{"id":19909,"date":"2019-08-12T11:56:15","date_gmt":"2019-08-12T09:56:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=19909"},"modified":"2019-11-22T12:01:54","modified_gmt":"2019-11-22T10:01:54","slug":"contact-form-spam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/contact-form-spam\/19909\/","title":{"rendered":"Spamverteilung \u00fcber Unternehmenswebseiten"},"content":{"rendered":"<p>Spammer sind stetig auf der Suche nach neuen Wegen, harmlosen Empf\u00e4ngern l\u00e4stige Spamnachrichten zukommen zu lassen und jegliche Filter, auf die sie bei ihrer Mission sto\u00dfen, zu umgehen. Im Idealfall m\u00f6chten sie den Eindruck erwecken, dass die Nachricht von einem legitimen Absender stammt. So wird beispielsweise versucht, Spam von einer Ihrem Unternehmen zugeordneten Adresse \u00fcber Ihre eigene Website zu versenden. Diese Methode \u2013 die wir im Anschluss genauer erl\u00e4utern werden \u2013 wird bei Betr\u00fcgern mittlerweile immer beliebter.<\/p>\n<p>Heutzutage ist fast jedes Unternehmen daran interessiert, Feedback von seinen Kunden zu erhalten, um angebotene Dienstleistungen zu verbessern, neue und alte Kunden zu halten usw. Um dieses Feedback zu erhalten, platzieren Unternehmen in der Regel ein speziell darauf ausgerichtetes Formular oder sogar mehrere solcher Formulare auf der Unternehmenswebsite. Nutzer k\u00f6nnen diese Formulare dann verwenden, um Fragen zu stellen, ihr Feedback zu hinterlassen, sich f\u00fcr Unternehmensveranstaltungen anzumelden und Newsletter zu abonnieren, um spezielle Angebote zu erhalten. In der Zwischenzeit versuchen Angreifer, diesen Mechanismus auszunutzen, um Spam an v\u00f6llig unabh\u00e4ngige Personen oder Unternehmen zu senden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>So k\u00f6nnen Angreifer Ihre Website zum Nachrichtenversand nutzen<\/h2>\n<p>Der Mechanismus ist in der Tat ziemlich simpel. In der Regel m\u00fcssen sich Nutzer, die einen bestimmten Onlinedienst nutzen, sich in eine Mailingliste eintragen oder eine Frage auf einer Unternehmenswebsite stellen m\u00f6chten, in der Regel zuerst registrieren. Das hei\u00dft, sie m\u00fcssen mindestens ihren Namen und ihre E-Mail-Adresse angeben. Nachdem der Benutzer eine Registrierungsanfrage gestellt hat, l\u00e4sst ihm das Unternehmen eine Best\u00e4tigungsnachricht per E-Mail zukommen. Lange Rede, kurzer Sinn: Spammer haben mittlerweile herausgefunden, wie sie ihre eigenen Informationen zu diesen Best\u00e4tigungsnachrichten hinzuf\u00fcgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sie geben die E-Mail-Adresse des Opfers als Registrierungsadresse an und geben eine spezifische Werbebotschaft in das Namensfeld ein \u2013 zum Beispiel: \u201eWir verkaufen Eisenbleche zum Spitzenpreis. Besuchen Sie http:\/\/sheetiron.su!\u201c Der Registrierungsmechanismus sendet daraufhin eine Best\u00e4tigungsnachricht an das Opfer. Die Nachricht erscheint dann folgenderma\u00dfen im Postfach das Empf\u00e4ngers: \u201eHallo, wir verkaufen Eisenbleche zu einem Spitzenpreis. Besuchen Sie http:\/\/sheetiron.su! Bitte best\u00e4tigen Sie Ihre Registrierungsanfrage \u2026\u201c Wenn nun jemand versucht, jemandem diesen Streich \u00fcber das Registrierungsformulars auf der Website eines Bauunternehmens zu spielen, kann das Ergebnis relativ \u00fcberzeugend sein.<\/p>\n<h2>Damals &amp; heute: So nutz(t)en Angreifer Feedback-Formulare<\/h2>\n<p>Es ist bemerkenswert und vor allem ironisch, dass dieses neue, von Spammern ausgenutzte Tool, urspr\u00fcnglich aus dem Kampf <em>gegen<\/em> Spam hervorgegangen ist. Als das Internet noch in Babyschuhen steckte, war das Feedback-Tool einer Website wie ein G\u00e4stebuch konzipiert, in dem jeder eine Nachricht hinterlassen konnte. Scherzkekse und Spammer nutzten diese Tatsache schamlos aus und verwandelten G\u00e4steb\u00fccher auf diese Weise in ein chaotisches Durcheinander. Website-Sicherheitsexperten beschlossen dann die prim\u00e4re Registrierung der Nutzer zu fordern, um eine Nachricht hinterlassen zu k\u00f6nnen. Die Angreifer antworteten mit Programmen, mit denen Benutzer automatisch unter fiktiven E-Mail-Adressen registriert wurden, sodass sie das Unternehmen, dem die Website geh\u00f6rte, auch weiterhin mit Spam bombardieren konnten.