{"id":2458,"date":"2014-02-20T08:00:22","date_gmt":"2014-02-20T08:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=2458"},"modified":"2022-05-26T19:07:56","modified_gmt":"2022-05-26T17:07:56","slug":"facebook-ubernimmt-whatsapp-was-sind-die-konsequenzen-fur-die-nutzer-der-app","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/facebook-ubernimmt-whatsapp-was-sind-die-konsequenzen-fur-die-nutzer-der-app\/2458\/","title":{"rendered":"Facebook \u00fcbernimmt WhatsApp: Was sind die Konsequenzen f\u00fcr die Nutzer der App?"},"content":{"rendered":"<p>Der Kauf von WhatsApp durch Facebook hat in der letzten Woche hohe Wellen geschlagen, denn das Soziale Netzwerk zahlte eine Rekordsumme f\u00fcr das Messaging-Startup. Sage und schreibe 19 Milliarden US-Dollar wurden f\u00fcr eine Firma mit 450 Millionen aktiven Anwendern ausgegeben \u2013 Das sind fast 42 Dollar pro Anwender! Wenn man bedenkt, dass WhatsApp einen symbolischen Beitrag von einem Dollar pro Jahr von den Anwendern verlangt, ist klar, dass diese Einnahmen niemals kurz- oder mittelfristig die \u00dcbernahmekosten decken werden. Nat\u00fcrlich gibt es die Bef\u00fcrchtung, dass Werbung in WhatsApp auftauchen wird \u2013 zusammen mit Privatsph\u00e4re-sch\u00e4dlichen \u00dcberwachungs-Tools, inklusive dem Mitlesen von Nachrichten (man denke nur an Gmail). Ist es also an der Zeit, sich eine Alternative zu WhatsApp zu suchen?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal: Keine Panik. Das Ganze hat keine Eile. In Postings zur \u00dcbernahme haben Facebook-Gr\u00fcnder Mark Zuckerberg und WhatsApp-Chef <a href=\"http:\/\/blog.whatsapp.com\/index.php\/2014\/02\/facebook\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Jan Koum<\/a> klargemacht, dass WhatsApp eine eigene Firma mit unabh\u00e4ngigen Richtlinien bleiben wird. Bedenken Sie auch, dass Jan Koum f\u00fcr seine <a href=\"http:\/\/blog.whatsapp.com\/index.php\/2012\/06\/why-we-dont-sell-ads\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Ablehnung von werbungsabh\u00e4ngigen Umsatzmodellen<\/a> bekannt ist, so dass wir nicht erwarten, dass Werbung und die entsprechenden Analyse-Tools so schnell in WhatsApp auftauchen werden. Doch nat\u00fcrlich kann sich \u00fcber l\u00e4ngere Zeit einiges \u00e4ndern. Wenn Sie also von WhatsApp auf einen anderen Dienst wechseln m\u00f6chten, haben Sie dennoch genug Zeit, eine passende Alternative zu finden und auch Ihre Freunde zu \u00fcberzeugen, umzusteigen. Ein Jahr Zeit bleibt Ihnen daf\u00fcr sicherlich.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Es gibt keine neuen Gr\u00fcnde, sich um die Privatsph\u00e4re der Nachrichten Sorgen zu machen<\/div>\n<p>Zum zweiten gibt es keine <i>neuen <\/i>Gr\u00fcnde, sich um die Privatsph\u00e4re der Nachrichten Sorgen zu machen. Ehrlich gesagt, war WhatsApp nie ein wirklich vertrauliches Nachrichten-Tool, und es gab schon in der Vergangenheit einige Einbr\u00fcche, inklusive <a href=\"https:\/\/threatpost.com\/whatsapp-crypto-error-exposes-messages\/102565\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Angriffe, die das Mith\u00f6ren m\u00f6glich machen<\/a>. Doch heute nutzt WhatsApp eine vern\u00fcnftige Verschl\u00fcsselung, zudem sagt das Unternehmen, dass die Nachrichten der Anwender nach der Auslieferung an den Empf\u00e4nger niemals gespeichert werden. Erwarten Sie also nicht, dass die Datensammler von Facebook Ihre Nachrichten-Historie durchsuchen werden. Allerdings gibt es auch spezielle Anwendungen f\u00fcr vertrauliche Nachrichten, und der Kauf durch Facebook hat nichts mit der Privatsph\u00e4re bei WhatsApp zu tun. Denken Sie eher an die <a href=\"https:\/\/threatpost.com\/the-year-in-nsa\/103329\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">NSA<\/a> und \u00e4hnliche Beh\u00f6rden, wenn Sie sich dar\u00fcber sorgen, dass jemand Ihre Nachrichten mitlesen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann man also sagen, dass es keinen dringenden Grund gibt, von WhatsApp auf eine andere mobile Messaging-Plattform zu wechseln. Vertrauliche Daten sollten sowieso niemals unverschl\u00fcsselt \u00fcber Standard-Kommunikationskan\u00e4le versendet werden, egal ob \u00fcber Facebook, WhatsApp oder per E-Mail. Verwenden Sie <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/pgp-reliable-privacy-security-and-authentication-for-everyone\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">spezielle Sicherheitswerkzeuge<\/a>, um Ihre Daten vor neugierigen Augen zu sch\u00fctzen. Die echte Gefahr in naher Zukunft kommt eher von <a href=\"https:\/\/threatpost.com\/whatsapp-spam-spreads-new-banking-trojan\/103749\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">einer Welle gef\u00e4lschter E-Mails und Nachrichten<\/a>, die Sie auffordern, Ihr \u201eWhatsApp-Konto zu best\u00e4tigen\u201c oder \u201eFacebook-Anzeigen innerhalb von WhatsApp auszuschalten\u201c. Solche Nachrichten werden auf jeden Fall einen sch\u00e4dlichen Link enthalten, und wenn Sie darauf klicken k\u00f6nnten Sie Ihr Ger\u00e4t infizieren oder auf einer Phishing-Seite landen, die Ihre Daten stehlen m\u00f6chte. WhatsApp und Facebook werden solche Nachrichten garantiert nicht versenden \u2013 fallen Sie also nicht auf solche Betrugsmaschen herein.<\/p>\n<input type=\"hidden\" class=\"category_for_banner\" value=\"ksc-trial\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kauf von WhatsApp durch Facebook hat in der letzten Woche hohe Wellen geschlagen, denn das Soziale Netzwerk zahlte eine Rekordsumme f\u00fcr das Messaging-Startup. Sage und schreibe 19 Milliarden US-Dollar wurden f\u00fcr eine Firma mit 450 Millionen aktiven Anwendern ausgegeben \u2013 Das sind fast 42 Dollar pro Anwender! Wenn man bedenkt, dass WhatsApp einen symbolischen Beitrag von einem Dollar pro Jahr von den Anwendern verlangt, ist klar, dass diese Einnahmen niemals kurz- oder mittelfristig die \u00dcbernahmekosten decken werden. Nat\u00fcrlich gibt es die Bef\u00fcrchtung, dass Werbung in WhatsApp auftauchen wird \u2013 zusammen mit Privatsph\u00e4re-sch\u00e4dlichen \u00dcberwachungs-Tools, inklusive dem Mitlesen von Nachrichten (man denke nur an Gmail). 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