{"id":2920,"date":"2014-04-04T07:33:09","date_gmt":"2014-04-04T07:33:09","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=2920"},"modified":"2017-09-27T15:07:00","modified_gmt":"2017-09-27T13:07:00","slug":"strafverfolgung-maerz-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/strafverfolgung-maerz-2014\/2920\/","title":{"rendered":"Geschnappt! Die wichtigsten Verhaftungen und Verurteilungen im M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<p>Cyberkriminelle machen keine Pause, doch die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden schnappen jeden Monat einige davon und Gerichte verurteilen sie zu oft hohen Strafen. Das passierte auch im M\u00e4rz \u2013 hier die interessantesten F\u00e4lle.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2014\/05\/06143050\/busted.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2921\" alt=\"cyberkriminelle\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2014\/05\/06143050\/busted.jpg\" width=\"640\" height=\"480\"><\/a><\/p>\n<p><b>Geldstrafe f\u00fcr Piraten<\/b><\/p>\n<p>Drei Millionen Euro \u2013 soviel Geld m\u00fcssen wahrscheinlich zwei Franzosen als Geldstrafe zahlen, da sie raubkopierte Multimedia-Inhalte verbreitet haben. Vor einigen Jahren haben die jungen M\u00e4nner eine Webseite namens Undeadlinks entwickelt, mit der jeder Anwender urheberrechtlich gesch\u00fctzte Musik und Videos finden und herunterladen konnte. Diese Quelle illegaler Inhalte war extrem beliebt, also haben die Betreiber beschlossen, damit Geld zu verdienen. Ihr Einkommen war fantastisch, verglichen mit dem Geld das den beiden Studenten \u00fcber ein Stipendium zur Verf\u00fcgung stand, doch das hat nicht lange gehalten: Die Seite wurde von \u00f6rtlichen Anti-Raubkopien-Beh\u00f6rden gefunden und eine Klage wurde gegen Undeadlinks und dessen Entwickler eingereicht. Der Fall wurde nat\u00fcrlich von gro\u00dfen Firmen wie Warner, Disney und Universal unterst\u00fctzt. Die Verhandlung startet im April.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>Der Versuch, 15 Millionen Dollar zu stehlen, bringt 20 Jahre Gef\u00e4ngnis<\/b><\/p>\n<p>Die US-Beh\u00f6rden haben die Anklage von drei M\u00e4nnern best\u00e4tigt, die versucht haben, mindestens 15 Millionen Dollar durch das Hacken von Kundenkonten bei verschiedenen Finanzdienstleistern zu stehlen. Richard Gundersen, Oleksiy Sharapka und Leonid Yanovitsky sind Mitglieder einer internationalen Bande Cyberkrimineller und haben \u00fcber ein Jahr daran gearbeitet, unauthorisierten Zugriff auf Kundenkonten bei JPMorgan Chase Bank, PayPal, Citibank und anderen Firmen zu bekommen. Sharapka und Yanovitsky sind noch nicht gefasst, w\u00e4hrend Gundersen voraussichtlich noch in diesem Jahr vor Gericht treten muss. Sollten alle drei verurteilt werden, m\u00fcssen Sie mit bis zu 20 Jahren Gef\u00e4ngnis rechnen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>Gef\u00e4ngnisstrafe f\u00fcr das Durchsickern von Windows 8<\/b><\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz hat das FBI den russischen Programmierer Alex Kibalko festgenommen, einen ehemaligen Microsoft-Mitarbeiter, der Gesch\u00e4ftsgeheimnisse gestohlen und vertrauliche Beta-Kopien von Windows 7 und Windows 8 \u00f6ffentlich gemacht haben soll. Der Staatsanwalt sagte aus, dass Kibalko die Software regelm\u00e4\u00dfig an einen ungenannten franz\u00f6sischen Tech-Blogger weitergegeben hat, um eine schlechte Leistungsbewertung f\u00fcr Microsoft zu erhalten. Kibalko soll zudem Microsofts Activation Server Software Development Kit gestohlen haben, mit dem Software des Unternehmens gegen Raubkopien gesch\u00fctzt wird. Die Firma identifizierte den Mitarbeiter, nachdem der franz\u00f6sische Blogger einen weiteren Mitarbeiter fragte, ob der erhaltene Programmteil, den er bekommen hat, wirklich aus dem neuen Betriebssystem stammt. Die Untersuchung dauerte \u00fcber ein Jahr, wobei auch das private Hotmail-Konto des Bloggers \u00fcberpr\u00fcft wurde, um die