{"id":16848,"date":"2018-05-28T09:38:14","date_gmt":"2018-05-28T07:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=16848"},"modified":"2021-05-03T11:37:58","modified_gmt":"2021-05-03T09:37:58","slug":"voice-helper-ads","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/voice-helper-ads\/16848\/","title":{"rendered":"So k\u00f6nnte Werbung per Sprachassistent aussehen"},"content":{"rendered":"<p><span lang=\"EN-US\">Wer noch keinen Sprachassistenten verwendet oder sogar noch nie von den kleinen Helfern geh\u00f6rt hat, geh\u00f6rt in der heutigen Zeit zu einer sehr exklusiven Personengruppe. F\u00fcr viele ist es einfacher, Google, Alexa oder Siri eine Frage zu stellen, als selber eine Suchanfrage bei Google &amp; Co. einzugeben.<\/span><\/p>\n<p>Doch wie auch bei allen anderen futuristischen Technologien, ist bei Sprachhelfern Vorsicht geboten. <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/voice-recognition-threats\/9828\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir haben bereits dar\u00fcber berichtet, wie diese unheimlich orwellschen\u00a0Smartger\u00e4te Ihre Privatsph\u00e4re gef\u00e4hrden k\u00f6nnten<\/a>. In diesem \u00a0Beitrag m\u00f6chten wir \u00fcber eine verwandte Technologie sprechen: Werbung per Sprachassistent. Was sind die kleinen Helfer \u00fcberhaupt und was k\u00f6nnte bei ihrem Gebrauch schief gehen? Wir kl\u00e4ren Sie auf.<a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/92\/2018\/05\/24073548\/voice-helper-ads-featured.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-22497\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/92\/2018\/05\/24073548\/voice-helper-ads-featured.jpg\" alt=\"\" width=\"1460\" height=\"958\"><\/a><\/p>\n<h2>Die Zukunft des <em>Big Advertising<\/em><\/h2>\n<p>Vor gut einem Jahr war der Sprachassistent Google Home in eine interessante Geschichte verwickelt. Mehrere Nutzer beklagten sich damals dar\u00fcber, dass sie nach der Verwendung der Mein-Tag-Funktion und der Abfrage der erwarteten Wetter- und Verkehrsmeldungen ohne Aufforderung einen Audioclip zum Disney-Film \u201eDie Sch\u00f6ne und das Biest\u201c zu h\u00f6ren bekamen.<\/p>\n<p>https:\/\/twitter.com\/brysonmeunier\/status\/842358950536318976<\/p>\n<p>Ein Video des Wohnzimmer-Gadgets \u00fcber das die Anzeige geschaltet wurde, verbreitete sich schnell online. \u00dcberraschenderweise bestritt ein Google-Sprecher die Tatsache, dass es sich dabei um Werbung handelte, und gab folgendes<a href=\"http:\/\/www.businessinsider.com\/google-home-plays-ad-for-beauty-and-the-beast-movie-2017-3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> Statement zum Thema<\/a>: \u201eDas sollte keine Werbung sein.\u201c <em>Der Hinweis auf den Disney-Film sei Teil der \u201eMein Tag\u201c-Funktion, mit der man auf aktuelle Ereignisse hinweise.<\/em> \u00a0\u201eDenn die Sch\u00f6nheit des Assistenten liegt darin, dass er unsere Partner dazu einl\u00e4dt, unser Gast zu sein und ihre Geschichten zu erz\u00e4hlen.\u201c W\u00e4hrend ein Gro\u00dfteil der Nutzer mit Kopfsch\u00fctteln auf dieses Statement reagierte, l\u00f6schte Google den Audioclip schnell von allen Home-Ger\u00e4ten.<\/p>\n<p>Ger\u00fcchten zufolge bekam Google von Disney kein Geld f\u00fcr diese Anzeige, die somit eine Art Experiment gewesen zu sein scheint. Wenn es allerdings eines Tages tats\u00e4chlich dazu kommen sollte, dass auf den intelligenten Sprachassistenten Werbung \u00a0geschaltet wird, w\u00fcrde diese h\u00f6chstwahrscheinlich so aussehen, wie hier beschrieben.<\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Anfang des Jahres wurde davon berichtet, dass Amazon mit mehreren gro\u00dfen Unternehmen, darunter auch Procter &amp; Gamble und Clorox, \u00fcber die Platzierung von Sprach-Anzeigen als Reaktion auf f\u00fcr Nutzer relevante Anfragen <a href=\"https:\/\/www.cnbc.com\/2018\/01\/02\/amazon-alexa-is-opening-up-to-more-sponsored-product-ads.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">verhandelt hat<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Theoretisch sind solche Anzeigen aus der Sicht eines Verk\u00e4ufers deutlich verlockender als die \u00fcbliche kontextbezogene Werbung. Zum einen h\u00f6rt sich das Ganze nicht nach Werbung an, sondern viel mehr nach einem freundlichen Rat f\u00fcr den Nutzer. Dar\u00fcber hinaus kann der Nutzer nicht einfach weiter scrollen, wie bei Facebook beispielsweise, sondern h\u00f6rt dem Assistenten bis zum Ende (mehr oder weniger freiwillig) aufmerksam zu.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Und wenn man bedenkt, dass es in modernen Wohnzimmern von Amazons Echo nur so wimmelt, sind Sprachassistenten tats\u00e4chlich eine Revolution im Bereich Advertising. Amazon hat jedoch erkl\u00e4rt, dass das Unternehmen vorerst keine Absichten hat, Anzeigen bei Alexa zu schalten.