{"id":15222,"date":"2017-11-10T11:45:17","date_gmt":"2017-11-10T09:45:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/?p=15222"},"modified":"2017-11-10T13:25:47","modified_gmt":"2017-11-10T11:25:47","slug":"photos-for-privacy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/photos-for-privacy\/15222\/","title":{"rendered":"Facebook fordert Nutzer auf, Nacktbilder hochzuladen"},"content":{"rendered":"<p>Immer h\u00e4ufiger kommt es vor, dass nachtragende Ex-Partner intime Fotos der verflossenden Liebe ohne deren Einverst\u00e4ndnis im Internet hochladen und verbreiten. <a href=\"https:\/\/www.bet.com\/style\/2017\/07\/05\/blac-chyna-rob-kardashian-revenge-porn.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Selbst Prominente sind davor nicht gesch\u00fctzt<\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Nutzer kann sich die Ver\u00f6ffentlichung solcher privaten Fotos \u2013 auch \u201eRevenge Porn\u201c genannt \u2013 wie das Ende der Welt anf\u00fchlen. In der Tat wurden die Nachrichten erst durch vermehrte Selbstmorde, die aus den Rachepornos hervorgingen, auf das Thema aufmerksam. Es sollte klar sein, dass derartige Datenlecks einen enormen Missbrauch der Privatsph\u00e4re darstellen und in einer zivilisierten Gesellschaft keinen Platz haben. Trotzdem treten solche Lecks immer h\u00e4ufiger auf.<\/p>\n<p>Um der Ver\u00f6ffentlichung intimer Fotos ohne die Zustimmung der betroffenen Person auf Facebook, Instagram oder \u00fcber den Facebook Messenger vorzubeugen, hat sich Facebook deshalb etwas Neues einfallen lassen. Durch das neue Verfahren, das das soziale Netzwerk in Zusammenarbeit mit der australischen Regierung entwickelt hat und derzeit noch bearbeitet, sollen Rachepornos zuk\u00fcnftig der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Im Rahmen des Pilotprojekts werden Nutzer jetzt dazu aufgefordert die fraglichen Fotos im Facebook-Messenger einfach an sich selbst zu schicken.<br>\n<a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/92\/2017\/11\/08055711\/facebook-nude-photos-featured.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-20064\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/92\/2017\/11\/08055711\/facebook-nude-photos-featured-1024x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"672\"><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Moment\u2026 wie bitte?!<\/h2>\n<p>Ja, Sie haben richtig gelesen. Facebook m\u00f6chte private Bilder mittels <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/die-vielen-moeglichkeiten-des-hashings\/2955\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hashing<\/a> verschl\u00fcsseln. Wenn also jemand das fragliche Bild auf Facebook, Messenger oder Instagram ver\u00f6ffentlichen oder verschicken m\u00f6chte, sp\u00fcrt Facebook das Bild automatisch auf, indem die Hashwerte des Fotos mit denen in der Datenbank vorhandenen Werten verglichen werden. Stimmen die Hashwerte \u00fcberein, wird eine weitere \u00dcbertragung sofort unterbunden.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-pullquote\"><p>#Facebook fordert Nutzer auf, Nacktfotos hochzuladen, um sich vor Revenge Porn zu sch\u00fctzen<\/p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fkas.pr%2F8r2z&amp;text=%23Facebook+fordert+Nutzer+auf%2C+Nacktfotos+hochzuladen%2C+um+sich+vor+Revenge+Porn+zu+sch%C3%BCtzen\" class=\"btn btn-twhite\" data-lang=\"en\" data-count=\"0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tweet<\/a><\/blockquote>\n<p>Die australische \u201ee-Safety Commissioner\u201c Julie Inman Grant erz\u00e4hlte dem Fernsehsender ABC <a href=\"http:\/\/www.abc.net.au\/news\/2017-11-02\/facebook-offers-revenge-porn-solution\/9112420\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">wie das neue Verfahren funktionieren soll:<\/a> Facebook-Nutzer\u00a0 sollen intime Fotos \u00fcber den Messenger an sich selbst schicken. Die Fotos werden dann mit einem \u201edigitalen Fingerabdruck\u201c versehen. Sollte k\u00fcnftig jemand versuchen ein Bild mit eben diesem Fingerabdruck hochzuladen, wird der Upload verhindert. Facebook behauptet, dass die End-to-end-Verschl\u00fcsselung des Messengers (der mobilen App, nicht auf Desktops) absolut sicher ist und die Bilder selbst nicht gespeichert werden.<\/p>\n<h3>Funktioniert dieses Verfahren tats\u00e4chlich?