{"id":28513,"date":"2022-05-03T14:33:03","date_gmt":"2022-05-03T12:33:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=28513"},"modified":"2022-05-03T14:33:03","modified_gmt":"2022-05-03T12:33:03","slug":"interview-gabriel-mitacchione","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/28513\/","title":{"rendered":"Gabriel Mitacchione: &#8222;Nutzer lieben unsere Produkte, aber ihre Vorgesetzten\u2026&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Gabriel spielt gerne Fu\u00dfball, E-Gitarre und ist begeisterter Fan der Blockchain-Technologie und des gesamten NFT-\u00d6kosystems. Doch sein Leben war nicht immer einfach: Vor einigen Jahren musste er seine Eltern in Venezuela zur\u00fccklassen und nach Spanien auswandern, wo er mitten im Corona-Lockdown einen neuen Job bei Kaspersky annahm. In diesem Interview erz\u00e4hlt uns Gabriel, wie er zur Cybersicherheit gefunden hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2013 Wie war deine Kindheit in Venezuela? Wir h\u00f6ren in den Nachrichten oft von der dortigen Krisensituation\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Meine Kindheit war sch\u00f6n; ich habe Sport geliebt und viel Fu\u00dfball mit meinen Freunden gespielt. Meine Eltern sind beide Erd\u00f6l- &amp; Erdgastechniker und haben in der \u00d6lindustrie gearbeitet, bis sich die politische Situation zugespitzt und sich auch auf uns ausgewirkt hat \u2013 beide haben ihren Job verloren und eine Zeit lang ging es uns finanziell nicht besonders gut. Um ein Stipendium zu bekommen, musste ich st\u00e4ndig sehr gute Noten mit nach Hause bringen. Das war f\u00fcr mich mit viel Stress verbunden und nicht immer leicht.<\/p>\n<p>Nach dem Abitur entschied ich mich dann dazu, in die Fu\u00dfstapfen meiner Eltern zu treten. Allerdings fand ich Materialwissenschaften und Werkstofftechnik f\u00fcr mich interessanter. Bei finanziellen Problemen ist das Studium an einer Universit\u00e4t allerdings alles andere als einfach. 2018 machte ich dennoch meinen Bachelor in Werkstofftechnik an der <em>Universidad Sim\u00f3n Bol\u00edvar<\/em>, einer der renommiertesten Universit\u00e4ten des Landes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2013 In der N\u00e4he der Lomonossow-Universit\u00e4t, wo ich oft mit meinen Kindern spazieren gehe, steht ein Denkmal f\u00fcr Sim\u00f3n Bol\u00edvar. Was soll ich meinen Kindern deiner Meinung nach \u00fcber ihn erz\u00e4hlen?<\/strong><\/p>\n<p>Sim\u00f3n Bol\u00edvar ist einer der Nationalhelden Lateinamerikas. Von 1500 bis 1830 waren die meisten L\u00e4nder Lateinamerikas Teil des spanischen Imperiums. Bol\u00edvar war der Mann, der die Unabh\u00e4ngigkeit vieler L\u00e4nder erk\u00e4mpfte, darunter Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Panama, Peru und nat\u00fcrlich Venezuela!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-28514\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/05\/03142736\/interview-gabriel-mitacchione-photo-1.jpg\" alt=\"\" width=\"2555\" height=\"1680\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2013 Warum bist du nach Spanien gezogen?<\/strong><\/p>\n<p>In Krisenzeiten wandern viele Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben in andere L\u00e4nder aus. Tats\u00e4chlich ist mein Vater Sohn italienischer Einwanderer, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Venezuela gezogen sind. Ich bin also Teileurop\u00e4er und habe mich entschieden, in Europa noch einmal neu anzufangen. Spanien war f\u00fcr mich aufgrund der Sprache die erste Wahl; au\u00dferdem sind einige meiner Freunde ebenfalls nach Spanien ausgewandert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2013 Welche Unterschiede gibt es in Spanien im Vergleich zu Venezuela? Was findest du besser, was kommt dir &#8222;spanisch&#8220; vor?<\/strong><\/p>\n<p>Spanien ist gro\u00dfartig. Hier in Madrid kann ich endlich mein Leben leben und nicht nur <em>\u00fcberleben<\/em>. Die Spanier sind sehr herzlich, besonders im S\u00fcden! Meine Freundin kommt aus Andalusien, wir sind jetzt drei Jahre zusammen und m\u00f6chten bald heiraten!