{"id":20704,"date":"2019-11-20T15:37:56","date_gmt":"2019-11-20T13:37:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=20704"},"modified":"2019-11-22T15:40:12","modified_gmt":"2019-11-22T13:40:12","slug":"internet-in-space","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/internet-in-space\/20704\/","title":{"rendered":"Internet im Weltall: von der ISS zum Mars"},"content":{"rendered":"<p>Mittlerweile hat das Internet so gut wie alle Ecken der Erde erreicht. An Bord eines Flugzeugs online zu sein ist schon lange nichts Neues mehr und selbst die Internationale Raumstation ist mit dem Internet verbunden. Tats\u00e4chlich bereiten sich Weltraumforschungsagenturen schon jetzt darauf vor, auch andere Planeten in unserem Sonnensystem zu vernetzen. Und nein, selbst beim Space Web geht es nicht nur um Arbeit. Auch hier hilft es den Menschen, die weit weg von Mutter Erde sind, mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben. In diesem Beitrag m\u00f6chten wir deshalb einen Blick darauf werfen, wie das Space Web derzeit funktioniert und wie es sich in Zukunft entwickeln wird.<\/p>\n<h2>WWW auf der ISS<\/h2>\n<p>Die Besatzung der Internationalen Raumstation hatte <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/home\/hqnews\/2010\/jan\/HQ_M10-012_ISS_Web.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">bereits 2010 zum ersten Mal Zugriff auf das Internet<\/a>. Bereitgestellt wurde der Zugang von der NASA. Dabei nutzten (und nutzen die Astronauten auch heute noch) eine Satellitenverbindung, um im Remote-Desktop-Modus eine Verbindung zu einem Computer in Houston herzustellen und von dort aus online zu gehen. Auf diese Weise wird auch eine gewisse Sicherheit gew\u00e4hrt: Selbst wenn ein Mitglied der ISS-Crew einen b\u00f6swilligen Link oder eine b\u00f6swillige Datei \u00f6ffnet, ist nur der Bodencomputer gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Der NASA-Astronaut TJ Creamer w\u00fcrdigte die Ankunft des Internets auf der ISS, mit dem ersten Tweet aus dem All:<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"500\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Hello Twitterverse! We r now LIVE tweeting from the International Space Station \u2014 the 1st live tweet from Space! \ud83d\ude42 More soon, send your ?s<\/p>\n<p>\u2014 TJ Creamer (@Astro_TJ) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Astro_TJ\/status\/8062317551?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">January 22, 2010<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<h3>Russisches Weltraum-Internet<\/h3>\n<p>Es sieht so aus, als w\u00fcrde die ISS bald mehr als einen Internet-Provider haben: Russland plant n\u00e4mlich, ihr Segment der Station auch bald mit dem Internet zu verbinden. Die Aufgabe wird mithilfe eines Netzwerks von Luch-Relay-Satelliten ausgef\u00fchrt, das sich momentan im Upgrade-Modus befindet.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr haben die Kosmonauten Alexander Misurkin und Anton Shkaplerov die ISS-Antenne aufger\u00fcstet, um gro\u00dfe Mengen an Satellitendaten empfangen zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig haben sie mit einer extravehikularen Arbeitsdauer von 8 Stunden und 12 Minuten <a href=\"https:\/\/www.space.com\/39583-cosmonauts-break-russian-spacewalk-time-record.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">einen russischen Rekord<\/a> aufgestellt.<\/p>\n<p>Laut Sergey Krikalev, Kosmonaut und Roscosmos-Sprecher, <a href=\"https:\/\/ria.ru\/20190411\/1552575394.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">wurde die neue Ausr\u00fcstung bereits getestet<\/a>, sodass die ISS bald \u00fcber die Luch-Satelliten online gehen wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20709\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2019\/11\/21174740\/internet-in-space-iss-11.jpg\" alt=\"\" width=\"1460\" height=\"1000\"><\/p>\n<h2>Satellitenprobleme<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich ist das Internet auf der ISS nicht ann\u00e4hernd so schnell und verz\u00f6gerungsfrei wie das eigene Heimnetz. Dennoch hat die Satellitenkommunikation Vorteile gegen\u00fcber drahtgebundenen Technologien, wie z. B. die Verf\u00fcgbarkeit an Orten, an denen offensichtlich keine Kabel verwendet werden k\u00f6nnen. Doch selbstverst\u00e4ndlich gibt es auch einige Herausforderungen.