angriffe ausgenutzt wurden. Das sind zwar weniger als die 15 Sicherheitsl\u00fccken im Adobe Flash Player, die 2015 von Cyberkriminellen ausgenutzt wurden, aber der Unterschied ist nicht allzu gro\u00df (und das Jahr noch nicht zu Ende).<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfen m\u00f6chte ich den Beitrag mit einem positiven Fazit: Adobe Flash hat das Internet, so wie wir es heute kennen, entscheidend mitgepr\u00e4gt. Die Anwendung verwandelte Websites von einer Reihe langweiliger Textseiten in etwas Lebendiges. Flash trug dazu bei, den Traum vom virtuellen Universum, wie er in den Science-Fiction-Romanen und -Filmen der 1990er Jahre dargestellt wurde, Wirklichkeit werden zu lassen, und das zu einer Zeit, zu der das Design von Websites von einigen als zu auff\u00e4llig, zu plakativ und zu aufdringlich angesehen wurde. Im Laufe des n\u00e4chsten Jahrzehnts wurde der Stil von Websites und Apps immer dezenter, und das Internet selbst entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des modernen Lebens \u2013 Adobe Flash spielte in dieser Zeit, dem so genannten romantischen Zeitalter des Internets, eine wichtige Rolle. Obwohl Flash etwas holprig und anf\u00e4llig f\u00fcr Datenverluste durch unvorsichtiges Klicken war, wird es immer ein wesentlicher Bestandteil der fr\u00fchen Geschichte des Internets bleiben.<\/p>\n<input type=\"hidden\" class=\"category_for_banner\" value=\"kesb-trial\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ein Vektorgrafik-Editor dazu beitrug, eine der wichtigsten Internet-Technologien zu schaffen, und warum er zu gro\u00dfen Sicherheitsrisiken f\u00fchrte.<\/p>\n","protected":false},"author":665,"featured_media":29433,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1848,3107,3108],"tags":[124,99,1011,1498],"class_list":{"0":"post-29428","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-business","8":"category-enterprise","9":"category-smb","10":"tag-browser","11":"tag-chronik","12":"tag-flash","13":"tag-schwachstellen"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/29428\/"},{"hreflang":"en-in","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.in\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/24781\/"},{"hreflang":"en-ae","url":"https:\/\/me-en.kaspersky.com\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/20260\/"},{"hreflang":"ar","url":"https:\/\/me.kaspersky.com\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/10166\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/27291\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/25109\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/25455\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/28010\/"},{"hreflang":"it","url":"https:\/\/www.kaspersky.it\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/27319\/"},{"hreflang":"ru","url":"https:\/\/www.kaspersky.ru\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/34123\/"},{"hreflang":"tr","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.tr\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/11141\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/45906\/"},{"hreflang":"fr","url":"https:\/\/www.kaspersky.fr\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/19658\/"},{"hreflang":"pt-br","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.br\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/20207\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/life-and-death-of-adobe-flash\/32775\/"},{"hreflang":"nl","url":"https:\/\/www.kaspersky.nl\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/28584\/"},{"hreflang":"ru-kz","url":"https:\/\/blog.kaspersky.kz\/life-and-death-of-adobe-flash\/25531\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/31157\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/life-and-death-of-adobe-flash\/30866\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/flash\/","name":"Flash"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/665"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29428"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29428\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29438,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29428\/revisions\/29438"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}