<\/p>\n<p>Was ich komisch finde? Die spanische Kultur ist ganz anders. Obwohl wir dieselbe Sprache sprechen, gibt es dennoch viele sprachliche Barrieren; einige W\u00f6rter haben beispielsweise komplett andere Bedeutungen.<\/p>\n<p>Es f\u00fchlt sich toll an, noch einmal ein vollkommen neues Leben anzufangen; obwohl man sich manchmal auch sehr einsam f\u00fchlt. Es ist beispielsweise nicht leicht, wenn man einen geliebten Menschen verliert und nicht dabei oder wenigstens in der N\u00e4he sein kann. Leider ist meine Gro\u00dfmutter verstorben, als ich bereits hier in Spanien gelebt habe und ich hatte nicht die M\u00f6glichkeit, mich von ihr zu verabschieden. Und nat\u00fcrlich vermisse ich meine Eltern wie verr\u00fcckt \u2013 jeden Tag!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-28515\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/05\/03142745\/interview-gabriel-mitacchione-photo-2.jpg\" alt=\"\" width=\"2555\" height=\"1680\" \/><\/p>\n<p><strong>\u2013 Du hast einen Bachelor in Werkstofftechnik, warum hast du bei Kaspersky angefangen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich kenne Kaspersky bereits, seitdem ich mir damals meinen ersten Laptop zugelegt habe. Das war 2014! Beigelegt war dem Laptop ein einj\u00e4hriges Abonnement f\u00fcr Kaspersky Internet Security, und genau ein Jahr lang funktionierte mein Laptop einwandfrei. Dann lief die Lizenz ab und ich wechselte zu einem anderen Antivirus: gro\u00dfer Fehler! Pl\u00f6tzlich ging einfach gar nichts mehr und ja, ich h\u00e4tte es damals besser wissen m\u00fcssen!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Studiums habe ich zun\u00e4chst versucht, einige Semester Informatik zu studieren, aber damals war das irgendwie nichts f\u00fcr mich. Ich habe mich zu dieser Zeit mehr f\u00fcr Physik und Chemie interessiert, obwohl ich der IT nie abgeneigt war.<\/p>\n<p>Nachdem ich mein erstes Praktikum in einer Fabrik f\u00fcr Kunststoffteile beendet hatte, fing ich an, f\u00fcr ein Kryptow\u00e4hrungsunternehmen zu arbeiten. Dort wurde mir bewusst, dass mir die Welt der Wirtschaft und des Vertriebs gef\u00e4llt. Also bin ich nach Spanien gezogen, um einen MBA zu machen und meine beiden Leidenschaften \u2013 Business und Technik \u2013 miteinander zu vereinen. Ich hatte das Gl\u00fcck, w\u00e4hrend meines MBA-Studiums einen Praktikumsplatz bei Kaspersky zu erhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2013 Du hast w\u00e4hrend des Lockdowns in Spanien bei Kaspersky angefangen. Wie haben sich die Einschr\u00e4nkungen auf deine Arbeit ausgewirkt?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, am Anfang war es etwas ungewohnt, sich nicht jeden Tag mit den Kollegen im B\u00fcro zu treffen. Es war bequem und beunruhigend zugleich. Ich hatte die Bef\u00fcrchtung, dass ich von Zuhause aus nicht wirklich viel lernen und mit meinen Kollegen interagieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ich habe im Bereich <em>Sales Intern<\/em> f\u00fcr den spanischen SMB-Kanal angefangen. Im Grunde musste ich allen Kanal- und Gebietsmanagern Support im Verkauf leisten, eine Menge Dinge im Zusammenhang mit unserem CRM verwalten, mit Partnern, Kunden und Distributoren in Kontakt bleiben, neue Partner einbinden und m\u00f6gliche Probleme mit dem Partnerportal l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben die Einschr\u00e4nkungen rund um Covid-19 meine Arbeit erschwert, aber mir auch dabei geholfen, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikations- und Multitasking-F\u00e4higkeiten zu entwickeln. Ich habe auch von Zuhause aus viel von meinen Kollegen gelernt. Als ich sie bei unserem ersten Partnerevent in Barcelona getroffen habe, war es fast schon ein bisschen lustig, sie nach einem Jahr Zusammenarbeit zum ersten Mal pers\u00f6nlich zu sehen!