<\/p>\n<h3>Hoher Ping, langsame Geschwindigkeit.<\/h3>\n<p>Obwohl sich die ISS auf einer H\u00f6he von rund 400 km befindet, legen die Daten eine viel gr\u00f6\u00dfere Entfernung zur\u00fcck, um die Erde zu erreichen. Zun\u00e4chst sendet die ISS das Signal nach oben zu einem Relaissatelliten, der bis zu 35.786 km \u00fcber dem Boden fliegt. Nur von dort kann das Signal nach unten zu einer Bodenfunkstation geleitet werden.<\/p>\n<p>Die zur\u00fcckgelegte Gesamtentfernung der Daten an Bord der ISS und des an die ISS zur\u00fcckgesendeten Antwortsignals betr\u00e4gt knapp 150.000 Kilometer. Das braucht seine Zeit. Laut einem NASA-Mitarbeiter betr\u00e4gt die \u00dcbertragungsverz\u00f6gerung des Datenaustausches mit der ISS <a href=\"https:\/\/www.quora.com\/How-fast-is-the-Internet-on-the-ISS-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">etwa eine halbe Sekunde<\/a> \u2013 etwa das 20-fache einer <a href=\"https:\/\/www.pingman.com\/kb\/article\/what-s-normal-for-latency-and-packet-loss-42.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">durchschnittlichen Kabelverbindung<\/a>.<\/p>\n<p>Sie verwenden es auch, um viele wissenschaftliche Daten und Videoinhalte zur Missionszentrale zu streamen. Ihre Kollegen auf der Erde <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/quora\/2017\/02\/13\/what-it-takes-for-the-international-space-station-to-stream-video-to-the-internet\/%252525252322cd229e6b1e\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">verbreiten die Inhalte dann im Internet<\/a>, damit die Menschheit <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/multimedia\/nasatv\/iss_ustream.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">das Leben an Bord der ISS und die Aussichten von dort mitverfolgen kann<\/a>. Die gleiche Satellitenverbindung erm\u00f6glicht es der Besatzung der ISS-Raumstation Audio- und Videokonferenzen mit der Erde herzustellen.<\/p>\n<p>Infolgedessen kann nur ein kleiner Teil der Bandbreite f\u00fcr Tweets und Browsing verwendet werden. Obwohl die Download-Rate des Satelliten 300 Mbit \/ s betr\u00e4gt, ist die Upload-Rate auf 25 Mbit \/ s begrenzt. In Bezug auf die Geschwindigkeit ist die zur Verf\u00fcgung stehende Verbindung zur ISS mit der eines alten Modems vergleichbar.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus verl\u00e4sst die Station in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden die den Abdeckungsbereich der Satelliten. Von den 90 Minuten, die die ISS ben\u00f6tigt, um die Erde zu umkreisen, hat sie bis zu 15 Minuten lang <a href=\"https:\/\/github.com\/ISS-Mimic\/Mimic\/wiki\/ISS-Telemetry\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u00fcberhaupt keine Abdeckung<\/a>.<\/p>\n<h3>Begrenzter Treibstoff<\/h3>\n<p>Satelliten bleiben in st\u00e4ndigem Kontakt mit der Erde. Damit ihr Standort immer derselbe bleibt, bewegen sie sich <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Geostationary_orbit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">genau so schnell<\/a>, wie unser Planet sich dreht. Dennoch muss die Umlaufbahn von Zeit zu Zeit angepasst werden, da sonst die Gefahr besteht, dass Satelliten aus der Bahn kommen und nicht mehr erreichbar sind. Diese Man\u00f6ver werden mit Treibstoff durchgef\u00fchrt. Doch Satelliten sind, wie wir alle wissen, keine Autos oder Flugzeuge und k\u00f6nnen nicht einfach zum Tanken zur Erde zur\u00fcckfliegen.<\/p>\n<p>Um dieses Problem zu l\u00f6sen, suchen Unternehmen auf der ganzen Welt nach M\u00f6glichkeiten, Satelliten direkt <a href=\"https:\/\/www.wired.co.uk\/article\/satellite-refuel-space-orbit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">im Weltraum<\/a> aufzutanken. Systeme, die Treibstoffe in die Umlaufbahn bef\u00f6rdern sollen, werden im US-amerikanischen Segment der ISS, von der kanadischen MDA Corporation und von der britisch-israelischen Effective Space Solutions getestet. Auch die Europ\u00e4ische Weltraumorganisation (ESA) hat <a href=\"https:\/\/www.esa.int\/Our_Activities\/Space_Engineering_Technology\/World-first_firing_of_air-breathing_electric_thruster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">ein Triebwerk entwickelt<\/a> , das Luftmolek\u00fcle aus den oberen Schichten der Erdatmosph\u00e4re als Treibstoff verwenden kann.