• Weniger Games und mehr Software, Audio und Video
  • Mobile: YouTube rangiert vor TikTok
  • Kaspersky-Kinderbuch und Broschüre helfen Eltern bei der Cybererziehung

Wonach suchen Kinder im Internet? Auf welchen Portalen tummeln sie sich? Und welche Seiten könnten möglicherweise präventiv zum Schutz der Kids geblockt werden? Eine Analyse von Kaspersky [1] über das Surfverhalten und die Internetvorlieben gibt Aufschluss darüber, wie sicher Kinder im Web unterwegs sind. Demnach besucht der Nachwuchs in Deutschland verstärkt Webseiten der Kategorien „Software, Audio, Video“ und „E-Commerce“; Seiten der Kategorie „Computer Games“ und „News“ wurden dagegen weniger besucht. Im mobilen Bereich ist YouTube noch vor TikTok und WhatsApp die beliebteste Android-App. Plattformübergreifend wird auf YouTube neben Musik vor allem nach Videos von Game- und Lifestyle-Bloggern gesucht. Um Eltern und ihren Kindern entsprechende Tipps für die sichere Nutzung des Internets an die Hand zu geben, hat Kaspersky das Kinderbuch „Midori Kuma und ein ganz besonderes Rennen“ samt Begleitmaterial [2] veröffentlicht.

Zwischen April 2020 und Mai 2021 hat sich laut der Kaspersky-Analyse das Surfverhalten von Kids in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum verändert. Websites aus den Bereichen „Software, Audio, Video“ haben weiter zugelegt und liegen mit 46,3 Prozent aller Aufrufe unangefochten an der Spitze (plus 7,8 Prozentpunkte). An zweiter Stelle folgt mit jetzt 24,2 Prozent (plus 4,7 Prozentpunkte) die Kategorie „E-Commerce“, wobei das Interesse an Online-Shopping bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland bereits in der letztjährigen Untersuchung überdurchschnittlich hoch ausgeprägt war.

Dagegen surft der Nachwuchs mit 12,6 Prozent nun weniger auf Webseiten aus den Bereichen „Computer Games“ (minus 4,0 Prozentpunkte) und „Internet Communication Media“ (minus 1,9 Prozentpunkte) - eine Kategorie, die mit 7,8 Prozent aber nun auf Rang vier vorrückt, da das Interesse an „News“ deutlich zurückgegangen ist (von 12,9 auf 6,7 Prozent) und jetzt den fünften Rang belegt.

„Die Internet-Vorlieben von Kindern zu kennen und zu analysieren, hilft uns, das Augenmerk auf deren Sicherheit im Netz zu richten“, erklärt Anne Mickler, Pressesprecherin bei Kaspersky. „Wenn Eltern wissen, welche Art von Musik ihre Kinder hören, welche Blogger oder welche Games gerade angesagt sind, können sie die Beziehungen zu ihren Kindern stärken. Damit tragen Eltern dazu bei, ihre Kinder vor potenziellen Online-Gefahren zu schützen.“

YouTube ist gefragteste Android-App, doch wer sind die YouTube-Stars?

Um Eltern mehr Informationen über die Internet-Präferenzen ihres Nachwuchses zur Verfügung zu stellen, hat Kaspersky neben dem Besuch von Websites auch die Nutzung von Android-Apps durch Kinder und Jugendliche im Zeitraum November 2020 bis April 2021 ausgewertet. In Deutschland liegt YouTube mit 27,0 Prozent vor WhatsApp (24,3 Prozent) und TikTok (15,9 Prozent). Das entspricht auch der Rangfolge weltweit. Beliebt beim Nachwuchs in Deutschland sind auch die Spiele-App Brawl Stars (9,0 Prozent) und Roblox (6,9 Prozent), eine Plattform, auf der die Nutzer ihre eigenen Spiele kreieren können, gefolgt vom Browser Chrome (4,8 Prozent).

Kaspersky hat für denselben Zeitraum zudem untersucht, nach welchen Videos Kinder und Jugendliche bei YouTube Ausschau halten. Nimmt man alle deutsch- und englischsprachigen Anfragen zusammen, dann wird dort neben Musik (20,2 Prozent) vor allem nach Videos von Game-Bloggern (35,8 Prozent), Lifestyle-Bloggern (11,8 Prozent) oder Filmen und TV-Sendungen (7,9 Prozent) gesucht.

