Tipp der Woche: Screen-Locker-Bekämpfung

3 Jun 2016

Heutzutage gilt es nicht mehr als Luxus, wenn jedes Familienmitglied einen eigenen PC besitzt. Großmutter möchte wissen, wie es ihren Facebook-Freunden geht, Mutter muss sich ein neues Kleid kaufen, Vater möchte das Endspiel sehen und die Kinder sind ganz heiß darauf, in Minecraft ein Level weiterzukommen.

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Wir füllen unser Zuhause mit immer moderneren und immer teureren PCs. Eines Tages schalten Sie Ihren Laptop an, um Ihre E-Mails zu checken und stellen fest, dass Ihr sowieso schon teures Spielzeug noch mehr Geld fordert. Es verlangt nicht mehr RAM oder Speicherplatz; es fordert Sie auf, Geld zu bezahlen, um Zugriff auf Ihren eigenen Rechner zu erhalten.

Sie sehen ein Fenster, in dem Folgendes zu lesen ist:

„Ihr Computer wurde gesperrt. Zahlen Sie die Geldsumme auf dieses Konto ein und wir werden Ihren Computer wieder entsperren.“

Geben Sie nicht Ihrem PC dafür die Schuld — er kann nichts dafür. Sie sind einer Ransomware-Gattung zum Opfer gefallen, die als Locker bezeichnet wird. Diese Malware blockiert den Zugriff auf Ihre Daten, oder, was noch typischer ist, sie sperrt Ihren Computer teilweise. Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, fordern ein Lösegeld, um im Gegenzug Ihr Gerät wieder in einen funktionierenden Zustand zu bringen.

Doch selbst wenn Sie das Lösegeld bezahlen, gibt es keine Garantie dafür, dass Sie Ihre Daten und einen voll funktionsfähigen PC zurückbekommen. Schließlich haben Sie es mit Betrügern zu tun — warum sollten die sich fair verhalten?

Für solche Fälle empfehlen wir Ihnen Kaspersky WindowsUnlocker, ein kostenloses Dienstprogramm, das Teil des Softwarepakets Kaspersky Rescue Disk ist. Seine spezialisierte Software überprüft und reinigt infizierte Systeme.

Der Hauptvorteil von Kaspersky Rescue Disk und WindowsUnlocker besteht darin, dass sie unabhängig vom Betriebssystem funktionieren können und Malware, die normalerweise das Betriebssystem stört, außer Gefecht setzen. Eine Anmerkung: wenn Ihr Computer verschlüsselt wurde, benötigen Sie einen anderen Rechner, um Kaspersky Rescue Disk herunterzuladen und ein bootfähiges Laufwerk zu erstellen.

Dafür müssen Sie Folgendes tun:

  1. Laden Sie Kaspersky Rescue Disk 10 herunter.
  2. Erstellen Sie ein Startvolume (folgen Sie diesem Link zur vollständigen Installationsanleitung). Sie können eine CD/DVD oder einen USB-Stick verwenden, um das Startvolume zu erstellen.
  3. Schließen Sie den Datenträger an den befallenen Computer an beziehungsweise legen Sie ihn in diesen ein.
  4. Nachdem Sie Ihren PC eingeschaltet haben, öffnen Sie das Boot-Menü – zu Beginn des Startvorgangs zeigt der Computer an, welche Taste Sie drücken müssen, um in das Menü zu gelangen – und wählen Sie zum Booten das Laufwerk aus, das Kaspersky Rescue Disk 10 enthält. Warten Sie, bis die Installation vollständig abgeschlossen ist.
  5. Führen Sie das Dienstprogramm Kaspersky WindowsUnlocker aus. Um dies zu tun, klicken Sie auf die Schaltfläche „K links unten auf dem Bildschirm und im Menü wählen Sie die Option „Terminal“ aus. In der Befehlszeile geben Sie den Befehl windowsunlocker ein und drücken die Eingabetaste.
  6. Wählen Sie die erste Option „Unlock Windows“ im Menü. Das ist alles, WindowsUnlocker säubert nun Ihr System von der Locker-Ransomware.

Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wird Ihr System entsperrt. Jedoch könnte es dennoch Teile von Lockern oder anderer Ransomware enthalten. Um diese endgültig zu bereinigen (sowie andere Schadprogramme und Viren zu entfernen), führen Sie einen vollständigen Systemcheck durch. Sie können einige der folgenden Einstellungen ändern:

  • Konfigurieren Sie die Einstellungen so, dass Objekte nach Viren durchsucht werden. Es gibt zwei Haupteinstellungen: zum Einen kann man festlegen, welche Gegenmaßnahme das System vornimmt, wenn es eine Bedrohung feststellt, und zum Anderen, welche Objektarten überprüft werden sollen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Sie wählen sollen, bleiben Sie bei den Standardeinstellungen.
  • Konfigurieren Sie die Einstellungen so, dass Updates durchgeführt werden. Die Kaspersky Rescue Disk muss ihre Antivirusdatenbank aktualisieren und hier können Sie die Quellen für die Updates auswählen.
  • Konfigurieren Sie zusätzliche Einstellungen. Das betrifft normalerweise Berichte und Speicherorte der infizierten Objekte.
  • Erstellen Sie Berichte über Systemprüfungen und Updates.

Zum Abschluss überprüfen Sie Leistungsstatistiken Ihrer Programme.

Kaspersky Rescue Disk kann in vielen Situationen eine Hilfe sein, aber sie stellt keine permanente Sicherheitslösung dar. Um Ihnen zu helfen, frei von Lockern, Viren und anderen Ransomware-Arten zu bleiben, empfiehlt es sich, Software zu installieren, die Ihre Systeme automatisch überprüft. Zum Beispiel können Kaspersky Internet Security, Kaspersky Anti-Virus und Kaspersky Total Security Ihren PC absichern. Ihr Android-Gerät können Sie mit Kaspersky Internet Security für Android schützen.