<\/p>\n<h3>Stromausfall<\/h3>\n<p>Das Treibstoffproblem kann zum Teil mit Strom gel\u00f6st werden: Strom ist durch die Solarpanele erneuerbar und kann den Kraftstoffverbrauch senken. Strom wird auch ben\u00f6tigt, um mit der Erde und anderen Raumfahrzeugen zu kommunizieren. Manchmal werden Satelliten jedoch durch unseren Planeten von der Sonne abgeschirmt, weshalb mit Batterien gearbeitet wird, die nur eine begrenzte Kapazit\u00e4t haben.<\/p>\n<p>Russische Wissenschaftler haben eine L\u00f6sung vorgeschlagen, bei der sich <a href=\"https:\/\/www.militaryaerospace.com\/power\/article\/14038082\/laser-satellites-power\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">mehrere Dutzend Weltraumroboter<\/a> um das Aufladen leerer Satelliten k\u00fcmmern sollen. Die Roboter w\u00fcrden Strom sowohl aus Sonnenenergie als auch aus Funk\u00fcbertragungen der Erde generieren. Die Technologie kann die Lebensdauer von Raumfahrzeugen um das 1,5-fache verl\u00e4ngern und sie gleichzeitig durch das Entsorgen \u00fcbersch\u00fcssiger Batterien und Solarmodule leichter machen.<\/p>\n<h3>\u00dcberhitzung<\/h3>\n<p>Weltraum-Repeater oder Relaissatelliten, die immer mit voller Kapazit\u00e4t arbeiten, sind mit dem Problem der \u00dcberhitzung konfrontiert. Da der Raum im Weltall luftlos ist, w\u00e4ren L\u00fcfter, die zur K\u00fchlung von Computern am Boden verwendet werden, nutzlos. Obwohl es im Weltall viel k\u00e4lter ist als auf Erdoberfl\u00e4che, ist die W\u00e4rmeableitung dort ein viel schwierigeres Problem.<\/p>\n<p>Um eine \u00dcberhitzung zu vermeiden, verwenden Raumfahrzeuge Radiatoren, die Hitze in W\u00e4rmestrahlung umwandeln. Je leistungsst\u00e4rker der Satellit ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist der Radiator, den er zur K\u00fchlung ben\u00f6tigt. Um die 25-kW starken Kommunikationssatelliten der neuen Generation zu k\u00fchlen, entwickelten die Forscher einen 4 \u00d7 1 m gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/artes.esa.int\/news\/new-heat-dissipater-keeps-satellites-cool-space\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Radiatoren<\/a>.<\/p>\n<h3>Kosmische Strahlung<\/h3>\n<p>Ein weiteres Problem sind kosmische Strahlen, die jegliche Elektronik st\u00f6ren. Hier am Boden kommt der Strahlenschutz vom Magnetfeld und der Atmosph\u00e4re des Planeten. Im Weltall gibt es jedoch keinen derartigen Schutz. Daher sind die in Raumfahrzeugen verwendeten elektronischen Komponenten strahlenresistent gebaut. Die Strahlung stellt dennoch nach wie vor ein Hauptproblem f\u00fcr Satelliten dar.<\/p>\n<p>Laut dem Kosmonauten Pavel Vinogradov sind Laptops auf <a href=\"https:\/\/habr.com\/ru\/post\/376309\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">der ISS sehr schnell au\u00dfer Betrieb<\/a> , obwohl die ISS-Module recht gut gesch\u00fctzt sind. Auch<a href=\"https:\/\/www.tested.com\/science\/space\/455640-how-cosmic-rays-damage-camera-sensors-space\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> Kameras<\/a> leiden unter den Umgebungsbedingungen: Bilder werden schnell mit toten Pixeln \u00fcbers\u00e4t. Dar\u00fcber hinaus\u00a0 <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Space_weather%2525252523Spacecraft_electronics\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">st\u00f6rt die Strahlung die von den Satelliten \u00fcbertragene Signale stark<\/a> und kann einzelne Speichersegmente der Bordger\u00e4te besch\u00e4digen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20710\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2019\/11\/21174830\/internet-in-space-iss-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1460\" height=\"960\"><\/p>\n<h2>Strahlung vs. Kryptografie<\/h2>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde, wieso Informationen zwischen der Erde und vielen Raumfahrzeugen unverschl\u00fcsselt ausgetauscht werden, ist die Strahlung. Sollte die Strahlung den f\u00fcr den Verschl\u00fcsselungsschl\u00fcssel verwendeten Speicherbereich besch\u00e4digen, wird die Kommunikation unterbrochen.<\/p>\n<p>Das Problem ist nicht so akut f\u00fcr die Relais-Satelliten, \u00fcber die die ISS-Besatzung online geht, da diese mehr oder weniger gesch\u00fctzt sind. Dies ist jedoch bei den meisten anderen Raumfahrzeugen in der Erdumlaufbahn nicht der Fall.