Identit\u00e4t des Microsoft-Mitarbeiters herauszufinden. Die Beh\u00f6rden bezeichnen dies als \u201eau\u00dfergew\u00f6hnliches Vorgehen\u201c. Alex Kibalko wird 22.500 Dollar Strafe zahlen und drei Monate hinter Gittern verbringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>Kein Verstecken in Thailand m\u00f6glich<\/b><\/p>\n<p>Farid Essebar, ein ber\u00fcchtigter Hacker, der f\u00fcr die vor einigen Jahren an der Verteilung des Zotob-Schadprogramms an viele gro\u00dfe Firmen beteilgt war, wurde aufgrund einer Anfrage der Schweiz in Thailand verhaftet. Dem 27-j\u00e4hrigen wird vorgeworfen, mit Hilfe einer Gruppe Cyberkrimineller Computer in europ\u00e4ischen Banken gehackt und damit Sch\u00e4den in H\u00f6he von \u00fcber 4 Milliarden Dollar verursacht zu haben. Die thail\u00e4ndischen Beh\u00f6rden berichteten, dass Essebar und drei weitere Bandenmitglieder in Thailand und angrenzenden L\u00e4ndern unterwegs waren, und dabei das in den letzten drei Jahren verdiente Geld ausgegeben zu haben. Essebar hat nicht zum ersten Mal Probleme mit der Justiz: Vor zehn Jahren wurde er bereits zu zwei Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt. Aber das hat offensichtich nichts gebracht, und so muss er nun erneut dar\u00fcber nachdenken, ob er alles richtig gemacht hat.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>Raubkopierer mobiler App bekennen sich schuldig<\/b><\/p>\n<p>Es scheint, als w\u00e4re es das erste Mal, dass US-Gerichte jemanden wegen raubkopierter Apps anklagen. Nicholas Anthony Narbone, 26, und Thomas Allen Dye, 21, haben sich schuldig bekannt, Urheberrechte verletzt zu haben \u2013 dies berichtete das Justice Department Ende M\u00e4rz. Die beiden haben die AppBucket-Webseite betrieben, um gef\u00e4lschte Android-Apps zu vertreiben. Wie berichtet wird, haben Narbone und Dye mehr als eine Million raubkopierter Apps im Wert von 700.000 Dollar verkauft. Die T\u00e4ter m\u00fcssen sich im Sommer vor Gericht verantworten und mit bis zu f\u00fcnf Jahren Gef\u00e4ngnisstrafe rechnen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>1.500 Chinesen wegen Spam-Versand verhaftet<\/b><\/p>\n<p>Es klingt vielleicht komisch, doch chinesische Beh\u00f6rden haben 1.500 Menschen wegen des Versands von SMS-Spam \u00fcber gef\u00e4lschte mobile Basisstationen verhaftet. Die Verhaftungsaktion wurde im ganzen Land durchgef\u00fchrt und \u00fcberf\u00fchrte mehr als 20 Firmen, wobei \u00fcber 2.600 illegale Ger\u00e4te sichergestellt wurden, die f\u00fcr die Spam-Attacken verwendet wurden. Das chinesische Ministerium f\u00fcr \u00f6ffentliche Sicherheit berichtete, dass eine der verhafteten Banden verd\u00e4chtigt wird, \u00fcber 200 Millionen Spam-Nachrichten verschickt zu haben. M\u00f6glich w\u00e4re das auf jeden Fall, da 16-Slot-GSM-Modems, wie sie die Spammer verwendeten, etwa 10.000 SMS-Nachrichten pro Stunde versenden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cyberkriminelle h\u00f6ren nicht auf, ihre b\u00f6sen Taten zu tun, und die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden werden nicht m\u00fcde, sie zu verfolgen. Hier die interessantesten F\u00e4lle des letzten Monats.<\/p>\n","protected":false},"author":214,"featured_media":2921,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711,6],"tags":[61,1653,158,322],"class_list":{"0":"post-2920","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"category-news","9":"tag-cyberkriminelle","10":"tag-security","11":"tag-strafverfolgung","12":"tag-verhaftungen"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/strafverfolgung-maerz-2014\/2920\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/cyberkriminelle\/","name":"Cyberkriminelle"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/214"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2920"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11957,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2920\/revisions\/11957"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}