<\/p>\n<p>Folglicherweise begannen die Website-Entwickler damit, die Benutzer dazu aufzufordern, ihre E-Mail-Adressen zu best\u00e4tigen. Genau diesen Mechanismus k\u00f6nnen Spammer jetzt zum Nachrichtenversand ausnutzen. In diesem Fall werden keine Spammails an das Unternehmen selbst gesendet, sondern die Benutzerdaten, die w\u00e4hrend des Registrierungsprozesses erfasst werden, schlichtweg in einer Datenbank gespeichert. Die Opfer erhalten dann eine Nachricht, die ungef\u00e4hr so aussieht:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2019\/08\/12115347\/contact-form-spam-Example-1-new.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2019\/08\/12115347\/contact-form-spam-Example-1-new.png\" alt=\"\" width=\"934\" height=\"765\" class=\"aligncenter size-full wp-image-19921\"><\/a><\/p>\n<h2>Vorteile der Spamverteilung \u00fcber Unternehmenswebseiten<\/h2>\n<p>Praktisch jedes Unternehmen, das daran interessiert ist, die Neukundengewinnung \u00fcber das Internet zu f\u00f6rdern und die Loyalit\u00e4t des bereits bestehenden Kundenstammes zu wahren, widmet seiner Website viel Aufmerksamkeit. Das Design, der Inhalt und die Benutzerfreundlichkeit der Website sind dabei von gro\u00dfer Bedeutung und in der Regel \u00fcberwachen Unternehmen die Reputation ihrer Websites sorgf\u00e4ltig. Doch gerade ein tadelloser Ruf zieht Angreifer magisch an.<\/p>\n<p>Nachrichten, die von einer (scheinbar) vertrauensw\u00fcrdigen Ressource stammen, bestehen in der Regel problemlos jegliche Antispam-Filter. Im Wesentlichen wird ihnen der Status \u201eoffizieller Nachrichten von einem seri\u00f6sen Unternehmen\u201c verliehen. Zudem sind alle technischen Header in der Message selbst absolut legitim. Gleichzeitig ist die Menge an tats\u00e4chlichem Spam-Inhalt in der Nachricht (auf den die Filter reagieren k\u00f6nnten) relativ gering. Das Spam-Rating basiert auf einer Vielzahl von Faktoren, sodass die Gesamtauthentizit\u00e4t der Nachricht erhalten bleibt und die Nachricht den Filter problemlos passiert.<\/p>\n<p>Diese Methode der Spamverteilung ist besonders in letzter Zeit bei Betr\u00fcgern immer beliebter geworden. Mittlerweile haben sie sogar damit begonnen, die Methode als offizielle Dienstleistung zu vermarkten: \u201eWerbeauslieferung via Feedback-Formulare.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-19910\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2019\/08\/12093742\/contact-form-spam-subscription.png\" alt=\"\" width=\"711\" height=\"500\"><\/p>\n<h2>Der Versand von Spamnachrichten bedroht Ihr Unternehmen<\/h2>\n<p>Nicht nur der Ruf Ihres Unternehmens, sondern auch das Wohl Ihrer Kunden ist gef\u00e4hrdet. Wenn Registrierungsbenachrichtigungen, die aufdringliche Werbung enthalten, in Ihrem Namen gesendet werden, denken die Nachrichtenempf\u00e4nger m\u00f6glicherweise, dass Ihr Unternehmen f\u00fcr den Versand der Spamnachrichten veranwortlich ist.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus f\u00fcgen Spammer manchmal einen Phishing-Link in das Namensfeld ein und gef\u00e4hrden Ihr Unternehmen zus\u00e4tzlich, indem sie den Empf\u00e4nger zu betr\u00fcgerischen Inhalten oder sogar zu b\u00f6sartigem Code f\u00fchren, was f\u00fcr das Opfer noch schlimmere Folgen haben kann.<\/p>\n<p>Manchmal k\u00f6nnen Betr\u00fcger den Namen des Unternehmens gezielt ausnutzen und damit seinen Ruf nachhaltig sch\u00e4digen. Diese Methode kann beispielsweise verwendet werden, um Unternehmenskunden Nachrichten \u00fcber gefakte Angebote und Gewinnspiele Ihres Unternehmens zukommen zu lassen.