Betrachtet man allein die Suchanfragen in deutscher Sprache, werden die bei uns aktuellen YouTube-Stars noch sichtbarer: Besonders gefragt sind mit 30,8 Prozent die Videos von Game-Bloggern (vor allem von Paluten, Standart Skill und iCrimax) und mit 20,8 Prozent Lifestyle-Blogs wie MaVie Noelle, HeyMoritz und BibisBeautyPlace. Danach folgen mit 14,1 Prozent TV-Serien, wobei die RTL2-Produktionen „Hilf Mir! Jung, pleite, verzweifelt“, „Krass Schule“ und „Berlin – Tag & Nacht“ besonders beliebt sind. Musik-Videos spielen hier mit 6,9 Prozent nur eine geringe Rolle.

Kinderbuch: Grüner Bär verhilft Kindern zu mehr Medienkompetenz

Je früher Kinder Online-Medien selbstständig nutzen, sei es auf eigenen oder gemeinschaftlich verfügbaren Geräten, desto wichtiger ist eine altersgerechte Heranführung an die damit verbundenen digitalen Gefahren. Diese sind vielfältig und reichen von mangelndem Datenschutz oder fehlender Passwort-Sicherheit bis zu exzessiver Mediennutzung oder gar Cyber-Mobbing.

Kaspersky will Kinder und Eltern verstärkt für das Thema sichere Online-Nutzung sensibilisieren und hat daher jetzt das Kinderbuch „Midori Kuma und ein ganz besonderes Rennen“ veröffentlicht. Geschrieben hat es Alessia Cruciani, die sich in der Vergangenheit in ihrer Heimat Italien nicht nur als Sport- und Technikjournalistin (u. a. La Gazzetta dello Sport und Il Corriere della Sera), sondern auch als Kinderbuchautorin einen Namen gemacht. Die Illustrationen sind von dem bekannten Disney- und Disney-Pixar-Illustrator Gianfranco Florio. Das Buch wie auch eine Begleitbroschüre für Eltern mit kindgerechten Tipps zur Cybersicherheit sind als digitale Ausgabe im PDF-Format und als E-Book kostenfreiverfügbar [2].

Zielgruppe sind Kinder zwischen sechs und zehn Jahren, die ebenso unterhaltsam wie altersgerecht zusammen mit den Protagonisten Lola (8), ihrem Cousin Peter (10) und dem grünen Plüschbär Midori Kuma, eine Kartbahn besuchen. Dort lernen sie, worauf es ankommt, um die Welt der schnellen Flitzer, aber eben auch die digitale Welt möglichst gefahrlos zu entdecken.

Darüber hinaus gibt Kaspersky folgende Tipps für ein positives Online-Erlebnis von Kindern:

  • Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern im Internet surfen. So lernen sie die Interessen ihrer Kinder kennen und wissen, auf welchen Seiten sie sich aufhalten und wo eventuell Gefahren lauern können.
  • Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass sensible Daten nur über Messenger-Apps und nur an Personen weitergegeben werden dürfen, die sie auch im realen Leben kennen.
  • Entschließen sich Eltern für den Einsatz einer Kindersicherungs-Software wie Kaspersky Safe Kids [3], empfiehlt es sich, den Zweck und die Funktionsweise einer solchen App den Kindern genau zu erklären.
  • Generell sollten Eltern verstärkt mit ihren Kindern besprechen, welche Sicherheitsmaßnahmen im Internet beachtet werden müssen und welche Informationen niemals geteilt werden dürfen. Hilfestellung dazu bietet eine Begleitbroschüre für Eltern mit kindgerechten Tipps zur Cybersicherheit [4].

 

[1] Freiwillig und anonym durchgeführte Analyse von der Kinderschutz-Lösung Kaspersky Safe Kids übermittelten Daten. Die Analyse wurde weltweit und für die deutschen Nutzer durchgeführt. Sie untersucht das Verhalten in Deutschland im Zeitraum Mai 2020 bis April 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die weltweite Studie „Kids on the Web in 2021: Infinite creativity” gibt es hier: https://securelist.com/children-report-2020/97191/

[2] https://www.kaspersky.com/acq/midorikuma/de/

[3] https://www.kaspersky.de/safe-kids

[4] https://media.kasperskydaily.com/wp-content/uploads/sites/96/2021/12/02152947/MIDORI_KUMA_BROCHURE_digital_DE.pdf

 

Nützliche Links:


Kaspersky-Analyse zeigt Online-Vorlieben von Kindern seit Mai 2020

Eine Analyse von Kaspersky über das Surfverhalten und die Internetvorlieben gibt Aufschluss darüber, wie sicher Kinder im Web unterwegs sind.
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