{"id":1104,"date":"2013-05-28T11:44:53","date_gmt":"2013-05-28T11:44:53","guid":{"rendered":"http:\/\/kasperskydaily.com\/germany\/?p=1104"},"modified":"2020-02-26T18:23:28","modified_gmt":"2020-02-26T16:23:28","slug":"die-wichtigsten-verurteilungen-von-cyberkriminellen-im-vergangenen-monat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kaspersky.de\/blog\/die-wichtigsten-verurteilungen-von-cyberkriminellen-im-vergangenen-monat\/1104\/","title":{"rendered":"Die wichtigsten Verurteilungen von Cyberkriminellen im vergangenen Monat"},"content":{"rendered":"<p>Auch in diesem Monat schauen wir wieder, wie die weltweiten Strafverfolgungsbeh\u00f6rden gegen Cyberkriminalit\u00e4t vorgehen. Mit <a href=\"https:\/\/www.kaspersky.com\/blog\/inside-cybercrime-investigations\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Hilfe der IT-Industrie<\/a> und Dank der mittlerweile angesammelten Erfahrung, werden mittlerweile viel \u00f6fter Hacker verurteilt, als noch vor ein paar Jahren. Sch\u00f6n ist auch zu sehen, dass die Beh\u00f6rden und Gerichte schneller werden \u2013 denn einige Urheber aktueller Attacken sitzen bereits hinter Gittern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2013\/05\/06145359\/top_cyber_title_de1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1108\" alt=\"Cybercriminellen\" src=\"https:\/\/media.kasperskydaily.com\/wp-content\/uploads\/sites\/96\/2013\/05\/06145359\/top_cyber_title_de1.png\" width=\"640\" height=\"420\"><\/a><\/p>\n<p><b>Raub wie in Hollywood<\/b><\/p>\n<p>Dynamik, Gr\u00f6\u00dfe und ein dramatisches Hollywood-Finale sind die Teile eines Cyber-Betrugs, mit dem <a href=\"https:\/\/threatpost.com\/eight-indicted-in-45-million-atm-heists\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">weltweit mehr als 45 Millionnen Dollar von Geldautomaten gestohlen wurden<\/a>. Zun\u00e4chst kompromittierten die Hacker die Datenzentren einiger Banken des Mittleren Ostens und erh\u00f6hten die Limits f\u00fcr das Abheben mit bestimmten Geldkarten. Mit einer kleinen Armee von Helfern und selbstgemachten Kopien der Geldkarten holten Sie sich in 27 L\u00e4ndern Geld von Geldautomaten, unter anderem in Kanada, Japan, Russland und den USA. Sieben Mitglieder der Gruppe wurden in den USA festgenommen, doch der R\u00e4delsf\u00fchrer floh in die Dominikanische Republik. Dort wurde er etwas sp\u00e4ter ermordet aufgefunden.<\/p>\n<p><b>Leg dich nicht mit eBay an<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px;line-height: 19px\">Bis zu 20 Jahre im Gef\u00e4ngnis \u2013 das ist das m\u00f6gliche Urteil f\u00fcr Shawn Hogan, der viele Jahre einen Affiliate-Betrug betrieben hat. Wie viele Online-Shops hat auch eBay so ein Programm \u2013 Webseitenbetreiber k\u00f6nnen dar\u00fcber Geld verdienen, wenn sie Werbung anzeigen und ihre Seitenbesucher dann bei eBay einkaufen. Hogan nutzte den so genannten Cookie-Stuffing-Trick in seinem selbstprogrammierten WhoLinked-Widget, das bei Blog-Betreibern recht beliebt ist. Jeder Besucher eines Blogs mit dem Widget, hatte den Cookie auf seinem Rechner und wurde von eBay als Besucher von Hogans Seite angesehen. In 13 Jahren verdiente Hogan damit fast 30 Millionen Dollar, und war damit der gr\u00f6\u00dfte Affiliate-Partner von eBay. Doch seine verd\u00e4chtigen Aktionen wurden von eBay und dem FBI untersucht. Nun wurde er verhaftet.<\/span><\/p>\n<p><b>Anonym bedeutet nicht Straffreiheit<\/b><\/p>\n<p>Die italienische Polizei verhaftete vier Hacker, die zu den Hacktivisten von Anonymous geh\u00f6ren sollen. Die Gruppe bekannte sich zu zahlreichen bekannten Hacks verschiedener Webseiten, deren Betreiber laut den Aussagen von Anonymous Menschenrechte verletzen sollen. Unter anderem hackte die Gruppe die Webseiten des Vatikan und der italienischen Regierung. Allerdings k\u00f6nnten die Motive der Hacker nicht ausschlie\u00dflich so uneigenn\u00fctzig gewesen sein \u2013 denn die Polizei geht davon aus, dass auch gro\u00dfe Firmen gehackt wurden, um finanziellen Gewinn zu ergaunern. Alle vier Hacker stehen nun w\u00e4hrend der Untersuchungen unter Hausarrest.