<\/h3>\n<p>Facebook hat das Pilotprojekt bisher in Gro\u00dfbritannien, den USA, Australien und Kanada angek\u00fcndigt. Einerseits k\u00f6nnte die Technologie tats\u00e4chlich eine L\u00f6sung f\u00fcr derartige Bedrohungen der Privatsph\u00e4re sein. Andererseits sind viele Nutzer weiterhin skeptisch; wie kann man zum Beispiel sicher sein, dass es keine M\u00f6glichkeit gibt, die Fotos anderer zu verschl\u00fcsseln? Da Facebook durch die End-to-end-Verschl\u00fcsselung keine M\u00f6glichkeit hat die Fotos einzusehen, k\u00f6nnen auch keine maschinellen Lernalgorythmen genutzt werden, um ein Nacktfoto von einem normalen Foto zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Abgesehen davon sind viele Nutzer nicht davon begeistert, ihre Fotos an Dritte weiterzugeben; besonders im Fall von Facebook, <a href=\"https:\/\/thehackernews.com\/2015\/03\/facebook-photo-sync-hacking.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">sind bereits des \u00d6fteren private Nutzerfotos durchgesickert<\/a>.<\/p>\n<p>Gibt es eine andere L\u00f6sung?<\/p>\n<ol>\n<li>Ob Sie Nacktfotos von sich machen oder nicht, geht uns im Grunde genommen nichts an. Trotzdem sollten Sie wissen, dass solche Fotos immer ein beliebtes Zielobjekt f\u00fcr Kriminelle sind. Wenn es derartige Fotos erst gar nicht gibt, k\u00f6nnen sie auch nicht in falsche H\u00e4nde geraten.<\/li>\n<li>Verschl\u00fcsseln und speichern Sie derartige Fotos offline.<\/li>\n<li>Wenn Sie etwas teilen m\u00f6chten, was in den falschen H\u00e4nden m\u00f6glicherweise dazu genutzt werden k\u00f6nnte, Sie blo\u00dfzustellen, sollten Sie darauf vorbereitet sein, m\u00f6gliche Konsequenzen zu tragen. Sobald Sie etwas im Internet hochgeladen haben, k\u00f6nnte es \u00f6ffentlich gemacht werden, egal wie sicher der Online-Dienst ist. Der Faktor Mensch spielt immer eine Rolle und ein absolut sicheres System gibt es nicht.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie wollen verhindern, dass Ihre intimsten Fotos an die \u00d6ffentlichkeit gelangen? Facebook schl\u00e4gt Ihnen vor, die Bilder einfach selber hochzuladen.<\/p>\n","protected":false},"author":2455,"featured_media":15223,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[2286],"tags":[37,2709,2778,130,481,156],"class_list":{"0":"post-15222","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-privacy","8":"tag-facebook","9":"tag-nacktbilder","10":"tag-netzwerksicherheit","11":"tag-privatsphare","12":"tag-social-media","13":"tag-verschlusselung"},"hreflang":[{"hreflang":"de","url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/photos-for-privacy\/15222\/"},{"hreflang":"en-in","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.in\/blog\/photos-for-privacy\/11783\/"},{"hreflang":"en-ae","url":"https:\/\/me-en.kaspersky.com\/blog\/photos-for-privacy\/9807\/"},{"hreflang":"en-us","url":"https:\/\/usa.kaspersky.com\/blog\/photos-for-privacy\/14007\/"},{"hreflang":"en-gb","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.uk\/blog\/photos-for-privacy\/12198\/"},{"hreflang":"es-mx","url":"https:\/\/latam.kaspersky.com\/blog\/photos-for-privacy\/12011\/"},{"hreflang":"es","url":"https:\/\/www.kaspersky.es\/blog\/photos-for-privacy\/14768\/"},{"hreflang":"ru","url":"https:\/\/www.kaspersky.ru\/blog\/photos-for-privacy\/19172\/"},{"hreflang":"tr","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.tr\/blog\/photos-for-privacy\/4388\/"},{"hreflang":"x-default","url":"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/photos-for-privacy\/20063\/"},{"hreflang":"fr","url":"https:\/\/www.kaspersky.fr\/blog\/photos-for-privacy\/9754\/"},{"hreflang":"pt-br","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.br\/blog\/photos-for-privacy\/9853\/"},{"hreflang":"pl","url":"https:\/\/plblog.kaspersky.com\/photos-for-privacy\/8507\/"},{"hreflang":"ja","url":"https:\/\/blog.kaspersky.co.jp\/photos-for-privacy\/18712\/"},{"hreflang":"en-au","url":"https:\/\/www.kaspersky.com.au\/blog\/photos-for-privacy\/19043\/"},{"hreflang":"en-za","url":"https:\/\/www.kaspersky.co.za\/blog\/photos-for-privacy\/19032\/"}],"acf":[],"banners":"","maintag":{"url":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/tag\/privatsphare\/","name":"Privatsph\u00e4re"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2455"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15222"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15222\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15235,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15222\/revisions\/15235"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}