{"id":19411,"date":"2019-06-11T11:40:24","date_gmt":"2019-06-11T09:40:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=19411"},"modified":"2019-11-22T12:04:31","modified_gmt":"2019-11-22T10:04:31","slug":"cia-sextortion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/cia-sextortion\/19411\/","title":{"rendered":"CIA-Sextortion \u2013 Alte Betrugsmasche mit neuem Kniff"},"content":{"rendered":"<p>Was w\u00fcrden Sie denken, wenn pl\u00f6tzlich eine E-Mail mit der Betreffzeile \u201eCentral Intelligence Agency \u2013 Fallnummer 45361978\u201c in Ihr Postfach flattern w\u00fcrde? W\u00fcrden Sie tats\u00e4chlich davon ausgehen, dass Ihnen ein Mitarbeiter der CIA versehentlich eine streng geheime Datei hat zukommen lassen? Oder, dass Sie wom\u00f6glich selbst f\u00fcr den Geheimdienst auserw\u00e4hlt wurden? (Man kann ja nie wissen). Leider w\u00fcrden Sie vermutlich mit beiden Vermutungen vollkommen falsch liegen \u2013 denn die fragw\u00fcrdige E-Mail ist lediglich ein weiterer erpresserischer Trick.<\/p>\n<h2>Der P\u00e4dophilie beschuldigt<\/h2>\n<p>Der Verfasser dieser E-Mails, die das kollektive Interesse unserer Experten geweckt haben, gibt sich als CIA-Beamter aus, der die Angaben des Empf\u00e4ngers angeblich in der Fallakte 45361978 (in Bezug auf den Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie) gefunden hat. Der \u201eBeamte\u201c weist in der Nachricht darauf hin, dass die CIA im Begriff ist, mehr als 2.000, angeblich der P\u00e4dophilie beschuldigte Personen aus weltweit 27 L\u00e4ndern zur Rechenschaft zu ziehen. Dabei wird dem Nachrichtenempf\u00e4nger vorgeworfen, eine dieser Personen zu sein.<\/p>\n<p>Netterweise ist der Betr\u00fcger dazu bereit, dem \u201eBeschuldigten\u201c weitere Details \u00fcber den Umfang der Informationen, die der CIA zur Verf\u00fcgung stehen, mitzuteilen: denn angeblich verf\u00fcgt die zust\u00e4ndige Abteilung nicht nur \u00fcber den Namen, die Telefonnummer und E-Mail-Adresse des mutma\u00dflichen Straft\u00e4ters, sondern zudem \u00fcber die private und gesch\u00e4ftliche Anschrift sowie detaillierte Informationen \u00fcber seine Angeh\u00f6rigen (Informationen, die angeblich aus einer Reihe von Quellen, darunter Online-Chats, soziale Netzwerke und ISP, zusammengetragen wurden).<\/p>\n<p>Angeblich hat der Cyberkriminelle Zugriff auf die Fallakte und kann die betroffene Person vor einem Gef\u00e4ngnisaufenthalt bewahren, indem er die kompromittierenden Informationen l\u00f6scht. Dazu muss das Opfer allerdings 10.000 US-Dollar in Form von Bitcoins zahlen. Viel Zeit, das Angebot zu \u00fcberdenken gibt es jedoch nicht, da die ersten Festnahmen angeblich bereits in wenigen Wochen beginnen sollen. Damit der gutherzige CIA-Mitarbeiter Ihnen rechtzeitig helfen kann, muss die entsprechende Geldsumme deshalb innerhalb von 9 Tagen auf sein Konto \u00fcberwiesen werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-19412 size-full\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2019\/06\/07123657\/cia-sextortion-screenshot.jpg\" alt=\"Beispiel einer Erpressermail, die mit der Festnahme aufgrund des Besitzes von Kinderpornografie droht.\" width=\"1460\" height=\"1931\"><\/p>\n<h3>Glauben Sie den Erpressern kein Wort<\/h3>\n<p>Betr\u00fcgerische E-Mails, <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/extortion-spam\/18287\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die den Empf\u00e4ngern ein Faible f\u00fcr Pornografie unterstellen<\/a>, sind absolut nichts Neues. In den meisten F\u00e4llen handelt es sich in den Anschuldigungen allerdings um legale, pornografische Inhalte und die Cyberkriminellen geben sich in ihren Schreibfehler-verseuchten Nachrichten als Hacker aus und drohen damit, Ihre unmoralischen Vorlieben und Gewohnheiten Freunden und Kollegen preiszugeben.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu diesen Arten des Spams, sind die \u201eCIA\u201c-Nachrichten grammatikalisch und stilistisch wohlformuliert und in einem relativ offiziell klingenden Ton verfasst. Dar\u00fcber hinaus haben die Betr\u00fcger Acht auf das Layout gegeben: Die Textnachricht ist gut formatiert und einfach zu lesen; dieser Effekt wird zus\u00e4tzlich von dem sofort ins Auge fallenden CIA-Wappen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Doch nur weil die Nachricht eindrucksvoller aussieht, macht es sie nicht gleichzeitig auch authentischer. Nehmen Sie es nicht pers\u00f6nlich, aber die CIA interessier sich vermutlich einen feuchten Kehricht f\u00fcr Sie. Stattdessen haben die Betr\u00fcger Ihre E-Mail-Adresse wahrscheinlich in einer geleakten Online-<a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/collection-numba-one\/18385\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenbank<\/a> gefunden oder sind ganz zuf\u00e4llig dar\u00fcber gestolpert.