<\/p>\n<p>Mangelnde Verschl\u00fcsselung ist ein empfindliches Thema, da Satelliten ebenso wie Bodencomputer potenzielle Angriffsziele sind. Die Europ\u00e4ische Weltraumorganisation hat k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.esa.int\/spaceinimages\/Images\/2019\/07\/Cryptography_ICE_Cube_experiment\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">ein Experiment gestartet<\/a> , um Abhilfe zu schaffen. Die Forscher testen zwei Ans\u00e4tze, um eine robuste und verschl\u00fcsselte Kommunikation mit Satelliten zu einem vern\u00fcnftigen Preis aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<ol>\n<li>Ein an der Hardware angeschlossenen, sekund\u00e4rer Basisersatzschl\u00fcssel. Sollte der Hauptschl\u00fcssel kompromittiert werden, generiert das System einen neuen Schl\u00fcssel basierend auf dem Sekund\u00e4rschl\u00fcssel. Es kann jedoch nur eine begrenzte Anzahl solcher Schl\u00fcssel erstellt werden.<\/li>\n<li>Eine Anzahl identischer Mikroprozessorkerne. Wenn ein Kernel ausf\u00e4llt, kann jederzeit ein anderer einspringen, w\u00e4hrend der fehlerhafte Kernel seine Konfiguration neu l\u00e4dt und sich dadurch selbst repariert.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Ger\u00e4t zum Testen dieser Methoden wurde im April 2019 zur ISS geflogen. Es wird ein kontinuierlicher Betrieb von mindestens einem Jahr erwartet. Es basiert auf einem Standard-Raspberry Pi Zero-Minicomputer, was es zu einer relativ kosteng\u00fcnstigen L\u00f6sung macht.<\/p>\n<p>Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass die Kommunikation mit Satelliten in den kommenden Jahren sicherer wird, denn es gibt keine einfache M\u00f6glichkeit, die bereits im Weltraum gestarteten Systeme zu aktualisieren.<\/p>\n<h2>Marsianisches Internet<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend einige Forscher damit besch\u00e4ftigt sind, den Satellitenschutz und die Bandbreite zu verbessern, \u00fcberlegen andere, ein interplanetarisches <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Interplanetary_Internet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Internet zu erschaffen<\/a>. Die zu l\u00f6senden Probleme \u00e4hneln in vielerlei Hinsicht denen der ISS-Besatzung, wenn auch in einem v\u00f6llig anderen Ma\u00dfstab.<\/p>\n<p>Abh\u00e4ngig von der relativen Position des roten Planeten zur Erde dauert es zwischen <a href=\"https:\/\/www.mars-one.com\/faq\/technology\/how-does-the-mars-base-communicate-with-earth\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">3 bis zu 22 Minuten<\/a>, bis ein Signal den Mars erreicht. Das ist nicht ann\u00e4hernd so gut wie die halbe Sekunde an Verz\u00f6gerung an Bord der ISS. Dar\u00fcber hinaus <a href=\"https:\/\/www.mars-one.com\/faq\/technology\/how-does-the-mars-base-communicate-with-earth\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">wird die direkte Kommunikation zwischen Mars und Erde alle zwei <u>Jahre f\u00fcr zwei Wochen unterbrochen<\/u>, wenn sich die Sonne zwischen den beiden Planeten befindet und Signale blockiert.<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20711\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2019\/11\/21174904\/internet-in-space-mars.jpg\" alt=\"\" width=\"1460\" height=\"900\"><\/p>\n<p>Das Internet im Weltall hat auch einige einzigartige Funktionen. Alle Knoten des Netzwerks sind in st\u00e4ndiger Bewegung. Mit terrestrischen Internettechnologien, die unter solchen Bedingungen nutzlos sind, <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/328040351_Future_Architecture_of_the_Interplanetary_Internet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">entwickeln<\/a> Wissenschaftler zurzeit alternative Anordnungen, um die Kommunikation zwischen der Erde, dem Mond, dem Mars und anderen Planeten zu erm\u00f6glichen. Diese k\u00f6nnen sich auf Folgendes st\u00fctzen:<\/p>\n<ol>\n<li>Daten\u00fcbertragungsprotokolle wie die Daten\u00fcbertragungsl\u00f6sung des verz\u00f6gerungstoleranten Netzwerks <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/content\/dtn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">(Delay \/ Disruption Tolerant Networking, kurz: DTN)<\/a> der NASA, die entwickelt wurden, um mit langen Verz\u00f6gerungen, erheblich hohen Fehlerraten und h\u00e4ufigen Unzug\u00e4nglichkeiten von Knoten fertig zu werden. Gem\u00e4\u00df diesem Modell speichern Zwischenknoten (z. B. Satelliten) Daten, bis sie sie diese an die n\u00e4chsten Knoten \u00fcbermitteln k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Der Verzicht auf aktuelle funkbasierte Satellitenkommunikation zugunsten optischer (z. B. <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/mission_pages\/tdm\/lcrd\/overview.