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-28516\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2022\/05\/03142752\/interview-gabriel-mitacchione-photo-3.jpg\" alt=\"\" width=\"2555\" height=\"1680\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2013 Welche Fragen werden dir zu Kaspersky-Produkten am H\u00e4ufigsten gestellt? Hat sich die Einstellung von Nutzern nach Beginn des Ukraine-Konflikts ge\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde sagen, es ist eine bunte Mischung. Es gibt viele Menschen, die sich f\u00fcr Sicherheitstechnologien interessieren und meist Fragen zu Produkteigenschaften haben. Viele von ihnen erkennen Kaspersky als Marktf\u00fchrer an \u2013 das erleichtert meine Arbeit.<\/p>\n<p>Ihre Hauptanliegen sind gr\u00f6\u00dftenteils die gleichen: Was ist, wenn der Dienst nicht mehr funktioniert oder sie einem Angriff zum Opfer fallen und Hilfe vom Support ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Leider werden mittlerweile viele Leute von dem schlechten Ruf des Unternehmens abgeschreckt, den der Ukraine-Konflikt hervorgerufen hat. Einige Nutzer erz\u00e4hlen uns, dass sie unsere Produkte lieben, aber ihre Vorgesetzten mit keinem russischen Unternehmen in Verbindung gebracht werden m\u00f6chten. Das ist schade, denn diese Art der Russophobie macht absolut keinen Sinn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u2013 Hast du dich jemals gefragt, ob dein Leben einfacher w\u00e4re, wenn du nicht f\u00fcr ein russisches Unternehmen arbeiten w\u00fcrdest?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, nicht ein einziges Mal! Meine russischen Kollegen geh\u00f6ren zu den nettesten Menschen, mit denen ich je zusammengearbeitet habe. Seit ich hier arbeite, f\u00fchle ich mich verstanden. Von Anfang an haben sie mir dabei geholfen produktiver zu werden. Firmenintern gibt es keine Konkurrenzk\u00e4mpfe \u2013 wir sind ein Team und das sp\u00fcrt man. Ich wurde nicht nur in einem Unternehmen, sondern in einer herzlichen Familie aufgenommen. Ohne Zweifel ist Kaspersky f\u00fcr mich das beste Unternehmen, f\u00fcr das ich bisher gearbeitet habe. Und ich hoffe, dass ich meine Karriere hier noch viele Jahre weiterentwickeln kann.<\/p>\n<input type=\"hidden\" class=\"category_for_banner\" value=\"kesb-top3\" \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lernen Sie Gabriel Mitacchione, Sales Assistant bei Kaspersky Iberia, kennen.<\/p>\n","protected":false},"author":2497,"featured_media":28517,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2712],"tags":[226,326],"class_list":{"0":"post-28513","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-special-projects","8":"tag-interview","9":"tag-kaspersky"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/28513\/"},{"hreflang":"en-in","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.in\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/24076\/"},{"hreflang":"en-ae","url":"https:\/\/me-en.kaspersky.com\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/19562\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/26405\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/24352\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/24720\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/27120\/"},{"hreflang":"it","url":"https:\/\/www.kaspersky.it\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/26652\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/44172\/"},{"hreflang":"fr","url":"https:\/\/www.kaspersky.fr\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/18826\/"},{"hreflang":"pt-br","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.br\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/19361\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/30427\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/interview-gabriel-mitacchione\/30195\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/kaspersky\/","name":"Kaspersky"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2497"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28513"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28513\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28518,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28513\/revisions\/28518"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}