<\/p>\n<p>Abgesehen davon haben die Betr\u00fcger wahrscheinlich keine der zuvor genannten Informationen \u00fcber Sie. Derartige Nachrichten werden an Tausende oder sogar Millionen von Personen geschickt, in der Hoffnung, dass wenigstens eine Handvoll auf die Masche hereinf\u00e4llt. Angesichts der H\u00f6he des L\u00f6segelds hat sich die investierte Zeit und M\u00fche f\u00fcr die Cyberkriminellen gelohnt \u2013 selbst dann, wenn nur wenige Oper den gew\u00fcnschten Betrag \u00fcberweisen.<\/p>\n<input type=\"hidden\" class=\"category_for_banner\" value=\"kis-cyberattacks\">\n<h3>Keine Panik<\/h3>\n<p>Wenn Sie eine scheinbar von der CIA stammende E-Mail erhalten, sollten Sie diese unverz\u00fcglich in den Papierkorb bef\u00f6rdern. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie jemand aus der Langley-Einheit auf seinem Radar hat, ist relativ gering. Wenn Sie allerdings die Neugierde \u00fcbermannt und Sie die Nachricht dennoch lesen, sollten Sie auf keinen Fall in Panik geraten.<\/p>\n<ul>\n<li>Zahlen Sie unter keinen Umst\u00e4nden das geforderte L\u00f6segeld; auf diese Weise w\u00fcrden Sie die Erpresser nur noch zus\u00e4tzlich in ihrem Vorhaben best\u00e4rken.<\/li>\n<li>Antworten Sie nicht auf die Nachricht, auch wenn Sie den Verfasser der E-Mail davon \u00fcberzeugen m\u00f6chten, dass sich Ihr Name f\u00e4lschlicherweise in der \u201eFallakte\u201c befindet. Auf diese Weise w\u00fcrden Sie den Betr\u00fcgern lediglich die G\u00fcltigkeit Ihrer E-Mail-Adresse best\u00e4tigen, was vermutlich zu einer noch gr\u00f6\u00dferen Spam-Welle f\u00fchren w\u00fcrde.<\/li>\n<li>Schlie\u00dfen Sie die Nachricht und markieren Sie diese als Spam \u2013 auf diese Weise kann Ihr Spam-Filter seine Arbeit noch effektiver erledigen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betr\u00fcger, die sich als CIA-Beamte ausgeben, fordern L\u00f6segeld f\u00fcr den mutma\u00dflichen Besitz von Kinderpornografie und drohen mit Festnahme.<\/p>\n","protected":false},"author":2481,"featured_media":19413,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2711,6,10],"tags":[274,142,91,536,537,2015,1152,59,1654],"class_list":{"0":"post-19411","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-threats","8":"category-news","9":"category-tips","10":"tag-bedrohungen","11":"tag-betrug","12":"tag-cia","13":"tag-erpressung","14":"tag-losegeld","15":"tag-porno","16":"tag-sextortion","17":"tag-spam","18":"tag-tips"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/cia-sextortion\/19411\/"},{"hreflang":"en-in","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.in\/blog\/cia-sextortion\/15858\/"},{"hreflang":"en-ae","url":"https:\/\/me-en.kaspersky.com\/blog\/cia-sextortion\/13385\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/cia-sextortion\/17767\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/cia-sextortion\/15911\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/cia-sextortion\/14626\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/cia-sextortion\/18605\/"},{"hreflang":"ru","url":"https:\/\/www.kaspersky.ru\/blog\/cia-sextortion\/22809\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/cia-sextortion\/27146\/"},{"hreflang":"fr","url":"https:\/\/www.kaspersky.fr\/blog\/cia-sextortion\/11817\/"},{"hreflang":"pt-br","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.br\/blog\/cia-sextortion\/11935\/"},{"hreflang":"pl","url":"https:\/\/plblog.kaspersky.com\/cia-sextortion\/10830\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/cia-sextortion\/23376\/"},{"hreflang":"ru-kz","url":"https:\/\/blog.kaspersky.kz\/cia-sextortion\/18447\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/cia-sextortion\/22691\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/cia-sextortion\/22640\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/betrug\/","name":"Betrug"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2481"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19411"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20821,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19411\/revisions\/20821"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19413"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}