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Laser-<\/a>) Daten\u00fcbertragungstechnologien. Erstens bieten optische Kommunikationen ein Vielfaches der Bandbreite. Zweitens sind optische Sender und Empf\u00e4nger kompakter und ben\u00f6tigen auf jedem Relaissatelliten weniger stromkritische Ressourcen.<\/li>\n<li>Satellitenanordnungen, die in der <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/ellistalton\/2018\/09\/06\/communications-infrastructure-on-mars-could-be-the-envy-of-earth\/%25252525232d77a7e93706\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Lage sind, Signale um die Sonne zu senden<\/a> , selbst wenn sich Erde und Mars (oder andere Planeten der Weltraumordnung) auf der gegen\u00fcberliegenden Seite des Sterns befinden.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Die Zukunft ist n\u00e4her als wir glauben<\/h3>\n<p>Wie Sie sehen, sind soziale Netzwerke oder sogar Videokonferenzen mit Bewohnern von Mars oder Mond gar nicht mehr so abwegig wie fr\u00fcher. Nat\u00fcrlich hat die Menschheit einen langen Weg vor sich, um das Internet in den Weltraum zu bringen, doch die Grundsteine wurden bereits gelegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibt es Internet an Bord der ISS? Wie lange dauert es, bis man eine Nachricht vom Mars erh\u00e4lt? Lernen Sie die Netzwerke von heute und morgen kennen.<\/p>\n","protected":false},"author":2049,"featured_media":20705,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2287],"tags":[329,377,1642,645,156,378,936],"class_list":{"0":"post-20704","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-technology","8":"tag-internet","9":"tag-iss","10":"tag-satelliten","11":"tag-technologie","12":"tag-verschlusselung","13":"tag-weltraum","14":"tag-zukunft"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/internet-in-space\/20704\/"},{"hreflang":"en-in","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.in\/blog\/internet-in-space\/16650\/"},{"hreflang":"en-ae","url":"https:\/\/me-en.kaspersky.com\/blog\/internet-in-space\/14043\/"},{"hreflang":"ar","url":"https:\/\/me.kaspersky.com\/blog\/internet-in-space\/6508\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/internet-in-space\/18618\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/internet-in-space\/16690\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/internet-in-space\/15359\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/internet-in-space\/19305\/"},{"hreflang":"it","url":"https:\/\/www.kaspersky.it\/blog\/internet-in-space\/18011\/"},{"hreflang":"ru","url":"https:\/\/www.kaspersky.ru\/blog\/internet-in-space\/23638\/"},{"hreflang":"tr","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.tr\/blog\/internet-in-space\/6439\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/internet-in-space\/28267\/"},{"hreflang":"fr","url":"https:\/\/www.kaspersky.fr\/blog\/internet-in-space\/12313\/"},{"hreflang":"zh","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.cn\/blog\/internet-in-space\/10179\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/internet-in-space\/24028\/"},{"hreflang":"nl","url":"https:\/\/www.kaspersky.nl\/blog\/internet-in-space\/24260\/"},{"hreflang":"ru-kz","url":"https:\/\/blog.kaspersky.kz\/internet-in-space\/19077\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/internet-in-space\/23372\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/internet-in-space\/23284\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/technologie\/","name":"Technologie"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2049"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20704"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20704\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21558,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20704\/revisions\/21558"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20705"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}