<\/p>\n<p><b>Lettischer Neo verhaftet<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px;line-height: 19px\">Ein weiterer Hacktivist wurde drei Jahre nach seinen Attacken in Lettland angeklagt. Ilmar Poykans (auch bekannt als Neo) drang illegal in die Datenbank des State Income Service ein und lud etwa 250 Dokumente herunter. Er ver\u00f6ffentlichte die gestohlenen Daten, inklusive Informationen zum Arbeitsplatz, der Adresse und dem Einkkommen lettischer B\u00fcrger. Neo wurde zu einem nationalen Star, nachdem er vertrauliche Informationen zu den Geh\u00e4ltern bei staatlichen Einrichtungen ver\u00f6ffentlicht hatte, und wir k\u00f6nnen annehmen, dass die gestohlenen Dokumente auch Informationen zu hochrangigen Regierungsangestellten enthalten. Die lettische Gesetzgebung enth\u00e4lt f\u00fcr diese Art von Verbrechen verschiedene Strafen \u2013 von Bu\u00dfgeldern bis zu Zwangsarbeit.<\/span><\/p>\n<p><b>Vorerst glimpflich ausgegangen<\/b><\/p>\n<p>Der Hacker Todd Miller (23), der im Jahr 2008 am Hack des PlayStation Network von Sony beteiligt gewesen soll, wurde zu einem Jahr Hausarrest verurteilt. Dieses Urteil wurde aber nicht aufgrund des Hacks gef\u00e4llt, sondern f\u00fcr das Behindern polizeilicher Untersuchungen. Denn der Hacker hat all seine Computer zerschlagen, als das FBI begann, seine Beteiligung an dem Hack zu untersuchen. Wenn seine Beteiligung bewiesen wird, muss er mit einem Gef\u00e4ngnisaufenthalt von bis zu 20 Jahren rechnen. Miller sagte, er sei damals \u201eunreif und ignorant\u201c gewesen. Der Richter verurteilte Miller zudem zu drei Jahren auf Bew\u00e4hrung und ordnete an, dass er den High-School-Abschlu\u00df oder eine \u00e4hnliche Qualifikation nachholen muss.<\/p>\n<p><b>Gef\u00e4ngnis-Express<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px;line-height: 19px\">Sven Kamphuis, 35, wurde k\u00fcrzlich in seiner Mietswohnung nahe Barcelona festgenommen. Kamphuis wird vorgeworfen, <\/span><a style=\"font-size: 13px;line-height: 19px\" href=\"https:\/\/threatpost.com\/spamhaus-ddos-attacks-triple-size-attacks-us-banks-032713\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">eine der gr\u00f6\u00dften bekannten DDoS-Attacken<\/a><span style=\"font-size: 13px;line-height: 19px\"> organisiert zu haben. Die Attacke zielte auf die Blacklisting-Organisation SpamHaus. Kamphuis betreibt den Web-Hosting-Anbieter CyberBunker, der darauf spezialisiert ist, die Plattform f\u00fcr Underground-Seiten wie The Pirate Bay und WikiLeaks zur Verf\u00fcgung zu stellen. Um sich vor dem Angriff zu sch\u00fctzen, heuerte SpamHaus das Unternehmen Cloudflare an, das den Angriff als \u201egr\u00f6\u00dfte Cyber-Attacke in der Geschichte\u201c bezeichnet und behauptet, die Attacke h\u00e4tte \u201efast das Internet zerst\u00f6rt\u201c. Beide Aussagen sind zwar fragw\u00fcrdig, doch zweifellos war das Ausma\u00df der Attacke wirklich gro\u00df, und an den Ermittlungen dazu waren Strafverfolgungsbeh\u00f6rden aus vier L\u00e4ndern beteiligt. Die spanische Polizei hat Kamphuis an die Niederlande ausgeliefert, wo er vor Gericht gestellt werden wird. Witzigerweise bezeichnet sich Kamphuis selbst als Diplomat, der zum \u201eTelecommunications and Foreign Affairs Ministry of the Republic of Cyberbunker\u201c geh\u00f6re und beansprucht daher Immunit\u00e4t. Nat\u00fcrlich werden solche Behauptungen keine Auswirkungen haben. Sch\u00f6n zu sehen, dass auch bei so einem aktuellen Fall der Hacker bereits auf dem Weg zum Gericht ist.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in diesem Monat schauen wir wieder, wie die weltweiten Strafverfolgungsbeh\u00f6rden gegen Cyberkriminalit\u00e4t vorgehen. 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