{"id":1868,"date":"2013-10-24T10:00:51","date_gmt":"2013-10-24T10:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=1868"},"modified":"2017-09-27T15:07:54","modified_gmt":"2017-09-27T13:07:54","slug":"die-bedrohung-durch-cyber-hausbesetzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/die-bedrohung-durch-cyber-hausbesetzer\/1868\/","title":{"rendered":"Die Bedrohung durch Cyber-Hausbesetzer"},"content":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor, dass in den fr\u00fchen Tagen des Internet jemand anderes als Bruce Springsteen die Domain brucespringsteen.com erworben h\u00e4tte. Und stellen Sie sich vor, dass diese Person die Webseite benutzt h\u00e4tte, um Springsteens Namen und Image zu missbrauchen, um irgendwie Geld zu machen. Sie m\u00fcssen sich das gar nicht vorstellen, denn genau das ist wirklich passiert. Die Person, die diese Domain gekauft hatte, wurde als so genannter Cybersquatter (Cyber-Hausbesetzer) angeklagt, konnte sich <a href=\"http:\/\/www.theregister.co.uk\/2001\/02\/09\/bruce_springsteen_loses_cybersquatting_dispute\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">vor Gericht aber erfolgreich verteidigen<\/a> \u2013 das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum die offizielle Bruce-Springsteen-Seite unter <a href=\"http:\/\/brucespringsteen.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">brucespringsteen.net<\/a> zu finden ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2013\/10\/06144314\/cybersquatters_title.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1869\" alt=\"Cyber-Hausbesetzer\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2013\/10\/06144314\/cybersquatters_title.png\" width=\"640\" height=\"420\"><\/a>Das fasst das Cybersquatting auch bereits zusammen: Sich eine Domain schnappen, bevor jemand anderes oder eine Firma sie kauft, um damit Profit zu machen.<\/p>\n<p>Cyber-Hausbesetzer sind kurz gesagt Leute, die als erste bei einem Domain-Namen ankommen, und ihn kaufen. Der Unterschied zwischen so jemandem und einem harmlosen Domain-Besitzer ist, dass der Cybersquatter die Domain gar nicht f\u00fcr legitime Zwecke nutzen will.<\/p>\n<div class=\"pullquote\">Der Unterschied zwischen einem Cybersquatter und einem harmlosen Domain-Besitzer ist, dass der Cybersquatter die Domain nicht f\u00fcr legitime Zwecke nutzen will.<\/div>\n<p>Es gibt zwei Arten von Cybersquattern: Zum einen die, die Domains kaufen, um sie als Geiseln zu nehmen. Sie hoffen, dass rechtm\u00e4\u00dfige potenzielle Besitzer dazu gezwungen sein werden, ihnen die Domains abzukaufen. Der Druck, solche Seiten zu kaufen, erh\u00f6ht sich, wenn sie auf Arten genutzt wird, die den rechtm\u00e4\u00dfigen Besitzer diskreditieren. Vor zwei Jahren wurden vom obersten Internet-Germium zahlreiche neue Domains eingef\u00fchrt, inklusive .xxx.Das f\u00fchrte sofort zu einer Flut des Cybersquatting und dadurch zu einer Welle legitimer K\u00e4ufe, durch die den Cybersquattern der Weg versperrt werden sollte. Dadurch sollte verhindert werden, was zum Beispiel der University of Colorado <a href=\"http:\/\/www.dailycamera.com\/cu-news\/ci_19588283\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">passiert ist<\/a>, als die Domain colorado.xxx auf einmal eine Pornoseite war \u2013 was viele andere gro\u00dfe Universit\u00e4ten dazu brachte, <a href=\"http:\/\/www.higheredtechdecisions.com\/article\/the_xxx_factor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">.xxx-Domains zu kaufen<\/a>, die dann mit Informationen zur Universit\u00e4t best\u00fcckt wurden, um ein \u00e4hnliches Schicksal zu umgehen.<\/p>\n<p>Die andere Art des Cybersquatting dreht sich darum, direkt von einer fremden Identit\u00e4t zu profitieren, indem man Namen und Image bekannter Firmen oder Personen nutzt, um Kunden zu t\u00e4uschen und damit Geld zu machen. Eminem hat einen wichtigen Rechtsstreit gegen eine Firma gewonnen, die vor fast zehn Jahren Klingelt\u00f6ne \u00fcber eminemmobile.com verkauft hat, und Gucci hat k\u00fcrzlich einen mit 144,2 Millionen Dollar bewerteten Rechtsstreit gegen eine Gruppe \u00e4hnlicher Seiten gewonnen, die gef\u00e4lschte Modeartikel verkauft haben.<\/p>\n<p>Das Problem mit dem Cybersquatting ist, dass es eine Grauzone zwischen legal und illegal gibt, wie man im Fall von Bruce Springsteen gesehen hat. Hier wurde festgestellt, dass der Besitzer nicht versucht, mit Springsteens Namen oder Image Geld zu verdienen, und das spielte in der Urteilsfindung eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist das Cybersquatting eine gr\u00f6\u00dfere Gefahr f\u00fcr Unternehmen als f\u00fcr Einzelpersonen. Doch solche Unternehmen haben bei der Entscheidung zu Domains, die durch dieInternet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) <a href=\"http:\/\/www.icann.org\/en\/help\/dndr\/udrp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">gef\u00e4llt werden<\/a>, einen Vorteil durch ihre Markenrechte. Einzelpersonen oder Selbst\u00e4ndige, die eigene Webseiten betreiben, sollten sicherstellen, dass sie alle Domains besitzen, die mit Ihrem Namen zusammenh\u00e4ngen oder die sie in Zukunft verwenden m\u00f6chten, und sie sollten auch genau darauf achten, die Domains zu verl\u00e4ngern, bevor sie erl\u00f6schen und dann in falsche H\u00e4nde fallen k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellen Sie sich vor, dass in den fr\u00fchen Tagen des Internet jemand anderes als Bruce Springsteen die Domain brucespringsteen.com erworben h\u00e4tte. Und stellen Sie sich vor, dass diese Person die Webseite benutzt h\u00e4tte, um Springsteens Namen und Image zu missbrauchen, um irgendwie Geld zu machen. 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