<\/span><\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>Werbung per Sprachassistent wird wohl bald zur Realit\u00e4t. Wir haben untersucht, wie Ihre pers\u00f6nlichen Daten dabei verwendet werden und was Sie dagegen tun k\u00f6nnen.<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.kaspersky.de%2Fblog%2Fvoice-helper-ads%2F16848%2F&amp;text=Werbung+per+Sprachassistent+wird+wohl+bald+zur+Realit%C3%A4t.+Wir+haben+untersucht%2C+wie+Ihre+pers%C3%B6nlichen+Daten+dabei+verwendet+werden+und+was+Sie+dagegen+tun+k%C3%B6nnen.\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<h3>Was passiert mit personenbezogenen Daten?<\/h3>\n<p><span lang=\"EN-US\">Unserem Wissen \u00fcber die Verhandlungen von Amazon mit potenziellen Werbetreibenden nach zu urteilen, scheint es, dass die Technologie, die hinter der Sprachwerbung steckt, \u00e4hnlich aussehen wird, wie die der kontextbezogenen Werbung in der Online-Suche. Diese Technologie basiert auf der Verarbeitung gro\u00dfer personenbezogener Daten und deren Verkauf an Werbetreibende.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Google und Amazon sind keine Neulinge auf diesem Gebiet; beide sind erfahrene Erntehelfer f\u00fcr alle Arten von Informationen, und Technologien zur Datenerfassung entwickeln sich noch schneller als viele der innovativsten Ger\u00e4te. Gleichzeitig haben die Nutzer lange Zeit den Verdacht ge\u00e4u\u00dfert, dass gro\u00dfe Unternehmen auf der Grundlage der daraus gewonnenen Daten zweifelhafte Technologien einsetzen, darunter Sprachverarbeitung und zielgerichtete Werbung.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Viele Nutzer haben sich dar\u00fcber beklagt, dass ihnen, nachdem sie etwas laut ausgesprochen hatten und dann online unterwegs waren, eine kontextbezogene Anzeige, passend zum k\u00fcrzlich gef\u00fchrten Gespr\u00e4ch, angezeigt wurde. Facebook und Google, die am h\u00e4ufigsten beschuldigten Unternehmen, bestreiten dies. Dennoch erweist sich die Technologie als vollst\u00e4ndig implementierbar und auch das kontinuierliche Abh\u00f6ren der Nutzer nimmt nicht allzu gro\u00dfen Einfluss auf die Lebensdauer eines Handyakkus und w\u00fcrde damit gr\u00f6\u00dftenteils unbemerkt bleiben.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Die Daten, die Google und Amazon aufgrund Ihres Online-Verhaltens \u00fcber Sie sammeln, reichen bereits aus, um f\u00fcr Sie relevante Anzeigen zu schalten. Kombinieren Sie das mit der liebreizenden Sprachausgabe des Assistenten, der Ihnen mitteilt, dass sich Ihre Lieblingscookies (nat\u00fcrlich die der essbaren Sorte) gleich um die Ecke befinden, oder ein neuer Laden in der N\u00e4he er\u00f6ffnet hat, der den perfekten Wein f\u00fcr das geplante T-Bone-Steak am Abend im Sortiment hat. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Sprachassistenten bereits Auftr\u00e4ge im Namen ihrer Besitzer erteilen. F\u00fcgen Sie dem Ganzen nun noch die F\u00e4higkeit hinzu, Gespr\u00e4che abh\u00f6ren und analysieren zu k\u00f6nnen, und die Technologie wird geradezu gruselig.<\/span><\/p>\n<h3>Nimmt uns die Werbung die Wahlfreiheit?<\/h3>\n<p><span lang=\"EN-US\">In unserer neuen Realit\u00e4t bezahlen wir viel von dem, was wir konsumieren, mit unseren pers\u00f6nlichen Daten. Voice-Ads \u2013 personalisiert, vertrauensw\u00fcrdig, themabezogen und vielleicht sogar n\u00fctzlich \u2013 k\u00f6nnten eine wahre Goldgrube f\u00fcr die Tech-Giganten darstellen. Aber es ist noch nicht bekannt, wie oft wir solche Anzeigen zu Ohren bekommen werden und in welchem Ausma\u00df sie unsere Verbraucherwahl diktieren werden.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"EN-US\">Die beste Art der Verteidigung besteht derzeit darin, vorsichtig zu sein mit dem, was wir der Datentechnologie \u00fcbergeben und welche Berechtigungen wir erteilen.<\/span><\/p>\n<p>Die Sicherheitsl\u00f6sungen von Kaspersky Lab bieten einen Web-Tracking-Schutz, der die Menge der Informationen, die \u00fcber Sie gesammelt werden k\u00f6nnen, begrenzt. Um diese Funktion zu aktivieren, gehen Sie zu den Einstellungen von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/plus?icid=de_bb2022-kdplacehd_acq_ona_smm__onl_b2c_kdaily_lnk_sm-team___kplus___\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kaspersky Internet Security<\/a> <!-- KIS PLACEHOLDER-->und aktivieren Sie die Komponente <em>Private Browsing<\/em>. F\u00fcr Sprachassistenten gilt:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>Schalten Sie das Mikrofon aus (manuell bei Amazon Echo und Google Home), um den Zugriff auf Ihre Daten zu beschr\u00e4nken.<\/li>\n<li>Blockieren Sie K\u00e4ufe oder sch\u00fctzen Sie diese in Ihren Kontoeinstellungen mit einem Passwort, so dass nichts per Sprachbefehl gekauft werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Werbung per Sprachassistent wird wohl bald zur Realit\u00e4t. 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