<\/p>\n<h2>So verhindern Sie, dass Ihre Website zum Spammingtool wird<\/h2>\n<p>Finden Sie zun\u00e4chst mit einem kurzen Test heraus, wie Feedback-Formulare auf Ihrer Website \u00fcberhaupt funktionieren. Gehen Sie dazu einfach zu dem entsprechenden Formular auf Ihrer Website und registrieren Sie sich dort mit Ihrer privaten E-Mail-Adresse. Geben Sie dabei jedoch die folgende Nachricht in das Namensfeld ein: \u201eIch verkaufe meine Garage \u2026\u201c Website-Adresse und Telefonnummer sollten ebenfalls angegeben werden. \u00dcberpr\u00fcfen Sie anschlie\u00dfend, was genau in Ihrem E-Mail-Postfach landet, um festzustellen, ob f\u00fcr diese Art der Informationen jegliche Pr\u00fcfmechanismen vorhanden sind.<\/p>\n<p>Wenn Sie eine Nachricht erhalten, die mit \u201eHallo, ich verkaufe meine Garage \u2026\u201c beginnt, sollten Sie sich an die Personen wenden, die f\u00fcr die Instandhaltung und Wartung Ihrer Website verantwortlich sind, und sie daran erinnern, dass die Namen authentischer Personen keine Zahlen, Semikolons, \u201ehttp: \/\/\u201c oder \u00e4hnliche Symbole oder Zeichenfolgen enthalten d\u00fcrfen. Dazu m\u00fcssen ganz einfach Eingabepr\u00fcfungen erstellt werden, die einen Fehler erzeugen, wenn ein Benutzer versucht, sich unter einem Namen mit ung\u00fcltigen Zeichen etc. zu registrieren. Entwickler k\u00f6nnen diese Eingabe\u00fcberpr\u00fcfungen auf Ihrer Website oder im Mailing-Mechanismus integrieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall der F\u00e4lle, sollten Sie Ihre Website zudem auf Sicherheitsl\u00fccken \u00fcberpr\u00fcfen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betr\u00fcger nutzen Feedback-Formulare auf Webseiten seri\u00f6ser Unternehmen zur Spamverteilung.<\/p>\n","protected":false},"author":2495,"featured_media":19912,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1848,3108],"tags":[205,352,3354,59],"class_list":{"0":"post-19909","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-business","8":"category-smb","9":"tag-bedrohung","10":"tag-reputation","11":"tag-ruf","12":"tag-spam"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/contact-form-spam\/19909\/"},{"hreflang":"en-in","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.in\/blog\/contact-form-spam\/16479\/"},{"hreflang":"en-ae","url":"https:\/\/me-en.kaspersky.com\/blog\/contact-form-spam\/13879\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/contact-form-spam\/18394\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/contact-form-spam\/16526\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/contact-form-spam\/15124\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/contact-form-spam\/19057\/"},{"hreflang":"it","url":"https:\/\/www.kaspersky.it\/blog\/contact-form-spam\/17774\/"},{"hreflang":"ru","url":"https:\/\/www.kaspersky.ru\/blog\/contact-form-spam\/23278\/"},{"hreflang":"tr","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.tr\/blog\/contact-form-spam\/6334\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/contact-form-spam\/27880\/"},{"hreflang":"fr","url":"https:\/\/www.kaspersky.fr\/blog\/contact-form-spam\/12097\/"},{"hreflang":"pt-br","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.br\/blog\/contact-form-spam\/12229\/"},{"hreflang":"pl","url":"https:\/\/plblog.kaspersky.com\/contact-form-spam\/11052\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/contact-form-spam\/23899\/"},{"hreflang":"ru-kz","url":"https:\/\/blog.kaspersky.kz\/contact-form-spam\/18784\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/contact-form-spam\/23188\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/contact-form-spam\/23122\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/spam\/","name":"spam"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2495"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19909"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20783,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19909\/revisions\/20783"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19912"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}